Gesetz gegen Abmahn-Unwesen kommt doch voran

Die Bundesregierung hat sich heute dann doch noch auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der Internet-Nutzer besser vor der Abmahnindustrie schützen soll. Die Reaktionen darauf sind jedoch verhalten. mehr... Berlin, Bundesregierung, Gebäude, Kanzleramt, Bundeskanzleramt Bildquelle: Wolfgang Staudt / Flickr Berlin, Bundesregierung, Gebäude, Kanzleramt, Bundeskanzleramt Berlin, Bundesregierung, Gebäude, Kanzleramt, Bundeskanzleramt Wolfgang Staudt / Flickr

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Wieso wollte die CDU die Abmahngebühren bei mindestens 155 Euro halten? Wozu soll das gut sein? Oder besser gefragt: Wer wurde da wieder von wem geschmiert?
 
@Reinhard62: Politiker werden geschmiert und das Volk angeschmiert.
 
Puh, die armen Anwälte. Mindestlohn von 155,30 Euro finde ich da echt verständlich. Wo würden wir denn da hin kommen wenn die für ihr Geld womöglich noch einen Nebenjob annehmen müssten?
 
@Tomarr: 155€ für ein Schreiben, das hätte ich auch gern!!!
 
@Navajo: Muss ich hier bei dem was ich geschrieben habe und auch wie ich es geschrieben habe, wirklich noch Ironie dazu schreiben?
 
Endlich mal zwei drei Schritte in die richtige Richtung, denn Kleinvieh amcht auch Mist.
 
"[...]eine Beschränkung des Streitwerts bei der ersten Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzungen im Internet auf 1.000 Euro[...]" -- Bei der ersten Abmahnung vielleicht, aber erst werden dann mehrere folgen und schwupps wird's wieder teuer... -- Ich hab sogar eine Abmahnung erhalten, als ich zu Hause noch gar kein Internet hatte (wegen Umzug)... ^^
 
Der letzte Absatz ist widersprüchlich. Dass eine Abmahnung ungerechtgfertigt war, würde sich nur unter Beweisführung bei einem Prozess herrausstellen. Wie solle das Massenabmahnungen verhindern oder eindämmen?
 
Nehmen wir mal so an, 10.000 Leute würden Stirb langsam 5 runterladen, und abgemahnt. (Für so hoch halte ich die Zahl bei neuen Filmen noch nicht mal) Das wären bei einem Streitwert von 1000€=10.000.000€ . (Stirb Langsam 4 hat 383 mio insgesamt eingespielt) Na, wo liegt der Fehler in der Rechnung? Richtig, jeder Anwalt wird den, kaum berechenbaren, maximalen Streitwert ansetzen. Eine Gesamtdeckelung auf 200€ Ja, aber so? (Laut Golem sind das auch 155,30 + Inkassogebühren + Mahn- und Bearbeitungskosten.) Nein, sorry, für mich ist das bei genaueren Betrachtung nicht mehr als Augenwicherei, die Kosten einer Abmahnung dürften kaum sinken.
 
@Lastwebpage: Ist wie "Flug nach London 19,95" ..... dann kommen diverse Gebühren dazu, z.B. Sitzplatz 9,90 , und schon kostet der Flug 69,90. Aber stimmt, der Flug selber kostet nur 19,95. Das ist jier nicht anders.
 
@Lastwebpage: Du redest davon wegen "runterladen abgemahnt" zu werden. Ist dir persönlich jemand bekannt bei dem dass so gewesen ist?
Ich habe bisher nur Fälle gehört, bei denen die Leute aktiv zur Verbreitung (also auch Upload in einer Tauschbörse) mitgeholfen haben.
 
@knoxyz: Wenn Du Dir via p2p ("Torrent") was runterlädst, wirdt Du gleichzeitig zum Seeder, lädst also auch hoch, und bist über IP leicht zu ermitteln. Sollte sich inzwischen rumgesprochen haben^^. DDLs sind da weniger das Problem.
 
@rallef: so ein unsinn, davon abgesehen dass es 0uploadclients gibt kann man auch per netlimiter das ganze auf 0 regeln.
 
@Yepyep: Was konkret ist da jetzt Unsinn? edit: Und klar kann man den Upload reduzieren, aber (jedenfalls "zu meiner Zeit" war das so) hat man dann selbst auch miese Downloadraten bzw wird oft gar nicht erst akzeptiert
 
@knoxyz: wie rallef auch schon sagte, runterladen=hochladen, wenigstens was Torrents, eMule oder allgemein P2P betrifft, bzw. wo man hierzulande Abmahnungen für bekommt. Bei reinem runterladen, also z.B. Klickhoster, landen diese selber meisten im Visier, und da gibt's dann auch was anderes als Abmahnungen.
 
Wer es genau wissen will, ich habe mittlerweile den Gesetzestext gefunden: http://www.bmj.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2013/20130313_Bundesregierung_beschlie%C3%9Ft_Ma%C3%9Fnahmenpaket_gegen_unserioese_Geschaeftspraktiken.html?nn=1468940 dort unten das PDF Dokument.
 
Zumindest hat die FDP hier den Verbraucher schon soweit die "Analog-CDU" es zulässt, versucht zu schützen... 155€ sind zwar immer noch zu viel. Aber zumindest mal realistischer als meistens 700-800€. Ich fände 99€ wären angemessen. Die meisten Abmahnanwälte lassen bestimmt alles von Aushilfskräften machen und wedeln sich einen von der Palme wegen dem Gewinn.
 
@Mexbuild: die 155 Euro beziehen sich nur auf Anwaltskosten ! An den 950 Euro (Streitwert + Anwaltskosten) pro Song wird sich nichts ändern ! Das Geschäftsmodell bleibt dank Ausnahmeregelungen auch intakt und erhalten. Die FDP hat garnichts erreicht...
 
Die Überschrift ist eindeutig falsch , das Gesetz ist reine Augenwischerei weil die Abmahner sich weiterhin auf Ausnahmeregelungen berufen dürfen bei der Abmahnung pro einzelnen Song und auch weiterhin 950Euro verlangen können , was die bisher unverschämterweise als gütliche Einigung bezeichneten ! Im TV und CDU nahen Medienkonzernen wird dieser Gesetzesschund wiedermal als Erfolg bezeichnet und der Bürger verschaukelt...
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