Richard Garriott: 'Heutige Spieldesigner sind mies'

Mit Ultima hat der Brite Richard Garriott zweifellos Spielegeschichte geschrieben, Bescheidenheit zählte aber aber noch nie zu den ganz großen Stärken von "Lord British". In einem Interview teilte der 52-Jährige nun erneut ordentlich aus. mehr... Spiele, Ultima, Richard Garriott Spiele, Ultima, Richard Garriott

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irgendwo hat er ja recht, wenn man sieht welche clone metalität sich in den letzten 10 - 15 jahren dort breit gemacht hat und kaum jemand wirklich neues bringen kann oder will.
 
@hellboy666: Die Frage ist aber, ob das tatsächlich die "Schuld" der Designer ist oder jene der Anzugträger, die ihnen die Jobs/Aufträge geben...
 
@witek: eigentlich ist der Konsument schuld. würde der nicht jeden copyrotz oder sonstige DRM Spiele (SIMCITY) gleich kaufen weil er geil aufs spiel ist egal wie gestückelt es erscheinen mag, dann würden Spiele "Schmieden" so nannte man sie früher, auch mal wieder heiße eisen ins feuer legen als nur zusehen wies so vor sich dahinbrennt
 
@dergünny: kopierschutz der grund für einfallslose spiele?
 
@hellboy666: es geht nicht um den kopierschutz, sondern um den Konsumenten der sich sowas auch noch gefallen lässt.
 
@dergünny: Immer noch am Thema vorbei....
 
@witek: Die Frage ist aber, ob das tatsächlich die "Schuld" der Anzugträger ist oder jene der Gamern, die Jahr für Jahr CoD / Fifa / WoW Abo kaufen...
 
@witek: Richtig. Ich erinnere da an die Schlammschlacht von Piranha Bytes vs. Jowood und das Gothic 3 desaster. Hier waren es ganz klar die Anzugträger, denen es nicht schnell genug ging. Prügel bezogen aber die Jungs von Piranha. Schlussendlich hat das ja zum Weggang der Piranhas bei Jowood geführt und war Wegbereiter für anstehende Insolvenz Jowoods.
 
@hellboy666: Da hat du verdammt recht. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich traurig oder dankbar sein soll daß es nie eine Fortsetzung vom genialen System Shock 2 gab. Besonders der Teamgeist der Entwickler war überragend. Die haben damals tatsächlich noch die Fans im Forum nach Ideen gefragt und diese auch reihenweise 1:1 umgesetzt. Und was haben wir für unsere monate langen Bemühungen bekommen? Nichts... außer einem der besten Spiele aller Zeiten.
 
@Johnny Cache: Ich denke mal Fortsetzungen sind das eigentliche Grundproblem. Etwas einmal Erfolgreiches wird in Teilen 2 bis unendlich immer und immer wieder mit minimalen Änderungen wiedergekäut. Da geht doch bezüglich Spieldesign jegliche Krativität flöten (und ist auch offenbar nicht mehr gewünscht)
 
@jigsaw: Im Prinzip läuft das ja genau wie bei den Filmen. Da ist es schon selten genug daß der zweite besser ist, aber beim dritten wird die Luft dann wirklich verdammt dünne.
 
@Johnny Cache: Genau so isses, aber trotzdem wird überall noch versucht, mehrere Teile rauszupressen, ich warte bezüglich Filmen nur noch auf "Titanic 2 - Die Rache des Eisbergs" ;-)
 
@jigsaw: Ich muss dich leider enttäuschen, Titanic 2 gibt es bereits: http://goo.gl/eYDXX
 
@jigsaw: Die Spieleserien werden halt tot gemolken(z.B. Assassins Creed). Der jährliche Releasezyklus lässt Spielprinzipien verdammt schnell ermüden. Wenn ich mir andere Spieleserien dagegen anschaue wie Super Mario oder The Legend of Zelda diese Serien machen nach 25 Jahren noch Spaß, diese Serien erfinden sich mit jeden Release neu und sind nicht einfach nur ein Update
 
@SupaMario: Das ist so.
Nur leider heult dann die andere Gruppe, die keine neue Steuerung und möglichst alles beim Alten haben möchte.
Kurz gesagt, man kann es leider nicht allen richtig machen und jene, die betroffen sind, schreien dann am meissten.
 
@SupaMario: Assassins Creed als Beispiel für eine totgemolkene Serie zu bringen, ist eher schlecht. Teil 1 war vom Setting her innovativ und gut, aber vom Spiel her eher grottig. AC2 war richtig gut und die Reihe um Ezio wurde dann etwas ausgeschlachtet, dennoch wurde mit AC3 nochmal ein verdammt guter, wenn nicht der beste Titel der Reihe rausgebracht.
 
Ist ja auch wahr. Die Spieledesigns sind alle gleich und absolut einfallslos. Von den "Storys", wenn man die denn so nennen kann, möchte ich jetzt erst gar nicht anfangen. Mir macht das Zocken absolut keinen Spaß mehr. Damals hatte man wirklich keine tolle Grafik, aber die Storys haben einen wirklich teils mitgerissen und derbe bei Laune gehalten.
 
@Knarzi81: Ein paar Ausnahmen gibt es schon noch, aber prinzipiell hat er schon recht. Die paar Spiele, die mich in den letzten Jahren wirklich begeisterten und die sehr gut gemacht waren und auch neue Ideen hatten, kann ich fast an einer Hand abzählen.
 
@chronos42: Geht mir ähnlich. Die letzten Spiele die mich wirklich gepackt haben waren auf der Wii gewesen(Skyward Sword, Okami). Dort sind auch häufiger Perlen herausgekommen. Bei Xbox und PS kommen die dicken Mainstream Projekte aber diese wiederholen sich zu oft und hier trauen sich kaum Entwickler neue Konzepte zu entwickeln. Deshalb gleicht ein Spiel den anderen und eine hübsche Grafik ist so ziemlich das letzte worauf ich beim Kauf von Spielen achte.
 
@Knarzi81: Der Unterschied ist halt, dass damals die Grafik nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat - die sahen alle scheisse aus ;D Da war aber der Inhalt viel wichtiger und hat teilweise monatelang gefesselt. Heutzutage ist das wichtigsten erstmal die Grafik und erst dann irgendwann geht es um den Inhalt. Darum kommen ständig Spiele mit einer Bombengrafik raus, die inhaltlich aber nichts zu bieten haben und nach 5 Stunden durchgespielt sind.
 
Es gibt jedes Jahr immer noch eine ganze Reihe von guten Spielen im Spielesektor. Einige sind abseits vom Mainstream aber natürlich auch nicht alle. Beispiele: Limbo, Journey, Encharted 3, The walking dead, ME 1-3, World of Goo, Batman - Arkham City, Dishonored, XCOM, FarCry 3, ZombieU, Portal 2, Book of unwritten Tales, Deponia 1 und 2, Edna bricht aus, Skyrim, Minecraft, FTL, L.A. Noire, Metro, Total War, Darksiders 1/2.
 
Wo er recht hat.. er nennt ja Will Wright, und man schaue sich halt an, was ohne ihn aus SimCity geworden ist.
 
@tt13: Er selbst ist begeistert: youtu.be/u8P0AHaeft4
 
@lutschboy: Klar, was soll er auch anderes sagen? Er wird sich hüten da etwas schlecht zu reden.
 
@tt13: SimCity Societies ging auch auf Wrights Kappe, mit dem Argument, die vorigen Teile wären zu Komplex gewesen. Insofern glaub ich schon, dass ihm SimCity (5) gefällt.
 
@lutschboy: Auch wieder wahr.. allerdings ist mein Schmerz mit SC weniger die geringere Komplexität als die technisch minderwertige Umsetzung. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass seine ernsthafte Meinung ist, dass das so in Ordnung geht.
 
Zum größten Teil gebe ich ihm recht, es gibt aber einige Ausnahmen.. siehe zb Minecraft, Quantum Conundrum oder auch Portal/Portal 2.
 
Also mir würden sofort noch 2 weitere Spiele-Designer einfallen die er nicht genannt hat. Hideo Kojima und Shigeru Miyamoto. Wobei ich Miyamoto als den wichtigsten aller Spiele-Designer empfinde da er festgelegt hat wie sich Spiele in 3D spielen lassen müssen.
 
@SupaMario: Sorry aber gerade Miyamoto wärmt seit gefühlt 20 Jahren immer wieder die gleichen Ideen neu auf ...
 
@mike4001: Das kommt mir nicht so vor. Miyamoto seine Spiele strotzen immer von Kreativität(mal ausgenommen von Pikmin 3). Jedes Spiel hat sein eigenes Thema nach dem es erstellt wurde. Nur 1 mal kam ein Spiel mit dem selben Thema auf dem Markt und das war Galaxy 2 und trotzdem strotzte dies nur so von noch mehr fantastischen Ideen. Nur mal so welche Reihe von Miyamoto stagniert den für dich?
 
@SupaMario: vor allem hat Miyamoto noch eier in der hose, den seine Spiele sind immer genre treu und noch immer keine shooter mutation wie es leider bei anderen spiele klassikern der fall ist.
 
Ich glaub nicht mal, daß die Designer schlechter sind. Es ist vielmehr das Prinzip der "virtuellen Belohnung" und des "virtuellen Verbesserns" das durch übertriebene Anwendung immer abgenutzter wird. Heute wird die Belohnung zusätzlich sozial gesucht durch die Achievments: "Schau Dir an wie gut ich bin!". Und schließlich kommt noch dazu daß man sich eine Verbesserung nicht nur verdienen kann in dem man gut oder lange spielt, sondern indem man einfach Geld hinblättert. Alles zusammen genommen ergeben schlimme Abnutzungserscheinungen und viele gefrustete Spieler, die einfach nur fairen Spaß haben möchten. Aber es ist immerhin noch nicht alles schlecht. Für mich waren z.B. Skyrim, Witcher und Dragon Age schöne und unterhaltsame Spiele die teilweise die alten Zeiten noch deutlich überboten haben.
 
Gabe Newell ist auch noch eine Größe der Spieleindustrie... Wenn zur Zeit nicht DIE Größe. Ich finde übrigens, dass der gute Mann den Mund zu voll nimmt, denn es gibt noch sehr viele gute Spieledesigner, sie sind nur eben entweder noch nirgends oder nicht bei den Großen angestellt ;)
 
@Joebot:

Gute Leute sind bei den Grossen...
Brilliante Leute sind in der independent Scene, bis auch diese gekötert werden. Freiheit für alle*yES
 
@realGoliath: "gekötert" = bis die vor die Hunde gehen? ;D
 
@dodnet:

Hallo? Der Freigeist wird angelockt und wenn die Falle zuschnappt tanzt alles nach den Regeln der Publisher.
 
@realGoliath: du hast mich missverstanden: geköDert ;)
 
Bei allem Respekt, aber bevor er große Töne spuckt, soll er erst einmal etwas abliefern. Sonst "endet" er noch so wie Molyneux...
 
@Fratzenmagnet: In dem Fall kann er sich entspannt zurücklehnen da er schon mehr abgeliefert hat als die meisten z.B. ein paar der besten Rollenspiele aller Zeiten mit Ultima 4, 5 und 7. Aber ja - er ruht sich schon ein wenig auf alten Lorbeeren aus.
 
Da ist schon etwas dran, liegt aber meiner Meinung nach an den Publishern die schnell Gewinne einfahren wollen. Darum wird der selbe 08/15 müll ständig neu aufgekocht und lediglich mit hübscherer Grafik verziert. Statt auf Raffinesse und ausgeklügeltes Gamedesign setzt man lieber auf Massengemetzel, Errungenschaften und Casualisierung. Deshalb gibts auch keine Handbücher mehr sondern nur noch Handzettel. Gerade im Rollenspielsektor finde ich die Entwicklung schlimm. Mann muss sich nicht mehr mit dem Spiel auseinandersetzen sondern nur noch den PC oder die Konsole einschalten und durch die Level rennen. In den letzten Jahren gabs wirklich nur eine Hand voll Spiele die sich von der Mainstream Masse abhoben.
 
Sagte der Mann, der Tabula Rasa einfach nach sehr kurzer Zeit wieder einstampfte, weil es nicht erfolgreich genug war. Also geht es doch nur um den Erfolg und wenn CoD und Konsorten eben Erfolg garantieren....Unternehmen sind immer noch gewinnorientiert. Mit irgendwelchem Träumerprojekten, die sich nicht/kaum verkaufen kann eben kein Entwickler bezahlt werden und dann muss man selbst Spiele mit Potential (Tabula Rasa) direkt wieder einstampfen. Und dann nennt er auch noch Molyneux, der genauso nur irgendwelchen nicht umsetzbaren Träumer-Projekten hinterherrennt und weit mehr verspricht, als er jemals halten kann. Das ist für mich kein guter Spieledesigner. Ein guter Spieledesigner bekommt seine Vision auch realitätsnah umgesetzt und träumt nicht von Dingen, die niemals (wirtschaftlich) umsetzbar sind.
 
@Draco2007: So sieht's nämlich aus. Früher mag vieles besser, aber eben auch anders gewesen sein. Da konnt man noch allein oder in sehr kleinen Teams moderne Spiele verwirklichen, und wenn man beim Risiko eingehen scheiterte, verlor man ein paar hundert bis tausend Dollar, keine millionen. Molyneux mag zwar den Mund immer zu voll nehmen und auch viel zu viel von sich halten, doch hat er im Gegensatz zu Garriott wenigstens mit vielen Genres experimentiert. Garriott hat in erster Linie - ach sooo kreativ - ein Ultima Teil nach dem anderen rausgekloppt bis er sich hat von EA kaufen lassen. Welch Visionär.
 
seit ewigen jahren hört man den nur reden. was ich mit dem mund alles besser weiss...die liste ist lang :)
 
Gibt schon noch ein paar mehr "Gute", wie z.B. Hironobu Sakaguchi. Allerdings hat seine Hauptschöpfung sehr gelitten, seit er Square Enix den Rücken gekehrt hat.
 
Recht hat er ja.... nur seit Ultima IX auch nichts gescheites mehr auf die Beine gestellt (und das war leider auch schon sehr ungeschliffen). Also Vorsicht beim Mund zu voll nehmen...
 
Chris Roberts als Spieleprogrammierer: Ich lache mich weg!

Motto "Ich kann nicht immer 70 sein - ich singe 50 Jahre Scheiße und will jetzt mal was anderes probieren..."
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