Leistungsschutzrecht ist Gefahr für Social Media

Die Einführung des von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten Leistungsschutzrechtes für Presseverlage würde eine Gefahr für die Entwicklung der sozialen Medien in Deutschland bedeuten. mehr... Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media Bildquelle: Facebook Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media Facebook

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Einfach das Angebot meiner Seite nur noch inoffiziell in DE verfügbar machen, Problem gelöst :) Wie sieht das eigentlich aus, wenn ich eine Britische Firma habe, meine Server in Irland stehen, meine Domäne in den USA bei einem .com Anbieter läuft und mein Angebot nicht für den deutschen Markt zur Verfügung steht, muss ich auch dann zahlen?
 
@Knerd: Ich glaube, du musst dann deutsche IPs zumindest aussperren oder sonstige "geeignete" Maßnahmen ergreifen
 
@DRMfan^^: Thx.
 
@Knerd: Wobei ich mich gerade Frage, ob die nicht-Verfügbarkeit einer deutschsprachigen Version ausreichen könnte
 
Das LSR ist eine Gefahr für so gut wie alles. "Social Media" spielt da keine Sonderrolle
 
Das man für jeden Schrott zur Kasse gebeten wird...Unglaublich...die Verlage können doch froh sein, dass Google die Artikel auflistet und einen kurzen Einblick gewährt. Die sollten mal recherchieren, woher die ganzen Besucher ihrer Seite herkommen. Der größte Teil wird bestimmt von Google abgesprungen sein...Sonst würde wahrscheinlich keiner die Seite besuchen.
 
@Schrimpes: Neulich in einer News hier war zu lesen, dass die Verlage immer noch ihr größtes Geschäft deutlich mit Gedrucktem (Zeitungen, Zeitschriften usw.) machen. Da hilft nun eine Erwähnung in Google gar nichts, denn nach der Google-Info wird keiner loslaufen und die Zeitung / Zeitschrift kaufen! Und wieso eigentlich immer Google. Es gibt dieses Problem auch mit anderen Suchmaschinen die entsprechende Infos anbieten!
 
@Kiebitz: Niemand von den Zeitschriften wird gezwungen seine Artikel in Google aufscheinen zu lassen. Wenn die nicht wollen dass sie in Google aufscheinen und sich lieber auf Gedrucktes konzentrieren - kein Problem! Aber einerseits wollen dass man in Google aufscheint, andererseits dann dafür kassieren... im Englischen gibts ein schönes Sprichwort dafür: You can't have the cake and eat it!
 
Ich bin für eine faire Vergütung von Leistungen, was sich aber da die Lobby zusammen reimt ist mir nicht verständlich. Wie kann man für ein Snipet der auf den Artikel verweist Geld verlangen, ohne diesen Snipet würden doch die User überhaupt nicht auf die Seite des Anbieters aufmerksam werden. Die Zeit der Print Medien geht langsam zu Ende und ich persönlich sehe es nicht mehr ein warum ich für 80 Seiten Bullshit, Werbung und Prospekte zahlen muss wenn ich nur einen Artikel lesen möchte. Der Herr Lobbiest versteht vielleicht diesen Zusammenhang nicht oder er möchte diesen nicht verstehen. Soll doch mal Google den kompletten Springer Verlag aus den News entfernen, so für drei Monate. Die anschließenden Statistiken für die Zugriffszahlen würde ich gerne sehen zusammen mit dem Gesicht des Herrn Kee…
 
@Eziens: Nochmal: Das Hauptgeschäft wird bei den Verlagen mit mit den gedruckten Medien (Zeitungen, Zeitschriften) gemacht. Und aus den Redaktionen der geduckten Medien gelangt es in das Internet z.B. durch die verlagseigenen Internetseiten. Google trägt also nicht zum Verstärken des Hauptgeschäftes ("Gedrucktes") bei sondern schwächt dieses (aus der Sicht der Verlage). Und die Verlage haben die Kosten für die Erstellung / Aufarbeitung / Bereitstellung der Infos. Und Google nutzt dies, wenn auch in abgespeckter -meint Kurzform- für sich und verdient damit indirekt Geld (Werbung usw.)! Das stößt den Verlagen sauer auf und das kann man bei objektiver Sicht auch verstehen. Und die ewige Behauptung, ohne Google (und es wird immer nur über Google diskutiert in diesem Zusammenhang!) besucht / findet keiner die Seiten der Verlage bzw. werden die Seiten der Verlage stärker besucht, dies ist und bleibt z.Zt. eine unbewiesene und nicht belegbare Behauptung!
 
@Kiebitz: Ich kann mir recht behaupten dass ich in den letzten Jahren keine Zeitung/Zeitschrift o.ä. in der Hand hatte, nicht einmal eine Programmzeitschrift. Für mich sind die Printmedien bereits tot, was ich dagegen oft und exzessive Nutze sind EBook Reader mit einer Sammlung von Büchern und das Netz.
Mit meinem Verhalten bin ich sicherlich nicht der einzige der so denkt und handelt, zumal meine Kinder auch genauso handeln.

Dass es nicht bewiesen ist dass die Betreiber weniger Besuch durch die Entfernung der Anbieterseite hätten lässt sich einfach Beweisen. Einfach aus dem Index entfernen und messen.
 
@Eziens: Du hast nicht richtig gelesen! Ich schrieb wortwörtlich "... dies ist und bleibt z.Zt. eine unbewiesene und nicht belegbare Behauptung!"...". Und Du: "... lässt sich einfach Beweisen. Einfach aus dem Index entfernen und messen..." ist eben noch kein Beweis weil es wissenschaftlich belegbar noch nicht erfolgt ist! Und ob Du und Deine Kinder nicht mehr Gedrucktes lesen - das finde ich eher traurig als fortschrittlich - offen gesagt!
 
@Kiebitz: Nun wur gehen mit der Zeit und Überdenken unserer Verhalten, besonders aus der ökonomischen als auch ökologischen Sicht.

Aha und warum sollte dies keine Beweis sein wenn die Klick Zahlen auf der Seite einbrechen?
 
@Eziens: Weil es keiner gemacht und vorgetragen hat. Es geht nicht darum was man machen könnte, sondern was bisher gemacht wurde. Das ist doch wohl ein Unterschied! Und was die "...besonders aus der ökonomischen als auch ökologischen Sicht..." betrifft, alle Augenblicke neue E-Book-Reader sind auch nicht die Lösung von Umweltproblemen. Aber diese Diskussion möchte ich hier jetzt nicht aufmachen! Und immer mit der Zeit gehen ist für mich kein positives Merkmal / Verhalten.
 
@Kiebitz: Gibt es einen Grund warum dies nciht mal durchzuführen wäre, oder geht die Welt davon unter?
Und uns zu unterstellen dass wir alle Augenblick einen neuen Reader kaufen ist einfach nur der Versuch die eigene Untätigkeit auf diesem Gebiet zu verschleiern
 
@Kiebitz: Dass mit "wissenschaftlich belegbar" ist halt so eine mühselige Sache: es dauerte beispielsweise viele Jahrzehnte bis "wissenschaftlich belegbar" war das Rauchen zu Krebs führen kann, obwohl eigentlich jeder bereits wusste, dass es so ist. ^^ Mein Vorschlag: wer nicht will dass Google seine Artikel nutzt sorgt einfach dafür dass er nicht in der Google-Suche aufscheint. Fertig. Dann ist es völlig egal ob es "wissenschaftlich belegbar" ist wieso die Bild.de-Seite plötzlich weniger Klicks hat... ^^
 
@Eziens: Du liest meinen Text nicht richtig oder verstehst ihn nicht richtig! Ich habe doch NICHT dagegen geschrieben das mal zu machen, nur es wurde bisher NICHT gemacht und deshalb sind solche Aussagen wie Verlage profitieren von Google nicht wirklich belegbar. DAS !!! habe ich geschrieben und nicht was alles möglich wäre! Ich gehe von der / den derzeitigen Realität / Stand aus und der ist -nochmal!- es wurde nicht gemacht! Hätte, könnte, müßte ist da unerheblich! Und auch bezüglich der Reader
hast Du mich falsch verstanden oder wieder nicht richtig gelesen! Ich schrieb bezüglich neuer Reader nicht über Dich persönlich sondern allgemein, dass Reader auch keine Lösung im Sinne der Umwelt sein können bzw. dass ich diese Diskussion nicht aufmachen wollte. Die Meinungen im Internet sind diesbezüglich durchaus unterschiedlich / differenziert! Also habe ich Dir NICHTS !!! unterstellt!!! Und der Vorwurf, "...die eigene Untätigkeit auf diesem Gebiet zu verschleiern..." geht an der Sache vorbei, zumal Du ja gar nicht weiß was ich an Hardware habe - oder!
 
@moribund: Im Grunde was Wahres dran. Aber wieso muß der Eigner einer Seite verhindern dass er von einer anderen Seite / einen anderen Dienst ungefragt gekapert werden will. Es ist Aufgabe desjenigen, der Inhalte übernehmen will, sich kundig zu machen bzw. die Zustimmung einzuholen! Alles Andere wäre eine Abkehr von rechtlichen Grundsätzen! Darf dann jemand demnächst auch ungefragt in Dein Haus, da was mitnehmen und Dich erst hinterher fragen ob er das behalten darf bzw. verwenden darf?
 
@Kiebitz: Also wirklich! Seit der Erfindung des Internet ist es Gang und Gebe dass Suchmaschinen es für uns navigierbar machen. Wie stellst Du Dir das sonst vor. Google & Co müssen weltweit bei jeden die Erlaubnis einholen? Und lassen wir doch die Heuchelei beiseite: wir wissen doch beide dass die Verlage gar nicht daran interessiert sich NICHT bei Google aufzuscheinen. Seien wir doch so ehrlich: denen geht es darum schon aufzuscheinen aber dafür auch noch zu kassieren. Wie ich in [3 re:2] geschrieben habe: have the cake and eat it.
 
@Kiebitz: Ich verstehe dich schon richtig, dan erklär mir bitte warum du behauptest dass die Verlage NACHWEISLICH weniger Profit aus der erbrachten Leistung gewinnen? "Das Hauptgeschäft wird bei den Verlagen mit mit den gedruckten Medien (Zeitungen, Zeitschriften) gemacht. Und aus den Redaktionen der geduckten Medien gelangt es in das Internet z.B. durch die verlagseigenen Internetseiten. Google trägt also nicht zum Verstärken des Hauptgeschäftes ("Gedrucktes") bei sondern schwächt dieses (aus der Sicht der Verlage)."
 
@moribund: Hast Du nicht! geschrieben, Du schriebst unter 3 re:2 "... You can't have the cake and eat it!...". Mal frei übersetzt, Du kannst den Keks nicht essen den Du nicht hast! Genau richtig! Google hat den Keks nicht sondern die Verlage.
 
@Eziens: Siehe einige Tage vorher hier eine News über das Hauptgeschäft der Verlage:http://winfuture.de/news,74236.html UND da u.a. "...Bei den deutschen Zeitungsverlagen gewinnt das Geschäft mit elektronischen Ausgaben deutlich an Fahrt. Gegenüber den gedruckten Exemplaren ist der Anteil allerdings noch immer auf recht niedrigem Niveau..." UND "...
Nach wie vor bleibt das Print-Abonnement das Rückgrat der Verlage. Auf diesem Vertriebsweg wurden 15,56 Millionen Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig war das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,87 Millionen Exemplare), was 91 Prozent ihrer Gesamtauflage entsprach. Dahinter folgten prozentual die Wochenzeitungen (83 Prozent / 1,49 Millionen Exemplare), die überregionalen Blätter und die Sonntagszeitungen. Sie verbreiteten 62 beziehungsweise 38 Prozent ihrer Auflage über diesen Kanal..." ! NOCH Fragen dazu!
 
@Kiebitz: Du kannst den Kuchen/Keks/Torte ^^ nicht gleichzeitig essen und dann noch immer haben - einerseits wollen die Verlage schon in den Google-Ergebnissen aufscheinen, andererseits wollen sie aber dafür bezahlt werden. -> Ich bin ja dafür dass Google es wie in Belgien (ich denke Belgien war's) damals macht. Jeder der dafür abkassieren möchte wird einfach aus den Google-Ergebnissen gestrichen. Offensichtlich hatten die Verlage in Belgien wohl auch nicht verstanden, dass es keinen "wissenschaftlich belegbaren" Zusammenhang zwischen dem Aufscheinen bei Google und den Klickzahlen gibt, denn die waren dann ziemlich schnell zum Einlenken bereit. ^^ Was die wohl zu Deinem Kommentar [4 re:3] gesagt hätten... ;-)
 
@Kiebitz [re:1]: für alles, was den Verlagen im Bezug auf Suchmachinen sauer aufstößt gibts die robots.txt, da können sie doch festlegen, was indexiert werden soll und was nicht.
 
@Link: "...liest ein Webcrawler (Robot) beim Auffinden einer Webseite zuerst die Datei robots.txt (kleingeschrieben) im Stammverzeichnis einer Domain. In dieser Datei kann festgelegt werden, ob und wie die Webseite von einem Webcrawler besucht werden darf. Website-Betreiber haben so die Möglichkeit, ausgesuchte Bereiche ihrer Webpräsenz für (bestimmte) Suchmaschinen zu sperren. Das Protokoll ist rein hinweisend und ist auf die Mitarbeit des Webcrawlers angewiesen. Man spricht hier auch von freundlichen Webcrawlern." Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Robots_Exclusion_Standard#cite_note-1 DARAUS wird ersichtlich dass trotz robots.txt KEINE Sicherheit dahingehend gegeben ist, dass der Crawler (die Suchmaschine) die Info nicht findet bzw. nicht aufnimmt! Wie da eben steht "...ist auf die Mitarbeit des Webcrawlers angewiesen. Man spricht hier auch von freundlichen Webcrawlern." ALSO kein Schutz, keine Verhinderung, wenn Google das nicht will! Und ob gerade Google Vertrauen bei sowas verdient, kann zumindest angezweifelt werden. SUMMA SUMMARUM: Das Argument robots.txt zieht nicht wirklich!
 
@Kiebitz: gerade Google (und anderen großen Suchmachinen wahrscheinlich auch) kann man da schon vertrauen, Änderungen an der robots.txt werden zumindest bei Google auch schnell umgesetzt. Und natürlich wäre es notwendig, dass die Verlange sich nicht selbst in Google News eintragen um anschließend jammern zu können (ja, das tun sie).
 
@Link: Du:"... kann man da schon vertrauen, Änderungen an der robots.txt werden zumindest bei Google auch schnell umgesetzt...." ? Aha! Woher weiß Du das sooo exakt. Teile mir doch bitte Deine überprüfbaren Quellen mit! Ich sehe Google nicht immer als besonders vertrauenswürdig: Änderungen der Geschäftsbedingungen, mal eben WLAN-Verbindungen unter dem Deckmantel Google-Street-View erfassen usw. Und ich stehe wohl auch nicht allein da, denn Google hat z.B. die Erweiterung von Street-View in Deutschland eingestellt weil eine große Anzahl von Widersprüchen erfolgte, nur mal so ganz nebenbei!
 
@Kiebitz: eigene Erfahrung, einen Artikel dazu hab ich aber nicht verfasst und ins Netz gestellt damit du eine Quelle hast. Ich kenne aber auch keine Berichte darüber, dass die robots.txt von Google ignoriert wird, sollte dies so sein, hätten sich schon viele darüber beschwert (gut, es gibt natürlich ne Menge Threads in diversen Foren dazu, nur läuft das eigentlich immer auf falsche Konfiguration hinaus, manchmal ist es z.B. sinnvoller über Metatags das gewünschte Verhalten mitzuteilen). Ganz abgesehen davon ob sich nun Google daran hält oder nicht, die Verlage versuchen nicht mal diese Methode und bis sie es versucht haben, sollen sie m.M.n. ihr Rumgemecker sich sonst wo hinstecken. Sollte Google tatsächlich bei ihnen die robots.txt ignorieren, wäre eine Beschwerde von ihnen berechtigt und ein Gesetz, welches Suchmaschinenbetreiber dazu verpflichtet, die Anweisungen in der robots.txt und in den entsprechenden Metatags zu befolgen. Aber ganz bestimmt nicht so ein Blödsinn wie das Leistungsschutzrecht.
 
"...Leistungsschutzrecht ist Gefahr für Social Media..." Ergebnis eines neuen Gutachtens des renommierten Rechtswissenschaftlers Thomas Hoeren, den das deutsche Büro des Social Networks Twitter mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt hat! Aha! Was soll denn wohl als Ergebnis Anderes herauskommen als dass das Leistungsschutzrecht die sozialen Netzwerke beeintächtigt? Hat da jemand tatsächlich was Anderes erwatet?
 
@Kiebitz: Wenn es sich für uns Logisch anhört, würde ich mir die Frage stellen ob die beteiligten Personen zum Wohle des Volkes entscheiden werden.
 
@Eziens: "...Wenn es sich für uns logisch anhört, würde ich mir die Frage stellen..." ob die sozialen Netzwerke "...zum Wohle des Volkes..." beitragen! Ich bin mir da nicht so sicher!
 
Listig übrigens, dass neue Anhörungen zu "Lex Google" übrigens ohne Google erfolgen... Wo kämen wir da auch hin, wenn beide Seiten ihre Argumente bringen dürften l
 
@Slurp: Spätestens bei dem Satz "Die Idee für das Leistungsschutzrecht für Presseverlage wurde von Christoph Keese, dem Chef-Lobbyisten des Axel Springer-Verlages, in die Welt gesetzt." war doch klar was von Schwarz-Gelb zu erwarten ist...
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