Microsoft soll 778 Mio. Euro Steuern nachzahlen

Der US-Konzern Microsoft muss in Dänemark 5,8 Milliarden Kronen (rund 778 Millionen Euro) an Steuern nachzahlen. Hintergrund ist die Übernahme des dänischen Software-Unternehmens Navision aus dem Jahr 2002. mehr... Microsoft, Logo, Indien Bildquelle: El crisol Microsoft, Logo, Indien Microsoft, Logo, Indien El crisol

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
was bedeutet, das mindestens das doppelte verdient wurde. Wo ist also das problem?
 
@GerdGyros: Die Problematik sehe ich darin dass der Fiskus das ganze mal eben grob geschätzt hat. Sie haben Geschätzt was dem dänischen Staat durch diese Transaktion durch die Lappen gegangen ist und fordern dies nun ein. Alles was mit Schätzen zu tun hat ist natürlich ein Problem.
 
@Tomarr: Kleine Anmerkung: Alles was mit Schätzen zu tun(Geld) hat ist ein Problem für Staaten und Patenanwälte ein Problem! *Hust* Google vs. Oracle , Samsung vs Apple
 
Also Microsoft(USA) hat es von Daenemark fuer 10Mrd gekauft und steuern darauf bezahlt und dann weiter verkauft an Microsoft Irland fuer weniger? Gehts hier also um die Steuern die MS gezahlt hat anhand des Geschaeftsjahres mit Minderung durch die 10Mil oder die "mehrwerts"Steuern an der Uebernahme?
 
@-adrian-: Der Kaufpreis Betrug 10,8 MRD!
 
@Irgendware: Korrigiert
 
Das ist ja mal echt ein schmaler moralischer Grat auf dem ich mich befinde: Zum einen find ich es durchaus gerechtfertig wenn Unternehmen in Steuersparende Länder wie Irland umziehen, zum anderen sollte Dänemark mal auf dem Teppich bleiben, auch wenn denen ein Mios zustehen. Dafür gibt es doch bei IT-Unternehmen die Tochtergesellschaften also sollen die staaten nicht gierieger werden als denen Zusteht! FÜR die Unternehmen nichts leisten, aber VON den Unternehmen immer schon abkassieren. MS sollte das ganze rückgängig machen, sich die Patente, Mitarbeiter usw. sichern, den Laden dichtmachen und in Irland neu eröffnen. Kosten ca. 20-100 Mio, Einnahmen für Dänemark: höchstens 5Mio. Ätsch!
 
@Tracker92: naja wenn das Unternehmen jetzt ueber Irland gefuehrt wird, warden sie ueberhaupt keine Einnahmen mehr haben :)
 
@-adrian-: Schon klar, allerdings schon mal um fast 800 Mio. höhere Anfangskosten, deshalb die Auflösung und Nauaufbau in Irland anders gestalten und dann schauen die Dänen doof in die Röhre.

"Wenn du denkst du gehörst zu Denen denen Dänen alles durchgelassen..." - Otto Walkes
 
@Tracker92: Man brauch es doch in Daenemark gar nicht schliessen. Dort ist jetzt das Gebaeude auf welches Steuerngezahlt wird und das wars vermutlich. Gehalt und Einkommen durch Projekte wird sicherlich ueber Irland laufen. Zumindest in meinem Kopf
 
@-adrian-: hmm ich bin jetzt erstmal auf dem nachhause weg auf dem ich mir nachmal gedanken dazu mache ;)
 
Anders hat es dieser Betrugsverein nicht verdient
 
@Banko93: HAHA :D
 
@Banko93: Die Dänen? Stimmt.
 
@DON666: Nein, Microsoft
 
Das mit den Steuern ist mir ziemlich egal. Aber erschreckend fand ich den Teil: "Der dänische Fiskus hat auch schon bekannt gegeben, was man mit diesem Geld machen wird. Und zwar will man es unter anderem in ein neues Krankenhaus, eine Autobahn oder Lehrergehälter stecken." Der Fiskus (in diesem Fall Steuerbehörde) hat gar nicht die Berechtigung über Investitionen zu entscheiden, das ist der Politik vorbehalten. Aber natürlich findet die Bevölkerung Investition in Krankenhäuser, Autobahn und Bildung toll. So eine Aussage von sich zu geben ist billige Stimmungsmache, aber eigentlich unnötig. Wenn die Gesetze es hergeben, dann muss eine Firma Steuern zahlen. Fertig.
 
@Nunk-Junge: Das Finanzamt (die Steuerbehörde ist ein Teil davon) entscheidet welches Ministerium wieviel bekommt. Ausserdem steht im Original-Artikel (ich kann zwar nur norwegisch, das dänische ist aber sehr ähnlich) das entweder ein neues (wörtlich) Super-Krankenhaus, ein neues Autobahn-teilstück zwischen Herning und Århus oder 15000 Lehrer der Grundschulen finzanziert werden sollen. Und hier entscheidet längst die Politik.
 
@brukernavn: Das Finanzamt entscheidet wie Steuergelder ausgegeben werden? Ich kenne das dänische Rechtssystem nicht gut, aber das kann ich nicht glauben. In Deutschland definitiv nicht. Finanzämter setzen nur die Gesetze der Politik um. Was mit den Einnahmen passiert, entscheidet kein Finanzbeamter. Das sieht man schon daran, dass Finanzämter von den Ländern 'betrieben' werden, die Länder aber in Deutschland gar keine Steuern einnehmen dürfen. Sicher ist das System in Dänemark anders, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Finanzamt entscheidet welchem Ministerium sie wieviel Geld geben wollen.
 
@Nunk-Junge: Finanzministerien und deren angeschlossenen Ämter sind unter anderen für die Steuereinnahmen verantwortlich. Steuern sind Teil des Staatshaushaltes der ebenfalls von diesen Ministerium verwaltet wird. Jedes Jahr bzw. alle paar Jahre gibt es dann Budget-Verhandlungen zw. den einzelnen Ministerien, wo gestritten und gebettelt wird, wer wieviel bekommt. Natürlich muß das dann alles in einer Demokratie vom Parlament (oder ähnliches) abgesegnet werden (jede Ausgabe, mit wenigen Ausnahmen). Da eine Regierung aber in der Regel die Mehrheit hat, ist das eine reine Formsache. Klar soweit? Das ist in jedem Land eigentlich so. Absolute Monarchien, Diktaturen und div. Bananenrepubliken eventuell ausgenommen.
 
@brukernavn: Genau, die Politik in Form des Parlamentes (Legislative) legt den Haushalt fest, nicht die Steuerbehörde (Executive). Diese treibt die Steuern ein.
 
Was ist denn das für eine Einstellung? Wenn ich etwas unter Wert weiterverkaufe, muss ich ihn Dänemark trotzdem auf die Differenz Steuern zahlen? Sind die dumm?
 
Wieso gilt Irland eigentlich als Steuersparland? Irland liegt mitten in Europa (naja, fast), hat den Euro als Währung und ich hätte erwartet (ohne mich damit auszukennen), daß die ähnlich hohe Steuersätze haben wie ihre direkten Nachbarn, die Engländer (und die haben sehr hohe Steuern). Ist Irland wirklich eine Steueroase in Europa?
 
@departure: Neben dem vergleichsweise sehr niedrigen Steuersatz bietet Irland viele viele buchhaltungsmöglichkeiten um das abzudrückende Geld weiter zu senken...nebenbei können sich viele unternehmen mit "im Einklang" europäischer datenschutzvorgaben betiteln weil auch hier in Irland weit weniger hohe hürden auferlegt werden wie in anderen europäischen Staaten.
 
... und genau deswegen bräuchten wir eigentlich eine EU-weite Steuerunion, bzw. weitergehend eine *echte* Union statt den losen, sich selber lähmenden Halb-Verbund, der sich momentan EU schimpft. Unionsweit selbe Steuersätze = Problem gelöst.
 
@RalphS: MMn. gehört die EU abgeschafft oder nach einem Model der USA aufgezogen - die USE
 
@Ludacris: Nein, du kannst die EU nicht abschaffen. Ich habe neulich in einem Spott gese4hen warum die EU so irre wichtig ist. Weil die Franzosen ihren Käse halt nur mit unserer Milch machen können. Und da sie nur mit unserer Milch diesen Käse machen können und sie an diese Milch ohne die EU nicht ran kommen würden ist diese EU so enorm wichtig für uns alle.
 
@Ludacris: Mh, mir gings da weniger um Namen als Konzepte - von daher, ja, genausowas in der Art. Ich mein, die EU ist ja da genau andersherum organisiert - "höheres" Recht überschreibt "niedrigeres" --- wäre das wie in den USA, wo es andersherum ist, wäre schon mal eine ganze Menge erreicht.
 
@RalphS: naja im Prinzip hat die EU so wie sie jetzt ist keine Zukunft (in meinen Augen). A) gehört strassburg abgeschafft. B) sollten wenn dann ALLE Gesetze zentral in brüssel beschlossen werden. Und die finanzunion gehört auch überarbeitet. Also entweder richtig oder gar nicht.
 
ist doch eigentlich klar verständlich was da passiert ist. Microsoft hat den Laden für Milliarden gekauft. Der Gewinn den der ehemalige Besitzer dafür eingestrichen hat wurde versteuert und dem Fiskus übergeben. Soweit alles korrekt bis hier hin. MS hat nun um Steuern zu sparen eine Tochtergesellschaft in Irland gegründet und die Firma, um weniger Steuern zu zahlen, an diese Irländische Firma für nen Apel und nen Ei verkauft sagen wir mal 25 Millionen. Diese wurden versteuert und der Fiskus erhielt seinen Anteil. Seit dem bekommen die Dänen kein Geld mehr bzw kaum Geld für den Laden da ja alle Geschäfte über Irland abgewickelt werden und die Firma auf Dänischen Boden nur noch eine "Zweigstelle" ist die gerade so genug Geld hat um die Mitarbeiter zu bezahlen. Alles andere wird aus Irland bei Auftrag erst herausgegeben. Dagegen können Sie nichts machen den das ist ein Steuerschlupfloch und ist eine sogenannte Grauzone. Wogegen sie allerdings vorgehen können ist Betrug und den hat MS hier begangen in dem sie das Geschäft mit Absicht billig "unter Wert" ins Ausland verscherbelt haben und so Betrug am Staat begehen. Das ist Vorsatz und deshalb fordert der Fiskus nun Nachzahlungen für entgangene Steuern die durch diesen Betrug am Land vorbei geführt worden sind. Eigentlich logisch und unrechtens seitens Microsoft :) dazu kommt noch das Microsoft hier seine eigene Firma an sich selber für nen Apel und nen Ei weiterverkauft und kann die Ausgaben so selber noch abschreiben und bezahlt im Endeffekt noch weniger...
 
@lurchie:Inhaltlich schön und verständlich formuliert. (+) :) (Rechtschreibfehler mal aussen vor gelassen)
 
@lurchie: Gut und verständlich erklärt.
 
Es braucht charakterfeste Politiker die sich nicht von diesen Großkonzernen erpressen lassen oder den Mut Letztere kleinstteilig zu zerschlagen um deren vermeintliche Macht zu brechen ... leider wohl beides eine Utopie, nicht zuletzt so lange sich Länder untereinander in einer Konkurrenz-Situation befinden.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles