"Digitale Waffen": Deutsche Hersteller am Pranger

Der Verband "Reporter ohne Grenzen" sowie vier weitere Menschenrechts-Organisationen haben schwere Vorwürfe gegen in Deutschland ansässige Hersteller moderner Überwachungstechnologien erhoben. mehr... Internet, überwachung, Daten, Netzwerk, Ethernet Internet, überwachung, Daten, Netzwerk, Ethernet Flickr

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Sie können damit Geld verdienen also tun sie es... Moral ist hier egal. Andererseits, wenn es nicht die Deutschen machen, machen es halt die Amys, Chinesen, Inder oder Russen... Ein Dilemma :-(
 
@Antiheld: ob deutsche, amis, Chinesen, russen oder was auch immer... "Wissen ist macht" hier haben alle ordendlich "Dreck am Stecken" was das angeht.
 
@Antiheld: Mit dem Argument kannst du aber auch Kampfpanzer in Regionen der Welt verkaufen, die damit ihre Bevölkerung in Schach halten und jegliche Demokratie niederwalzen. Hin und wieder müssen wir nicht nur auf die Bilanzen schauen, sondern auch mal vernünftig handeln.
 
@elbosso: Sehr richtig. Das Argument, "wenn ich's nicht tue, tut's ein anderer, also kann ich auch ich's tun" ist grober Unfug. Damit ändert sich nichts. Irgendwer muß mal anfangen. Und selbst dann, daß wenn einer mit gutem Beispiel vorangegangen ist, und dennoch keiner folgt, ist schon ein wenig gewonnen. Selbiges beim Umweltschutz.
 
@departure: Wenn einer damit Anfängt und der Platz frei wird, rücken andere nach. Da hat man nichts bei gewonnen. Es geht um Geld, sehr wahrscheinlich um viel Geld und da interessiert es nicht mehr wofür das eingesetzt wird. Hauptsache die Kohle stimmt auf der Rechnung.
 
@departure: Papperlapapp, der "Umweltschutz" ist doch ebenfalls wieder nur eine Wirtschaftsförderungsmaßnahme mit gutem moralischem Klang. Die Sinnhaftigkeit so mancher Entscheidung kann dabei doch zurecht kritisiert werden. Einzig der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle, auch in der Politik. Alles andere ist nur Werbegeschwafel, was leider funktioniert. Dinge werden erst verboten, wenn die Alternativen neue Geschäfte mit sich bringen, andere Gründe spielen in der Regel keine Rolle.
 
@bgmnt und @Manny75: O.K., geht's in erster Linie im Firmeninteressen und viel Geld, habt Ihr beiden sicherlich (aber leider) recht. Wenn jedoch zumindest jeder einzelne Mensch auf ein paar Dinge mehr achtet, wird er vielleicht keine Coladose oder anderen Müll mehr in den Bach schmeissen, sondern einen Müllkorb aufsuchen (oder noch besser: sich das Pfand holen), selbst dann, wenn andere sich nicht darum geschert haben, und der Bach ansonsten voller Müll liegt. So in etwa meinte ich das. Wenn sich wirklich alle Menschen bei ein paar Dingen mal am Riemen reißen, gäbe das, weltweit gesehen, einen gewaltigen, positiven Ruck. Ansonsten: Man wird ja noch träumen dürfen ;-).
 
@departure: Also ich werfe meinen Müll allein deshalb nicht in den Bach, weil ich ungerne an einem Bach entlang gehe, in dem mir ständig die Müllschwaden entgegenkommen. Das Pfandsystem ist übrigens doch auch nur eine Geld-Generierungsmaschine für große Unternehmen (Stichwort: Zinsen). Der große Begriff Umweltschutz dient doch heute nur wieder als moderner Ablasshandel für jedermann, weil Spenden wieder in Verruf geraten sind. Natürlich muss jeder selbst sich seiner Verantwortung bewusst sein und sollte sich daher fragen, ob er in einem Müllberg leben möchte oder in einer sauberen Stadt. Doch hier geht es nicht um das Individuum, sondern um Unternehmen. Das Ziel eines Unternehmens ist es, Gewinn zu erwirtschaften, nicht mehr und nicht weniger. Für die Frage der Moral sollte die Politik zuständig sein, die allerdings auch eher von wirtschaftlichen Aspekten geleitet wird. Den Unternehmen ist daher nichts vorzuwerfen, viel eher der Politik, die offensichtlich ihre Verantwortung gegenüber dem Bürger nicht ordnungsgemäß wahrnimmt.
 
@elbosso: Ich stimme Dir zu! Im Zweifelsfalle nicht verkaufen. Doch denkt eine Firma in der Regel nicht so.. Darum ging es mir.
 
@Antiheld: klar, Firmenkonzepte basieren wohl immer darauf, irgendetwas zu verkaufen. Deshalb darf man Firmen so etwas nicht alleine entscheiden lassen, sondern muss eine demokratisch legitimierte Instanz zwischenschalten.
 
@elbosso: "muss eine demokratisch legitimierte Instanz zwischenschalten" meinst du die, die richtige Waffen bis hin zu atomwaffenkompatiblen U-Booten in Kriesengebiete verkauft?
 
@Link: ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob man Israel ständig kritisieren muss. Seit der Staatsgründung haben die Nachbarländer ständig Krieg geführt und mitten in Jerusalem sitzt eine fanatische Truppe, die nichts als die Vernichtung des Staates fordert. Als "One-Hit-Target" in der Nachbarschaft Irans sind U-Boote als Zweitschlagskraft wohl notwendig.
 
@elbosso: ich kritisiere nicht Israel sondern unsere "demokratisch legitimierte Instanz", die versagt bei solchen Entscheidungen ständig, sind ja nicht nur Waffen für Israel, auch z.B. die Panzer für... Saudi Arabien oder wo auch immer die hin sollten. Und über die Gefahr, die vom Iran aus geht weiß man im Moment noch nichts, erinnere dich doch bitte, weswegen der Krieg gegen Irak angefangen wurde und was man nachher davon gefunden hat.
 
@elbosso: Wobei die Staatsgründung auch weniger im Einvernehmen mit der hiesigen Bevölkerung vonstatten ging. Die Diskriminierung der nicht-israelischen Bevölkerung entspricht dabei schon fast dem, was den Deutschen bis heute aus ihrer Historie vorgeworfen wird. Und wieso schreit niemand auf, daß Israel illegal Atomwaffen hat, aber bei Nordkorea und dem Iran wird ein großer politischer Skandal draus gemacht? Israel ist zahlungskräftiger als die anderen, weil sie als westlicher Stützpunkt für die Vereinigten Staaten gut subventioniert werden. Sie dienen als Vorposten für die Erschließung neuer Märkte.
 
[IRONIE]Man braucht doch nur Waffen um damit den Frieden zu sichern![/IRONIE] (die Tags mal vorsorglich gesetzt, bevor einer den Text in den falschen Hals bekommt!)
 
@The Grinch: fighting for peace is like fucking for virginity ;-)
 
@Stefan_der_held: Du sagst das so als sei das was schlechtes?
 
@The Grinch: Das ist wie "der guten Grafik wegen" zu zoggen.
 
"Staaten... in denen eine erhöhte Gefahr des Missbrauchs besteht." Na das grenzt die Zahl der Verdächtigen doch mal gewaltig ein, oder?
 
@Johnny Cache: Stimmt genau. Und wenn ich mir alleine dieses Zitat nochmal genau durchdenke, dann sind WIR hier ja ganz vorne bei den "Verdächtigen" mit dabei.
 
Damit man weiss, von wem hier genau geredet wird: bis 2009 war trovicor die Networking-Sparte der Siemens AG und wurde 1993 als Siemens Voice and Data Recording ins Leben gerufen... Bevor jemand meint, das wären kleine, unbekannte Firmen... Den Rest rund um Siemens und "staatliche Institutionen" (sowohl In- als auch Ausland) kann man sich dann an einer Hand abzählen...
 
"Staaten... in denen eine erhöhte Gefahr des Missbrauchs besteht." na dann schließen wir mal alle Firmen die die Überwachungstechnologien herstellen. Angefangen bei allem was Fotos machen kann über Mikrofone bis hin zu Stift und Papier. Hier wird was zum Problem gemacht was in der heutigen Technologisierten Welt Standard ist. Ich sag nur Stasi, die sind mit Tonband und Fotoapparate los. Nicht das was heute möglich ist, ist das Problem, sondern das was Menschen und Staaten daraus machen. Man sollte nicht die an den Pranger stellen die Stift und Papier herstellen sondern die diese nutzen um so einen Mist zu verzapfen.
 
@Der-Magister: Danke. Dein Kommentar bringt es genau auf den Punkt. Überhaupt brauchen "Behörden" heutzutage ja oft noch nicht mal mehr groß Technik zur Überwachung einsetzen. Offenbar reicht ja oft schon sich einfach die Daten von "Diensten" wie Facebook abzugreifen. Ganz offiziell wohlgemerkt. Ohne Hack.
 
@Der-Magister: "Fotoabarten" ;)
 
@elektrosmoker: Fotoapparate kommt davon wenn man zwischen zweite Frühstück und Kundenberatung am Telefon versucht hier was zu schreiben. :D thx für den Hinweis
 
@Der-Magister: hat mich nur amüsiert ;D
 
DigiTask verkauft nicht in solche Länder bzw. generell nicht ins Ausland. Wenigstens ein bisschen Moral bei denen...
 
@genesisdaniel: Aber auch nur, weil keiner den Datenmüll von denen haben will.
 
Ich hab gehört das ein Netzaktivist der Kontakte zu Syriens Aktivisten hatte, zusehen musste wie mitten in einer Skype oder anderen Video Übertragung, Live beim Aktivisten in Syrien die Tür eingetreten und augenblicklich erschossen wurde.
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