Facebook: Quasi keine Steuern auf Milliardengewinn

In den USA reißt die Diskussion um Steuerschlupflöcher, die von großen IT-Unternehmen ausgenutzt werden, nicht ab. Aktuell steht das Social Network Facebook im Zentrum der Aufmerksamkeit. mehr... Facebook, Social Network, Logo, soziales Netzwerk, Social Media Bildquelle: Facebook Facebook, Social Network, Logo, soziales Netzwerk, Social Media Facebook, Social Network, Logo, soziales Netzwerk, Social Media Facebook

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Deswegen ist man also an die Börse.
 
@shriker: Jetzt verstehe auch ich endlich warum die an die Börse gingen...
 
@wwj: Die gingen an die boerse weil das unternehmen zu gross wurde um ihren Bilanz nicht zu veroeffentlichen. Dort haben sie dann versucht das beste daraus zu machen
 
@-adrian-: Facebook hätte auch weiterhin seine Bilanzen nicht veröffentlichen müssen, wenn die Zahl der direkten und indirekt beteiligten Anteilseigener eine bestimmte Grenze nicht überschritten hätte. Mal ab davon ging es natürlich auch um die Aufnahme von Kapital, insbesondere, da die bis dato einzahlenden Investoren irgendwann auch mal eine Rendite sehen wollten oder würdest du ohne Gewinne irgendwo investieren wollen?
 
@LostSoul: Natuerlich wollten investoren was sehen. Denkst du die Leute haben Blind geld investiert? Um bei Facebook zu investieren musste man, bis vor boersengang, wohl mit facebook direkt kommunizieren um zu investieren. Meinst du die haben einfach so nen scheck hingeschickt?
 
@shriker: Du beachtest aber schon, dass dem ein tatsächlicher Nennwertverlust gegenübersteht, ja? Das bedeutet umgekehrt auch, dass mit gegenteiliger Entwicklung umgekehrt eine höhere Steuerlast anfällt. Ok, ist dann natürlich nicht so schön populistisch...
 
@shriker: Das Finanzamt scheisst also auch immer auf den dicksten Haufen. . Dann ist das Finanzamt wohl der Teufel frei nach "Wenn A=B und B=C, dann A=C. .
 
@-adrian-: Das ist doch eigentlich nichts Neues! Das hatten wir hier auf Winfuture auch schon mal als "News". Und da trifft auch für andere Unternehmen so zu.
 
S o c i a l Network. Fehlt ein a, oder?
 
@kleister: Warum? Auch wenn es ganz schön krass ist, ist und bleibt es legal.
 
@Knerd: Sicher, aber legal ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit sozial. Steuerzahlungen auf irrwitzige Gewinnsummen mit Tricks zu umgehen entspricht nicht meiner Vorstellung von gesellschaftlicher Verantwortung eines Unternehmens.
 
@kleister: VW hat für die Übernahme von Porsche auch fast keine Steuern bezahlt, ist das auch asozial?
 
@Knerd: Und in welchem komparativen Verhältnis steht das zu FB und deren Aktiengewinnen? So ganz kann ich dir da nicht folgen?
 
@kleister: Habs falsch verstanden ^^ Dein Kommentar zu o4 hat mich "aufgeklärt" :)
 
@kleister: Ein Unternehmen ist jedoch kein Wohlfahrtsverein sondern nun mal ein kapitalistisches Kontrukt. Ein Unternehmen macht am Ende des Tages nicht anderes, als wohl auch du in deiner Steuererklärung: Es versucht möglichst alle für sich positiven Steuereffekte zu nutzen. Daran ist nichts verwerfliches. Wenn bestimmte Sacherverhalte nicht geregelt sind (absichtlich oder unabsichtlich), dann ist das die Verantwortung des Gesetzgebers, aber nicht des Unternehmens. Oder rennst du morgern auch zu deinem Finanzamt und legst denen freiwillig 100 Euro mehr auf den Tisch?
 
@kleister: Welche Tricks? Wenn es legal ist, ist es legal, genau wie Du Dir per Steuererklärung Deinen Anteil wiederholst. Bist Du auch asozial? Ein Unternehmen ist ein Unternehmen. Wenn die nicht alles unternehmen, um die Bilanz zu verbessern, bekoimmen sie einen aufm Deckel vom Aktionär.
 
@iPeople: Ganz einfach: Die Aktien als Entlohnungsmodell beinhalt das unternehmerische Risiko des Aktionärs. Dieses Risiko wird nun einer Investition bzw einer Verlustabschreibung für das Unternehmen gleichgesetzt, wenngleich sich die Aktien gar nicht in Besitz von FB befinden. Das ist schon ziemlich gewieft und es stellt sich die Frage, inwieweit das angesichts der märchenhaften Gewinne noch sozial vertretbar ist. Ich gehe z.B. auch nicht zu Metro oder Fegro um meinen Samstagseinkauf machen und ihn dann (soweit möglich) übers Büro abzusetzen, weil ich das für Beschiss gegenüber Lohnempfängern halte. Ausserdem halte ich es immer noch mit der Regel, dass Eigentum verpflichtet. Das haben viele, gerade jüngere Menschen völlig vergessen.
 
@kleister: Zu was verpflichtet Eigentum? Ein Unternehmen ist zuerstmal seinen Eigentümern verpflichtet, dann seinen Mitarbeitern. Nur ein funktionierendes und erfolgreiches Unternehmen kann seinen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Ein ausgesaugtes Unternehmen ist wemnig hilfreich. Ein Staat, der Unternehmen ständig Knüppel mang die Beine wirft, wird sehr bald abwandern. Und wer bestimmt eigentlich, wieviel Gewinn ein Unternehmen machen darf, damit es "moralisch" und "sozial" ist? Wie wäre es, wenn andere entscheiden, was Du an einkommmen haben darfst?
 
@iPeople: Ich verstehe die Aggression in deinem Vortrag nicht. Es spricht hier niemand von auszusaugenden Unternehmen, Knüppeln und dergleichen. Es geht um das Umgehen des Steuerprinzips, das seine unbestrittene Berechtigung hat. Die Aussage 'Eigentum verpflichtet' ist genauso wenig eine dahergeredete Phrase, sondern ein fester Begriff, u.a. auch im deutschen Grundgesetz. Man spricht auch von der 'Sozialpflichtigkeit des Eigentums' und im angloamerikanischen Raum von 'Corporate Social Responsibility', die nebenbei in den wirtschaftsethischen Modellen dem reinen Shareholder Value übergeordnet wird. Das zu Deinen Einlassungen im zweiten Satz. Die von Dir angemahnte Entscheidung über Moral und Unmoral, wird, sofern wir es dabei belassen, diesen komplexen Prozess auf diese simplen und ungenügenden Begriffe herunter zu brechen, letztlich im gesellschaftlichen, politischen und akademischen Disput entschieden. Pointiert ausgedrückt sind es am Ende des Tages im Idealfall qua eines in der Gesetzgebung ausgedrückten gesellschaftlichen Konsens tatsächlich die jeweils anderen, die über unser jeder Einkommen entscheiden. Für manch einen scheint das ja überraschend zu sein ;)
 
@kleister: Wie kann man Aggression aus einem text herauslesen? Es wird nichts umgangen, es wird im Rahmen rechtlicher Möglichkeiten agiert. Ja, "Eigentum verpflichtet" steht im GG. Und es besagt genau was aus? Richtig, nichts. Es ist ein schwammiger Begriff, wie Meinungsfreiheit .... nach Lust und Laune auslegbar. Wie das ganze blumig mit Worten umrahmt wird, spielt dabei keine Rolle.
 
@iPeople: Naja, ich denke schon, dass hier die Begriffe 'Lust und Laune' der schwammige Rettungsanker für schwer haltbare Argumente sein sollen. Ich bestreite keineswegs, dass das ein ganz schwieriges Thema ist - ich bin selbst als Freiberufler auf eigene Rechnung und Risiko ohne staatliches Netz tätig. Aber es ist auf jeden fall ein Punkt, den jede Generation aufs neue diskutieren und bewerten muss bzw. imho sollte. Deine kategorische Ablehnung halte ich für vereinfachend und unsozial.
 
@kleister: Welche "kategorische Ablehnung" meinst Du? Was erwartest Du von "Eigentum verpflichtet"? Ich habe doch klar gesagt, was ich darunter verstehe. Wenn ein Unternehmen seinen Eigentümern und Mitarbeitern verpflichtet ist, erfolgreich zu sein, ist der Volkswirtschaft geholfen. Was erwartest Du noch? Alimentierung anderer? Diese ganzen sozialexperimente sind doch alle in die Hose gegangen. Und dass Du als Freiberufler ohne staatliches netz arbeitest, ist falsch, da auch Dir aus Steuermitteln H4 zusteht.
 
@iPeople: Verantwortung ist keine experimentelle Romantik. Märchenhafte Gewinne sind auch kein notwendiger Erfolg. Was Du vertritts ist ein Wirtschaftsdarwinismus, den ich als mindestens zynisch empfinde.
 
@kleister: Was ich vertrete ist, dass diese "Alle müssen sich um mich kümmern, nur ich nicht" - Mentalität wieder durchbrochen wird, die in D offenbar eine Generation "Versorgungsempfänger" heranzieht, bei der alle was zu machen haben, nur man selber nicht. Und Du kannst ja nicht mal konkretisieren, was Du unter diesen ominösen Verantwortung verstehst und ab welchem Eigentum (oder solls für alles an Eigentum gelten? ) es gültig ist.
 
@iPeople: Schön und vlt ein Stück weit auch verständlich, aber das ist nicht das Thema. Es geht nicht um faule Versorgungsempfänger sondern allenfalls um diejenigen, die arbeiten und nicht mehr davon leben können. Dafür mache ich nicht FB verantwortlich, aber die Einstellung, die durch das hier von FB gezeigte Verhalten dargestellt wird.
 
@kleister: Mit "Versorgungsempfänger" meinte ich nicht faule H4ler, sondern den gesamten Trend hin zu "Die sollen mal ...."
 
@iPeople: Schau dir die Vermögensschere, Versorgungslücken und Rekordgewinne an. Wenn es einen Trend gibt, ist er genau gegenteilig.
 
@kleister: Diese Form des Wirtschaftssystems erwartet und verlangt ständig steigende Gewinne. Wie willst Du dem Begegnen?
 
@iPeople: Dem muss man nicht begegnen, weil es nicht im Widerspruch zu verantwortlichem Miteinander steht. Beides jeweils ausschliesslich funktioniert nicht.
 
@Knerd: Asozial ist nicht gleich illegal. Und nur weil was legal ist heißt das noch lange nicht das es vernünftig, moralisch, menschlich, uswusf. ist. :)
 
@kleister: naja - sagen wir, dass die Gesetzgebung in diesem Falle eher asozial ist. Dass ein Unternehmen solche Möglichkeiten nutzt, ist im Grunde vollkommen logisch.
 
Die Beschaffenheit der Steuersysteme bestimmen vordergründig die Staaten und deren Gemeinschaften. Hintergründig entscheiden hier die Großkonzerne, welche die Politiker ehr mehr als weniger in der Hand haben. Das Resultat: Hocheffektiver Lobbyismus!
 
Mal eine ganz dämliche Frage, warum gibt es Abschreibungen, wenn dadurch soviel Verlust für den Staat entsteht?
 
@Knerd: Weil die Konzerne dafür gesorgt haben, dass es solche Schlupflöcher gibt?
 
@Antiheld: Kann ich mir nicht als reine Begründung vorstellen, es muss auch einen wirklich Nutzen für den Staat haben.
 
@Knerd: Es dient, um den Unternehmen Investitionen leichter zu machen und somit Wachstum zu fördern, von dem letztlich alle profitieren. Hier aber sind die Voraussetzungen für die Abschreibung fingert, will heissen: es wurde gar kein Geld aufgewendet, wird über einen Trick aber so dargestellt. Das ist nicht im Sine des Gesetzes, sondern ,ein Bug' in der Gesetzgebung.
 
@kleister: Danke auch an dich, das mit dem Bug ist eine gute Metapher :)
 
@kleister: Das würde ich zudem als glitch bezeichnen. ^^ (Laut Wiki im Sinne von: "Bezeichnet in Computerspielen kleine Fehler. (...) bis hin zu Effekten, die dem Spieler einen Vorteil verschaffen, die allerdings vom Entwickler so nicht angedacht waren.")
 
@moniduse: Ob die so nicht angedacht waren sei mal dahin gestellt. Wuerde man die Gesetzgebung und Steuerregelung allgemein Klar regeln haettem an mit einem Schlag ziemliche viele Arbeitslose Anwaelte und Steuerberater auf der Strasse
 
@kleister: Vielleicht solltest du dich mit den Hintergründen beschäftigen. Auch wenn kein "Geld aufwendet" wurde, so ist dennoch ein Aufwand erzeugt worden, der aus Gründen des Gläubigerschutzes auch so dargestellt wird. Du kannst dir ferner mal Gedanken machen, was denn die Folge ist, wenn der Kurs wieder steigt oder oder Anteile zu höherem Wert verkauft werden. Es handelt sich hier nämlich mitnichten um einen "Bug" oder gar ein "Loch" in der Steuergesetzgebung, sondern um einen sehr sinnvollen Mechanimus - natürlich ist es populistischer auf eine solche Meldung einzugehen und auf die bösen kapitalgetrienbenen Unternehmen und die fiese Börse einzuschlagen, auch wenn man damit zunächst nur mal zeigt, dass man nicht auch mal etwas weiter denkt.
 
@Knerd: Sorry das ist naiv! Es hat bestimmt einen Vorteil für jene die den Staat führen und nicht automatisch für den Staat.
 
@Knerd: der grundgedanke ist eigentlich, das eine sache mit der zeit an wert verliert. das is im 1. schritt völlig klar und logisch nachvollziehbar. eine abschreibung ist also ein wertverlust und kann einen gewinn ausgleichen. wenn man keinen gewinn hat, zahlt man dafür auch nix. so ganz grob gesagt.
 
@DataLohr: Thx
 
@Knerd: es soll das Wachstum der Unternehmen fördern, da Gelder in die Expansion gesteckt werden sollen. Größeres Unternehmen beschäftigt mehr Angestellte die um eine Lohnsteuerzahlung nicht rumkommen. Im Endeffekt verdient der Staat, wenn alle Steuerschlupflöcher genutzt werden, nur an den kleinen Angestellten und Arbeitern. Die Grundidee der Investition wird jedoch von den Konzernen mit Tricks umgangen, somit ist es eine Milchmädchenrechnung von den Staaten, doch wenn ein Staat diese Schlupflöcher schließt wandern die Konzerne in andere Länder und nicht mal die Lohnsteuer bleibt dem Staat - also bleibt alles so wie es ist.
 
Das generelle Prinzip der Abschreibung habe ich eigentlich immer recht gut verstanden, wenn es um Maschinen, Fuhrpark, Gebäude, usw. geht. Aber ich verstehe nicht, warum es auf Aktienpapiere eine Abschreibung gibt. Das macht meiner Meinung nach nur sehr wenig Sinn... .Die Papiere verlieren gewiss an Wert, das liegt aber bestimmt nicht an einer Abnutzung oder Alterung sondern eher an einem schlecht laufendem Unternehmen!
 
@Schrimpes: Fast die gleiche Regelung findet sich auch in Deutschland - das sog. Vorsichtsprinzip. So sind z.B. Aktien des Umlaufvermögens am Bilanzstichtag auf den Niederstwert hin zu prüfen und ggf. abzuwerten, was sich schlussendlich als Aufwand der Gewinn- und Verlustrechnung und somit Gewinnmindernd und damit steuersenkend auswirkt. Das ist auch vollkommen korrekt, da zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses nun mal die Anteile weniger Wert sind, als beim Kauf und damit die Bilanzadressaten hierüber informiert werden. Man muss allerdings auch beachten, dass es - beim steigenden Kurs - ebenfalls den gegenläufigen Effekt gibt: Dann ist nämlich ein Mehrerlös der Fall, der sich letztlich - umgekehrter Fall wie eingangs dargestellt - steuersteigend auswirkt. Am Ende ist es also egal. Der Effekt ist, aus Sicht der Bilanzadressaten, auf jeden Fall sinnvoll. Ansonsten würden Unternehmen noch heute ihre Bilanzen mit Anteilen aus der DotCom-Blase aufblähen, die sie damals teuer gekauft haben.
 
@LostSoul: Ich finde aber, dass es in irgendeiner Form eingeschränkt werden sollte. Den großen und umsatzstarken Unternehmen mit mehreren Milliarden Dollar/Euro Gewinn, eine so starke "Steuerentlastung" zu ermöglichen, finde ich einfach nur ungerecht. Wenn ein gut verdienender Mensch zu viel Gehalt/Lohn bekommt, darf er mindestens 42% davon an den Staat abdrücken. Hinzu kommen noch andere diverse Steuern. Unternehmen hingegen bekommen trastische Steuererleichterungen, zum Teil sogar noch Subventionen...Die könnten auch mal mehr zur Kasse gebeten werden (meine Meinung aus meinem Wissen heraus)
 
@Schrimpes: Stimmt so ja auch nicht wirklich. Auch Privatleute können massiv Steuern einsparen. Je mehr Geld man hat und je mehr man damit rumhantiert, desto mehr hat man möglichkeiten steuerlich daran rumzudoktorn. Nicht umsonst kommt 85% der Steuerliteratur aus Deutschland, weil unser Steuersystem immer noch das bekloppteste ist :) Es ist ja auch richtig, dass man außergewöhnliche Sonderbelastungen steuerlich geltend können machen muss um Gerechtigkeit zu schaffen. Es wirkt halt nach außen ungerecht, weil kleine Fische (Geringverdiener) halt einfach weniger haben was man geltend machen kann.
 
@luckyiam: alles voll blöd :(( ^^
 
@Schrimpes: Facebook dürfte schätzungsweise nach US-GAAP bilanzieren.. dort ist es möglich, Aktienoptionen für Mitarbeiter genau wie Bargeld zu behandeln. Das heißt, Erfolgsboni werden dort halt nicht als Cash mit Hilfe von Aktien gezahlt.. In diesem Fall ist es nur der theoretische Wert den Facebook zahlen müsste, würden die Mitarbeiter die Optionen ziehen. Durch den höheren Wert der Aktien gegenüber dem Ausgabewert, wäre der theoretische Aufwand von Facebook zum aktuellen Zeitpunkt höher und sorgt somit für weniger theoretischen Cash im Unternehmen. Ist also erfolgsmindernd und kann dementsprechend geltend gemacht werden.
 
Abschreibungen an sich sind ja nicht grundsätzlich falsch, gilt ja auch für mich als Privatmann.
Diese riesigen Schlupflöcher wo es aber dann um Milliarden geht bei großen Konzernen, dass ist mehr als Verarsche. Wie kommt es aber zu solch tollen Systemen? Wie wählen Politiker, die dann nebenberuflich in Aufsichtsräten sitzen, im Auftrag von Firmen Vorträge halten usw. usw. Das solche Menschen ganz klar für die Firmen und nicht fürs Volk arbeiten ist doch klar. Wer ändert was daran? Niemand, es jammern alle nur rum, drehen Däumchen und wählen bei der nächsten Wahl entweder die Gleichen oder die anderen großen Parteien, die genau so drauf sind..
 
@Krucki: Vgl. o5re1. Eine Betrachtung eines Sachverhaltes, die sich nur auf einen einzigen Moment beschränkt, ist unsinnig und falsch.
 
Beim Sozialen Netzwerk das A vergessen? ;)
es ist mir unverständlich wie eine solche Regelung für Börsenneulinge Anwendung finden kann. So sind Bilanzierungsbetrug Tür und Tor geöffnet. Ich nehme an, dass der hohen Emisionskurs aus diesem Grund gewählt wurden.
 
@HaPe2013: Das hat überhaupt nichts mit Börsenneulingen zu tun. Es handelt sich um einen Aufwand für ein Unternehmen. Das ist auch schon alles. Der hohe Emissionskurs hatte hingegen vor allem etwas mit der erwarteten Nachfrage zu tun. Langfristig "verdient" Facebook hier auch nichts: Wenn der spätere Erlös höher als die angesetzte Nennwert ist, muss die Differenz wieder ganz normal versteuert werden. Ob du als den Kuchen erst später aufteilst oder schon früher, spielt unter dem Strich keine Rolle. Dafür hast du aber dem Grundsatz der Vorsicht im Jahresabschluss ordentlich gewürdigt.
 
@LostSoul: Weil den Beratern von FB (und vielen anderen global Playern) auch garantiert die Ideen ausgehen werden, wie man es das nächste mal treibt?! Es geht hier doch nicht nur um buchhalterische Regularien und Finessen, sondern vielmehr um soziale und Steuer-Gerechtigkeit, der jegliches Regelwerk letztlich nur zu dienen, sie aber nicht zu bestimmen hat.
 
@kleister: Ich verweise da mal auf Beiträge weiter oben - aber im Kern: Ein Unternehmen ist eben kein Wohlfahrtsverein. Wer das will, gründet einen gemeinnützigen Verein oder eine gGmbH, aber Facebook ist ein normales kapitalmarktorientiertes Unternehmen. Die Grenzen in denen ein solches Unternehmen sozial sein muss, bestimmt der Gesetzgeber - auch in Form seiner Steuergesetze. Es ist weder einzigartig noch neu, was Facebook da gemacht hat. Wenn du also jemanden kritisieren willst, dann doch bitte den Gesetzgeber, aber doch kein Unternehmen, welches sich (in dieser Hinsicht) im gesetzlich zulässigen Rahmen bewegt.
 
@LostSoul: Die Eigentumsverpflichtung gilt, in machen Ländern gesetzlich verankert, in anderen wirtschaftsethisch diskutiert, der Verantwortung des Kapitals über eine gesetzliche Pflicht hinaus. Mit diesem Konsens ist Europa gross geworden, VW, Fiat und Renault das, was sie sind. Es ist eine Eigenart des von mir zutiefst verachteten Neoliberalismus, sich auf rein gesetzliche Standpunkte zurückzuziehen. Oder die gnadenlose Phantasie- und Empathielosigkeit einer Karikatur eines Buchhalters.
 
@kleister: Komisch, dass dennoch jeder Bürger versucht, in der Steuerklärung ebenfalls alles mögliche anzusetzen um das zu versteuernde Einkommen möglichst gering zu halten. Komisch, dass auch VW die gesetzlichen Möglichkeiten bei der Porsche-Übernahme vollständig ausgenutzt hat und so Mrd. Euro gespart hat. Komisch, dass weder Unternehmen noch private Personen losrennen und dem Staat freiwillig mehr geben. Komisch, nicht? Übrigens, bevor du auf die Eigentumsverpflichtung des Grundgesetzes abstellst sei dir als Empfehlung gegeben, mal die dazu herrschende jur. Literatur zu lesen.
 
@LostSoul: Das ist nicht komisch, das ist eine Schieflage. Man kann zwar 1 und 1 zusammenzählen, und dennoch muss 2 nicht das richtige Ergebnis sein.
 
Der Gewinn ist das, was nach Steuern übrig bleibt. Steuern zahlt man auf den Umsatz!
 
@citrix no. 2: Oh je, bitte, wenn man es nicht besser weiß: Einfach keinen - vollkommen falschen - Kommentar verfassen.
 
@citrix no. 2: wenn dem so wäre, würde es einigen unternehmen ganz schön beschissen gehen und es würde garkein gewinn mehr übrig bleiben.....
 
So nehmet den Armen und gebet den Reichen... Das erinnert mich an den bösen Robin Hood: http://www.youtube.com/watch?v=BpYcGp-93eQ , der hätte das wohl ähnlich gesehn. Ich hoff jemdem ist klar, dass der kleine Mann das an Steuern im nächsten Jahr mehr zahlt, was die dicken Fische weniger zahlen um das Haushaltsdefizit auszugleichen.
 
Gewußt Wie....ich kündige meinen Steuerberater, solche guten Tips gibt der mir nicht. Keine Steuern zahlen und dann noch Geld zurückbekommen...geil!
 
Unternehmen werden in so vielen Formen von Kommentatoren bei solchen Fällen in Schutz und mit der Begründung das Sie sich an das Gesetzt halten, verteidigt. Wenn ein Hartz 4ler seinen möglichkeiten findet vor der Arbeit zu drücken bzw. sich Vorteile zu ergattern ist er sofort Sozialschmarotzer. Letztlich sind oft Unternehmen die größeren Sozialschmarotzer die diese hier unsere Systeme hinterlistig unterwandern.
 
@spackolatius: die krux dabei ist aber, beides gehört zum system. kapitalismus und ein verzinstes geldsystem kann niemals sozial sein. jeder such immer nur seinen größten vorteil, wenn man das nicht tut, wird man gnadenlos ausgenutzt.
 
Ist denn sowas gerecht? Ich könnt kotzen.
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