Niedersachsen: Neubau der Landes-IT gescheitert

In Niedersachsen ist nun wenige Wochen vor der im Januar stattfindenden Landtagswahl eines der ehrgeizigsten Infrastrukturprojekte der aktuellen Regierung für gescheitert erklärt worden. mehr... Glasfaser, Licht, Fiber Bildquelle: Alex Blackie Glasfaser, Licht, Fiber Glasfaser, Licht, Fiber Alex Blackie

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ich sehe "per fax nicht zu erreichen.. deshalb gestoppt" und frage mich, in was für einem hinterwäldlerichen Dorf wir eigentlich leben müssen, wenn sowas mit ein grund dafür ist?!
 
@Slurp: damit ist dann wohl nur die berühmte Spitze des Eisbergs gemeint. Im nächsten Schritt wäre die Behörde nur noch per Flaschenpost zu erreichen gewesen...
 
@elbosso: Flaschenpost? Also quasi behördeninterne Mundpropaganda? XD
 
@Slurp: Im Businessbereich ist das Fax durchaus noch als rechtssicheres Kommunikationsmedium anerkannt, im Gegensatz zur normalen Email, die ja erst durch die DE-Mail sicher gemacht wird. Und sicherlich war das nur die Spitze des Eisberges, nicht der alleinige Kündigungsgrund.
 
@rallef: E-Mail ist genauso rechtssicher wie ein Fax oder eine Brief, wenn viele auch anderweitiges behaupten.
 
@bgmnt: Okay, dann schick' ich mal schnell eine Mail in Deinem Namen los und kauf' für Dich ein Auto.
 
@RalphS: Für mich bitte einen Touareg :)
 
@Knerd: Bah, Volkswagen? Wie wär's stattdessen mit nem Landrover, das ist wenigstens ein Auto. *g*
 
@RalphS: Das könntest Du genauso mittels Brief oder Fax (nicht) tun, wo ist da der Unterschied? Was ist an Brief oder Fax sicherer, als an einer E-Mail?
 
@bgmnt: 1) Auf Papier brauchst Du immer(!) eine Unterschrift, sonst ist da gar nichts gültig. Für Emails geht das, rechtskräftig, auch mit einer QES - die es, meines Wissens, noch nicht (zertifiziert) gibt, zumindest nicht für Privatanwender. 2) Einschreiben. Geht per (Papier)post, aber nicht per Email. Fälscht Du 1), kriegst du aber mordsmäßig Ärger - nicht so bei emails. Und kommt 2) nicht an, hast Du ein rechtssicheres Papier - den Beleg von der Post. Nicht mit Email. Wie's mit Fax genau aussieht, weiß ich nicht - aber ich möchte meinen, das ist auch nur rechtssicher, wenn Du das Faxprotokoll vorlegen kannst - und natürlich kannst Du per Fax auch Unterschriften übertragen - und mit dem Schreiben untrennbar verbinden. (Schätze, das würde per Mail auch gehen, wenn man den Vertrag samt Unterschrift einscannt... da müßtest Du aber wen fragen, der sich von Rechts wegen mit sowas befaßt und sich damit auskennt. ;o) )
 
@bgmnt: Du hast keine Ahnung wie De-Mail funktioniert oder? RalphS hat das eigentlich ganz gut erklärt wie ein Brief rechtssicher wird. Bei einigen Anbietern musst du dich aus genau diesem Grund identifizieren. Und wenn Emails so rechtssicher sind, wieso werden Verträge immer noch per Post gesendet? Und warum wurde dann vom Staat De-Mail und auf Europaebene SPOCS entwickelt?
 
@RalphS: Hier werden Dinge verwechselt.
1. Falsch - eine Unterschrift ist keine Voraussetzung für die Gültigkeit eines Schriftstückes (zum Beispiel Rechnungen). Ich kann Verträge auch mittels Mausklick abschließen, Amazon hat daher wohl noch nie meine Unterschrift gesehen. Um Verträge abzuschließen ist daher nicht zwingend eine Unterschrift notwendig, auch für Willenserklärungen ist diese nicht immer erforderlich. Es geht immer um die Wahrung der Form, welche bei E-Mails begrenzt ist, jedoch auch nicht immer benötigt wird.
2. Ein Einschreiben ist kein normaler Brief! Bei einem normalen Brief ist auch niemals gewiss, ob dieser den Adressaten jemals erreicht hat. Und wenn eine E-Mail nicht ankommt, gibt es eine Fehlermeldung, was also eher für die E-Mail spricht als für den Brief.
# E-Mails sind genauso rechtssicher wie Briefe. Jedoch sind E-Mails nicht für alle Fälle geeignet (wenn eben eine gewisse Form gewahrt werden muss)! Genau das ist der Knackpunkt. Generell steht die gewöhnliche E-Mail jedoch nicht schlechter dar als der einfache Brief. Und wenn eine Unterschriftskopie ausreichend ist, dann sind Fax und E-Mail auch wieder gleichauf, das Original können sie natürlich nicht ersetzen (wo wieder der Brief zum Einsatz käme).
 
@Knerd: Wir reden hier vom gewöhnlichen Standardbrief, nicht von Einschreiben! Und mittels Brief identifiziere ich mich nicht, das tue ich mit dem Inhalt des Briefes (den ich auch persönlich einwerfen/übergeben könnte). Verträge werden nicht immer per Post versendet, das ist so gar nicht mehr haltbar. Eine Unterschrift bietet im Zweifelsfalle eine bessere Nachweisbarkeit der Willenserklärung einer Partei, ist jedoch nicht immer zwingend notwendig (Beispiel Käufe über das Internet). Wenn eine bestimmte Form gewahrt werden muss, ist der herkömmliche Postweg aktuell die bessere Wahl, was wohl digital mit DE-Mail und E-Postbrief erreicht werden soll.
 
@bgmnt: Der E-Postbrief ist nicht rechtssicher, da die Post kein De-Mail Provider ist.
 
@bgmnt: *seufz* Es geht eben NICHT darum, was ist, wenn alles normal läuft. Es geht darum, wenn einer protestiert. Dann muß der andere nachweisen, und rechtssicher nachweisen, daß er dies und jenes getan/nicht getan hat, daß die Mail/der Brief/? tatsächlich eingegangen ist (trotz gegenteiliger Behauptung des Empfängers) und so weiter. Websiteklick? Wir erinnern uns daran, daß es dazu vor Jahren jede Menge Querelen gab eben WEGEN des Unterschriftenmangels. Dafür gibt's inzwische Gesetze und Verträge - und seit SSL, Registrierung beim Onlinekauf und nicht zuletzt der Zuordnung von IP-Adressen zu Personen ist die Vertragsabschluß zumindest halbwegs eindeutig rekonstruierbar. (Ich war's nicht - doch, ich hab hier eine IP im Log zur fraglichen Zeit und Dein ISP sagt mir, das war zur selben Zeit DEINE.) SMTP ist eine Scheune OHNE Tor; das Protokoll war von Anfang an nicht darauf ausgelegt, irgendetwas verifizieren zu können - deswegen ja auch die ständig neuen Erweiterungen (Domainkeys, SPF, etc pp) und Verschlüsselungsmechanismen, die sonstwo ansetzen aber eben nicht auf der Protokollebene (SSL/TLS drunter und PGP/SMIME drüber). Der einzige Weg, wie Du bei emails SICHER gehen kannst, daß sie von X stammen sind Zertifikate (hier faß ich mal PGP, SMIME und dgl. zusammen) und selbst das ist fälschbar (falls knackbar wie MD5).Deswegen gibt's ja die QES = Qualifizierte Elektronische Signatur, die wäre ja komplett blödsinnig, wenn die nicht gerade eben für die Rechtssicherheit benötigt wäre (ganz zu schweigen vom veranschlagten Preis *auf Abonnementbasis*). Nur mit der QES darfst Du Dich - RECHTSKRÄFTIG - ausweisen; man ist sich des Dingens sogar so sicher, daß man hier die Beweislast UMKEHRT und DU nachweisen mußt, daß das ja doch gar nicht stimmt, wenn DIR was unterstellt wird (und nicht wie bisher andersherum, wo Dir ein Unternehmen nachweisen muß, daß Du Mist gebaut hast).
 
@RalphS: Die IP ist völlig wertlos. Benutze einen Proxy und die IP sagt Dir nichts. Und den Versand einer E-Mail nachzuweisen ist wesentlich einfacher, als den Versand eines Briefes nachzuweisen (Postausgang). Die E-Mail ist mit dem Brief gleichauf und ebenfalls mit dem Fax. Die E-Mail deckt nicht alle speziellen Fälle ab, da sie gewisse Risiken innehat (wie auch der Standardbrief), doch insgesamt ist sie rechtssicher bei allen unspeziellen Fällen, genauso wie der Brief. Eine E-Mail kann Absender und Empfänger nicht zu 100 % verifizieren, aber ein Brief kann das auch nicht (sonst gäbe es nicht sowas wie PostIdent). Und die Rechtsprechung zeigt, daß E-Mails allgemein genauso wie Briefe zu bewerten sind.
 
@bgmnt: Okay, das erklärt natürlich, warum man seine TANs in ihnen von Ihrer Bank per eMail zugesendeten Formulare eingeben muß. Immerhin ist das ja alles rechtens. Tor-User werden nicht vor den Kadi gezerrt, weil ihre IP zwar im Zusammen mit "fragwürdigem" Material aufgefallen ist, aber u.a. wegen Proxy wertlos ist (nicht daß letztere so eingerichtet werden könnten, daß sie einen X-Forwarded-For mitschicken). Du hast Recht, ich nicht, Thema geschlossen.
 
@bgmnt: Ist sie nicht, da weder Absender noch Empfänger bestätigt sind.
 
@Knerd: Wie sind denn Absender und Empfänger bei Brief und Fax bestätigt? Und wenn ich im Internet per Klick einen Vertrag abschließen kann, ist der Absender noch weniger bestätigt. Schlagt es doch einfach im Internet nach. Eine E-Mail ist zwar grundsätzlich formlos, bei allen formlosen Geschäften jedoch rechtssicher.
 
Hauptsache billig ... einfach ... anspruchslos ... ( S21 - BER - Elb Philharmonie - ... )
Hauptsache der Steuerzahler haftet !!! Wenn ich mir so manche kommunalen IT-Großssprojekte ansehe muss man echt am Sachverstand der Verantwortlichen zweifeln.
 
@hasimen: Wenn es eine ausschreibung gibt will ich das geschei hoeren wenn man das teurere gebot nimmt
 
@-adrian-: Man ist gesetzlich gezwungen, das wirtschaftlichste Angebot zu nehmen. Und da eine Argumentation über den Preis für diese Pfeifen auf jeden Fall einfacher ist als anzufangen sachlich über Features und Anforderungen zu argumentieren, was ja auch noch VOR der Ausschreibung festgelegt werden muss, heisst das idR das billigste. So kommen die üblichen Nachverhandlungen und Preissteigerungen im Nachhinein zustande.
 
Es gibt so viele kompetente arbeitslose ITler in Deutschland und mit solchen Projekten werden immer nur Vollpfosten betraut
 
@jigsaw: Naja IT Fachwissen macht noch keinen Projectmanager :)
 
@-adrian-: Laienhafte Ausschreibungen aber auch nicht und darin liegt das Hauptproblem. Die Reihenfolge von Ausschreibung, Angeboten und Einigung auf ein Angebot erfordert Sachverstand sowie die fachliche Prüfung des zu beauftragenden Unternehmen. Billig kann gut sein aber es zeugt nicht immer von Qualität.
 
@Kartello: Tja. Da wurden die anforderungen nicht klar formuliert.. daran scheitern viele projekte :) der Projektmanager sollte uebrigens vor der ausschreibung schon bekann sein
 
Mich würde interessieren wieviel Geld des Steuerzahlers bis zum Abbruch schon verbrannt wurde.
 
@Schallf: Will ich gar nicht wissen. Ich reg mich ja jetzt schon drüber auf.
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