UK: Flughafen-Radar soll dem Mobilfunk weichen

In Großbritannien hat man voraussichtlich eine Möglichkeit gefunden, zusätzliche Funkfrequenzen für kommende 5G-Mobilfunkdienste freizumachen: Man will schlicht das Radar der Flugsicherung abschalten. mehr... Mobilfunk, Großbritannien, Radar Bildquelle: TechWeek Europe Mobilfunk, Großbritannien, Radar Mobilfunk, Großbritannien, Radar TechWeek Europe

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Machen wir mal eben die Flugsicherung blind... Passive Radare reichen ja vollkommen *rolleyes* Naja, so brach, wie die Infrastruktur in den UK liegt, wunderts mich nicht...
 
@Slurp: Lies mal ein bisschen über die modernen Methoden des passiven Radars nach, bevor Du solche Aussagen machst. Dieses ist mit den modernen Komponenten nicht nur genauso genau wie aktives Radar, sondern auch noch weniger störanfällig, weil eben mehrere 'Sender' genutzt werden können, und ein Ausfall eines Teils der 'Sender' das Radar dennoch weiter nutzbar ist, als der Ausfall des Senders bei einem aktiven Radar. Das wird vermutlich die Zukunft in Gebieten sein, in denen sowieso viele Sender aktiv sind.
 
@JoePhi: ganz so unrecht hat er nicht. Was ist denn bei einen totalen Stromausfall? Der Flughafen hat NEA´s für lange Zeit. Haben das die anderen Sender auch?
 
@skyjagger: Rundfunksender haben eine enorme Reichweite, es ist unwahrscheinlich dass alle von einem blackout betroffen wären. Davon mal abgesehen sollten (keine Ahnung wie das in GB ist) sie über Notstromversorgung verfügen da sie immer noch Teil der Informationsmittel im Katastrophenfall sind. Ein Batterieradio mit Batterien im Haus zu haben wird immer noch empfohlen - auch wenn es niemand mitbekommt. Bei der Bedeutung welche mobile Kommunikation in unserer Gesellschaft inzwischen hat fände ich eine gesetzlich geregelte Redundanz von Mobilfunksendern und ihrer Infrastruktur allerdings ebenfalls für ratsam. Mal ganz ehrlich, in Mitteleuropa werden Polizei und Rettungsdienste kein 'outback' mehr finden. Da kann man sich das Geld für deren proprietäre Digitalfunksysteme auch schenken, wenn ihre Geräte auf 3G/4G aufsetzen lässt sich bedeutend praktischeres realisieren, zum Beispiel können Notärzte schonmal einen ersten Befund mit Bildmaterial aus dem Rettungswagen in's Krankenhaus senden. Eine flächendeckende, laststabile und ausfallgesicherte Mobilfunkversorgung wäre dafür notwendig - in unserer modernen Gesellschaft mittlerweile aber fast zwingender als die Versorgung aller mit Festnetzanschlüssen.
 
@Slurp: Ja ... Schnelles Mobiles Internet auf kosten der Flugsicherung ... den Gedanken hat ich auch erst. Aber es wird ja jetzt erstmal getestet ... :)
 
@Kv17: Das war auch mein erster Gedanke, bis...ja bis ich mir die Mühe gemacht habe den Text zu lesen.
 
@Kv17: Wie das Ergebnis aussehen wird ist doch schon jetzt klar. Wirtschaftliche Interessen vor Sicherheit ( Kosten Nutzen Verhältnis ). Da können die Engländer mit ihren vermeidbaren Zug Unglücken paar Lieder singen. Und das alles weil die Kosten wichtiger als die Sicherheit waren. ( Aber gut: ist das den bei uns so anders ;D )
 
@Slurp: Lese dir den Artikel mal richtig durch. Da wird nichts einfach abgeschaltet, es läuft in der Probezeit parallel.
 
@Slurp: Hast du auch Gründe für deine Zweifel oder wolltest du einfach nur rummotzen?
 
Wenns klappt und sogar zuverlässiger ist, wieso nicht?! Aber das alles nur wegen einem Mobilfunknetz? Gibt es da nichts wichtigeres?? Die sollten eher mal das 4G-Netz komplett flächendeckend ausbauen...
 
@Schrimpes: Du sagst es doch schon selbst: Es ist außerdem billiger und zuverlässiger. Ist das nicht wichtig genug?
 
@JSM: Was ich damit meine ist, sie machen sich heute schon über das 5G-Netz gedanken, obwohl sie das 4G-Netz noch nicht einmal flächendeckend ausgebaut haben. Schritt für Schritt lernt man das Laufen, nicht durch ständiges rumgehüpfe....
 
@Schrimpes: Ja da hast du Recht.
 
@JSM: :) danke ;)
 
@Schrimpes: Klar ist es besser langsam Schritt für Schritt vorzugehen, jedoch ist das ja auch nur ein Test für ein solches System, bis das (wenn erfolgreich) dann auch umgesetzt wird, verstreicht sicherlich auch noch einige Zeit.
 
@Schrimpes: 4G hat ja schon ihre Frequenzen, das Ausbauen der Infrastruktur ist also völlig unabhängig von möglichen freiwerdenden neuen Frequenzen. Wieso also nicht zukünftig freiwerdende Freq im Hinterkopf schon der nächsten Generation zuordnen, schadet ja nicht. Besser als wenns dann ansteht und keine parat sind. Kommen wirds ja mit Sicherheit.
 
Solange man sich darauf verlassen kann daß es auch entsprechende Sender gibt welche dafür genutzt werden können spricht sicher nichts dagegen. Aktives Radar wird aber aber auch weiterhin besonders im militärischem Bereich geben. Die Frage wäre dann ob Sender die für passives Radar genutzt werden durch diese Nutzung zu strategischen Zielen in einem Konflikt werden, also mehr als sie es jetzt sind.
 
@Johnny Cache: Das komplette Gegenteil ist der Fall. GERADE im militärischen Bereich ist passives Radar sehr gefragt, weil man durch ein aktives Radar ja selbst seine Position verrät..
 
Außerdem bin ich mir ziemlich sicher das das Militär schon lange eigene Frequenzen hat.
 
Stören bzw. verfälschen sich die Signale dann nicht bei parallel Betrieb? Wenn das aktiv System die Frequenzen ausstrahlt und diese vom Flugzeug reflektiert werden, dann werden diese doch auch vom passiven System wahrgenommen oder? Somit könnte das passiv System zwar im parallel Betrieb funktionieren, aber wenn das Aktivsystem ausgeschaltet wird, ist es duster....
 
@slashi: Tendenziell wäre das aktive Radar nur eine weitere Radioquelle, die für das passive Radar benutzt wird. Aussagefähig wäre die Studie mE nur, wenn zum Vergleich das aktive Radar mal abgestellt würde, man das passive Radar also nur mit den sonstigen Radioquelle testen würde - die Qualität müsste dann, tendenziell, abnehmen, weil die stärkste Quelle ja eben weg ware. *spekulier*
 
@rallef: ich denke, dass die Studie auch so aussagekräftig wird, weil Rundfunk und Fernsehen ja auf anderen Wellenlängen und Frequenzen funkt als das aktuelle "aktive" Radar und man dieses passive Radar somit sehr gut parallel betreiben und die erzielten Ortungsergebnisse vergleichen kann.
 
Ein weiterer Vorteil bestände darin, dass die Gesundheitsgefahren des (sehr harten) aktiven Radars gegfallen.
 
@rallef: da die freigewordenen frequenzen im gleichen zug wieder verwendet werden, ist es relativ egal...in deutschland gibt es nur ein bestimmtes frequenzspektrum, welches für die nutzung freigegeben wird - und diese frequenzen sind alle belegt - eine mehr oder weniger belastung durch strahlung hat man somit durch umstellen nicht.
 
Das geht solange gut, wie nicht das Stromnetz flächendeckend ausfällt... was dann? Frei nach dem Motto "runter kommen sie alle"? Muß doch mal endlich Schluß sein mit dem Sparzwang auf der einen und der völlig irrationalen Priorisierung auf der andere Seite.
 
@RalphS: Wäre davon dann nicht auch das aktive Radar betroffen? Oder gehst du jetzt einfach von einer unabhängigen Energiequelle des aktiven Radars aus? Dann wären aber trotzdem nur die vielen Sendequellen weg, passiert sowas, kann man immer noch ein aktives Radar als Backupsystem zuschalten und das passive System funktioniert weiterhin.
 
@Draco2007: Ich geh doch mal davon aus, daß JEDER Flughafen der was auf sich hält zumindest einen Notstromgenerator oder dergleichen hat. Denn sonst hieße das ja Strom weg = Landebahnbeleuchtung aus = Gute Nacht, Marie. Wobei sich natürlich in Richtung Ortung bisher nicht viel getan zu haben scheint - seit wann gibts RADAR? -- aber gänzlich passiv, d.h. also sich darauf zu verlassen, daß andere sich schon drum kümmern werden... und so die Kontrolle über die Ortung letztlich aus der Hand zu geben, das halte ich trotzdem für den falschen Weg.
 
@RalphS: Und ich geh mal davon aus das die Entscheider einen einfachen Stromausfall auch mit einkalkuliert haben. (Wie das dann genau gelöst ist weiß ich auch nicht) Wenn nicht wäre es ja wirklich ein schlechter Witz.
 
@RalphS: Wie gesagt, ich kann das System komplett passiv laufen lassen mit einem aktiven Radar als Backup-System, eben genau für den Fall eines Stromausfalls oder sonstigen Störungen, die den passiven Radar aushebeln. Damit habe ich weniger "Verschmutzung" der Funkfrequenzen und wenn die normalen Funksignale ausfallen ist es egal ob ich ein aktives Radar einschalte.
 
@Draco2007: "Aushebeln"? Dann hast Du doch schon verloren... ich mein, woher willst Du denn wissen, ob das jetzt ausgehebelt ist oder nicht? Wenn das Flugzeug vom Schirm verschwunden ist, dann ist's längst zu spät. ~~~ Ich versteh schon was Du sagen willst, und wie gesagt was "Moderneres" als RADAR wär sicherlich mal angezeigt. ... aber die Kontrolle muß man schon behalten.
 
Hm... Warum kombiniert man das nicht einfach noch zusätzlich mit GPS?
Sollte doch dann auch noch mal zusätzliche Sicherheit geben?
 
@JBC: Soweit ich weiß ist das schon sehr lange Standard und wird so gemacht, aber GPS ist eben nur eine ergänzende Info.
 
Die Kopplung der Radarerfassung mit GPS Signalen wird bis heute in der Flugsicherung nicht verwendet - es wird aber in die Richtung geforscht (z.B. bei der Deutschen Flugsicherung). Das System nennt sich dann "ADS-B": http://goo.gl/BNsko.
Wenn man aber weiß, wie lange es im Bereich der Flugsicherung dauert bis solche Systeme auch für den Praxisbetrieb zugelassen werden, kann man wohl davon ausgehen, dass es noch einige Jahre dauert bis die im Artikel genannten Frequenzen für 5G zur Verfügung stehen.
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