China: Gehälter in der IT steigen um bis zu 40%

Das schnelle Wachstum und die umfassenden Veränderungen in der chinesischen IT-Industrie sorgen für einen schnell wachsenden Bedarf an Fachkräften und infolge dessen mit deutlichen Gehaltssteigerungen. mehr... Microsoft, Tastatur, Keyboard, Microsoft Comfort Curve Keyboard 3000 Bildquelle: Microsoft Microsoft, Tastatur, Keyboard, Microsoft Comfort Curve Keyboard 3000 Microsoft, Tastatur, Keyboard, Microsoft Comfort Curve Keyboard 3000 Microsoft

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Na das ist doch schon mal ein positiver Effekt. Jetzt muß sich das nur noch auf alle anderen Bereiche ausdehnen.
 
@skyjagger: Und schon muessen sich die Industriestaaten ein neues Land zum ausbeuten suchen. China hilft dann sicherlich auch noch. Vllt Aftrika oder Suedamerika?
 
@-adrian-: In Brasilien sind sie mit Foxconn schon voll dabei. Globalisierung bedeutet soziale Systeme und Tariflöhne solange gegeneinander auszuspielen bis man sich auf den niedrigst möglichen Nenner geeinigt hat. Auf der Strecke bleibt der Arbeitnehmer.
 
@Traumklang: jup leider ist dem so. Aber irgendwann ist DE dann im weltlichen Maßstab gesehen wieder ein Billiglohnland und die Arbeitsplätze kommen wieder zurück... :)
 
@skyjagger: Ja, in geschätzten 70 Jahren oder mehr. Was machen die Generationen die genau dazwischen liegen? In Armut warten bis bessere Zeiten anbrechen, in der Hoffnung vom Jobcenter nicht malträtiert zu werden wenn es um Zwangsarbeit in Callcentern oder ähnlichem Schrott geht? Kann ich diese gesteuerte Armut ernsthaft als Gesellschaft oder als staatliche Exekutive vertreten? Wenn nein, muss man den Markt schützen und Mindestlöhne flächendeckend einführen
 
@-adrian-: für siemens ist china auch schon zu teuer geworden. die produzieren jetzt vermehrt in indien ;-)
 
Und das heißt in absoluten Zahlen: WIEVIEL?
 
@Sentry: Prozentual wird es ja erwähnt. Das kommt dann auf Unternehmen und Gehälter an, kann man ja nicht verallgemeinern.
 
@Sentry: na ca. 10% bis 40% mehr als vorher :-) Absolute Zahlen sind ziemlich wertlos (wie die Prozentangabe ebenso), da man die ins Verhältnis stellen muss zu Lebenshaltungskosten, dortiger Inflationsrate usw. und das würde vermutlich den engen Rahmen der WF-K;urzmeldungen sprengen. Eine Zahl von X Euro ist also ziemlich nichtssagend. Aber es laufen im TV immer mal Reportagen, wo solche Zahlen genannt werden; zumindest Links auf derartige erhebungen etc, könnte WF tatsächlich beibringen.
 
@Drachen: Da gebe ich dir Recht; aber wenn man weiß, das sie so-und-so viel verdienen (in $, €, Tomaten), kann man sich auch einen Reim auf die Kaufkraft machen und so vergleichen, wie viel es im Vergleich zu hier ist.
 
@Sentry: das meinte ich ja, du kannst es nicht vergleichen, ohne auch das ganze Preisgefüge ringsherum mit zu kennen, also Mieten, Lebensmittel, Klamotten, Schuhe, Fahrtkosten. Strom, Wasser, Steuern, Parteibeitrag usw. usw. .... das Einkommen allein sagt da nichts aus. Vergleiche nur in Hessen die Mieten zwischen Limburg oder Vogelsbergkreis gegenüber Franktfurt/Rhein-Main und parallel die Einkommen, Faktor 2 reicht da nicht als Unterschied und das bei gleichen Kosten für Benzin und Lebensmittel .... bis Asien oder Sodan sind die Faktoren durchaus auch mal mehr als dreistellig. Nur die Einkommen zu kennen sagt daher nicht viel aus über tatsächliche Kaufkraft. Und wie 'MasterBlaster' schrieb, sind auch die Einkommen innerhalb Chinas noch sehr unterschiedlich nach Region und Branche, welche Zahl wäre also relevant? Zu guter Letzt gibts ja auch in D starke Schwankung selbst innerhalb einer Region und nur innerhalb der IT; SAP-Berater kriegen anders als Programmierer und die anders als Supportmitarbeiter oder Wartungstechniker und die anders als Projektleiter usw. usw. ...
 
@Drachen: eben - aber ich kenne es doch, deshalb frage ich so explizit nach absoluten zahlen :) ich weis, dass ein Coder in Shanghai so 700-900€ verdient (Kaufkraft BW so 3.300-3.600), aber ich weiß nicht, on die anderen an dieses Gelt angeglichen werden, oder ob dieser Coder auch mehr bekommt.
 
@Sentry: ja die Frage ist verständlich :) Und China hat ja auch solche Sonderwirtschaftszonen, da siehts dann sicher nochmal anders aus.
 
@Drachen: Eben! :)
 
@Drachen: Sicher aber in Relation zu unseren hier in DE üblichen Gehältern wäre es schon interessant ob sie jetzt 60 Euro oder gar 10 Euro verdienen. Dann kann man sich ausrechnen wie lange man seinen eigenen Job noch behalten darf (Auslagerung).
 
@Traumklang: gutes Argument, aber diesbezüglich werden unsere Aussichten eher besser durch dort steigende Löhne&Gehälter. je mehr da unten gezahlt wird, um so geringer wird die Gewinnspanne durch Auslagerung. Ich schätze mal, die Risiken für uns als hiesige Arbeitnehmer sind wohl jetzt schon geringer als noch voriges Jahr. So gesehen also m.E. übergangsweise gute Aussichten - bis die Wanderheuschrecken nach Afrika wandern (China lässt beispielsweise längst Schuhe in Afrika produzieren, weils dort billiger ist) und später nach Lateinamerika und dort die Infrastruktur zu aus unserer Sicht Hungerlöhnen aufbauen ....
 
@Drachen: Aber eben das stört mich. Es kann doch nicht sein dass meine Generation damals frisch aus der Schule gekommen mit täglichen Nachrichten über Massenentlassungen in DE und Europa am Arbeitsmarkt begrüsst wird. Viele meiner Generation haben weder eineAausbildung noch einen Arbeitsplatz gefunden. Die massive Abwanderung schafft Armut, Entdemokratisierung und soziale Ungerechtigkeit. Ich und viele Andere haben keine Lust weitere Jahrzehnte auf einen Aufschwung zu warten der nur für die Eliten profitabel ist. Jedes Land sollte seinen Markt vor Billigimporten schützen, damit sowas wie Lohndumping nicht möglich ist. Mich kotzt diese Globalisierung an.
 
@Traumklang: Das hat mit Globalisierung nicht wirklich viel zutun. Das ist Kapitalismus in Reinkultur. Wenn alle Arbeitnehmer sich einig wären, dann wüßten die Kapitalisten nicht vohin. Dann wären überall die Löhne gleich und auch der Lebensstandard. Aber das ist ja garnicht gewollt und wird durch Einflußnahme in / auf die Politik massiv verhindert.
 
@skyjagger: Aber das ist doch hätte wäre wenn. Die Globalisierung ist der pervertierte Auswuchs des Grosskapitals auf globaler Ebene. Die WTO hat damals China regelrecht überredet in die WTO zu kommen. Das alles geschah auf anraten von grossen Konzernen die in China riesen Verdienstmöglichkeiten sahen. Es ging nie um flächendeckenden Wohlstand und Gerechtigkeit. Wenn das so gewollt wäre, würden die Verhältnisse nicht so sein wie sie sind.
 
@Traumklang: Da brauchst du dir keine Gedanken machen, das kann man nicht wirklich gut auslagern; Das spielt die Menatalität zu stark ein, so dass Software zu 75% lokal entwickelt werden muss. Chinesen, Russen und Deutsche ticken doch etwas anders, es ist teuerer SW in China oder Indien für den deutschen Markt machen zu lassen, als hier, mit den "auch so teueren Fachkräften" Solangsam blickt das auch der letzte BWL-er.
 
@Sentry: Ich rede nicht unbedingt nur von softwareentwicklern oder so. ich Rede von Jobs für "normale" Menschen, die in der Industrie arbeiten wollen/müssen. Wir hatten in den siebzigern rund 800.000 Arbeitsplätze in der Schuh und Textilindustrie. Alles weg. Elektroindustrie für Endkonsumergeräte, auch alles weg. Ich finde das Fatal. Nicht jeder kann Softwareentwickler werden. Ich selbst bin in der Zweiradbranche tätig und von dieser globalisierung nicht wirklich betroffen, aber es ist schon sehr deutlich dass zu viele Menschen durchs Raster fallen weil sie eben nicht im technischen Bereich tätig sind. Wir brauchen eine Produktion von Bedarfsgütern hier im Lande.
 
hierzulande würde man sich schon freuen, wenn man nur Steigerungen in Höhe des Inflationsausgleiches bekäme .... aber trotzdem ist es gut, wenn da unten in Asien die Leutchen auch mal in Richtung leistungsgerechter Entlohnung kommen. In 15 Jahren ist dann Afrika dran, in 30 Jahren Südamerika und in 45 Jahren ist Billiglohnregion Europa dran - oder doch zuerst USA und Euroland dann eben in 60 Jahren?
 
Was genau ist mit dem Sektor "Energieversorgung" gemeint? Allgemein Berufe und Unternehmen die in diesem Bereich tätig sind?
 
Mal kurz rechnen 1,40*0=0...
 
Kann ja sein, dass der ein oder andere Spezialist ganz gut verdient; das nutzt dem Rest der Leute leider nichts.
 
@monte: [+] ... zumindest nur sehr indirekt. Wenn einige besser verdienen, geben sie auch mehr Geld aus und auf die Weise kommt mehr Geld in Umlauf .... aber hast Recht, bis ein einfacher Fabrikarbeiter oder eine Verkäuferin davon profitiert, dauert es Jahre.
 
@monte: Naja, wenn man sich die absoluten Zahlen anschaut, ja, wenn man das in der Relation zu den Lebenskosten dort nimmt, dann ist kaum ein Unterschied. Chinesiesche Ingenieure können sich ählich viel wie die Deutschen leisten.
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