Sony beendet Produktion von MiniDisc-Geräten

Der japanische Elektronikkonzern Sony stellt die Produktion seiner MiniDisc-Player ein. Jüngst sollen in den Fertigungsstätten die letzten neuen Abspielgeräte für das in die Jahre gekommene Medienformat produziert worden sein. mehr... Sony, Musik, Player, Minidisc Bildquelle: Sony Sony, Musik, Player, Minidisc Sony, Musik, Player, Minidisc Sony

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Die MiniDisc hat sich - genauso wie der DAT-Recorder - nie durchsetzen können. Analoge Datenträger eben. Eine MiniDisc zu bespielen, dauerte eben seine Zeit. Jedenfalls viel länger, als eine CD zu brennen. Ich hatte zwei MiniDisc-Player von Sony, und das war in den 90ern halt eine tolle Sache, weil man damit auch aufnehmen konnte. Und es war viel besser als ein Cassettenrecorder. Aber es hat sich überlebt. Es ist vorbei. Es gibt heute Besseres.
 
@Xerxes999: Naja, eine MD zu bespielen dauert nicht länger als eine CD zu brennen. Egal ob SP oder einer der LP-Modi. Aber ansonsten hast du schon recht. Die MD hätte meiner Meinung nach den MCs auch den Rang abgelaufen, hätte es keine CD-Brenner gegeben. Irgendwie Schade...
 
@Xerxes999: Was heißt hier analoger Datenträger? Die Daten werden auf der MiniDisc digital abgespeichert.
 
@Xerxes999: Die Minidisk war als Nachfolger der Kasette genial, leider kam ihr die CD-R in die Quere.
 
@GerdGyros: Ich würde eher sagen die MP3-Player (kleiner, flexibler, einfacher zu befüllen)
Bei Musik habe ich die MDs den CDs vorgezogen und hätte mir so was öfter für PC gewünscht, gerade für unterwegs. Die CD-Sammlung stand im Wechsler und die MDs mobil in der Wohnung und für unterwegs (heute stehen die CDs im Keller und unterwegs Audio als MP3)
 
@Xerxes999: In Russland soll die MD recht populär (gewesen) sein. Gab bestimmt auch noch andere Märkte dafür, sonst wäre es schon längst eingestellt worden. Es hat sich also schon durchgesetzt, nur eben nicht bei uns.
 
@Xerxes999: Marketingabteilungen von heute würden minidisk mit echtzeit recording bewerben, was sicher viele leute begrifflich begeistern würde.
 
@Xerxes999: Weder die MiniDisc noch die DAT-Recorder waren analoge Formate. Bei der MiniDisc kam das ATRAC Verfahren zur Anwendung das ähnlich wie MP3 auf zerstorende Komprimierung setzt und somit naturgemäss verlustbehaftet ist (wie eben MP3 auch) Beim DAT-Recorder gab es zwar den Longplay Modus der im 32 Khz Sampling mit 16 bit auch komprimierend war, aber eigentlich nur eine Finesse war um aus einer DAT-Cassette die doppelte spielzeit rauszuholen. Der eigentliche Modus war genau wie bei der CD eine Abtastung von 44,1 Khz in 16 Bit und das war somit 1:1 der CD ebenbürtig die mit genau der selben Abtastrate und Bittiefe arbeitete und es noch immer tut. Es gab sogar von einigen Herstellern wie Panasonic und Denon Highsampling das mit 96 Khz und 16 bit arbeitete und bei Direktaufnahmen defakto bessere Ergebnisse Erzielte als es mit der CD in Sachen wiedergabe möglich gewesen wäre und ist. Zumindest das DAT-System ist also der CD ebenbürtig wenn nicht sogar höherwertig und somit auch aufgrund der digitalen Signalverarbeitung mitnichten analog sondern digital. Leider hat es sich nie richtig auf dem Massenmarkt durchgesetzt weil eben Festplatten- und Flashspeicherbasierte Player auf den Markt kamen die den Ansprüchen des durchschnittlichen Konsumenten genüge taten. Ich habe hier noch einen sony TCD-D3 rumliegen. Ein portabler Player der es mit teuren CD-Playern klanglich noch immer aufnehmen kann. Sony hat zu dieser Zeit regelrechte Meisterwerke in sachen HiFi produziert. Schade dass das Vergangenheit ist.
 
@Traumklang: DAT war nicht komprimierend im Long Play Mode.
Die Sampling-Rate war da auf 32kHz beschränkt, zudem wurde die Auflösung auf 12 Bit reduziert, wobei allerdings eine Gewichtung vorgenommen wurde, so dass diese Reduktion der Auflösung pegelabhängig war. Das hat aber nichts mit einer mit MP3 vergleichbaren Komprimierung zu tun. Selbst im Long Play Mode lieferte ein DAT Rekorder noch eine gute Klangqualität, er eignete sich hervorragend zum Mitschneiden von Rundfunksendungen, ganz besonders von dem ebenfalls nicht mehr existierenden digitalen DSR Radiosystem, weil dessen Datenformat mit seiner Sampling-Rate von 32 kHz direkt kompatibel zum DAT im Long Play Mode war. Der Unterschied zwischen Long Play und Standard Mode war da nicht hörbar, auf eine Cassette konnten damit bis zu 6 Stunden aufgezeichnet werden.
 
@Xerxes999: Es gab auch MD-Laufwerke für den rechner, aber nicht in Europa. Da dauerte das bespielen genauso "lange" wie ne CD mit einem Brenner.
 
@Xerxes999: Der ATRAC-Kompressionsalgorithmus ist bei vergleichbarer Datenrate von der Klanqualität her um Größenordnungen besser als MP3 und wie sie alle heißen. Sony hätte sollen das MD-Format weiter entwickeln und den Algorithmus für nichtkommerzielle Zwecke freigeben. Ein freier ATRAC-Encoder für PC und MAC, bessere TAG-Möglichkeiten und dann noch USB 3.0 am MD-Gerät, das wäre voll der Knaller gewesen. (Ich habe selber 170MDs und drei MD-Geräte, zwei von SONY und einen von Technics, alles läuft noch wie am ersten Tag).
 
Wie kommts dass Sony so lange Geräte produziert? Vor wenigen Wochen wurde erst die Playstation2 Produktion eingestellt obwohl es die PS3 schon 6 Jahre gibt und die PS4 Ende des Monats angekündigt wird. Und jetzt MiniDisk? Hat die ernsthaft noch jemand gekauft?
 
@cadgar: minidiscaufnahmegeräte waren weiterhin relativ beliebt...
 
@cadgar: VW hat den Käfer bis 2003 in Brasilien, den Golf 2 bis 2009 in Afrika gebaut. In Gebieten mit recht armen Kunden finden sich eben auch Käufer für technisch überholte Produkte. Ein geniales Vermartungskonzept eigentlich...
 
@shinguin: genau. was hier abgewrackt wird, wird dort drüben wieder weiterverkauft.... :-) das nenn ich recycling. und die zielgruppe hat nicht mal ne wahl, die müssen quasi das nehmen was da ist. so wird jede firma ihren dreck auch noch gewinnbringend los
 
@Rikibu: Haben sie doch mit uns Europäern auch so gemacht. Wenn ich mich an die Zeiten Erinnere wo wir mit Nokias 3310 und 3330 durch die Gegend stapften, hatten die Koreaner und Japaner schon 65.000 Farben TFT Display Handys mit iNode (das in etwa genauso schnell ist wie das heutige Edge). Erst die immer schneller werdende Internationalisierung von Onlinehändlern und findigen Importeuren machte es Möglich nicht nur die ausrangierten Samsungmodelle von vor 6 Jahren in Korea hier auch nochmal als aktuelle Version an den Mann zu bringen, sondern allmählich aufzuholen und ähnlich avancierte Modelle hier auf den Markt zu schmeissen. Daher auch der Siegeszug von Samsung Anfang 2000 bis heute. Die hatten das alles schon längst entwickelt was die uns hier als neu vorsetzten. Nur halt schnell von iNode auf GSM umrüsten und GPRS reinimplementieren und fertig war die Sache.
 
@shinguin: in china läuft der santana dessen basis der golf 2 ist im moderneneren aussehen noch.
der golf 2 wurde nicht in afrika weiter gebaut das war der golf 1 der als city golf in afrika unjd brasilien weiter gebaut wurde
 
@cadgar:
Es werde ja auch heute noch MC/CC auf den Markt geschmissen.
 
hab damals den ersten md recorder mz-1 für 800 dm statt 1200 dm gekauft. war damals innovation. nach 3 jahren ging die einschub-mechanik kaputt. hab dann ein größeres teureres modell gekauft für meine anlage, ging auch nach der garantie kaputt.
die kassetten waren zuverlässiger.
 
@leander: Das gleiche hier bei zwei portablen MD-Playern: Sony MZ-R30 und Sony MZ-N707. Der MZ-R30 hat sich selbst zerlegt, da sich die kleinen Schrauben am Gehäuse losgelöst haben und das Batteriefach, das man "anschrauben" konnte, irgendwann nicht mehr hielt. War etwa drei Jahre nach dem Kauf der Fall. Der MZ-N707 fing auch an, auseinanderzufallen, auch wegen den Schrauben. Ich habe jedoch rechtzeitig die Schrauben mit Alleskleber festgeklebt, sodass er heute immer noch funktionsfähig ist. Trotzdem liegen beide MD-Player heute im Regal mitsamt mehrerer tragbarer CD-Player und Walkman. Darunter auch ein Sony WM-23, der immer noch, nach etwa 25 Jahren, zuverlässig funktioniert.
 
@Pizzamann: hab beide heute noch hier sind einwandfrei auch eins im hifirack, laufen ohne probleme ;-) auch meine mitlerweile fast 20 jahre alten md's sind alle noch einwandfrei. und zur geschichte kuckt mann hier --- http://de.wikipedia.org/wiki/MiniDisc
 
Tote leben länger ;-) Das analoge Zeugs (Vinyl, CC, VHS) funktioniert noch tadellos, der LG-Festpattenrecorder hingegen erkannte exakt nach 25 Monaten seine Obsoleszenz (DVD-Brenner defekt). Reparatur käme teurer als Neuanschaffung.
 
@moin^2: Gerade die Vinylscheiben sind nicht totzukriegen und das aus gutem Grund. Der Sound von einer Schallplatte abgespielt auf einem guten (!) Plattenspieler toppt alles, da kommt nichts Digitales ran.
 
@karacho: Außer Du nimmst einen digitalen Vinyl-Plattenspieler .... den gibts tatsächlich.
 
@iPeople: es gibt keine digital vinyl medien auf denen musik ist, sondern diese digital vinyl system sind nur zum scratchen und pitchen der musik von festplatten... informier dich bitte bevor du irgendwie so tust als hättest du ahnung!
 
@spookster: Es gibt eine Firma in Japan, die einen Plattenspieler entwickelt hat, der Schallplatten digital (per Laser) abtastet und die Musik wiedergibt. Ich rede nicht von digitalen Vinylscheiben, sondern digitalem Plattenspieler.
 
@karacho: das ist eine subjektive Meinung. Ok, stimmt auf Schallplatten können noch Frequenzen im berech oberhalb von 30kHz Platz finden, die eine cd nicht ubterstützt. Die kannst du aber nicht hören. Du hörst nicht mal alles was auf der cd ist (bis 22.1kHz). Du hörst bestenfalls bis 16-17kHz. Daher kannst du rein "hardwareseitig" keinen Unterschied zwischen der cd, schalplatte oder sogar einer mp3 mit mehr als 192kbit/s hören. Alle die das behaupten, bilden es sich ein. Bei der schalplatte kommt nochwas hinzu: die kleinen Unvollkommenheiten die man eben bei einer rein digitalen Aufnahme nicht hat. Manche mögen diese Perfektion nicht und mögen daher den "wärmeren" Klang der Platte lieber. Aber wie gesagt: einer objektiven Analyse hält das nicht stand.
 
@Duff-Man: "Alle die das behaupten, bilden es sich ein." Lass dich da mal bitte eingehend von deinem HNO beraten und frag ihn mal wieviel Kunden er hat, die ohne Probleme über 20kHz hören und was noch viel schlimmer ist, unter 15Hz.
 
Benutze heute immer noch ein Sony Minidisc Deck MDS-JE520. Das Teil habe ich schon sehr lange, neulich fiel es aus einer Höhe von 1,5m herunter und läuft immer noch wie eine Eins. Habe mir damals Minidisc angeschafft wegen der absoluten Unerschütterlichkeit im Auto. Und auch dieses Teil im KfZ (Name weiß ich gerade nicht) läuft heute noch wunderbar und hat extrem viele Klangeinstell-Möglichkeiten.
 
@katzitazi: Habe den gleichen MD-Player, wobei meiner schon ein paar Macken hat (das Rad zum drehen geht manchmal nicht mehr so gut). Der MD-Player funktioniert immer noch, lediglich ein paar MDs machen nach 12-13 Jahren Probleme beim Abspielen.
 
ich hab meinen md player immer noch und von der soundqualität kann keiner da meckern. an ein autoradio mit md bin ich nie gekommen. in meinen wagen werkellt ein kassettendeck mit 6 fach cd wechsler was will man mehr
 
@katzitazi: Die Dinger waren echt unverwüstlich, besonders beliebt auch im mobilen Discobereich.
 
für mich wurde minidisc erst interressant, mit der einführung der sog. net-md technik (um das jahr 2000) womit man den minidisc player per usb mit dem pc verbinden konnte. das merkwürde war jedoch, dass man mp3 daten zuerst über eine sony-eigene software (sonicstage) zuerst in das sony eigene attrac-format umwandeln musste. häufig schlug die konvertierung jedoch fehl und das programm stürzte ab.

einige jahre später hab ich mir dann einen mp3-player mit flashspeicher besorgt, sogar schon einige telefone mit proprietären kopfhörer-adapter konnten das format auf abspielen, vorreiter war hier siemens, und es wurden noch mmc-speicherkarten (kompatibel zu sd-karten - nur etwas dünner) mit einer speicherkapazität von 32 mb :) verwendet.

physische medien wie cds, mag ich heute noch. vor allem das wechseln der "platte" ist um ein vielfaches einfacher als bei medien mit tausenden von songstücken, über die fernbedienung bzw. dem autoradio ist das eine qual. eine wirklich intuitive bedienung gibt es hier nur bei smartphone mit touchscreen oder über ein clickwheel von apple. aber knöpfe und 1-zeilen-displays sind bei großen datentägern eine qual.

ich denke mit minidisc ist eine ära zuende gegangen, die weg von den aufnahmegeräten hin zum pc geht. ohne pc ist es kaum möglich eine cd zu brennen. ebenso sind kassetten am aussterben obwohl sie ebenso wie minidisc das recorden auf einfache weiße ohne pc-kenntnisse ermöglicht haben. schade um diese zeit, ein post-pc ära schon damals. :P
 
Hab mir irgendwann '94 einen MZ-R2 gegönnt, und so toll das Ding von der Bedienung her war, noch nie habe ich ein so dermaßen unzuverlässiges Gerät besessen. Während der Gewährleistung ist es schon zwei mal verreckt und direkt nach dessen Ende natürlich auch... und von Kulanz keine Spur.
Dieses Ding hat dafür gesorgt daß Sony auf meine Blacklist kommt.
 
Hab damals MD als Zwischenspeicher genommen, um Vinyl aufm PC zu bekommen, da mein Plattenspieler keinen Entzerrerausgang hatte, musste ich über die Anlage gehen. Also MD-Portabel und Platte auf MD und von MD an den Rechner.
 
naja als nachfolger der MD kann man eigentlich die UMD der playstation portable sehen aber die hat sich auch nicht durchgesetzt als medium-
was der md auch den hals gebrochen hat war der sehr hohe anschaffungspreis der geräte.
 
Tja, schade irgendwie. Insbesondere schade, dass damals nie MD Data sich durchgesetzt hat. Dann wäre uns der Erfolg der gruseligen ZIP-Discs erspart geblieben. MD war klar das bessere Format, auch für Daten. Nur die Laufwerke waren extrem teuer und Sony war halt sehr restriktiv in Sachen Lizenzvergabe.
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