Kuba: USB-Sticks ersetzen das freie Internet

Um die Pressefreiheit ist es in Kuba nach wie vor sehr schlecht bestellt. Allerdings haben die Menschen in dem Karibikstaat trotzdem Wege gefunden, die staatliche Zensur zu umgehen - mit Unmengen an USB-Sticks. mehr... Blogger, Kuba, Yoani Sanchez Blogger, Kuba, Yoani Sanchez

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Gut zu wissen. So kann man also mit einem kleinen Virus den kompletten Inselstaat lahmlegen :D
 
@tobi89: Was willst du da lahmlegen? Die Rechner ohne Netz? ^^
 
@Draco2007: Wieso, er hat doch recht... Ich würde niemals fremde, sogar bewusst "subversive" Sticks an meinen Rechner stöpseln. Auch wenn der PC nicht im Netz hängt, es gibt noch andere Schadwirkungen als über das Netz ausgespäht zu werden. Mal eben die Festplatte formatieren, von Zeit zu Zeit ein paar Dateien löschen, fällt doch gar nicht auf, bis der Rechner nicht mehr hoch kommt oder meine Inhalte weg sind.
 
@rallef: Möglich...klar...aber stell dir bei Malware immer die Frage, wie profitiert der "Hersteller" der Malware davon? Diese "Kiddiesoftware", die deinen Rechner mutwillig zerstört bringt niemandem etwas und ist aufgrund dessen sehr selten geworden. Malware will etwas von dir, deine Daten, deine Passwörter, deine Rechenpower oder schlicht dein Geld und sofern auf dem USB-Stick nicht steht "Bitte einstecken und nach 2 Tagen zurückbringen", bringt Malware in einem netzlosen Umfeld nichts.
 
@Draco2007: Na wenn ich die Opposition ärgern / sabotieren will, weil ich sie sonst nicht greifen kann, ist das doch Motivation genug? "Cyberwar", einfach die eigenen Sabotagesticks in das Turnschuhnetz einschleusen, nicht immer nur an die finanziellen Aspekte denken. Ok, im "freien" Internet ist das die Hauptmotivation (neben Industriespionage, die auch wieder finanziell motiviert ist).
 
Natürlich, ''Informationen'' ;) Man sieht aber wieder mal, dass eine solche Zensur auf längere sicht nichts bringt. Wenn eine Regierung Zensur benötigt zeigt das ja schon, dass sie so einiges zu verbergen hat.
 
@gigges: Wer sieht wie leute in Kuba leben wundert sich da nicht
 
@gigges: Aaaach Quatsch. Der Staat will sein Volk nur vor den korrumpierenden Medien des bösen kapitalistischen Auslands schützen. Wobei ich mir auch in Dtl. nicht immer sicher bin, ob man den ein doer anderen TV-Sender nicht auch einfach abdrehen sollte. [Wer humoristische Untertöne herausliest sollte seinen Arzt oder Apotheker ausfragen. :D ]
 
@gigges: Welche Regierung zensiert nicht? :-O
 
@Antiheld: Regierungen zensieren? Ich dachte immer die wollen für uns nur das beste und sind stets aufrichtig und ehrlich? :-O
 
@gigges: Die Infos, die auf diesem Weg gestreut werden, scheinen mir aber genauso gefiltert und damit zensiert, nur halt eben von der (Amerika-freundlichen) Opposition.
 
Not macht erfinderisch. Schlichte und trotzdem geniale Lösung.
 
@zwutz: Wobei sich mir gerade die Frage stellt wer all diese USB-Sticks bezahlt? Außer die wandern wirklich von Hand zu Hand, und nicht nur von Medium zum Bürger.
 
USB-Sticks umsonst :) woohooo :))
 
"Fernsehserien, die in den Wohnzimmern produziert werden" ääähh ja...
 
@wieselding: interessant :) die Antwort auf You*orn ;)
 
@wieselding: Auch diese Menschen haben mal das Bedürfnis nach NoBrainer Unterhaltung und die können nicht mal eben Sky anwerfen um The Big Bang Theory zu gucken!
 
@KnolleJupp: Die haben da Ihre eigene Interpretation von "The Big Bang Theory" ;)
 
@KnolleJupp: Streite ich das mit meiner Aussage ab? Nöö. Ich finds gut wenn so die Zensur umgangen wird. Ist in anderen Ländern mit derartiger Zensur nicht anders. Neu für mich ist lediglich dass die einfach USB Sticks tauschen.
 
@wieselding: Das nenn ich doch mal echtes Peer-to-Peer.
 
@KnolleJupp: Auf Kuba gibt es genug spanischsprechende Fernsehsender welche aus Südamerika kommen - keine Angst, die können mehr sehen als wir glauben.
 
Eins muss man den Kubanern lassen, sie sind wirklich erfinderisch. Wie sie das teilweise erbärmliche Leben meistern, ist schon beeindruckend. Hab da vor einigen Jahren auch mal eine Doku über Kuba gesehen, die das zum Thema hatte. War echt interessant, aber auch irgendwie erschreckend.
 
@dodnet: Ich glaube gar nicht mal dass die da so ein erbärmliches Leben haben. Sicher, sie leben unter einer Diktatur, haben nicht viel Hab und Gut usw. Aber ich glaube vom reinen Lebensgefühl her können wir die Kubaner nur beneiden.
 
@Tomarr: Zitat: "haben nicht viel Hab und Gut..." Zitat Ende. Und das ist in einer Hinsicht her auch garnicht sooo verkehrt, weil da gibt es nicht solche Neider wie zb hier in DE (von wegen der Nachbar hat ein besseres Auto als ich zb, usw). Viele wollen immer mit den Mitmenschen gleichziehen und lassen dabei den eigenen finanziellen Spielraum ausser Acht. Und was dann passiert bzw passieren kann ist auch klar: Schulden und nix als Schulden. Da wird nicht nachgedacht, das mein Nachbar sich das neue Auto wirklich leisten kann und ich nicht, sondern Hauptsache "wohlhabend" dastehen mit dem neuen Auto und im Gegenzug am Hungerstuch nagen. Aber das ist wohl das Problem in vielen Ländern und nicht nur in DE. Das mit der Diktatur in Südamerika ist wirklich krank. Aber letztendlich leben wir ja alle iwie in Diktatur, nur halt auf einer anderen Art und Weise (Gesetze, Politiker die bestimmen, wie es uns geht usw...). ;)
 
@Tomarr: Vor allem im direkten Vergleich zu anderen (rechtsgerichteten) Diktaturen in der Gegend.
 
Warum auch nicht? Das gute alte Turnschuhnetzwerk hat sich schon immer bewährt. Ist recht zuverlässig und persönliche reale Kontakte werden auch aufrecht erhalten. Der einzige wirkliche Nachteil dürfte der grotten schlechte Ping-Wert sein.
 
Neulich ein Angebot auf dem Schwarzmarkt .
„ Hey willst du Internet to go”
Das komplette Internet umfasst ca. 12000000 USB USB-Sticks .

Ohne Pornographie 2 USB-Sticks
 
Richtig so! Es ist so wie immer letztendlich setzt sich das Volk durch, eine einzelne Regierung ist zu schwach um gegen diese Masse anzukommen. Es mag ne zeitlang gehen ja, aber ein ganzes Volk niederschlagen oder abzumurksen funktioniert leider nicht. Sollte sich China und Nordkorea auch zum Vorbild nehmen. Aber die machen auch nicht mehr lange....
 
Zensur ist der krankhafte Versuch der totalen Kontroller. Wesentlich erfolgreicher, weil heimtückischer, ist die Manipulation. Mediensteuerung durch Beziehungen, Einfluß und z.B. auch durch Fehlinformationen und medialen Müll, so wie er bei uns tagtäglich Tera-, Peta- Exa-byte-Weise verschleudert wird ... wir sind so zugemüllt und manipuliert, das wir es nicht mal mehr merken ... statt "Arbeit macht frei" heißt es heute "Leistung lohnt sich", ist aber der gleiche Schwachsinn mit dem selben Ziel. Ausbeutung der Massen zum Wohle einiger sehr sehr weniger!
 
Man darf die Mentalität der Cubaner nicht vergessen. Der Anteil an "politisch brisanten" Informationen dürfte untergeordnet sein. Der grösste Teil wird aus XXX Material sowie Musik bestehen. Es ist in Cuba nicht so, das an jeder Strassenecke Regimegegner protestieren und "brutal unterdrückt" werden. Die Cubaner sind stolz - und auch die breite Bevölkerung denkt, das sie sich in ihre Dinge nicht reinreden lassen. Die legen keinen Wert darauf, wieder eine korrupte US-kontrollierte Marionetten-Regierung zu haben - das kennen die schon. Und sie sind Fidel bis heute Dankbar, das er das per Revolution beendet hat. Und - Film-DVD und Musik-CD dürften in Cuba deutlich zu teuer sein für das Einkommen der Leute.
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