In eigener Sache: Leistungsschutzrecht? Ohne uns!

Vergangenen Freitag hat der Bundestag das Leistungsschutzrecht (LSR) für Presseverlage beschlossen. Das neue Gesetz soll die Verlinkung sowie Lizenzgebühren für kurze Textausschnitte regeln. mehr... Deutschland, Bundestag, Parlament, Minister, Plenum Bildquelle: Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger Deutschland, Bundestag, Parlament, Minister, Plenum Deutschland, Bundestag, Parlament, Minister, Plenum Deutscher Bundestag / Marc-Steffen Unger

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Schön so klare Worte zu hören. Vielen Dank!
 
@Johnny Cache: Vorallem sehr schön, dass die Worte vom WF Gründer und Betreiber kommen :)
 
Nachdem heise und golem vorgelegt haben, legt winfuture nach. :P EDIT: Ach, steht ja sogar im Artikel. Sorry.^^
 
@Johnny Cache: Ich hoffe nur, das google es durchzieht und zB alle Springer Seiten aus dem index fegt. Leider wird man sich aber wohl auf Lizenzzahlungen einigen.
 
@GerdGyros: glaub ich nicht. wenn überhaupt dann wird es einen fond nach französischem vorbild geben. trotzdem hoff ich auch eher darauf, dass springer einfach verschwindet.
 
@GerdGyros: Das hätte ein juristisches Nachspiel, also vergiss es !
 
@Ansibombe: Google ist doch nicht verpflichtet die Springerseiten zu indexieren.
 
Seltsam selbstherrlich der Artikel. Gerade Winfuture ist kein unbeschriebenes Blatt wenn es darum geht Texte anderswo einfach mal zu übernehmen oder gerade nur so umzuschreiben, das es nicht mehr als abschreiben zählt. Journalismus wird von Winfuture quasi gar nicht betrieben, so das diese Redaktion eigentlich gar kein Recht hätte sich auf das Leitsungsschutzrecht zu beziehen.
 
@wasserhirsch: Ein wenig mehr journalistisches Engagement würde WF wirklich nicht schlecht zu Gesicht stehen. Gerade auch weil man mit Sitz in Berlin (laut Impressum) eigentlich gute Kontakte zu den relevanten Kanälen aufbauen könnte. Ansonsten, gute Sache bzgl. des Statements.
 
@wasserhirsch: Ich habe hier schon oft gut aufbereitete Artikel gelesen (zumindest wenn man gesetzten Grenzen bezüglich Länge und Aufwand hier berücksichtigt). Das auch immer wieder abgeschriebene Pressemitteilungen dabei sind ändert daran erstmal nix (außerdem teilt sich WF diese "Unsitte" auch mit anderen Portalen). Man muss auch bedenken dass Heise dann doch etwas mehr Möglichkeiten hat, mehr ins Detail zu gehen als das rein werbefinanzierte WF
 
@wasserhirsch: Also auch alle anderen Redaktionen, die nur von Reuters oder DPA abschreiben? Dann gibts aber bald gar keine Printmedien mehr, da ist doch der redaktionelle Anteil schon längst verschwindend gering.
 
@Draco2007: Andere Redaktionen zeigen korrekt die Quelle an und Zitieren auch korrekt. Den genau das ist doch das Problem warum es dieses Gesetz gibt. Google ist das prominenteste Beispiel aber auch sonst wird Geld mit einer Arbeit verdient, die nicht von einem selbst stammt. Winfuture ist eine GmBH, ein Gewinnorientiertes Unternehmen welches mit nachrichten Geld verdient, die nicht selber recherchiert, sondern letztendlich nur ab-/umgeschrieben worden sind. Als wer, der die Arbeit letztendlich geleistet hat, würde ich mich auch daran gestört fühlen.
 
@wasserhirsch: Ich formuliere das mal passend um: Gerade die Zeitungen sind kein ungeschriebenes Blatt, wenn es darum geht, Texte anderswo einfach mal zu übernehmen oder gerade nur so umzuschreiben, dass es nicht mehr als Abschreiben zählt. Journalismus wird von Zeitungen quasi garnicht betrieben, sodass die Redaktionen eigentlich garkein Recht hätten, sich auf das Leistungsschutzrecht zu beziehen. (Disclaimer: Es gibt auch einige weiße Schafe unter sehr vielen schwarzen Schafen in der Zeitungsbranche)
 
@Pizzamann: Diese erwerben diese Texte entweder oder gehören einem großen Verlag an. Guck mal was alles zum Axel Springer gehört, da ist klar, das man da auf viel ähnliches oder gleiches stößt.
 
@wasserhirsch: Joa, aber auf bildblog.de gibt es so viele Beispiele, wo eine Zeitung einfach etwas von einer anderen Übernimmt, ohne zu prüfen ob die Geschichte stimmt. Es ist schon oft vorgekommen, dass eine Falschmeldung ungeprüft übernommen wurde. Qualitätsjournalismus eben.
 
@Pizzamann: Falschmeldungen ist aber nicht das Thema. Das Thema ist, das Gewinnorientiete Unternehmen Geld mit Texten verdienen, die ihnen gar nicht gehören. Pressefreiheit hin oder her, die Texte gehören dem Verfasser. Wenn diese ungefragt übernommen werden und man sich an diesen noch bereichert, geht das überhaupt nicht in Ordnung. Sich dann auch noch hinzustellen und zu sagen "Ohne uns!" das neue Gesetz, ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Ob Milliarden- oder nicht Milliardenschweres Unternehmen. Die Vorgehensweise von Winfuture und vergleichbare Portale sind doch der Grund warum wir das Leistungsschutzrecht jetzt haben. Sprich man hat dazu sogar beigetragen.
 
@wasserhirsch: Die Zeitungen können doch froh sein, dass die in den Suchmaschinen überhaupt gefunden werden. Wäre dies nicht der Fall, würde auch Winfuture.de auf andere Quellen zurückgreifen und die Webseiten der Zeitungen noch weniger Benutzerzahlen verzeichnen. Ich selbst werde beim Inkrafttreten des Leistungsschutzrechtes überlegen, ob ich auf deutschsprachige Nachrichtenquellen oder Nachrichtenquellen aus Deutschland noch verlinken soll. Das Risiko ist zu groß, abgemahnt zu werden. Das Leistungsschutzrecht schadet den Blogs und dem freien Internet.
 
@Pizzamann: Es geht nicht um den Fund in der Suchmaschine sondern um die Newsportale der Suchmaschinen. Dort sind die Texte der Zeitungen (zum Teil) zu lesen ohne das man die Zeitung selber aufrufen muss. Damit hat man aber der Zeitung kein Gefallen getan. Denn die Zeitung hat daran gar nichts verdient, der Suchmaschinenbetreiber aber schon.
 
@wasserhirsch: Oh schönes Eigentor. Die NEWSPORTALE der Suchmaschinen laufen alle mit einem Opt In...bedeutet die Verlage müssen sich erst aktiv ANMELDEN bevor ihre News dort gelistet werden. Und damit obliegt es dem Verlag ob es die Vorteile nutzen will oder eben die Nachteile überwiegen.
 
@Draco2007: Dann mag das so sein, der rest läuft aber über ein opt-out verfahren. Sprich Suchmaschinen sind eine Plage.
 
@wasserhirsch: Suchmaschinen sind also eine Plage...genial...stell dir mal ein Internet vollkommen ohne Suchmaschinen vor...das wäre doch vollkommen beschissen. Und du kannst eine Suchmaschine nicht komplett mit Opt-In betreiben, die Suchergebnisse sind dann effektiv genauso beschissen als gäbe es keine Suchmaschine. Und in den normalen Suchergebnissen steht doch noch viel weniger Text als es bei den Newsergebnissen ist. Und der Text dient nur dazu einen minimalen Kontext zu bekommen, wie meine Suchbegriffe in dem Text zu finden sind. Rein von dem Suchergebnis habe ich doch nichts, ich MUSS den Link anklicken um die Information abzurufen. Und damit bringt es der verlinkten Seite einen "Kunden". Und sowas nennt man allgemein Werbung und kostet üblicherweise eine ganze Stange Geld. Und Google (und andere Suchmaschinen) machen das kostenlos. (weil sie auch selbst davon profitieren, Win-Win)
 
@Draco2007: Ich kenne das Internet noch ohne Suchmaschinen bzw. in einer Zeit, wo denen keine große Bedeutung zugemessen worden ist. Und es hat funktioniert. Es ist auch niemand gegen Suchmaschinen, doch sie haben sich an Regeln zu halten. Da insbesondere Google der Meinung ist, machen und tun zu dürfen was sie wollen, darf man sich über sowas nicht wundern. Sehr viele Kleininformationen kann ich der Suche auch ohne Anklicken des Links entnehmen.
 
@wasserhirsch: Die Welt hat sich in den letzten 10-20 Jahren aber weiterentwickelt. Suchmaschinen wie Google sind heute nicht mehr wegzudenken. Es mag sein, dass Leute wie du und ich mit etwas Know-How noch an ihre Informationen kommen, aber das Internet ist längst aus dieser "Nerd"-Phase raus und ein Massenmedium. Und die Masse benötigt nunmal eine GUTE Suchmaschine um ihre Informationen zu bekommen. Und "Kleinstinformationen", die in den kleinen Textausschnitt unter den Link passen, sorry was willst du da vergüten? Ist diese "Kleinstinformation" überhaupt etwas wert? Oder willst du jetzt Suchmaschinen die nur noch reine Links, am besten nur noch die echten .html Links, anzeigen? Selbst DA kann die Information, die ich suche drinstehen.
 
Die IT-News-Seiten haben es eben begriffen. Viele andere nicht.
 
Kaum bringt Heise ein Statement zum Leistungsschutzrecht, kuscht plötzlich die gesamte deutsche IT-Newswelt.
 
@Friedrich Nietsche: Aber gegutenbergt von heise ist es nicht ;-)
 
@Friedrich Nietsche: davon abgesehen, dass einer immer der erste sein muss, halte ich die statements für überflüssig. es ändert sich ja nichts.
 
Darf man grundsätzlich nicht den gesamten Artikel kopieren, selbst wenn das nur für ein kleines Forum ist, keinerlei kommerzielle Interessen dahinterstehen und und ich als Quellink direkt den genauen Artikel auf WinFuture als Quelle angebe?
 
@Screeny: Hm wenn die Quelle verlinkt wäre, hätte winfuture noch dazu einen Backlink für die Suchmaschinen und profitieren gut davon. Würde mich auch interessieren ;)
 
@wertzuiop123: Einfach die Quelle veröffentlichen und den Teaser kopieren hat den selben Effekt ohne direkt den ganzen Artikel zur Verfügung zu stellen. Das Problem ist doch, das Winfuture von den Werbeeinahmen lebt und die kommen nicht, wenn jemand den GANZEN Artikel woanders lesen kann.
 
@Draco2007: Somit dürfte auch WF vom LSR profitieren, es sei denn, die Texte sind woanders "geborgt".
 
@iPeople: Wieso, das war doch auch bisher schon so, auch OHNE LSR, dass das GANZE Kopieren eines urheberrechtlich geschützem Dokuments nicht einfach so erlaubt war. Auch nicht mit Quellenangabe. Da Ändert doch das LSR nichts dran. Im LSR geht es aktuell um "Kleinstausschnitte" und nicht um ganze Artikel.
 
@Draco2007: Na offensichtlich hat das nicht ausgereicht.
 
@iPeople: Du meinst den Verlagen hat das Geld nicht ausgereicht und sie haben deshalb der Regierung ein Gesetz diktiert, ja da hast du offensichtlich Recht.
 
@Draco2007: Hä? Es kommt jedem zugute, der eigene Leistung bringt, nicht nur den Verlagen.
 
@iPeople: Komisch, verklagte Blogger, bringen denen was die eigene Leistung erbringen? Google erbringt auch Leistung mit dem was sie tun, profitiert Google davon (an sich ja, aber das LSR bringt nur Nachteile)? Ich sehe die Sache ganz einfach, die Verlage, die das LSR BRAUCHEN um nicht Konkurs anmelden zu müssen, die SOLLEN weg, die haben es nicht besser verdient. Das LSR fördert doch einfach nur die NICHTANPASSUNG der Verlage an die Veränderungen die das Internet mit sich bringt. Und das ist für niemanden gut. Und du glaubst doch nicht allen ernstes, dass die Autoren von dem eingenommenen Geld auch nur irgendwas sehen? Verlage die auch ohne LSR auskommen, zahlen doch jetzt ihren Autoren nicht mehr nur weil mehr reinkommt durchs LSR.
 
@Draco2007: Also die selbe Argumentation, wie bei Musik/Film und den Labels und Filmstudios. Ich rede von eigener journalistischen Arbeit. Wenn Blogger nur damit bloggen könne, indem sie Texte von anderen kopieren, wo liegt der Sinn? Und Google? Die nutzen auch Fremdes, um damit Werbungseinnahmen zu generieren. Für Dich sieht die Anpassung ans Internetzeitalter so aus, dass sich jeder bedienen darf?
 
@iPeople: Nein, dass es ein FAIRES Zitatsrecht gibt. Teile eines Artikels einfach kopieren ohne Quellenangabe ist verwerflich, keine Frage. Auch ganze Artikel, selbst mit Quellenangabe zu kopieren ist genauso verwerflich. Aber ich finde es eben AUCH verwerflich, ein Gesetz zu forcieren, dass nur den Zweck hat ein überholtes Geschäftsmodell noch einige Jahre weiter laufen zu lassen. Die Blogger schreiben ja nicht ab, sondern sie KOMMENTIEREN Artikel und dazu gehört es Auszüge aus diesem Artikel zitieren zu können. Das dürfte man aber laut LSR nicht (sofern der Begriff "Kleinstausschnitte" exakt definiert wird), also müssen Blogger mit Klagen rechnen, wenn sie einen Artikel kommentieren und dabei Ausschnitte verwenden. Bei Google liegt der Fall etwas anders. Google profitiert ja direkt von den Teilausschnitten, die sie "kopieren". ABER in der normalen Suche sind diese Teilauschnitte minimal, da mag es Informationen geben, die ich darin schon finden kann (bei mir gerne Postleitzahlen), aber wirkliche Artikel, hinter denen eine schöpferische Arbeit steht, muss ich doch auf der Seite lesen. Und bei dem Newsportal von Google gilt doch ohnehin schon ein vorherige AKTIVE Anmeldung, also bedient sich Google da ja nicht wirklich. Das Problem ist einfach, dass die Verlage keine Lust haben sich neue Geschäftsmodelle auszudenken, also wird ein Gesetz forciert, dass es ermöglicht noch einige Zeit weiter so zu machen wie das der Fall ist. Wieso nicht "kostenlose Artikel mit Werbung", "Abo für Werbefrei" und "kostenpflichtige Artikel". Und grade auf letztere hätte dann Google nicht mal mehr Zugriff, genausowenig wie die Blogger, bzw hätten die dann ja schon bezahlt, wenn sie den Artikel zitieren.
 
@Draco2007: Du widersprichst Dich. Entweder darf man es nicht laut LSR oder man definiert den Begriff Kleinstausschnitte. Also darf man es dann doch, eben in diesem definiertem Rahmen. Was hat das mit auslaufendem geschäftsmodell zu tun? Wenn das jetzt noch nicht definiert ist, kannste einen ganzen Artikel als Zitat deklarieren und kommentieren. Und was "fair" ist, wollen die bestimmen, die sich anderer Arbeit bedienen? Du vergisst dabei, dass es die Arbeit, das Eigentum jener ist, die das erarbeiten. Was hat das mit alte und neue Geschäftsmodelle zu tun? Es gibt doch bereits kostenlose Artikel, Bezahlartikel und ähnliches. Aber Abo-Modell im Internet ist schon bei vielen Verlagen in die Hose gegangen, falls Dir das entgangen sein sollte, weil die leute nciht bereit sind, dafür zu zahlen, was es woanders kostenlos gibt. Und worin besteht nun der Unterschied, ob ein Blogger im Abo seinen zu kommentierenden Beitrag erhält, oder den Verlag wegen LSR einen Obolus zahlt?
 
@iPeople: Ich mag diesen Satz "Sich an der Arbeit anderer bedienen", tut mir leid, ich finde durchaus, dass Google eine Leistung erbringt, genauso wie die Blogger die einen Artikel kommentieren. Grade bei Google finde ich es wirklich kackendreist zu sagen Google soll dafür bezahlen, aber wir bezahlen nichts dafür, dass Google eine riesige Infrastruktur aufbaut, damit wir überhaupt erst gefunden werden können und uns so Kunden zuschöpft. Bei den Bloggern magst du vllt Recht haben, da bin ich aber auch nicht sonderlich informiert, weil mir Blogs auf gut deutsch am Arsch vorbei gehen. Nur halte ich die Blogger erstmal für ein Randthema, der Aufreger war ja Google und speziell Google News. Und dem Bereich finde ich das LSR vollkommen bescheuert, da hier Geld verlangt wird, dafür das mir eine Leistung (gefunden werden) erbracht wird. Das finde ich eben nicht in Ordnung. Und nochmal, in den normalen Suchergebnissen, was willst du da mit den Ausschnitten an Informationen? Was soll denn das wert sein? Ich würde die ganze Aufregung verstehen, wenn Google News KEIN Opt-In wäre und wenn die GANZEN Artikel oder ganze Seiten direkt im Suchergebnis stehen würden. Aber das ist NICHT der Fall und selbst wenn es der Fall wäre, bräuchte es dafür kein LSR sondern das schon existierende Urheberschutzgesetz. Und zu dem Unterschied, beim LSR zahlt der Blogger nicht einfach, sondern er wird eher verklagt, grade weil dieses LSR unglaublich schwammig formuliert wurde. Und wie soll denn das dann laufen? Meinst du die Verlage handeln dann mit Abermillionen Bloggern Lizenzverträge aus? Ich glaube kaum...ich glaube einfach dass es wirklich nicht um den durchaus sinnvollen Schutzes geistigen Eigentums geht, sondern einzig und allein darum Geld zu machen, sei es Google zu zwingen zu bezahlen oder eben Blogger abzumahnen. (ähnliches Prinzip wie in der Musik/Medien-Industrie)
 
@Draco2007: Du kannst den Satz mögen oder nicht, aber es ist so. Blogger hätten ohne die Arbeit der Journalisten nichts zu kommentieren und Google keine Schlagzeilen. Und was Google betrifft, das ist deren Problem. Ihr Geschäftsmodell basiert darauf. Wir leben nunmal nicht in einer Planwirtschaft, wo letztlich alles im Staatssäckel landet. Die einen verkaufen ihre Arbeit , die anderen eben ihre. Und wenn die Arbeit der einen darauf aufbaut, dass andere Vorarbeiten, dann können die nicht erwarten, diese Arbeit kostenlos zu bekommen. Was Du glaubst, ist eine Sache.
 
@iPeople: Hmmm, interessante Argumentation. Darf ich das mal weiterspinnen? Wenn ich mit meinem Auto eine Massenkarambulae auf der A5 auslöse, wird da in ALLEN Medien drüber berichtet und mit dieser Schlagzeile Geld verdient. Sehe ICH etwas davon? Denn ohne meinen Unfall, hätten die Verlage nichts zu berichten. Ich bin ja dafür, dass die Schöpfer von den Artikeln Geld damit verdienen. Aber man muss nunmal auch einsehen, dass Google zu einer Win-Win Situation für BEIDE Seiten führt. Wie ich es hier weiter unten schon geschrieben habe, habe ich erst kürzlich gelesen, dass wohl 40% aller Kunden bei den großen Verlagen durch Suchmaschinen kommen. (Leider keine Quelle, deshalb natürlich mit Vorsicht zu genießen) Sofern diese Zahl aber ansatzweise hinkommt, so sorgt doch Google schon dafür, dass die Verlage sehr viel mehr Geld verdienen, als ohne Google. Das Google davon eben auch profitiert ist in meinen Augen eben nur fair. Und das LSR macht nun aus diesem Win-Win ein Loose-Loose...die Verlage fliegen aus dem Index (hoffentlich), bekommen damit weniger Kunden und Google verdient weniger mit Werbung. Soll dass das Ziel sein? Nur weil das Win auf Seiten der Verlage nicht groß genug ist? Bei den Bloggern ist es dann eben eine Frage ob die Verlage davon profitieren, bzw ob der Blogger damit überhaupt etwas verdient. Aber wie gesagt, das ist eigentlich nicht mein Thema, interessiert mich einfach zu wenig.
 
@Draco2007: Falsch weiter gesponnen. Hat Du den Unfall in der Absicht gebaut, damit Geld zu verdienen? Dann hättest Du das auf einer nicht öffentlichen Straße machen müssen und Eintritt verlangen. Ansonsten gehört das zu öffentlichkeit. Ob das eine Win-Win inst, müssen die Verlage entscheiden, das gehört zu deren Kernkompetenz, das zu entscheiden.
 
@iPeople: Ok, dann nimm eben keinen Unfall als Beispiel, sondern ein großes Rockkonzert. Darüber wird auch berichtet und da ist es meine Absicht mit diesem Konzert soviel Geld zu verdienen wie es nur geht (Auch hier eine Win-Win Situation, Berichterstattung = Werbung, dennoch stünde mir ja Geld zu). Und da hast du Recht, das müssen die Verlage entscheiden, dennoch haben die Verlage in meinen Augen kein Recht sich dann einfach selbst ein Gesetz zu schaffen, was nun aber passiert ist. Die Mittel sind ja da, grade Google auszusperren. Sie werden aber faktisch nicht genutzt, bzw ganz im Gegenteil, die Seiten werden daraum optimiert immer bestmöglich gefunden werden zu können. Und auch die freiwillige Anmeldung bei Google News spricht doch schon für den Willen der Verlage an diesem Win-Win-Geschäft teil zu haben, oder verstehe ich da etwas falsch?
 
@Draco2007: Das liegt aber am Veranstalter, ob er Presse zulässt, vor allem auch mit entsprechender Kamera. Das heißt, auch hier muss der Journalist evtl zahlen, oder eben nicht, das ist Sache des veranstalters. Und welche Werbung ist ein Konzert, das vorbei ist? Ein Konzert, das die Presse auf sich zieht, dürfte wohl kaum noch Werbung benötigen, weil es die entsprechende Größe bereits besitzt. Die Verlage schaffen sich nicht selber ein Gesetz. Sie reichen einen Gesetzesentwurf ein, etwas, was jeder machen kann. Entschieden wird im Bundestag.
 
@iPeople: Dennoch bleibe ich dabei, dass es kein LSR braucht. Man hätte es abweisen sollen mit dem Hinweis darauf, dass die Verlage doch erstmal die gegeben Mittel nutzen sollten. Und da dies nicht passiert ist, sondern der Gesetzvorschlag, trotz massiver Kritik vieler Experten, einfach durchgewunken wurde, sagt mir einfach, dass hier in irgend einer Form geschmiert wurde und damit eben NICHT die Regierung das Gesetz gemacht hat, sondern die Verlage selbst. Das einfache Kopieren GANZER Artikel (auch mit Quellenangabe) ist bereits geschützt. Auch das teilweise Kopieren OHNE Quellenangabe ist bereits geschützt, also was soll das LSR den schützen? (Muss übrigens mal sagen, dass mir die Diskussion mit dir grade wirklich Spass macht, es bleibt sachlich...eigentlich traurig, dass das mittlerweile etwas besonderes geworden ist ^^)
 
@Draco2007: Ich habe weiter unten einen Artikel zur Tageszeitung verlinkt, der sagt eigentlich ziemlich genau, worum es geht. Ja, ich mag auch wenn es sachlich ist. Im Übrigen, der eigentliche Entwurf des LSR ist ja soweit ich weiß nicht durchgewunken worden, da wurden wohl Änderungen gemacht.
 
@iPeople: Ja stimmt, ganz durchgewunken wurde es nicht, aber er wurde eig. nur noch weiter "schwammifiziert"....wenn das Ding wenigstens vollkommen konkret wäre und sagen würde 10 Wörter sind ok, 11 nicht. Aber so finde ich das ganze Ding einfach nur lächerlich.
 
@Draco2007: google profitiert übrigens nicht von seiner news-seite, da auf dieser keine werbung geschaltet und somit auch kein geld damit verdient wird. bei google news handelt es sich "nur" einen service mit freiwilliger teilnahme.
 
@Lindheimer: Ja und Nein...Ja keine Werbung kein direkter Verdienst, Nein weil sich die ganze Seite perfekt zur Profilbildung eignet. Bin ich bei Google angemeldet mache ich es denen doch super einfach. Die News die ich anklicke werden wohl Themen sein die mich interessieren, also kann Google noch gezielter Werbung schalten. Je besser die Profile von Google sind, umso mehr Geld kann Google für die gut plazierte Werbung verlangen. Aber das ist die generelle Masche von Google. Kann man ablehnen und böse finden, oder nicht. Ist aber eben nicht das Thema. Ich vertraue mein "Profil" lieber Google an, denn Google hat gar kein Interesse daran mein Profil zu verkaufen, Google nutzt es lieber selbst. Bei Facebook würde ich mich nie anmelden, weil ich dort eben eher davon ausgehe, das mein Profil als ganzes verkauft wird. Aber das ist nur meine Meinung...
 
@Draco2007: joa und facebook wird obendrein noch von der cia unterstützt. in dem punkt vertrau ich auch mehr auf google.
 
jaja die bundesregierung - ihr blogger braucht auch eine LOBBY damit mit geld gesetzte gemacht werden so wie es sich die szene wünscht!!
so macht es ja auch die pharma etc -
 
@g100t__: Und wo nehmen die Blogger die vielen schwarzen Köfferchen her, die dazu nötig sind?
 
"Der Text des ersten Absatzes (auch Vorspann oder Teaser genannt) darf bei Verlinkung des Artikels übernommen werden..."
Dann sollte da aber auch etwas erwähnenswertes drinstehen.
 
@Mitsubishi: Wenn Dir der Stil von WF nicht gefällt, dann schreib doch einfach was eigenes....
 
Danke! Damit ist der menschlichen Logik genüge getan und jeder weiß durch einfaches Überlegen, was richtig ist.
 
Bei winfuture.de ein Special über winfuture.de ? Hihi, der 2. entsprechende Artikel ist schon überaltert. Nur was für Netz-(soll heißen: Bücher-) Würme.
 
Wirklich nix gegen dich, mesios, aber: Heise machts vor, ihr seht euch im Zugzwang? Was auch schon bei Heise kritisiert wurde, kann man hier auch geltend machen: so ein Artikel wäre *vor* dem Beschluss gut gewesen, um auch die letzten Köpfe aufzuklären und zum kritischen Nachdenken anzuregen. jetzt wirkt es nur noch merkwürdig (mal davon ab, dass einige Absätze hier auch sehr wie von Heise übernommen wirken; gerade der vorletzte Absatz sieht aus wie kopiert).
 
@Slurp: Habe den Artikel auch nach diesem gelesen. Ist ziemlich der gleiche Text, etwas anders ausgedrückt. Das gleiche bei Golem. Auch die Überschrift "In eigener Sache" ist bei allen drei Seiten gleich.
 
@Hennel: Muss man jetzt Zwanghaft den üblichen Titel "In eigener Sache" mit Synonymen abändern? Soll dass dan Jounalismus sein oder was?
 
@Slurp: +
 
Ihr widersprecht euch selber. Der Teaser und ein Link sind erlaubt, aber den ganzen Text darf keiner kopieren. Soweit , so gut. Damit deckt sich Eure Einstellung genau mit dem derzeitigen Stand des LSR. Bravo, Ihr seid also dafür. http://www.tagesspiegel.de/meinung/leistungsschutzrecht-es-geht-nicht-nur-um-google/7866872.html
 
@iPeople: Zudem ja auch keiner mehr so wirklich weiss warum es das LSR gibt. Google hat es mit den texten in der Suchmaschine übertrieben! Es wurde teilweise recht viel vom Text dargestellt und des hat die Autoren gestört! Schließlich sollen ja die Leute auf die Website des Autors gehen und nicht nur Google nutzen.
Winfuture darf selbstverständlich komplette Texte kopieren und gibt teilweise keine vollständigen Quellen. Desweiteren werden hier genau solche Kommentare gelöscht, weil man die Wahrheit sagt.
 
@amdkeks: Ganz genau darum gehts.
 
@amdkeks: Das ist doch Quatsch. Die Autoren hat es nie gestört, die Verlage hat es gestört, dass sie zuwenig Geld in den Arsch geschoben bekommen, für dieses Nichts an Arbeit, das sie leisten. Um GELD und um nichts anderes geht es im LSR. Und das LSR definiert eben NICHT ganz klar Teaser+Link ist ok, sondern KLEINSTAUSSCHNITTE und die sind nichtmal definiert. Der übliche Teaser ist ein ganzer Abschnitt. Und solange nicht geklärt ist was ein Kleinstausschnitt ist, ist das LSR eine riesige Scheisse. Zudem habe ich bei Google News noch nie mehr als den Teaser lesen können.
 
@Draco2007: Die Autoren werden aber vom Verlag bezahlt. Und wenn der Verlag weniger Geld hat, gibt es auch weniger Geld für die Autoren.
 
@wasserhirsch: Trotzdem waren es die Verlage die gejammert haben und dieses Gesetz selbst verfasst haben. Und das nur weil viele Verlage seit mehr als 10 Jahren falsche Entscheidungen getroffen haben und sich damit selbst ins Abseits gestellt haben. Diese Verlage sollen eben zu Grunde gehen. Das LSR ist doch jetzt nichts weiter als ein "Rettungsschirm" für die Geschäftspraktiken der alten Verlage, die keine Lust haben sich anzupassen. Und wenn diese Verlage verschwinden, kommt gleich das Argument "ABER DIE ARBEITSPLÄTZE". Und da sage ich nur....nö...die Autoren finden neue Jobs, denn der Bedarf an Information sinkt ja nicht, nur weil es keine (weniger) Verlage mehr gibt. Nur wachen dann vllt einige endlich mal auf und erkennen, dass sich die Welt in den letzten 10 Jahren verändert hat und reagieren da mal drauf.
 
@Draco2007: Die Geschäftspraktiken der Verlage haben uns als Endkunden aber nichts anzugehen. Es sind freie, private Unternehmen die sich nicht rechtfertigen müssen, so lange sie legal aggieren. Wenn mir das Verhalten als Kunde nicht gefällt meide ich diese Verlage, oder auch nicht. Was alles dennoch nichts daran ändert dass das Recht auf die eigenen Texte und den Schutz dessen absolut richtig ist. Journalismus ist ein auch nicht gerade günstiger werdendes Geschäft.
 
@wasserhirsch: Wenn aber freie, private Unternehmen sich in die GETZGEBUNG einmischen, dann geht das mich als Bürger (Endkunde) sehr wohl etwas an. Das Problem ist doch, dass die Verlage jetzt ein Gesetz DIKTIERT haben, das haben sich nicht die Politiker ausgedacht, sondern nur die Verlage. Und dabei die Politiker eben so geschmiert oder zugelabert, dass sie darauf einsteigen. Aber das Gesetz geht mich nunmal etwas an, ich bin ein Bürger dieses Landes und damit habe ich das Recht und sogar die Pflicht meine Regierung zu hinterfragen. Und das LSR ist einfach zu einseitig. Ich stimme dir sogar zu, das Recht am eigenen Text muss geschützt werden, aber nicht mit einem LSR für KLEINSTAUSSCHNITTE, sondern so wie Winfuture (Heise und co) definiert. Teaser ja, Link MUSS dazu, aber ganzer Artikel NEIN. Vollkommen klar und auch ohne das LSR aktueller Gesetzesstand. Also war das LSR NICHT nötig, sondern nur der Versuch seine Geschäftspraktiken zu schützen. Und das mit Hilfe einer korrupten Regierung. PS: finds übrigens super, dass wir direkt über 2 Aspekte diskutieren, weniger Leerlauf :p
 
@iPeople: Hm, ob ein Link eines Beitrags von einer Internetseite, die von einem Zeitungsverlag betrieben wird jetzt so wirklich die optimale Referenz ist wage ich ich zu bezweifeln. Und meinst du sie würden sich im Zweifel den Ast absägen auf dem sie sitzen?
 
@kubatsch007: Warum würden die sich den Ast absägen?
 
@iPeople: +
 
Ich wunder mich nicht wirklich das Heise, Golem, WF und andere IT-News Seiten das Leistungsschutzrecht ablehnen, hinter die Begründung: "Wir akzeptieren keine Einschränkungen der Freiheiten und Möglichkeiten des Internet." setze ich aber doch mal ein ganz großes Fragezeichen.
 
Ist schön zu hören (alles andere hätte mich aber auch gewundert, ihr zitiert ja selbst sehr gerne und ausführlich :) ).
 
Mag naiv klingen, aber einen Author fragen bevor man dessen Arbeit verwendet klingt nicht unfair. So eine Einverständnisserklärung lässt sich laut diversen Gerüchten auch gut rechtlich formulieren. Was wohl diverse "Berichterstatter" dazu sagen, die sich gerne und oft ungefragt bei Quellen bedienen, für die andere Bezahlen? [ups...]
Edith meint: Wer Kommunikation bzw. Weitergabe von Informationen mag, kann sich sicher auch mit dem Inhaber davon einigen. Einfach auf fremden Portalen lesen, copy&paste und mit Halbwissen kombieren ist praktisch wie ein Screener des neusten Kinofilms mit koreanischen Untertiteln 2 Wochen vor Release im ZDF... .
 
@erso: Das klingt an sich wirklich nicht schlecht, nur sieht es so aus, dass es einfach nicht geht. Es gibt ja nicht nur Google, aber allein Google würde dann täglich mehrere Millionen Einverständniserklärungen anfordern, damit die Suchergebnisse aktualisiert werden können. Jetzt betreibst du eine kleine Seite und möchtest auch gefunden werden, aber willst du dann wirklich für jeden Artikel den du schreibst 10 Einverständniserklärungen von Suchmaschinen bekommen, die erst manuell abgearbeitet werden können, was das Auffinden deines Artikels um Tage verzögern kann. Das ist doch nicht praktikabel. Deshalb haben sich kluge Köpfe etwas überlegt und die robot.txt "erfunden". Damit kann ich Google und anderen Suchmaschinen genau sagen was sie dürfen und das funktioniert nunmal einfacher und vor allem schneller als eine manuelle Einverständniserklärung. Und bei den Newsportalen der Suchmaschinen (die ja der Anstoß des LSR waren) gilt ohnehin ein Opt-In Verfahren, also die Verlage müssen sich da erstmal aktiv anmelden, also werden sie sogar gefragt...
 
@Draco2007: Sicher wäre dies so formuliert nervig. Nur gibt es dafür auch schon angewante Lösungen, wobei die genannte Robots.txt mit erlaube-alles-byDefault die schlechteste in der Verpackung einer Textdatei ist.
Es wäre denkbar Policies bzw. Zertifikate zu wenden -die bsp. einige Spiderbots bereits beherschen- und klar die Rechte am geistigen Eigentum zu definieren bzw. einzugrenzen.
 
@erso: Naja, meiner Meinung nacht ist grade das der Vorteil der robot.txt...als unbedarfter Blogger ohne Ahnung werde ich gefunden und muss micht nicht erst informieren, wie ich gefunden werde, was ich ja auch nicht mitbekomme (dass ich nicht gefunden werde). Will ich aber nicht gefunden werden, reicht eine ganz kurze Google Suche (ironisch ^^) um rauszufinden, wie das funktioniert. Und seien wir mal ehrlich, effektiv will doch (fast) jeder gefunden werden, der Content erzeugt.
 
@Draco2007: Ich denke mal, dass dies auch der Kern des Streits ist. Wargenommen -sei es angefangen mit Gefunden und dann Gelesen/Gehört/Gesehen- möchte man sicher gerne. Wenn nun aber banal jemand kommt und deinen Beitrag kopiert und sein Akronym unter deinen Beitrag setzt, müsstest auch du zugeben sauer zu sein. Kritisch wird es, wenn du damit vorhattest Geld zu verdienen - was Webseiten mit geschalteter Werbung nunmal möchten. Genau an dieser Stelle wäre eine genauere Nutzungsregulierung sinnvoll. Nebenbei würde dies diversen Anwaltskanzleien mit ihren Massenabmahnungen sowie etlichen kommerziellen Tools (zB. BKA Trojaner) komplett den Wind aus den Segeln nehmen.
 
@erso: Du da gibt es wirklich nichts zu diskutieren. Einen ganzen Artikel kopieren und als eigenen Content zu verkaufen, das ist Mist. Da hast du vollkommen Recht. Aber weder macht Google das noch machen das die Blogger, die jetzt Angst haben. Google nutzt Teilauschnitte um die Suchergebnisse zu verbessern. (Stichwort Kontext für die Suchbegriffe) und als Teaser für die News. Und die Blogger kommentieren nunmal Artikel und nutzen dabei Zitate. Das können aber auch mal längere Ziate sein. Aber bei all diesen Dingen wird die Quelle angegeben und es eben NICHT als eigener Content angepriesen. Für diesen Fall der kompletten Kopie eines Artikels, braucht es aber das LSR nicht, das deckt doch das Urheberschutzgesetz jetzt schon ab. Wenn ich so einen Artikel finde, der nachweislich von mir stammt und komplett kopiert wurde (selbst mit Quellenangabe), dann darf ich da jetzt schon klagen, auch ohne LSR. Das LSR will jetzt eben auch KLEINSTAUSSCHNITTE verbieten, bzw zu Geld machen. Und das finde ich eben nicht richtig.
 
@Draco2007: Ich vermute mal, dass unsere Auffassung von diesem Thema recht gleich ist. Nur bitte verwende Google nichtmehr in diesem Kontext. Google macht wesentlich mehr als einfach nur Treffer liefern. Ich wage fast zu behaupten, dass wenn Google schlicht nur Treffer mit kurzem Auszug liefern würde, dann würde es diese Diskussion nicht geben. Dank Google musst du streng genommen nichtmal die Webseite der Begierde besuchen... es ist ja alles auf Google gespiegelt (natürlich läuft "gespiegelte" Werbung auf bzw zugunsten von Google).
Edith: Es gibt einen verdammt guten Grund, warum sich gerade Google so unverhältnismäßig stark dagegen wehrt. Es geht hier nichtmehr um 8stellige Einnahmen.
 
@erso: Bitte? Wo habe ich das? Du meinst jetzt aber nicht den Google Cache? Wenn ich nach irgendwas suche habe ich nicht mehr als eine Zeile Text darunter, mit meinen Suchbegriffen markiert. Und vor allem sehe ich da keine Werbung von Google, wenn ich den betreffenden Link anklicke, ich lande exakt auf der Seite die im Link referenziert wird. Das klingt grade so als hat Google eine exakte Kopie des Internets und zeigt die Seiten dann eben nicht vom Ursprungsserver an, sondern von den eigenen mit eigener Werbung. Sowas habe ich noch nirgends gesehen bei Google.
 
@Draco2007: Du bekommst NICHTS aus reinster Herzensgüte? Bitte wach auf und verfolge mal etwas woher Google den Gewinn zieht.
 
@erso: Aus Werbeeinnahmen, vollkommen klar, aber nicht damit, dass sie Inhalte komplett Kopieren und selbst hosten. Das ist doch Blödsinn. Wenn das so wäre, nenn mir doch mal einen Suchbegriff oder sonstwas, wo ich das sehen kann bei Google, dass die Seite auf die ich will, nicht von dem Server kommt sondern von Google-Servern. Das halte ich nun wirklich für erfunden...
 
@Draco2007: Das kopieren und selber hosten trifft für jede Webseite im Google Cache zu. Ob du diesen nun verwendest oder nicht liegt sicherlich bei dir. Um von dem normalen User auszugehen und um uns noch weiter vom Thema zu entfernen, hat Google durch deinen banalen Klick um auf deine Seite zu glangen schon recht gut verdient. Davon ab bleibt es dabei, dass Google geistiges Eigentum schlicht kopiert und hostet... äääh Zwischenspeichert, damit nichts versehentlich verlohren geht.
 
@erso: Sorry, welcher normale User nutzt den NORMALERWEISE den Google Cache und hast du dir die Seiten da drin mal angeschaut. Text ja, aber kein wirkliches Layout, keine Bilder, das nutzen die Nutzer nun wirklich NUR, wenn die eigentliche Seite nicht verfügbar ist. Aber gut, darüber kann man wirklich reden, aber komischerweise war der Google-Cache NIEMALS Diskussionsgrundlage für das LSR, sonder Google News...und dort sieht das Bild einfach um 180° anders aus, als im Google Cache. Opt-In UND Teilausschnitte UND Quellengabe UND keine Werbung. PS: Aktuell finde ich nichtmal mehr den Link im Suchergebnis für den Google Cache... PPS: Habe ihn, der ist noch versteckter als bisher. Ich muss ERST die Vorschau aufmachen und DORT ist der Link vorhanden...ja sehr üblicher Use Case für die Masse. OK und das mit dem Layout scheint sich geändert zu haben. Trotzdem würde es mich wundern, wenn überhaupt ein Prozent aller User weiß, dass es den Google Cache gibt.
 
@Draco2007: Was vermutest du eigentlich hinter den stetig steigenden und vor Allem enormen Einnahmen der Firma, obwohl doch niemand dafür zahlt?. Denkst du die Bezugnahme ist vollkommen unbegründet?
 
@erso: Worüber reden wir jetzt? Über das LSR, Urheberschutz oder dass Google zuviel Geld verdient? ICH rede immer noch über das LSR. Mir ist der Google Cache und die Einnahmen Googles Scheiss egal. Ich weiß, dass es nie und nimmer ein normaler Use Case für einen 0815 User ist, den Google Cache zu verwenden. Und ich weiß ebenso, dass der Google Cache NOCH NIE ein Thema in der ganzen LSR-Diskussion war. Ich finde durchaus, dass das ein interessanter Punkt ist, dennoch hat er NICHTS mit der jetzt (fast) fertigen Gesetzgebung zu tun. Der Ursprüngliche Anstoß war hauptsächlich Google News und ein Nebenschauplatz die normalen Suchergebnisse mit ihrer einen Zeile aus dem Inhalt. Die Einnahmen von Google spielen doch keine Rolle in der Diskussion. Verdienen die Verlage MEHR Schutz ihrer Urheberrechte, weil das Unternehmen, dass ihre Rechte verletzt, MEHR Geld verdient als wenn dieses Unternehmen NICHTS daran verdienen würde? Ich sage, DAS darf nicht den Unterschied machen. Ich sage zudem, dass man Google ganz genau auf die Finger schauen sollte und Dinge kritisch hinterfragen sollte, was Google macht. Aber das Thema ist das LSR. Und beim LSR blicke ich kritisch in die andere Richtung. Zum einen weil mir der gesamte Prozess der Gesetzgebung in diesem speziellen Fall sehr suspekt vorkommt als auch die gesamte Argumentation FÜR das LSR. Blende ich mal alle andere Kritik an Google aus und schaue mir nur den URSPRUNG der LSR-Kritik an, so finde ich das in diesem einen Punkt eine ganz klare Fehlentscheidung seitens unserer Regierung getroffen wurde. Die Gründe wieso Google News absolut kein LSR benötigt, habe ich hoffentlich schon zu genüge ausgeführt. Was den Google Cache und andere Dinge die Google so "böses" macht angeht, das ist ein anderes Thema und war nie Teil der Diskussion. Meiner Meinung nach müsste das Google Cache Thema eher ein Fall für den Urheberschutz sein, als für das LSR. Und diese Gesetze existieren schon, wenn sie allerdings niemand durchsetzen will, kann man den Urhebern auch nicht helfen. Wenn es meine Verlagsseite wäre, die ich im Google Cache finde, unter Umständen mit aktuellen Artikeln, DANN würde ich dagegen klagen und höchstwahrscheinlich Recht bekommen und das ganz ohne LSR. Aber noch zu deiner Frage, du sagst niemand zahlt dafür, das ist NICHT korrekt. Die NUTZER von Google zahlen nichts, aber die Unternehmen bezahlen Google für Werbung. Dafür dass sie als gesonderte Suchergebnisse auftauchen, dafür dass Google auf gewissen Seiten speziell auf den User angepasste Werbung schaltet. Das kann ich als Webseitenbetreiber selbst einrichten, bekomme dafür Geld von Google, aber Google bekommt Geld von den Unternehmen, die da Werbung machen. Nur die NUTZER zahlen nichts, bzw zahlen die eben mit ihren "Daten". Und damit kann Google "qualitativ" hochwertige, weil angepasste Werbung liefern und diese ist nunmal "wertvoll". Und das wird bei Google eben immer besser was zu mehr Profit führt. Das kann man für verwerflich halten und kritisieren, kein Thema, aber das hat alles mit dem LSR NICHTS zu tun.
 
Die ganze Diskussion ist einfach nur lächerlich. Was denken die eigentlich, woher die ihre ganzen Clicks und Einnahmen bekommen? Mit Sicherheit nicht rein dadurch, dass Menschen Explizit Seite XY besuchen und sich den Mist durchlesen. Mich würde wirklich brennend interessieren, wie viele User manch ne Seite allein erst überhaupt auf Grund der Indexierung durch Google bekommt... Kann mich nur Vorrednern anschließen, hoffentlich verbannt Google gewisse Sachen jetzt einfach wirklich komplett, dann können die mal sehen, wo sie bleiben. Ist ja nicht so, als hätten da schonmal welche rumgeheult, als Google sie dann eben rausgestrichen hat... Google ist hier nicht der Böse, wieso auch? Google is ne scheiß Suchmaschine und wir als User sind doch letztendlich froh, dass die da jeden Scheiß indexieren. Wenns nicht so wäre... Wozu bräuchte man dann Suchmaschinen? Wenn denen das nicht passt, sollen sie ihre Seiten eben selber vor der Aufnahme in Google absperren, fertig. Is ja nicht so, als wäre das möglich... Einfach nur lächerlich, die ganze Diskussion.
 
@PrivatePaula2k: Ich meine mal irgendwo was von 40% der User bei den großen Verlagen gelesen zu haben, frag mich aber nicht nach einer Quelle. Wenn das stimmt, dürfte das grade bei den kleinen unbekannteren Verlagen noch viel mehr sein.
 
@Draco2007: Eben. Und ich denke mal, dass, wenn diese 40% nicht da wären, an sich auch im Nachhinein generell weniger User kommen. Schließlich kommen von den 40% der rübergeschobenen User auch ein Teil so von selbst wieder. Das fiele dann eben auch weg, weil diese ja nicht erstmals auf die Seite gelangen. Ein Teufelskreis sozusagen. Man wird sehen, wie die Sache sich entwickelt...
 
Danke. Ich hab euch auch schon ein paar mal zitiert bzw. verlinkt.
 
Bravo, so soll es sein !!
Ihr müsst aber auch garantieren das ihr niemals eure Internetsiten an sogenannte " Patentrolle " verkauf denn diese würden sich einen Dreck um das scheren was Ihr mal versprochen hattet !! Somit könnte also künftig irgend jemand mal die Rechte erwerben und dann gegen alle vorgehen( natürlich nur um Geld zu fordern) und die ehemalig freie Nutzung wird plötzlich Kostenpflichtig.
 
Ein weiterer Schritt von der Mehrparteien-Diktatur hin zur "Einheits"-Partei-Diktatur ... gab's das nicht bis vor 23 Jahren schon mal !? Hatte aber nicht dauerhaft funktioniert - oder ?! Naja - mit der Meinungsfreiheit ist es in diesem System ohnehin auch so eine Sache, oder welcher bzw. wieviele Mitarbeiter sagen wirklich frei heraus ihren Vorgesetzten die Meinung ? Wer Abhängig ist, ist nicht frei ! Da wir alle vom Geld abhängig sind, sind es nur wenige, die wirklich frei sind ...
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