Leistungsschutzrecht kann auch Social Media treffen

Das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage kann in seiner aktuellen Ausgestaltung weit mehr Angebote treffen, als die Bundesregierung bisher zuzugeben bereit war. Letztlich droht eine Prozesslawine. mehr... Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media Bildquelle: Facebook Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media Facebook, Social Network, soziales Netzwerk, Social Media Facebook

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Also wieder aus der Zeitung Artikel ausschneiden und dem Kollegen auf den Schreibtisch legen? Yeah!
 
@therealsausage: Aber nur wenn du Gebühren nach den Leistungsschutzrecht bezahlst, der Kollege kann sich ja schließlich die Zeitung selber kaufen. :-)
 
@coldplayer81: einfach per pn und nicht auf die pinnwand. wir wissen doch alle, daß es nicht um schutz, sondern um abzocke geht. die "schützer sollen sich mal ehrliche arbeit suchen - denn die schutzgeldeintreiberei entlarvt ihre tätigkeit als mafiöses verhalten.
 
@therealsausage: VG Wort-Abgaben auf Papierscheren? ^^
 
Was versprechen sich die Verlage davon? Das ich mir dann wieder mit Printmedien die Mülltonne zustopfe, was ganz sicher NICHT passieren wird? Oder wie wird die verlorengeglaubte "Wertschöpfung" erklärt?
 
@starship: garnicht. Das ist ja das Problem. Die Regierung gibt ja sogar zu, keine genauen Daten über den Wertschöpfungsmechanismus bzw. der genauen Beziehung zwischen Google und den Verlagen zu haben
 
@zwutz : Was Du schreibst stimmt sooo nicht! Die Bundesregierung sagt lediglich, dass ihr keine EIGENEN BELASTBAREN STATISTISCHEN Daten dazu bekannt sind. KEINE EIGENEN heißt nicht, dass ihr überhaupt keine Daten vorliegen. Diese können ja auch aus anderer Quelle kommen, z.B. eben von den Verlagen. Bei vielen Gesetzgebungen wird übrigens sinngemäß genauso verfahren, z.B. in der "Gesundheits"-Gesetzgebung, wo man sich auf die Angaben von Krankenkassen verläßt! Das ist etwas anderes als Du es darstellst! Bringt mir zwar wieder Minuspunkte, trotzdem: Bitte genau lesen, der Teufel steckt oft im Detail!
 
Oder auch anders gesagt: Die Bundesregierung scheint aus einer Ansammlung von Pfeifenköppen zu bestehen ...
 
@JoePhi: Wahrscheinlich haben sie einfach wichtigere Gesetze die sie im Schatten dieses Beschlusses durchsetzen wollen :)
 
@-adrian-: Die Abschaffung der Beratungs- und Prozesskostenhilfe liegt an, aber dafür nutzen die vorrangig Weihnachten...
 
@otzepo: Wie bitte was? Geringverdienern soll Rechtsbeistand verweigert werden?! Quelle?!
 
@DRMfan^^: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-faktisch-keine-prozesskostenhilfe-mehr-9001081.php jaja, kein sauberer journalismus aber schneller zu lesen als der gesetzentwurf, der beim bundesministerium der justiz zum download bereitsteht: http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/RegE_Gesetz_zur_Aenderung_des_Prozesskostenhilfe_und_beratungshilferechts.pdf?__blob=publicationFile
 
@JoePhi: Welch neue Erkenntnis :D :D
 
Das die Verlage sich damit ins eigene Fleisch schneiden werden die erst merken wenns zu Spät ist! Diese Seitenaufrufe werden zum Großteil über Googlenews erzeugt! Aus 3 Zeilen Text kann ich mir immer noch keinen Artikel herleiten und klicke deshalb auf den Link um auf die Seite des Newsanbieters zu gelangen! Eigentlich sollte Google Geld verlangen das hier Werbung für die Verlage betrieben wird!
 
Gell, da stellt sich nur noch die Frage wer die Leistung erbracht hat?Welche/r Accountbesitzer/in möchte das seine/ihre mehr oder weniger blöden Kommentare verkauft werden? Klar ist jedenfalls, das Herr Zuckerberg nicht Eigentümer dieser mehr oder weniger wertlosen Kommentare ist (er ist höchstens Besitzer, da man im die Kommentare zur Verfügung gestellt hat (kann also im Gegensatz zu dem/der Accountbesitzer/in diese Kommentare gar nicht verkaufen).
 
Dann müssten die SN genauso wie die Suchmaschinen halt geschlossen Links auf Seiten dieser Verlage sperren. Selber Schuld, wenn sie keinen Traffic haben wollen!
 
Wie kann sich die Bundesregierung nur das Recht nehmen darüber zu entscheiden welche Inhalte Google, etc. auf seiner Seite bereitzustellen hat. Wenn Google bei dem Suchwort "Politik" nur Nachrichten über den Bundestag bereitstellen möchte, ist das doch ihr gutes Recht. Ist ja schließlich ihre Seite. Was hat die Bundesregierung bitte mit den Inhalten von News auf Google zu tun? Was kommt als nächstes? Schreiben dir mir künftig auch noch vor, wie ich mein Geld auszugeben habe, damit alle Warenproduzenten gleichberechtigt werden oder was? Wtf?
 
@DarkSunshine: Oh man! Bitte genau lesen! Die Bundesregierung nimmt sich NICHT das Recht zu entscheiden, welche Inhalte Google bereitstellen darf. Es geht gar nicht um INHALTE, es geht um RECHTE an einer gewissen Anzahl von Inhalten und wer diese wie verwerten darf bzw. wem diese Rechte daran gehören. Das sind 2 unterschiedliche Fakten / Problematiken!
 
2 unqualifiziert Kommentare ;) 1)Eine News ist eine News. Die Razia bei der deutschen Bank ist auf Spiegel.de oder Stern.de immer noch die selbe Razia, genauso wie eine News auf Google-News auch. Wenn es den News-Suchenden auf Google also nur darum geht genaueres zu einer News zu lesen, dass könnte man auf Google-News genau so. Das Informationsrecht für Google News, wenn es denn ein solches überhaupt gibt, wäre mit eigenen Google News also genüge getan. Yahoo, MSN,.... 1&1... haben ja auch eigene Newsseiten. 2)Wenn man in Zukunft sowas wie ein Abo für das Lesen von Online-Artikeln auf Spiegel-Online braucht, wo sollen dann Textkopien in einem Blog herkommen, wenn nicht durch einen Abonent? Ließe sich dann nicht vereinbaren wo ein Abonent was veröffentlichen darf? Also ingesamt sehe ich da mehr Probleme auf die Presseverlage zukommen als auf Google, wenn Google es denn wollte.
 
Leistungsschutzrecht kann und sollte auch traditionelle Medien(-Häuser) treffen. Ein Selbstmordattentäter soll von von seiner Beschäftigung leben können. Deshalb ist es unumgänglich, dass Journalisten und Verlagshäuser, auch nur wenn sie den Attentäter oder seine Tat in einem Nebensatz erwähnen, eine Abgabe an den Terroristen oder an die ihn beschäftigend Organisation zahlen. Hier wären speziell die Al Kaida, die Taliban oder auch die Hamas zu nennen. Es geht nicht an, dass Journalisten und Verleger sich auf Kosten und durch die Taten des Attentäters bereichern. Vor allem, dass sie Zukunft auch noch daran verdienen wollen, dass Sie gefunden werden. Die Nächste Stufe wäre dann das Einstreichen von Geld und Verdiensten ohne Leistung. Darum geht es vermutlich. Die alten Verleger davor zu schützen, zu viel leisten zu müssen.
 
Letztlich werden sich die Verlage dank ihrer Lobbyarbeit selbst ins Fleisch schneiden. Ach wie gut, dass ich gut genug englisch kann, um deutsche Medien ignorieren zu können.
 
http://www.e-recht24.de/news/urheberrecht/7353-leistungsschutzrecht-max-planck-institut-und-urheberrechts-experten-sind-gegen-geplantes-gesetz.html
 
ich poste millionen links zu millionen von Überschriften und Artikeln damit facebook endlich pleite geht. Dafür würde ich mir sogar einen dieser sagenumwobenden Accounts anlegen. ^^
 
die abzocke vermittels des heuchlerischen lsr dient dem schaden der allgemeinheit. vielmehr müssen diejenigen, die ihren müll in der öffentlichkeit verbreiten und die öffentlichkeit damit belästigen (fernsehsender, verlage, werbefirmen) eine gebühr für die belästigung der öffentlichkeit zahlen.
 
@peenemund: Und zum Beispiel Google nicht "... eine gebühr für die belästigung der öffentlichkeit zahlen...."? Wieso das denn nicht? Die sind doch in dem Verbund "...des heuchlerischen lsr..." mitten drin und verdienen dabei auch noch!
 
@Liebes Winfuture: Die Bundesregierung sagt lediglich, dass ihr keine EIGENEN BELASTBAREN STATISTISCHEN Daten dazu bekannt sind. KEINE EIGENEN heißt nicht, dass ihr überhaupt keine Daten vorliegen. Diese können ja auch aus anderer Quelle kommen, z.B. eben von den Verlagen. Bei vielen Gesetzgebungen wird übrigens sinngemäß genauso verfahren, z.B. in der "Gesundheits"-Gesetzgebung, wo man sich auf die Angaben von Krankenkassen verläßt! Folglich ist Eure Aussage "...Die Antwort auf die Anfrage offenbart auch, dass der Bundesregierung keine belastbaren Fakten vorliegen, die die Einführung eines solchen Gesetzes rechtfertigen würden..." so nicht richtig und eine falsche Folgerung!
 
Wie schon häufig geschrieben, das freie Net weicht den Interessen der Großkonzerne? Weiter so, immer weiter so, wir bekommen den Rachen eben nie so richtig voll, was? Ich lese eh keines von den Blättern, seit die freie Meinung eingeschränkt wurde im journalistischem Bereich? Traurig? Bestimmt....weiter so, immer weiter.
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