Wikipedia: Perfektionismus verschreckt viele Autoren

Die zunehmenden Probleme der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Autoren weiterhin an sich zu binden, haben nach Auffassung des langjährigen Unterstützers Martin Haase auch eine Ursache im zunehmenden Perfektionismus. mehr... Screenshot, Wikipedia, SOPA Screenshot, Wikipedia, SOPA Screenshot, Wikipedia, SOPA

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Das ist hauptsächlich ein Problem der deutschen Wikipedia. Die englische ist viel umfassender, dafür haben auch viele Artikel nur ein paar Sätze und eher rudimentäre Informationen. Aber besser so, als Artikel zu löschen, nur weil sie keinen gigantischen Informationsgehalt haben.
 
@dynAdZ: Ich weiß ja nicht wie es im Hintergrund von Wikipedia funktioniert. Aber war der Ursprung des ganzen nicht mal so ausgelegt das jemand einen Artikel schreibt und dieser von anderen Authoren dann nach und nach verfeinert und ergänzt werden kann? Das scheint hier dann ja nicht mehr so ganz zuzutreffen.
 
@dynAdZ: Ich bin immer wieder fasziniert wie gut die Artikel in der englischen Wikipedia sind. Vor allem findet man auch zu den Sachen etws, die in der deutschen nicht einmal existieren. Leider scheint die Löschwut extrem zu sein in der deutschen Wikipedia, sodass viele kurze Artikel mit wenigen interessenten wahrscheinlich öfter verschwinden.
 
@dynAdZ: "Die Erde ist rund", "Du hast erst 20 Beiträge, hast du denn dafür auch eine Quellenangabe?; "Das Erde ist eine Scheibe", "Lieber John, obwohl du schon 1000 Einträge hast, würde sich eventuell DIE Erde nicht doch besser anhören?" Ist das vielleicht typisch Deutsch? Keine Ahnung, aber an den Deutschen Wikipediaeinträgen was zu verbessern, habe ich schon seit längerem aufgegeben, ich beschränke mich da auch höchstens auf einen entsprechenden Kommentar.
 
@dynAdZ: Es gibt auch heraus ragende Löschtrolle in der deutschen Wikipedia, Benutzer Weissbier dürfte längst der Ruf als Löschtroll vorauseilen. Leider aber kein Einzelfall. Löschtrolle, die sich auf der deutschen Wikipedia austoben sind längst eine Breitensportart.
 
@Feuerpferd: "so ist das hier in der löschhölle" durfte ich mir anhören. meine Artikel wurden in der regel auf ein Drittel zusammengestrichen. das macht alles keinen Spaß. Daß die Artikel in der englischen Wikipedia in der Regel kürzer sein sollten, kann ich nicht nachvollziehen.
 
ist verständlich, man braucht nur hier mal gucken wieviele Korintenkacker hier unterwegs sind, die sich daran aufgeilen wenn sie zB kleine Verwechselungen/versprecher im Klugscheissermodus korigieren können.
 
@GerdGyros: Hier ist aber manchmal echt heftiger schei* dabei, also Sachen, die den kompletten Lesefluss oder Sinn kaputt machen. Aber recht hast du.
 
@Knerd: Zitat: " Man sieht bei 55Zoll Full-HD keine artefakte" jeder der Mitdenkt merkte das er Pixel meinte, aber nein, einer unserer Oberklugscheißer mußte natürlich gleich losreferieren.
 
@GerdGyros: Ok, das stimmt. Was mich immer stört, es gibt für die News extra einen Hinweis einsenden Button. Und zumindest witek antwortet im Normalfall innerhalb von höchsten 15 Minuten.
 
Man kann es auch anders sagen: "Wer Perfektionismus haben muß, wird (fast) niemanden finden, der von allem 100% Ahnung hat (Nobody is perfect (selbst in seinem Fachbereich))". Also wird man so eine/n schwer oder gar nicht finden. Wie Einstein gesagt hat, ist selbst die Mathematik nur relativ (warum soll Wikipedia da besser sein).
 
@Graue Maus: *flüster* psssst nur unter uns... Nicht die Mathematik sondern die Zeit ist relativ. ;)
 
@Tomarr: Dankeschön für die Richtigstellung.
 
@Tomarr: auch psst: es ist sogar die Raumzeit, welche relativ ist ;)
 
Wiki wird mir auch zu perfekt. Einige Eintragungen versteht man so nicht mehr. Die sind schon bald zu hoch gegriffen, da gibt es dann in einem Satz soviel Verweise und Fachbegriffe.....
Vielleicht schreckt das auch viele ab, da überhaupt mit ihrem Wissen "auftrumpfen" zu können.
 
@soriwa: Recht hast Du! Im Endeffekt schreiben bei diesen Maßstäben nur noch die hochdotierten Fachleute (die anderen schämen sich damit nicht mithalten zu können).
 
@Graue Maus: Das denke ich auch. Irgendwo hab ich bei WP einen Kommentar gelesen, der in Richtung "damit uns die Wissenschaft endlich mal ernst nimmt" - weiß nun nicht, ob dieses Denken dort allgemein zugrundeliegt oder nicht. Wenn, sollte solchen WPianern mal jemand erklären, daß die Wissenschaft sie aus ganz anderen Gründen nicht 100% ernst nehmen *kann*, daß dies ein immanentes Problem ist (da jeder reinschreiben kann, kann auch *jeder* reinschreiben und auf Fakten kann man sich daher niemals verlassen - dieses 'jeder darf schreiben' ist aber eines der WP-Standbeine); daß WP daher diesem Anspruch niemals gerecht werden *kann*; und daß man sich deshalb genausogut auf das Schreiben neuer und die Verbesserung bestehender Artikel konzentrieren könnte *ohne* diesen lähmenden Anspruch. Wie anderswo schon geschrieben: lieber einen dreizeiligen Eintrag, der nur aus "Peter ist ein Vorname, näheres dazu in der [link]Wiktionary[/link]" besteht als "Sorry, deine Unwissenheit und das damit verbundene Interesse ist unterhalb unserer Toleranzschwelle. Such dir deine Antwort gefälligst woanders".
 
@soriwa: Ich bestreite das Gegenteil.
 
Ich habe letztens einen neuen Artikel übr den Compaq Portable 386 hinzugefügt. Dafür musste ich mir (Quellen fehlten mir aufgrund lange zusammengesuchten Wissens) den ur Shitstorm geben. Die deutsche Wiki hat bei mir ausgeschissen...
 
Noch schlimmer als den Anspruch an Länge & Qualität des Artikels (der Wahrheit entsprechen soll er natürlich, ohne Frage) finde ich die Relevanzdiskussion. Es handelt sich um einen quasi unbegrenzten Speicher, warum nutzt man da Relevanzkriterien, wie in einem Buch, dass in x Bände passen muss/soll ?!
Nur weil z.B. eine TV-Serie nicht so beliebt ist wird sie als "irrelevant" verbannt. In beiden Fällen (Relevanz und nicht dem Anspruch entsprechend) wird der Artikel dann gelöscht und die Arbeit des Autors war umsonst.
Mehr als kleine Updates & Korrekturen mache ich in der Wikipedia auch nicht
 
@DRMfan^^: Vollste Zustimmung. Es mag ja klischeehaft klingen... aber dies scheint tatsächlich ein Problem der Deutschen zu sein. Auf anderen WP-Ausgaben klappt's ja auch, und ich hab schon selber Fälle erlebt, wo es auf en.WP einen Artikel zu wem Deutschen gab - auf de.WP jedoch nicht (da gab es nur "Artikel gelöscht"). So kann's nicht gehen - Information ist Information, mit Relevanz hat das gar nix zu tun (insbesondere, da Relevanz subjektiv und 'subject to change' ist; was heute wichtig war, ist morgen nur noch Geschwätz von vorgestern und müßte ja dann gelöscht werden... und sollte das Thema später wieder relevant(er) werden, tja, dann muß es halt NEU recherchiert und neu geschrieben werden. Dann natürlich ohne die alten, aus der fraglichen Zeit stammenden, Infos.
 
Ich hatte mir auch einmal die Arbeit gemacht etwas über Industrie-Stoßdämpfer zu schreiben, da der allgemeine Artikel die Infos nicht enthalten hat. Der Artikel wurde gelöscht, da sich angeblich alles überschneidet. Sehr ärgerlich, kostbare Zeit somit verschwendet zu haben, nur weil diverse Dilettanten meinen sich durchsetzen zu müssen!
 
@hexenkind: Stellt sich einmal mehr die Frage: warum löschen und nicht ändern? Insbesondere bei Überschneidungen ist das trivial - fraglichen Abschnitt raus und durch einen Verweis auf bestehende Informationen erstetzen. Aber dazu reicht's anscheinend nicht - stattdessen wird eben gelöscht (etwas, das bei wikis generell eigentlich nicht möglich sein *dürfte*).
 
Schlimm ist es mit Kritik Sektionen wenn man keine Quelle eines passenden Kritikers oder ähnliches hat dann wird nichts darauß. So zb. beim Artikel zu "der Soldat James Ryan" wo der Film sehr anti Deutsch ist und den Plot sehr pro Amerikanisch darstellt.
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