15 Jahre Telekom-Liberalisierung: Erfolg für Nutzer

Während die Privatisierung von Infrastrukturen in vielen Bereichen zu erheblichen Problemen führt, kann sie beim deutschen Telekommunikationsmarkt durchaus als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. mehr... Telefon, Tisch, Anruf, Telefonat, Zettel Bildquelle: starmanseries / Flickr Telefon, Tisch, Anruf, Telefonat, Zettel Telefon, Tisch, Anruf, Telefonat, Zettel starmanseries / Flickr

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Es wurde nicht Liberalisiert sondern monopolisiert. Staatseigentum wurde in den Händen eines einzigen Unternehmens gegeben. Das war eines der größten Fehler überhaupt. Die Infrastruktur hätte Staatseigentum bleiben müssen und an interessierte Unternehmen vermietet werden müssen.
 
@wasserhirsch: Zum nachschlagen: Monopol: Vorrecht, alleiniger Anspruch, alleiniges Recht, besonders auf Herstellung und Verkauf eines bestimmten Produktes (Duden) Überdenke nun bitte deine Aussage, den ein Monopol liegt nicht mehr vor.
 
@wasserhirsch: Genau das Gegenteil eines Monopols ist doch passiert oO
 
@youngdragon: Doch, das ist der Fall. Die Telekom hat das alleinige Recht zu Entscheiden was mit der Infrastruktur passiert. Ob sie ausgebaut, eingestellt oder nichts gemacht wird ist ganz alleine die Entscheidung der Telekom. Dazu hat sie noch einen Staatsauftrag das die Gewährleistung gegeben ist. Ihr einziger Auftraggeber ist die Bundesregierung die Fördermittel für eine bessere Infrastruktur locker macht. Tut sie das nicht, passiert auch nichts.
 
@wasserhirsch: Nö, stimmt so nicht ganz. Auch andere Anbieter können ausbauen, z.B. bei Neubaugebiet. Außerdem entscheidet das die Bundes Netzagentur und nicht die Telekom.
 
@youngdragon: Andere Anbieter kommen aber nicht in den Genuss Fördermittel vom Staat zu genießen. Die Telekom weigert sich beim Ausbau mit anderen zusammen zu arbeiten, z.B. die gleichen Kabelkanäle zu benutzen.
 
@wasserhirsch: Oh, bitte, informiere dich bitte, bevor du sowas in die Welt setzt: Natürlich steht es auch anderen Telcos frei Fördermittel bei Land und Bund oder auch der EU zu beantragen. Oft genug werden diese auch durchaus bewilligt. Aber ganz ab davon: Die Privatisierung der Telekom war durchaus das Sinnvollste, was passieren konnte. Einzig der Umgang mit dem Netz hätte - und da gebe ich dir im Kern Recht - anders laufen sollen und man hätte hierfür eine separate Netzbetreibergesellschaft gründen sollen.
 
@youngdragon re:4 : "... Auch andere Anbieter können ausbauen...". Stimmt, aber Betonung liegt auf KÖNNEN! Zum großen Teil nutzen sie lieber die Netze der Post (weil billiger) und wollen allenfalls in die sogenannte "letzte Meile" investieren lieber noch die von der Post unter Erstellungskosten nutzen / abkaufen! Ach herrje! Lest statt Post bitte Telekom.
 
@Kiebitz: Liegt auch daran dass Sie das Geld für den Ausbau wieder reinholen müssen. Sprich: der Peis muss hoch und schon sehen die Billigen Anbieter wieder alt aus weil Sie der Telekom mit der Preisnutzung gleich tun müssen...
 
@M. Rhein: Nun ja. Ist schon richtig! Aber warum sollen die die Telekomnetze verbilligt nutzen dürfen wenn die nicht selbst Netzausbau betreiben. Und dann ist da ja noch die Bundesnetzagentur, die die Kosten, die die Telekom fordert, überwacht und schon oft genug auch beanstandet hat!
 
@wasserhirsch: selten so viel quatsch gelesen. Der Bund hat selber ca. 15 % Aktien-Anteile und über die KfW weitere 15% an der Telekom. Die Aktionäre entscheiden wo es lang geht. Das bedeutet die Telekom gehört immernoch uns. Außerdem bedeutet "Monopol", das ein Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung missbraucht.Das trifft aber nicht zu! Lass deinen privaten Frust nicht an der Telekom aus.
 
@wasserhirsch: Dann frag ich mal ganz frech: Warum nicht auch bei der Bahn? Warum nicht auch bei Stromnetze? Warum gibt es 5000 Krankenkassen statt einfach nur 4 Große, wo sich milliarden an bürokratie erspart werden könnte und damit die Beiträge sinken(rein theoretisch.. gibt ja immer gründe um was zu erhöhen!)? Bitte jetzt nicht, damit es mehr Wettbewerb gibt - vergleich mal bitte die aktuellen Beitragssätze!
 
@wrack: es gibt inzwischen "nur" 140 Krankenkassen. Nur als Randinfo...
 
@sanem: danke für den post, es war auch von mir nur minimal übertrieben.. @LostSoul: wer stöhnt den immer rum, das sie zu wenig geld haben und damit der Beitrag auch bestimmt wird? :) Ich habe immer noch keine Antwort auf meine Frage erhalten
 
@wrack: ... dir ist schon bekannt, dass - vollkommen unabhängig von der Frage ob es 100 oder 10.000 Krankenkassen gibt - der Beitragssatz der KV vom Gesetzgeber festgelegt wird?!
 
@wasserhirsch: 1)Wie hätte das gehen sollen? Vergabe (inklusive Ausschreibungen usw.) der Aufträge für die Infrastruktur an lokale Fernmeldeunternehmen? Ob das nicht ein Milliardengrab wäre? Oder dann doch wieder so etwas wie damals die Post mit Beamten? 2)Oder so etwas wie die Stadtwerke u.ä. die mal in grauer Vorzeit den Kommunen/Städten gehörten und dann wegen klammer Kassen verkauft wurden oder etwa noch dieses Unding "Cross-Border-Leasing"?
Sicher an einem Punkt hast du recht, die Telekom hat, wie die Bahn, Energiekonzerne usw. auch so etwas wie ein Quasi-Monopol, nur die Alternativen naja, man gebe bitte mal bei Google "Stromnetz USA" ein.
 
Denke auch, dass das hier noch ein recht positives Beispiel für Privatisierung ist, durch den Konkurrenzkampf proftieren wir davon. Nehmen wir dagegen die Energieversorger mit ihren Preisabsprachen, kann man nur dankbar sein, dass sich die Telekommunikationsanbieter offenbar nicht so lieb haben.
 
@Achereto62: Das Problem der Energieversorger hatte sich erst so richtig verstärkt, als die privatisiert wurden. Vorher waren die nämlich alle in irgendeiner Form staatlich: Stadteigen, Stadt-/Gemeinde-Verbünde oder diese hatten zumindest die Kapitalmehrheit. Anders ausgedrückt, der Bereich der Energieversorgung ist DAS klassische Beispiel das Verstaatlichung besser war!
 
Erstmals gut hinsichtlich der Preisentwicklung. Aber leider wird natürlich auch selektriert - in Städten wird massiv ausgebaut, wohingegen in Dörfern und auf dem Land nicht einmal DSL1000 die Regel ist. Denn sollte es wenigstens Tarife geben in denen z.B. 384 Kbit/s angeboten wird und man nicht mit 6000 wirbt und auch dafür zahlt.
 
@Sebastian: Beim Preis nimmst Du die Marktwirtschaft, beim Ausbau stört sie dich wieder. Du kommst nicht zufällig aus der Ex DDR?
 
@Sebastian: Ich denke es wird in vielen Bereichen auch keinen DSL Ausbau mehr geben, sondern der Fokus einfach auf Mobile Datenübertragung gelegt. Ich als Großstädtler würde mir heute schon gar keinen Festnetzanschuss mehr anmelden, und meine mobile LTE Verbindung nutzen. Die entsprechenden Datenpakete sind immernoch günstiger als ein Festnetz-Telefon+DSL Anschluss..
 
@Achereto62: kommt drauf an was du machst. 10gb highspeed volumen bei lte ist lächerlich. dafür kostet es genauso viel wie dsl light. naja hat man immerhin paar tage "schnelles" internet, wenns nich grad wegen wetter oder einfach mal so ausgefallen ist...
 
@Sebastian: kumpel wohnt in Chemnitz in der Innenstadt. Chemnitz die Stadt der Moderne ... ich muss ihn immer aufn Handy anrufen, weil er kein Telefonanschluss in der Wohnung hat ;)
 
@xerex.exe: Wenn man das telefon nicht für internet benötigt, ist ein Festnetzanschluss heute auch viel zu teuer gegenüber Handytarifen.
 
Warn das noch Zeiten wo Ortsgespräche grundsätzlich im 6 Minuten Takt abgerechnet wurden und ein Ferngespräch 50 Pf/Min kostete, nicht zu vergessen die Telefonbuch CD der Post für 800 DM. Im Nachhinnein bin ich echt verwundert, das die Post die Telefonbücher gratis abgegeben hatte
 
@GerdGyros: Ich kenne noch Zeiten, wo man für ein Ortsgespräch grundsätzlich nur 12 Pfennig bezahlt hat. Da wurde das Modem kaum aus gemacht ;)
 
@GerdGyros: Es war nicht die "Post", sondern die Deutsche Bundspost Telekom - so der alte Namen der Deutsche Telekom AG vor ihrer Umwandlung in eine AG. ;o)
Und, dass die Telefon-CD Geld kostete, lag daran, man wollte verhindern, dass Hinz und Kunz eine CD erwerben würde um schindluder zu machen. Dumm nur, dass ein Mitwettbewerber alle Telefonbücher der BRD nach China zum Abtippen schickte um dann mit seiner Telefon-CD den Markt zu überschwemmen. (Nur der vollständigkeitshalber...)
 
Der Grandiose Fehler der Politik bei der Öffnung des Marktes war, das man dem Staatsunternehmen die Leitungshoheit in die Wiege legte. Man hätte netzbetreiber und Komunikationsanbieter trennen müssen und auch gleich per Gesetz eine Vermischung verbieten sollen. Der netzbetreiber hätte die auflage bekommen müssen, Bundesweit einen Netzstandart zu schaffen und zu erhalten und das Netz dann an alle Anbieter gleichberechtigt zu vermieten. So hätte man heute die Möglichkeit den Netzbetreiber zu Landesweit zB DSL16000 zu zwingen.
 
@GerdGyros: Und dann wäre die Finanzierung einfacher gewesen? Kleines Beispiel: Das Netz wird in wenig besiedeltem Gebiet ausgebaut, was natürlich ein Schweine Geld kostet. Dementsprechend ist dort auch die Miete höher. Folglich werden die Mieter der Leitung die Kosten weiter geben ..... oder eben auch nicht, bzw gar nicht erst mieten. Selbe Situation wie jetzt. Wenn man natürlich staatlich zwingt, wird das Gesamtnetz teurer. Dafür hätte wir keinen liberalen Markt gebraucht. Eines geht nur, Staats- oder Marktwirtschaft.
 
@GerdGyros: Und wer sollte diesen Standard festlegen? Der Staat? Eine Kommission? Sicher, einige der weiter oben Bewohner eher ländlicher Gebiete wären mit DSL 16000 sicher sehr zufrieden, aber ich möchte mein VDSL 50 mittlerweile nicht mehr missen. Wenn der Staat aber festlegt jedem Deutschen steht per Gesetz ein 1GBit Anschluss zu, wer soll das bezahlen?
 
Die Preissenkung hat sowas von gar nix mit der Liberalisierung zu tun. Die Technik ist schlicht leistungsfähiger und damit günstiger im Unterhalt geworden (gemessen pro Tarifeinheit). Das hat nix mit der Privatisierung zu tun.
 
@Friedrich Nietsche: Natürlich nicht. Würde es nach wie vor nur einen Anbieter geben würde der natürlich völlig ohne Zwang das Netz ausbauen und die Preis senken da ja die Technik leistungsfähiger ist. (zufällig erscheinende Ironie ist nicht beabsichtigt)
 
@wieselding: Die Post hat in früheren Zeiten "ganz ohne Zwang" das Netz ausgebaut! Ob schnell genug, ober überall da wo Leute das haben wollten (klappt ja mit der Privatisierung heutzutage auch nicht!) laß ich mal offen! Und noch mal, wie schon von mir weiter oben geschrieben, die "Privaten" wollen am liebsten keine eigenen Netze bauen sondern das der heutigen Telekom und das möglichst umsonst oder gaaanz preiswert (siehe auch Diskussion um die sogen. "letzte Meile")! Und bitte bitte nie vergessen, die ehemalige Post war ein Staatsunternehmen, dessen Ausrichtung und Zielsetzung letztlich bei Politikern lag und vorrangig aus politischer und nicht wirtschaftlicher Sicht gesteuert wurde, ebenso die Gelder, die der Post zur Verfügung standen.
 
Das Telefon-Netz ist der einzige Markt wo die Liberalisierung funktioniert hat. Kabel-Netz, Wasser- und Müllabfuhr,Strom,Gas,Post,Bahn. Fast immer führte die Privatisierung zu steigenden Preisen für den Verbraucher und weniger Service.Privatisierung dient nur dazu, versteckt tausende Arbeitnehmer zu entlassen, was die Politik sich nicht traut.
 
Na dann bleibt zu Hoffen, das die neuen Fern-Buslinien sich mehren und gut angenommen werden und so den Mond-Preisen der Deutschen Bahn bald Beine machen ;-) Und nicht nur diesen. Denn wenn man im Bus für neun Euro von Frankfurt/Main nach München fahren kann (hmmm - hoffentlich ist das kein Schrottbus), dann fragt man sich, warum eine 25 km Fahrt aus dem Umland in eine 200tsd Einwohner Stadt für die einfache Fahrt (beim NVV) knapp 8 Euro kosten muss ? (...)
 
"Gleichzeitig haben die Netzbetreiber zusammengerechnet mehr als 100 Milliarden Euro in den Netzausbau investiert. " Schöne Privatisierung. Welcher Telekom-Mitwettbewerber hat denn da im großen Stil mit investiert? Aufbauost + Digitalisierung, damit überhaupt flächendeckend eine Marktöffnung möglich war, kostete alleine gut 50 Mrd EUR, die vom bösen Monopolisten selber aufgebracht werden musste. Welcher T-Mitwettbewerber investiert denn Mrd'en für DSL-flächendeckend?
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.