Adobe-Technikchef Kevin Lynch wechselt zu Apple

Kevin Lynch, bisher Chief Technology Officer (CTO) von Adobe, wechselt zu Apple. Das ist natürlich im Hinblick auf Flash eine interessante bis pikante Entscheidung: Lynch gilt als langjähriger Verfechter der Flash-Technologie, Apple dagegen ... mehr... Apple, Adobe, Kevin Lynch Apple, Adobe, Kevin Lynch

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Das ist keineswegs "pikant". Wenn ich Karriere in Firma X machen will stehe ich hinter deren Produkte, wenn ich dann bei Firma Y anfange ist es genauso. Es geht nur um Geld und Karriere, die Zeiten in denen jemand mit Herz und Seele aus reiner Überzeugung hinter einem Produkt steht sind vorbei. Beruf = Berufung war einmal. Traurig aber wahr.
 
@jigsaw: Wann genau war denn das, als Beruf = Berufung war? Als Mitte der 1950er die Leute in den Fabriken geknüppelt haben, um den deutschen Aufschwung einzuleiten? Oder 50-100 Jahre früher, als auch Kinder noch mit in den Bergwerken schuften durften? Oder im Mittelalter, als die ganze Familie noch gemeinsam auf dem Feld arbeiten durfte und im Winter gucken konnte, wie man über die Runden kommt? Und auch bis hin zu den Leuten die die Pyramiden bauen "durften" ist kaum auszugehen, dass diese das als Berufung ansahen. Also wann genau war den dieses "einmal"?
 
@LostSoul: Wenn man das nicht nur auf die (Lohn-) Sklaven bezieht, sondern darauf, dass es vor nicht mal allzu langer Zeit auch noch selbständige Kleinunternehmer gab, die ein Handwerk erlernt und dieses dann mithilfe eines kleinen Personalstamms ausgeübt haben, dann ist das noch gar nicht so lange her, also eigentlich bis kurz vor dem großen "Durchbruch" der Globalisierung, die (fast) alles plattgewalzt hat.
 
@DON666: Ja, deswegen werden die deutschen Handwerker heute auch alle von multinational agierenden Handwerkuntenehmen verdrängt, richtig? Oh, nein, Moment. Das ist ja gar nicht der Fall. Stellt sich nun also die Frage, was jemanden daran hindert nicht dennoch im Handwerk ein Kleinunternehmen aufzumachen oder kommt dein Klempner aus China und dein Heizungsmonteur aus Indien? Ich sage es dir nur ungern, aber du romantisierst da die Vergangenheit in unangebrachter Form. Früher war es tatsächlich wesentlich schlimmer, da es nämlich kein soziales Netz gab, keine globale Güterverteilung und -verfügbarkeit. Da hieß es irgendwas zu tun, hauptsache man hatte etwas zu Essen auf dem - wenn vorhanden - Tisch.
 
@LostSoul: Ich würde mal sagen, du stellst die Vergangenheit im Vergleich zu heute unangebracht schlecht dar. Ich rede nicht von global agierenden Handwerks-Mega-Unternehmen, die den kleinen Schreiner verdrängen (Blödsinn!), sondern hatte da eher an Dienstleister mit Ladengeschäft gedacht. Aber egal, um bei den Handwerkern zu bleiben: Dort herrscht doch durch Lohndumping und extremen Überlebens- und Konkurrenzdruck auch ein (u. a. der Globalisierung bzw. "EU-isierung" geschuldetes) völlig anderes Klima. Auch der Endkunde bekommt das mit, z. B. dadurch, dass der Pfusch am Bau - bedingt durch Sparmaßnahmen, um bei den Preisen mithalten zu können - stark zugenommen hat. Naja, da könnte man sicherlich über zig Dinge diskutieren, trivial ist das ganze jedenfalls nicht.
 
@LostSoul: Die Pyramidenbauer waren Sklaven... Ich spreche von meiner persönlichen Erfahrung diesebezüglich (Anfang 80er) Damals hatte man sich tatsächlich noch Gedanken über die Breufswahl gemacht und hatte auch noch Möglichkeiten der Wahl (wenn man das dann auch wollte...) Die meisten meiner Freunde in meinem Alter haben ihren Wunschberuf (mich eingeschlossen), ob du es glaubst oder nicht.
 
@jigsaw: Auch Anfang der 1980er, ebenso wie davor und danach, war das Erlernen des Traumberufes aber kein Garant dafür, damit seine Familie oder auch nur sich selbst ernähren zu können. Erlernen kann man zudem auch heute noch seinen Traumberuf: Egal ob nun als Ausbildung oder als Studium. Zu behaupten, dass früher jedoch in breiter Masse die Situation "Beruf=Berufung" vorherrschte, ist einfach nicht wahr. Im Gegenteil hat man heute wenigstens theoretisch sogar wesentlich mehr Möglichkeiten.
 
@jigsaw: Die Pyramidenbauer waren keine Sklaven, sondern normale Bauern, die für ihren Dienst Abgabenerleichterungen, Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung und nicht zuletzt wohl auch angemessenen Lohn bekamen und in gewisser weise stolz darauf waren, durch ihre Tätigkeit zum Fortbestand des Universums beizutragen. Aber wir reden hier ja nicht über die Handlanger, sondern über den Baumeister und seine Visionen, die er versucht durchzusetzen, für wen auch immer er tätig ist.
 
@jigsaw: Selbstständigkeit?
 
@jigsaw: Wenn ich meine Berufung zum Beruf machen würde wäre ich Matratzentester ;) Aber ganz weg ist das auch nicht. Ich merke das der Beruf den ich jetzt lerne nichts ist, also mache ich was neues. Und das Infanterie mit Programmierer absolut nichts gemein hat, sollte hier fast allen klar sein.
 
@jigsaw: Der Wechsel zu einer anderen Firma steht doch nicht im Widerspruch zu "Beruf = Berufung". Wenn ich leidenschaftlicher Programmierer bin, dann kann ich bei Adobe genau meiner Berufung nachkommen wie bei Apple.
 
@Runaway-Fan: Das ist klar, ich habe es auch mehr auf seine (frühere) scharfe Kritik gegenüber Apple und seine Einstellung zu Flash bezogen. Karrierebedingtes Fähnchen im Winde sozusagen. Extremeres Beispiel: Ein mir bekannter Ingenieur, überzeugter Pazifist (sagt er immer) arbeitet jetzt für ein Waffenunternehmen und er kann dort seinem Beruf auch mit Leidenschaft nachgehen, aber ist es unter diesen Umständen auch seine Berufung?
 
@jigsaw: Wie jetzt? Das ist ja wie wenn ich als Pazifist(bin keiner) zum Bund gehe und Scharfschütze werden oder Bomberpilot :D
 
@Knerd: ...oder wenn ich Verfechter von Flash bin, ein Unternehmen als schlecht für die Konsumenten erachte und trotzdem dorthin wechsele ;-)
 
@jigsaw: Auf jeden Fall ne gute Ausrede für sich selbst, wenn man mit seinem Job unzufrieden ist. Wer seinen Job nicht gerne macht und dahinter steht sollte sich was neues suchen, für solche Tätigkeiten ist das Leben doch viel zu kurz.
 
Was ist denn das für eine bescheuerte News. Typ wechselt von Firma a zu Firma b. Bei Firma a wer es sein Job Flash zu verteidigen, folglich ist sein verhalten nur nachvollziehbar. Und das ist jetzt pikant das so einer dann. Mal zu Firma b wechselt? Naja, man kann auch Sensationen suchen, wo keine sind.
 
Verstehe ich richtig? Bei Apple hat er wohl kein höhere Position als bei Adobe bisher? Und er will Chefposten haben?! Dann verstehe ich nicht waurm er zu Apple will... Als CTO ist doch super...
 
@fegl84: neue stelle, neue Herausforderungen, neue Aufstiegschancen, mehr Geld.....so schwer zu verstehen?
 
@fegl84: Längerfristig sieht er wohl seine Aufstiegschancen bei Apple höher. Denke mal er hat schon dementsprechende Verhandlungen mit beiden Unternehmen geführt bevor er sich zu diesem Schritt entschlossen hat.
 
@fegl84: Vielleicht rechnet er sich bei Apple größere Chancen aus, den Herrn Koch irgendwann mal beerben zu dürfen; wer weiß schon, was in so verwöhnten Managerhirnen vorgeht? Die leben doch in einer völlig anderen Welt.
 
@DON666: Darf ich dich fragen, wie viele Manager du so kennst, dass du dir da ein qualifiziertes Urteil bilden kannst?
 
@LostSoul: Das darfst du, ja.
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