Maut-Desaster: Milliarden-Schadensersatz geboten

Der jahrelange Milliarden-Streit um eines der größten staatlichen IT-Projekte des letzten Jahrzehnts zwischen dem Bund und dem Mautbetreiber Toll Collect könnte noch vor Weihnachten beendet werden. mehr... Auto, Autobahn, fahrt Bildquelle: nachhaltigmobil.de Auto, Autobahn, fahrt Auto, Autobahn, fahrt nachhaltigmobil.de

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Natürlich ziet Toll Collect auf eine aussergerichtliche Einigung, weil sie genau wissen, dass sie sich ansonsten *richtig* ins grab setzen (und vllt noch mehr ungewaschene wäsche rauskommt)
 
@Slurp: Und natürlich einigt man sich so das der Steurezahler den großen Brocken trägt, sonst würde es ja zu Lasten der heimischen Industrie gehen die Gewinne ohnehin sonstwo versteuert, aber hier Arbeitsplätze abbauen müsste, wenn sie mal für Murks den sie baut in vollem Umfang haften müsste.
 
@aliasname: "too big to jail" jop.. korrupte dreckspolitik
 
@aliasname: Es geht um eine Strafzahlung, nicht um Firmenrettungen. Da muss kein Steuerzahler deswegen extra einspringen! Das System krankt allerdings schon an anderer Stelle.
 
@FatEric: wir müssen nicht zahlen, bekommen aber weit weniger Geld als uns zustünde, weil durch Lobby und andere Mafia Methoden sich die Verantwortlichen aus der Affäre ziehen
 
@aliasname: Gewinne? Nehmen wir die Stromkosten. Zunächst zahlt jeder Kunde mit dem Produktpreis einen Teil der Stromkosten dieser Unternehmen. Dann zahlt er noch mit der Steuer auf dieses Produkt einen weiteren Teil der Stromkosten. Dann kommt es noch zu der direkten "Umlage" (=Schmarotzerei), indem der Bürger für das kW weit mehr zahlt als das Unternehmen. Und nun kommt auch noch die Ausrede, daß man den Strompreis der Bürger und Klein- wie Mittelstandsunternehmen aufgrund des Ausbaus der regenerativen Energien hochpushen müsste. Der "Gewinn", wie dieses Beispiel zeigt, beruht also auf reiner Schmarotzerei der Unternehmen. Möglich wird das Ganze dadurch, daß ihre Freunde im Staat den Bürgern vorgaukeln, unabhängig von diesen Schmartozern zu sein. Längst haben Unternehmen und Staat die Grenzen der Verfassung überschritten, versuchen, die Bürger auszubluten, damit man sie wieder gegen das Ausland und Minderheiten im Inland aufhetzen und so davon ablenken kann, daß Staat und Industrie (wie auch Ver(un)sicherer und Banker) sich an ihnen bereicherten ...und bereichern - wie damals...
 
@aliasname: Ich glaube, es wäre billiger für den Staat und damit den Steuerzahler, wenn die Firmen die Vertragsstrafen in voller Höhe zu begleichen haben und meinetwegen dann finanziell schlecht dastehen. Selbst schuld. Dafür sollte nicht die Allgemeinheit einfach auf 5 Mrd. Euro verzichten.
 
@Tjell: Toll Collect hat das Geld einfach gar nicht. Die können Pleite gehen und der Bund bekommt da dann eher weniger zurück, da die Firma über so gut wie keine Bargeldreserven verfügt und die Konkursmasse aus alten Geräten bestehen würde. Es wurde berichtet, dass das Ganze sich um die 2 Mrd. belaufen würde. Außerdem läuft der Vertrag eh 2015 aus und Toll Collect sieht sich anscheinend sowieso schon draussen, bei der neuen Bieterschlacht.
 
@Slurp: Der Bund hat das mal wieder gut eingefädelt. Wenn Toll Collect Pleite geht, wird auch nicht mehr Kohle an uns Steuerzahler zurück gehen. Die lachen sich ins Fäustchen. Jetzt heisst es, nimm oder stirb - mehr Geld wirds nicht geben.
 
Meine Fresse, was dieser technische Aufwand Kosten und Mühen erzeugt. Ein stinknormales Pickerl aus Papier war wohl zu einfach, wie? Andere Länder schaffen das doch auch.
 
@FatEric: Wuerde viel kosten und muehen sparen wenn es richtig funktionieren wuerde :)
 
@FatEric: Oder einfach wie in Österreich machen. Hier wurden einfach bei jeder auf/Abfahrt ein Portal aufgestellt das die Boxen in den LKW erfasst. War in ein paar Monaten erledigt und läuft meines Wissens problemlos.
 
@sTeve2010: Man kann aber alles noch besser analysieren wenn man auf der strecke ueberall noch so ein paar haessliche geraete aufstellt
 
@-adrian-: Weswegen nicht gleich per Satellit und Navi?
 
@-adrian-: du hast bestimmt nur aus versehen "analysieren" geschrieben, ;) um es offen zu sagen: es geht doch alleine um Überwachung.
 
@JSM: Ne, in dem Fall gehts ausnahmsweise in erster Linie ums Abkassieren ;-)
 
@jigsaw: Abkassieren könnten die aber auch mit einem papierbasierendem System, nur zum Überwachen braucht man die ganze Computertechnik.
 
Also wenn man nichtmal einplanen kann was für Speicherkapazität nötig ist und überhaupt damit rumfeizt (Speicher war auch vor 10 Jahren nicht allzu teuer), dann zeigt das einfach nur was da für Deppeningeneure gepaart mit enormen Profitgeiern da zusammen gesessen haben. Und das soll nun auch noch der Steuerzahler latze? Daimler und Telekom sitzen gut im Sattel Daimler vielleicht etwas besser. Da können die auch gern für ihren Mist bezahlen, wie das eben auch vertraglich geregelt wurde.
 
@bowflow: Damit nicht genug, eine einzige armselige Programmierung einer solchen OBU-Gurke auf ein Fahrzeug dauert geschlagene 45 Minuten, dazu kommt eine ausgedehnte Probefahrt (bestimmte Fahrtsrecke in alle Himmlesrichtungen) und wenns dann nicht funktioniert (aus welchen Gründen auch immer) das ganze nochmal von vorne. Das muss ja auch bezahlt werden.
 
@bowflow: Und hätte man damals die OBU einfach eine Nummer größer gewählt hätte es das große Geschrei vom Bund der Steuerzahler, weil unnötig Steuergelder verschwendet würden.
 
hat sich ja mal wieder richtig gelohnt !

Danke BRD ! wieder ein paar Millionen vergeigt, wir ham ja genug !!
 
@MacAdmin: Ich denke es geht schon in dei Milliarden.
 
@MacAdmin: Pro Jahr werden ca 4.5 Mrd mit der Maut eingenommen. Seit 2005 wurden mehr als 30 Mrd Euro eingenommen. Es hätte jetzt natürlich in der Startphase des Projektes einfach ein wenig mehr sein können wenn es die ganzen Probleme nicht gegeben hätte aber von einem völligen Fehlschlag würde ich nicht unbedingt sprechen.
 
Hm wieso wird eigentlich so auffällig oft bei staatlichen Projekten versagt vor allem wenn unsere gelobten Konzerne als Auftragnehmer beteiligt sind? Hat da keiner Lust etwas vernünftig zu machen weils ja auch in Scheiße schon massig Geld bringt? Ein Mautsystem ist ja kein Teufelswerk oder technisch eine besonders schwierige Aufgabe. Oder man setzt es wie Toll Collect um und hat ein überfettes System welches nur Probleme macht. Amateure :D
 
@Dragon_GT: Weil unsere lieben, kompetenten Politiker keineen Schimmer mehr davon haben wie es in der normalen Welt zugeht und das Versagen als normaler Angestelleter Konsequenzen hat und man zur Verantwortung gezogen werden kann, finanziell wie auch rechtlich. Erst wenn das auch wieder für unsere "gewählten" "Vertreter" gilt kann sich in der Hinsicht wieder etwas ändern.
 
@Dragon_GT: Es ist einfach Korruption. Ist doch bei allem was der Staat tb mit der Telekom macht nicht anders.
 
@Dragon_GT: Das ist nicht nur bei staatlichen Projekten so sondern auch bei vielen (fast allen?) anderen Großprojekten.
Beispiel: Neue moderne Kohlekraftwerke die alte ersetzen sollen und deren neuer Stahl risse bekommt.
 
@Dragon_GT: Weil einfach der billigste Lösungsvorschlag genommen wird und nicht die wirtschaftlichste oder realistischste. Siehe Elbharmonie/Flughafen Berlin/Stuttgart 21. Die Nachverrechnungen gehen dann immer in die Millionen oder Milliarden.
 
Inzwischen ist die Industrie ja schlauer, siehe Off-Shore-Windparks: Da wird erstmal (gesetzlich!) festgelegt wer bei Umsatzausfall zahlt, BEVOR man überhaupt irgendwas gebaut hat (der Verbraucher natürlich)...und unsere Regierung unterstützt das natürlich noch !
 
@pubsfried: tja, frei nach Merkels Motto, Privatisierung der Gewinne, Vergesellschaftung der Verluste - da lob ich mir die DDR, da wurde wenigstens das was da war vergesellschaftet...
 
@Rikibu: ist glaube ich in nord-korea heute auch noch so
 
@Rikibu: nennt sich Neo-Liberalismus. Wo kämen wir auch hin wenn Unternehmen tatsächlich ein unternehmerisches Risiko bei solchen Aufträgen hätten?
 
Wie Günther Gründwald bereits gesagt hat: wie hat es Österreich geschafft, ein funktionierendes Mautsystem für umgerechnet 14 Schilling zu installieren?
 
@ZappoB: Soweit ich weiss hat das jedes andere Land besser gelöst als Deutschland. Da waren bei uns nur Dummschwätzer, Wichtigtuer und Grossmäuler am Werk die irgendwie völlig verpeilt haben was dazugehört, ihre vollmundigen Theorien in die Praxis umzusetzen.
 
Ziel des ganzen Projektes war natürlich die Verlagerung der Steuern vom öffentlichen Bereich in die privaten Kassen der Beteiligten. Daß die Bürger immer noch darauf reinfallen, daß solche Projekte angeblich wirklich umgesetzt werden sollen und nicht gezielt auf ihr Scheitern ausgelegt sind...für weitere Beispiele das Schwarzbuch Steuerverschwendung downloaden (oder auch nicht).
 
@peenemund: Mal unter uns, das System ist doch umgesetzt und funktioniert derweil.
 
Wenn deutsche Vorzeigeunternehmen ihre Inkompetenz in einen Topf werfen, kommt eben Tollcollect raus. Anstatt seinerzeit etablierte und funktionierende Systeme zu lizensieren, aber nein, es musste, auf dem Rücken der Steuerzahler dieser unausgegorene Dünnschiss fabriziert werden... geradezu grob fahrlässig wie da mit den Geldern umhergeworfen wurde und unterm Strich nichts brauchbares oder mehrwertiges gegenüber anderen Lösungen rauskam. aber ein Staat der eine Fahrtenerfassung nicht geschissen kriegt, vor dem muss man in puncto Überwachung wohl keinerlei Angst haben...vor allem wenn T-com, Siemens und co. im sinkenden Boot sitzen
 
@Rikibu: Das ist Deutschland! Es wird eine Anforderung gestellt, die Angebote kommen und Zuschlag bekommt derjenige wo die Politiker, Gesellschafter, etc. pp das meiste von haben. Jene welche konnten sich zwischenzeitlich zur Ruhe setzen und haben ausreichend Geld, bekommen noch immer Geld für 3 sinnlose Sätze die Sie in einem Jahr zu Stande bringen und/oder haben inzwischen Mist gebaut und die Politik belohnt dies noch. ... Ehrlichkeit und Aufopferung sind halt Drecksäue.
 
Ich lese. "... und Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen ..." Sind damit jetzt alle PKW gemeint, oder handelt es sich um einen einfachen freud'schen Vertipper?
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