"Psychoterror": Gewerkschaft attackiert die Telekom

Die Gewerkschaft Ver.di wirft der Deutschen Telekom vor, in den USA einen "brutalen Psychoterror" auf ihre dort rund 30.000 Beschäftigten auszuüben und eklatant Arbeitnehmerrechte zu verletzen. mehr... Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Bildquelle: Deutsche Telekom Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Logo, Deutsche Telekom, Telekom, Isp Deutsche Telekom

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Davon hab ich mal gehört.
Ich sprach im Fitnessstudio mit der Mutter von ein Kollege und sie hat dort gearbeitet beim Call Center bei der Telekom und ist deshalb in der Kur zur Zeit weil sie Total fertig ist deswegen und hat sich soweit ich noch weiß Erfolgreich beschwert.
Es geht aber in Deutschland eher um die Arbeitsbedingungen nicht um diese Strafe.
 
@HardstyleTeddy: Die Callcenter sind ja auch noch mal ausgelagert. Meine Mutter arbeitet bei einem mittlerweile im 2ndLevelSupport. Es wird von den Mitarbeitern alles mögliche gefordert aber nicht sonderlich viel gegeben (z.B. keine Schulungen, kaum Informationsaustausch zwischen den Mitarbeitern möglich bzw. nicht gern gesehen, Urlaubsplanung wird erheblich erschwert, Management erschwert die Prozesse usw.). Die Bezahlung ist so la la - der Krankenstand liegt so ca bei 30-35 %
 
@hezekiah: Hatte in den letzten Monaten viel mit der Telekom zu tun am Telefon. Unkompetenter gehts nicht. Die Meisten haben keine Ahnung was sie tun. Wissen nichtmal was ein Modem ist etc.
 
@NRG: Der 1stL wird ja auch absolut unzureichend bis garnicht geschult. Die kriegen halt die Standard-Callcenter Ausbildung und das wars. Den Rest dürfen die sich dann selbst erarbeiten. Meine Mutter ist froh das sie aus dem 1stL raus ist ;-)
 
was mischt sich die Ver.di in den USA ein. die sollten sich hierzulande um besser bedingungen kümmern. kenn ein paar leute die bei der Telekom arbeiten die sind schon dabei sich nach einer anderen firma umzusehen weil des alles andere als gut ist.
 
@gast27:stimm ich dir zu. Aber kümmern kann die sich nur wenn auch genügend Arbeitnehmer den Arsch in der Hose hätten und mitmachen. Meckern tun sehr viele, aber wirklich was tun, tun nur die wenigsten. Das sah in den 70 /80er Jahren noch ganz anders aus. Da wurde bald regelmäßig gestreikt für Arbeitnehmerrechte. Heute wird sich drüber aufgeregt wenn die Bahn oder LH Angestellten streiken und man als dritter Unannehmlichkeiten hat...
 
@skyjagger: Und genau das ist das Problem: statt die Chefs direkt zu belangen, tun die einen Bürger das, was eigentlich nur anderen Bürgern schadet, während sie Chefs auch weiterhin ihre überzogenen Gehälter kassieren. Die Globalisierung dient ihnen heute dazu, um die Rechte der hiesigen Arbeitnehmer einzuschränken, da die Wettbewerbsfähigkeit angeblich gefährdet ist. Auf der anderen Seite spielt die Globalisierung für sie keine Rolle, wenn es darum geht, den Arbeitenden mehr zu zahlen, wenn ein Unternehmen global marktführend ist. Bei ihnen ist alles darauf ausgelegt, die Arbeitenden möglichst viel leisten zu lassen, und ihnen möglichst wenig zu zahlen - was man eben am Besten dadurch erreicht, daß man die Arbeitenden durch Vermutungen und Abschreckungsmaßnahmen (entlasse einen, der sich wehrt - und schon kuschen die anderen) gefügig hält. Es gibt nur einen Ausweg: Mitgliedern des Staats (besonders der Justiz), Politikern, Bankern, Industriellen und weiteren ÜBERmenschen klar zu machen, daß auf sie die Enteignung und Internierung in Gefängnissen wartet, wenn sie den Arbeitenden nicht dienen, sondern versuchen, sie auf alle möglichen Arten auszunehmen. Ich persönlich bin auch dafür, einige von ihnen und ihren Bezugspersonen zur Behinderung zu bringen, um sie, die nicht arbeiten, sondern abzocken, abzuschrecken.
 
@skyjagger: ver.di ist nur noch der Schatten einer Gewerkschaft. Der Begriff "Generalstreik" ist in der BRD de facto verboten. Sehr anschaulich ist das Kündigungsschreiben von Volker Bräutigam, mit dem er nach mehr als einem halben Jahrhundert aus der Gewerkschaft (ehem. DGB) ausgetreten ist. Siehe http://apo-roter-asphalt.de/gewerkschaften/ (dort steht es momentan noch ganz oben) oder als .doc http://www.steinbergrecherche.com/20121030VolkerBraeutigamAustrittverdiAntwort.doc - Zitat: "... Es reicht noch nicht mal zum Aufruf für dürftige Solidaritäts-Aktiönchen nach Feierabend. Und still ruht der See auch in den Untergliederungen. In Deutschland kann man ja nicht, darf man ja nicht „politisch“ streiken, und weil man bis ins Mark kompromisslerischer Sozi ist, will man überhaupt nicht kämpfen. Allenfalls samstags oder nach Betriebsschluss ein wenig demonstrieren (lassen), dann aber mit roten Trillerpfeifchen und Revoluzzermützen. Mein Standardkommentar: Um ´nen Acker umzubrechen reicht es nicht, durch die Hecke zu furzen. „Wie sollen wir denn kämpfen bei immer weniger Mitgliedern und nachlassender Kampfbereitschaft?“, fragen sich unsere gewerkschaftlichen Vorleute – möglicherweise. Meine Gegenfrage wäre: Wie wollt ihr Mitglieder halten und gar neue gewinnen, wenn ihr nicht kämpft? ..." - Zitat ende.
 
@gast27: Um mal hier den bei Politikern beliebten Ausdruck "Globalisierung" zu gebrauchen, muß ich doch bei Dir anmerken, Arbeitnehmer sollten überall die gleich guten und wichtigen Rechte haben. Warum nun auch um USA kümmern und warum nun "Globalisierung"? Gaaanz einfach, wenn sich woanders (hier im Westlichen USA) schlechte Arbeitsbedingungen durchsetzen und die Leistungen damit für den Arbeitgeber billiger werden, wird das auch hier verstärkt versucht so zu machen unter dem Hinweis auf "Globalisierung" und das wir uns dem in Deutschland anpassen müßten um (angeblich!!!) wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zu schützen! Und deswegen gehen uns die Arbeitsbedingungen in den USA sehr wohl was an! Und deshalb soll sich Ver.di auch dort einmischen! Solidarität ist unteilbar!
 
@Kiebitz: da hast du recht. aber ich mein man hat ja hier noch nicht viel erreicht in diesem bereich. wo die gesetzte sogar NOCH irgendwo arbeitnehmer freundlich sind. was versprechen die sich erst vom US markt wo sowas alles nicht so stark gesehen wird evtl. können die es schaffen druck aufzubauen wenn die sagen ein deutsches unternehmen usw... aber dennoch. vielleicht wollen die hier aufgeben und den kampf wo anders hin versetzen.
 
@Kiebitz: Nach deiner Aussage sollt Ver.di, auch bald mal in China, Indien, Bangladesh und Co. anpacken!?
 
@MMc: Ich will zwar nicht unbedingt die Trollkeule rausholen aber hiermit erinner ich mal an das Daimler-Benz-Verfahren in Argentinien. Da sieht man schön wie eine global agierende Firma die unklare Zuständigkeit ausnutzt um eine Gerichtsverhandlung über die Morde an 14 Gewerkschaftsmitgliedern zu vermeiden. Ist ja auch erst knapp 30 Jahre her und vor ein paar Jahren erst wurde es endlich geschafft das Verfahren zu eröffnen. Eine Firma die global agieren will sollte meines Erachtens nach sich auch global der Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern stellen müssen.
 
@MMc: In gewisser Weise ja. Warum soll Ver.di nicht in DT. auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen z.B. in China hinweisen? Und warum soll Ver.di (dt.Gewerkschaften) nicht Einfluß auf in DT. tätige Arbeitgeber nehmen, damit diese auch in anderen Ländern (z.B. China) menschliche Arbeitsbedingungen einführen! Und warum soll Ver.di (dt. Gewerkschaften) nicht mit den (nicht wirklich vorhandenen) Arbeitnehmer-Organisation Kontakt aufnehmen und diese in vielfältiger Art und Weise unterstützen? Was spricht dagegen? Und Du hast wohl leider meinen Hinweis zum Therma "Globalisierung" nicht wirklich gelesen, sonst hättest Du diese Frage nicht gestellt!
 
@gast27: Man sollte sich darauf besinnen, wozu Arbeitnehmer überhaupt da sind: Der Unternehmer will etwas auf die Beine stellen, schafft er aber nicht allein, und so sucht er sch ein paar Leute (Arbeitnehmer), die ihm helfen. Es ist also gar kein Grund da, die AN wie Dreck zu behandeln. Die Arbeitgeber sollten sich mal darüber Gedanken machen. Pflaumt mich eine alte Frau voll, wenn ich ihr die Einkaufstaschen die Treppe rauf trage? Wird der ADAC von den Autofahrern, die irgendwo liegengeblieben sind, gemobbt? Warum also macht das der AG mit den Leuten, die ihm helfen?
 
Und ich hab nach der überschrift gedacht das die Gewerkschaft den psychoterror macht :P
 
@JesusFreak: Da hast Du Recht. Mittlerweile denke ich aber, dass WF den Psychoterror macht; man kann ja langsam vor lauter Wald (BZ-Überschriften, Pseudo-News über "angebissene Äpfel" und x-te 3-Stellen-hinter-dem-Komma-Freeware-Updates) die Bäume nicht mehr sehen :-( Da kann ich mir gleich die PC-Welt oder DIE BUNTE kaufen.

Werd mir wohl mal wieder Winboard.org angucken; die gestalten ihre News nächste Woche um ...
 
@beeelion: Oder Computer-Bîld!? ^^
 
Wenn das das einzige wäre, was in den usa schief läuft...gibt es überhaupt ein unternehmen dort, das "gewerkschaftsfreundlich" ist?
 
@slashi: So gut wie nicht! Aber es gibt in einigen Wirtschaftsbereichen sehr starke Gewerkschaften, z. B. die US-Autogewerkschaft UAW (United Auto Workers). Da nahezu jeder siebte Arbeitsplatz der USA direkt / indirekt von der Auto-Industrie abhängig ist und dort ein extrem großer Anteil der Arbeitnehmer/Innen organisiert ist, ist die UAW ein sehr großer Machtfaktor in den USA, sogar auch in der Politik, weshalb Obama ja u.a. auch die Autoindustrie und deren Wohlergehen als Bestandteil seiner Politik / seines Wahlkampfes machte.
 
Ausnahmsweise empfinde ich in diesem Fall die Aussagen des Arbeitgebers als glaubwürdiger. Die Unions in den USA sind ein korrupter Mafiahaufen und denen geht es i. d. R. ausschließlich darum, sich ein möglichst großes Stück für ihre Funktionäre abzuschneiden. Dass sich die "ehrenwerten" deutschen Gewerkschaften jetzt schon für so eine Sch... Instrumentalisieren lassen, lässt tief blicken. Habe Zeit meines Lebens eine Gewerkschaftsmitgliedschaft abgelehnt, weil mir die wirtschaftlichen Erwägungen meiner Geschäftsführung stets plausibler erschienen als der kurzsichtige Populismus einiger Gewerkschaftsbosse. Meines Erachtens nach ist es besser, langfristig eine fair bezahlte Arbeit zu haben, als mir auf Kosten der Rentabilität ein paar Groschen mehr rauszuschälen. Wer in seinem Job gut ist, wird auch immer gut bezahlt werden. Den Rest braucht sowieso keiner. Hatte mal einen Geschichtsdozenten, der doch tatsächlich behauptet hat, dass es sinnvoller wäre, die Unfähigen und Faulen auf Staatskosten durchzufüttern und die Arbeit von intelligenten Menschen und Maschinen machen zu lassen. Wenn man der ersteren Gruppe auch noch die sinnlose Vermehrung untersagen könnte, wäre so ein System schon ziemlich perfekt und würde den Fortbestand der Menschheit sicherstellen.
 
@probex: Dein Beitrag erinnert mich an einen Fall, wo ein Mann wegen sittenwidrigem Lohn klagte und verlor. Zwar stellte das Gericht fest, dass der Lohn wirklich sittenwidrig war, aber der Lohn war von der Gewerkschaft im Tarifvertrag so ausgehandelt. Also verlor der Mann seine Klage. Dann sollte man auch nicht vergessen, dass die Gewerkschaften Hartz IV mit ausgehandelt haben und damals den Mindestlohn nicht wollten. Zum Glück war ich auch nie in einer Gewerkschaft. Heute bin ich selbständig, da geht mir die Gewerkschaft ohnehin am Hintern vorbei.
 
@probex: Tja was soll ich sagen? Das Prinzip einer Gewerkschaft ist nicht per se schlecht aber wie in jeder Institution gibts auch hier das Problem das die Leitenden irgendwann in eine MachtPosition kommen und Macht korumpiert nun mal die Menschen. Eigentlich schade denn die Grundidee ist keine schlechte.
 
"So mussten Callcenter-Mitarbeiter laut dem Papier etwa als sichtbares Zeichen ihres Versagens Eselsmützen tragen oder Strafarbeiten schreiben, wenn sie ihre Leistungsvorgaben nicht erfüllten." na soweit ging es bei uns doch nicht. aber schlimm genug war das mein team auf der schwarzen liste stand, weil wir zu ehrlich waren dem kunden gegnüber. leider weiß die oberste etage nicht was abgeht in den call centern da die leitung meistens kein telekom angestellter is sondern ein freelancer und die machen was se wollen.
 
Wobei hier nicht auch zu klären wäre, ob das nicht ein CallCenter ist, bei dem die Telekom Dienstleistungen in Anspruch nimmt und so die Telekom eigentlich gar nicht betroffen ist. Eigene CallCenter haben die meisten grossen Firmen nur noch für den eigenen Support. Der Rest läuft über externe CallCenter. Und da sind einige wirklich der Vorhof zur Hölle. Zu schließen aus der Aussage, das Mitarbeiter dem Erfolgsdruck nicht gewachsen sind = Verkaufen über Teleon auf Teufel komm raus mit Erfolgsprovision.
 
ach ja, was ist denn das hier?? --> http://www.hintergrund.de/201211142352/wirtschaft/welt/usa-in-vier-einfachen-schritten-zum-dritte-welt-land.html
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