IT-Branche steuert neue Job-Rekordmarke an

Die ITK-Branche soll in Deutschland weiterhin für wachsende Zahlen an Arbeitsplätzen sorgen. Sie ist inzwischen ohnehin der zweitgrößte Arbeitgeber im Lande. mehr... Mitarbeiter, Büro, Indoor Bildquelle: idw-online.de Mitarbeiter, Büro, Indoor Mitarbeiter, Büro, Indoor idw-online.de

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Steht da wirklich das "Geschäft [...] mit Outsourcing wächst" in Verbindung mit Arbeitplätzen in Deutschland? Irgendwie widerlegt sich der Artikel ab der Hälfte.
 
@erso: Wenn sich das Outsourcing auf die Beratung bezieht, könnten die "unabhängigen Consultants" gemeint sein, die von Unternehmen zu Unternehmen "wandern" und ihr Know-How anbieten.
 
@HirschHorst: Oder eine bedenkliche Anzahl von IT-Unternehmen, die lieber ihre Entwicklung, Support und/oder Produktion verlagern um dadurch mehr Gewinn zu erwirtschaften um dennoch am Ende mit "deutschen Produkten" zu werben. Etwas nach dem ersten Absatz wird nichtmehr von Arbeitsplätzen geschrieben. Es handelt sich nurnoch um Gewinn ohne jeglichen Bezug.
 
@erso: Was heißt verlagern? Mir ist kein größeres deutsches Unternehmen bekannt, welches nicht auf externe Arbeitskräfte zurückgreift. Das hat nichts mit Kostenersparnis oder Niedriglohnsektor zu tun. Angenommen das Unternehmen Volkswagen möchte ein System für eine Online-Handelsplattform für VW-Händler neuentwickeln lassen. Diese soll aber komplett auf die Bedürfnisse von VW zugeschnitten sein. Macht es da Sinn, dass VW eine eigene Entwicklungsabteilung schafft, die das Projekt realisiert? Was passiert mit den Mitarbeitern nach Ende des Projekts? Warum sollte sich ein Unternehmen nicht auf seine Kernkompetenzen beschränken? In der Regel läuft das dann so ab, dass innerhalb des Konzerns (hier im Beispiel VW) dann ein Projektteam gebildet wird. Dieses besteht in der Regel aus Mitarbeitern der Abteilung, die später mit der Lösung arbeiten muss/darf sowie Mitarbeitern aus den technischen IT-Services des Konzerns. In der ersten Projektphase wird ein möglich geeignetes Standardprodukt gesucht, welches die eigenen Bedürfnisse schon gut abdeckt und dann holt man sich für die nächsten Projektphasen (Realisierung, Tests, Integration und Migration) mitunter auch Mitarbeiter des externen Softwareentwicklers in das eigene Unternehmen, damit einfach die Wege im Projekt kürzer sind. Nach Ende des Projekts geht das externe Projektteam wieder zurück zum Auftragnehmer. Das hat nichts mit ausbeuten oder so zu tun, sondern das macht einfach mit dem gesunden Menschenverstand Sinn. Wie schon im vorigen Posting von mir geschrieben, verdienen diese ausgelagerten Arbeitskräfte in der Regel wesentlich mehr, als die, die ausschließlich innerhalb des eigenen Unternehmens arbeiten. Da kommen Boni wie Aufwandsentschädigungen, Dienstwagen etc. hinzu.
 
@erso:
Es gibt durchaus auch Outsourcing an deutsche Unternehmen. Manchmal entstehen dabei aber ganz seltsam verschachtelte Konstrukte. Personaldienstleister die einen Arbeiter an einer Firma vermieten die aber wiederum die Arbeitskraft an eine weitere Firma vermietet. Endergebnis der eigentliche Arbeiter verdient weniger aber es gibt jetzt zusätzlich Vermittler und Berater die mit versorgt werden müssen. Es gibt zwar insgesamt mehr Arbeitsplätze in der Branche aber die einzelnen verdienen weniger. Ob das jetzt so der unglaubliche Erfolg ist wage ich zu bezweifeln.
 
@Kindliche Kaiserin: Ich arbeite in einem IT-Unternehmen (Softwareentwicklung), in dem ca. 25% der Arbeitsplätze Outsource-Arbeitsplätze sind. Meine Kollegen arbeiten also in anderen Unternehmen, teilweise über Jahre hinweg. Diese Arbeitnehmer verdienen nicht weniger, sondern in der Regel wesentlich mehr. Teilweise arbeiten diese Kräfte im Ausland und dort profitieren sie neben den zusätzlichen Boni teilweise von hohen Steuerersparnissen. Außerdem haben sie die Gewissheit, wenn z.B. ein größeres Projekt nach 5 Jahren zu Ende ist, dass sie immer noch bei einem Arbeitgeber unter Vertrag sind. Ich möchte damit verdeutlichen, dass Outsourcing nicht nur den Niedriglohnsektor anvisiert, sondern auch den Hochlohnsektor. Die externen Unternehmen greifen häufig für eine gewisse Übergangszeit auf diese Experten zurück, haben aber mittelfristig bis langfristig keinen Bedarf, da nachdem ein Projekt erfolgreich durchgeführt worden ist, das permanente Expertenwissen nicht mehr benötigt wird.
 
@ijones:
Die Seite vom Outsourcing kannte ich nicht, daher kann ich nur sagen Danke für die Aufklärung!
 
@erso: Wie wär es mit Unternehmen, deren Kernkompetenz nicht im IT-Bereich liegt, aber die dennoch IT-Dienstleistungen benötigt? Nicht jedes Unternehmen will eine eigene Software-Entwicklungs-Abteilung. Outsourcing hat nicht automatisch was mit Offshoring zu tun...
 
@erso: Es gibt in unserem Unternehmen Bereiche die hauptsächlich Outsourcing Projekte betreiben. D.h. sie kümmern sich um die Abwicklung und die Übergabe eines Supportgeschäftes ins Ausland. Dafür ist ebenfalls eine Menge Arbeit und laufende Betreuung notwendig damit es überhaupt funktioniert. Oftmals ist Support-Outsourcing ja eher zum scheitern verurteilt was aber vermutlich nur Firmen interessiert denen Support tatsächlich wichtig ist ;)
 
Hmm ok, man kann Ausgliederung auch schönreden. Zumindest scheinen die optimal Fälle ja bekannt zu sein. Ein Glück, dass es keine weniger tolle Fälle gibt, in denen nicht jeder eine Entschädigung oder ein Dienstwagen geschenkt bekommt.
Davon ab, lest Ihr überhaupt, was dort steht? Die Informations- und Kommunikationstechnik - Branche ist der zweitgrößte Arbeitgeber im Lande und wird wohl zur Mitte des Jahres die 900.000 Grenze durchbrechen? Wieviele Einwohner hat doch gleich das Dorf Deutschland? Wieviele Arbeitslose gibt es doch gleich? Bei um die 81m Einwohner, wovon rund die Hälfte Erwerbstätig sind stimmt hier irgendwas nicht (statistisches Bundesamt).
 
@erso: Und was genau stimmt deiner Meinung nach nicht? Du hast ca 42 Millionen erwerbstätige und vielleicht noch mal 4-5 Millionen erwerbsfähige die Leistung beziehen (das bezieht auch die mit ein die Arbeiten aber zusätzlich Unterstützung brauchen weil der Lohn nicht reicht). Dann hast du noch Rentner und heranwachsende die aus offensichtlichen Gründen nicht arbeiten. (http://4.bp.blogspot.com/-p1ID93AhWP0/Ta8-c8rsj0I/AAAAAAAABGQ/Y4u6YQIhc9o/s1600/Bev%25C3%25B6lkerungspyramide+Germany+2010-farbe.jpg). Bitte etwas konkreter :)
 
Mhm, ich höre bei uns auch ständig der Markt sei abgegrast, es finden sich einfach keine neuen Leute mehr...
Tatsache ist jedoch, dass nicht einmal eine Stellenausschreibung gemacht wird um zu sondieren; weiterhin lese ich ständig auch fast ausnahmslos uninteressante Stellenausschreibung der mehr oder weniger bekannten Sklavenhalter / Zeitarbeitsfirmen.
Wenn auf solch einem unterirdischen Niveau nach guten Fachkräften gesucht wird verwundert es mich nicht weiter, dass sich eben solche nicht finden (lassen). Das ist dann auch kein Mangel oder irgendwas dahergeredetes.
Möglicherweise habe ich da gut reden, ich bin in einer einigermaßen guten Position inkl. Festanstellung... trotzdem sag ich mal gäbe es durchaus Potenzial und Willen sich um zu orientieren... aber bitte nicht auf solch einem Niveau. Mit Familie kann ich mir auch nicht erlauben mal eben nur Projekt weise zu arbeiten wie das weiter oben schön geredet wird. Sicher aus Sicht des Sklavenhalters mag das durchaus Sinn machen... Arbeit erledigt und tschüss. Nein Danke!
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