Forschungsdaten sollen vor Verfall gerettet werden

Eine neu gegründete Initiative will sich darum kümmern, Daten aus der Wissenschaft auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Dies wird zunehmend zu einem Problem. mehr... Sony, Nutzerdaten, Datenbank Sony, Nutzerdaten, Datenbank Sony, Nutzerdaten, Datenbank

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Köln hat da ja Erfahrung, mit der Vernichtung, siehe auch der U-Bahn Bau zu Köln: https://www.titanic-magazin.de/shop/images/default_shop/Koeln-U-Bahn-Postkarte_gr.jpg
 
Papier ist eben doch geduldiger. Der Magazinmeister meinte bei meinem Praktikum damals, dass es zu teuer ist Disketten oder CDs zu behalten, in 10 Jahren weiß kein Schwein mehr welche Art von Daten da drauf gewesen sind. Und deswegen irgendwelchen PC Schrott aufzuheben, ist die Sache nicht Wert.
 
@RobCole: Only wimps use tape backup: real men just upload their important stuff on ftp, and let the rest of the world mirror it ;) --Linus Torvalds
 
Das Problem ist nicht die technische Machbarkeit der Speicherung, sondern die Tatsache, daß so viel Mist gespeichert ist, daß es kommenden Generationen unmöglich sein wird, die wirklich wichtigen Dinge zu finden und die Integrität der Informationen sicherzustellen.
 
@AWolf: Kennst Du nicht grep und awk?
 
@Feuerpferd: dein erster Kommentar war gut, der hier macht wenig sinn.
 
@AWolf: Vielleicht ist für die Wissenschaftler in 200 Jahren, ja das heutige Paarungsverhalten der Südamerikanischen Wald-Riesen-Spitzmaus von immenser Wichtigkeit, dummerweise entscheidet man sich aber genau dieses Paarungsverhalten nicht in diese "wissenschaftliche Langzeitdatenbank" aufzunehmen. Und das gilt auch ganz allgemein, nicht nur auf die Wissenschaft bezogen. Einige Dinge die heute Historiker an der Römerzeit nicht verstehen, wären bei Durchsicht der damaligen Steuerunterlagen vielleicht verständlicher. Nein, ich denke das mit der Wichtigkeit kann nur der Leser der Zukunft entscheiden.
 
@Lastwebpage: Da ist eine Un-Logik in Deiner Argumentation. Nicht der "Leser" der Zukunft muß entscheiden, sondern der "Leser" der Gegenwart. Denn nur ein solcher "Leser" der Gegenwart in Form von wiss. Archivaren, anderen Wissenschaftlern usw. kann den Wust von Daten begrenzen bzw. sicherstellen, dass die Daten aufbewahrt werden. Denn in der Zukunft sind nur jene Daten auswertbar, die dann noch vorhanden sind und deswegen bedarf es JETZT solcher Maßnahmen wie sie die Initiative erarbeiten will!
 
@Kiebitz: Anläßlich einer früheren News bezüglich papierloses Büro hatte ich auf diese Problematik hingewiesen. Und mir Minuspunkte eingehandelt weil ich auf die Problematik der Haltbarkeit der elektr. Daten hinwies. Wie nun zu ersehen ist, ist dies eine sehr ernste Problematik die nicht mit Sprüchen "Dann kopieren wir das immer wieder neu" u.ä. zu lösen ist.
 
@Kiebitz: Nein, nicht unbedingt. Nur die Datenmenge steigt eben entsprechend, wenn das heutige "Wissen" ungefiltert gespeichert wird. Siehe z.B. auch das web Archiv archive.org, sicher nimmt die Datenmenge da immer zu, nur aufgrund welcher Kriterien könnte man da eine Vorauswahl treffen? Anzahl der Querverweise? Anzahl der Seitenaufrufe? Menschliche Vorauswahl durch irgendein Gremium? Sicherlich wird 90%, oder mehr, von diesem Archiv nie mehr aufgerufen, aber ein Filtern ist da auch nicht Sinn der Sache, finde ich zumindest.
 
@Lastwebpage: Es gibt bereits Kriterien, Regeln und Vorgehensweisen zum Speichern von Daten, sowohl welche für Daten auf Papier, Photos als auch elektr. Daten. Es gibt auch schon die Spezialisten dafür wie Dipl. Archivare / wiss. Archivare, geschulte Wissenschaftler anderer Bereiche usw. Erste verbindliche Regeln zum praktikablem Umsatz auch bei "neuen" / elektr. Medien wurden bereits so um das Jahr 2000 entwickelt von diversen Verbänden / Institutionen. Es gibt auch schon länger entsprechende Archiv-Software hierzu. Ich selber habe in solchen Gremien / Software-Firmen (als studierter wiss. Archivar) mitgearbeitet und verfolge deshalb die Entwicklung sehr interessiert. Siehe bitte bei archive.org den Hinweis:"At present, the size of our Web collection is such that using it requires programming skills. However, we are hopeful about the development of tools and methods that will give the general public easy and meaningful access to our collective history"! Also auch archive.org ist noch am Entwickeln entsprechender Regeln / Software / Tools.
 
In Zeiten, in denen promoviert wird, um nicht HartzIV beziehen zu müssen, und in denen 'publish or perish' gilt, kann man nur selten von Forschung und (unverzerrten) Daten texten.
 
Ich glaube die Generation viieeel später wird ganz andere Probleme haben: NAHRUNG. Aufgrund von Fachkräftemängeln (IRONIE!) wird es nichts zu essen geben.
 
@ichbinderchefhier: Die Problemlösungen der Zukunft basieren immer auf das Wissen der Vergangenheit! Und darum benötigen wir die Speicherung wiss. Daten heute!
 
Da kann ich nur die Doku "Hilfe wir verschwinden - Das digitale Desaster" empfehlen. Das Problem mit den flüchtigen Magnetspeichern ist ja ein allgemeines und trifft nicht nur auf Forschungsdaten zu. Meiner Meinung nach sollten wir ohnehin endlich holografische Speicher massentauglich machen. Kristalle halten schliesslich quasi "ewig". Nachtrag: http://www.innovations-report.de/html/berichte/informationstechnologie/bericht-27444.html?
 
@dixon.kuntz: Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs im Rahmen des U-Bahn Baus zu Köln macht aber deutlich, das selbst klassische Speicherung auf Papier oder Stein nicht vor Untergang und Verlust schützen kann. Auch die antike Bibliothek von Alexandria steht nicht mehr. Dagegen könnte verteilte Speicherung von Wissen ein Lösungsansatz sein, so wie es schon Linus Thorvalds beschrieb. Oder wie es Millionen Filesharer tun. Wobei jedoch für die Nachhaltigkeit unbedingt das KISS Prinzip einzuhalten wäre. Also etwa Text wirklich nur als Text speichern und nicht als Microsoft Office Dokument.
 
@Feuerpferd: Machen wir uns doch nichts vor - wir leben heute in einer "Wissensgesellschaft", das heißt im Klartext: Geld, also Leben, gegen Wissen. Jede Form von "Wissen aufheben" ist daher gefährlich, auch und nicht zuletzt deswegen, weil ja damit *wer anders* Geld verdienen könnte. Lieber erfinden wir zehnmal das Rad neu (und lassen uns diese zehn unabhängig runden Varianten via Patent vor Fremdzugriff schützen. Moderne Forschung... naja. Mit ein bißchen Glück wird man irgendwann auf die Jahrtausendwende (1900-2100?) zurückblicken und sagen, "naja, das war halt eine... suboptimale... Zeit. Aber wir haben draus gelernt und machen es jetzt so."
 
@Feuerpferd: Kannst auch gern an Wänden malen, diese Art der Speicherung ist selbst heute noch deutbar.
 
@RobCole: Wände bemalen? Oh nein, das könnte teuer werden!
 
@dixon.kuntz: Ich sehe die Problematik nicht allein in der Haltbarkeit. Wie Feuerpferd in re:1 schon andeutet hält nichts wirklich ewig. Spätestens wenn etwas schwereres und härteres drauf fällt hat sich das eigentlich immer erledigt. Gut, dieses Risiko könnte man noch möglichst gering halten durch Streuung etc. Aber auch die Datenvielfalt ist doch ein Problem. Man hat ja schon bei einem Fachbuch, sagen wir mal 800 Seiten schwierigkeiten ohne Index etwas zu finden. Somit sollte man nicht nur die Medien selber überdenken sondern auch eine allgemein gültige Suchfunktion. Wobei die entsprechenden Stichpunkte dann wieder ein Problem werden, bzw. die Art der Datenbank die ja auch über generationen hinweg nutzbar und pflegbar sein muss. Ein Beispiel, das hier vielleicht nicht ganz rein passt aber das ganze doch recht gut verdeutlicht ist das Problem von Atommülllagern. Wie kennzeichnet man für folgegenerationen die Lager so dass sie auch noch viel später verstehen das es nicht gut ist da ein Loch zu graben? Immerhin könnte über ein paar tausend Jahre hinweg sich die ganze Zivilisation ändern, bis hin zu einr anarchistischen Lebensweise. Und selbst einfachste Symbolik könnte missverstanden werden. Man bedenke nur die Warnungen an den Pyramiden und Gräbern mit Todeswarnungen. Hat am Ende ja auch nichts genützt. Fazit des ganzen, so schmerzhaft es auch sein mag, denn Wissen ist eines der wertvollsten Güter, aber es wird früher oder später eine ganze Menge verloren gehen.
 
Wieso forschen, gibt es doch schon: Google!
Sind ja sogar die besten was Index angeht, also ich finde immer alles was ich benötige und das verdammt schnell.
Ein zweites Google aufbauen (ohne den Schrott den es jetzt gibt und bitte ohne Werbung) und fertig, die Struktur besteht, die Hardware ist Top, es ist alles da und dieser Konzern tut einiges um Daten zu erhalten.

(Bitte keinen dummen Kommentare zum Thema: Google spioniert euch aus und klaut alle Daten, ich glaub das schauen manchen zu viele Filme und leiden unter Verfolgungswahn. Habt Ihr auf irgendeine Weise jetzt mehr Werbung im Briefkasten?Fehlt Euch Geld auf dem Konto? Oder werdet Ihr von Personen verfolgt?
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