Steuertricks: EU-Staaten gehen IT-Konzerne an

Die EU-Staaten wollen sich nicht länger damit abfinden, dass ihnen durch verschiedene Steuerschlupflöcher immer wieder signifikante Einnahmen von verschiedenen großen und hochprofitablen IT-Unternehmen entgehen. mehr... Steuern, Finanzamt, block Bildquelle: Markus Rödder / Flickr Steuern, Finanzamt, block Steuern, Finanzamt, block Markus Rödder / Flickr

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1,7 Milliarden Euro, das muss man sich mal reinziehen und dass nur durch Steuern o.O
 
@Knerd: Das ist ein mini-Betrag bei denen. Die sparen insgesamt bestimmt mehr als das 10-fache an Steuern.
 
@MChief: Aber trotzdem, alleine diese Zahl finde ich sehr krass... Soviel werde ich in meinem Leben wahrscheinlich nicht verdienen...
 
@Knerd: Da brauchste viele Leben zu um auf diese Summe zu kommen. Nimm doch einfach mal einen Durchschnitts IT Verdienst von 50k (vor Steuern) im Jahr. Dann brauchste alleine 20jahre um auf 1Million zu kommen....
 
@skyjagger: Ich bleib nicht in der IT aber ich denke beim Bund komme ich auch nicht auf 1,7 Milliarden ;)
 
@Knerd: das mag ich auch schwer anzweifeln :) Selbst als Minister denke ich wirste im Leben nie die 1,7Milliarden erreichen... :D
 
@skyjagger: Och mit Bestechung wird das Unmögliche möglich :D
 
@Knerd: Wenn ich mir anschaue was alleine ich arme Wurst jeden Monat an Vadder Staat schon abdrücken "darf" erscheint mir die Summe garnicht mal so hoch :-( btw: "Gewinnverlagerung" ist doch mal eine nette Umschreibung für "Steuerhinterziehung"
 
@jigsaw: Es ist so lange keine Steuerhinterziehung wie es rechtlich erlaubt ist. Schlupfloch bleibt eben Schlupfloch. Dass es nicht nett ist und auch aufs Image drücken kann stand ja schon in der letzten Apple-News zu dem Thema. ________ Also dem gehört trotzdem ein Riegel vorgeschoben
 
@jigsaw: Das kenen wir aus der Politik. Dort heißt es ja auch "Beraterhonorar" anstatt "Schmiergeld" :)
 
@Knerd: Das musst du dir mal anders reinziehen: Wenn du 1 Milliarde hast, kannst du 80 Jahre lang jeden Monat 1 Million ausgeben; ohne dabei an die Zinsen zu gehen.
 
@LastFrontier: Wie in die Zinsen? Du meinst Miesen ^^ EDIT: Mein Fehler :D
 
@LastFrontier: Wenn ich von Heute auf Morgen 1 Milliarde bekäme könnte ich garnix mehr ausgeben weil ich mit einem Herzkasper tot umfallen würde ;-)
 
Jetzt werden die letzten Pfennige zusammengekratzt um den ESM zu finanzieren.
 
@F98: In Frankreich? Nee, die ekeln ja im Moment bewußt die Reichen und die Wirtschaft weg, so dass sie sich wohl erstmal selbst finanzieren müssen damit sie nicht in naher Zukunft selbst unter den Schirm müssen.
 
@F98: Ich denke das hat weniger damit zutun als eine art der Steuergerechtigkeit einzuführen. Wenn die Unternehmen doch in dem Land verdienen, dann sollen die auch dort Steuern zahlen.
 
war ja abzusehen... nachdem in den medien war, das die alle so wenig zahlen, macht die politik kurz auch mal ein bisschen wind darum und in paar wochen hat der nächste wirbelsturm oder eine neue alte grippe das thema wieder restlos abgelöst. als ob die politiker, die in den aufsichtsräten, eben jener provitierenden konzerne sitzen, auch nur den hauch eines interesses daran haben, die unternehmen mehr zu belasten...
 
@DataLohr: Korrekt. Zumal die Politik, die jetzt hier öffentlichkeitswirksam so lautstark über entgangene Steuereinnahmen jammert, eigentlich doch eher dafür bekannt ist, der Industrie massenweise großzügig Steuergeschenke hinterher zu schmeißen.
 
Was ist mit SAP? Der größte europäische Software-Konzern (zumindestens meines Wissens) wird hier nicht erwähnt. Wäre interessant, wie sich dieser bezüglich Steuern verhält.
 
@jwftm: Habe mal nachgesehen: SAP ist ein deutsches Unternehmen aus Walldorf (Ba-Wü). Es zahlt auch steuern (1,329 Mrd. €) - vermutlich mehr als Google und Apple zusammen. Quellen: http://www.sapannualreport.com/2011/konzernabschluss/konzernanhang/11.html & http://de.wikipedia.org/wiki/SAP
 
Für Apple, Google, Microsoft wird das ganze noch teuer werden. Die Bürger bzw. die Staatskasse wird freuen. Wieder mehr Geld das in Krieg, Staatskarossen und Fette Abfindungen von Politikern fliessen kann.
 
@Edelasos: den politikern bringt es mehr, wenn sie in den firmen als berater bezahlt werden. als politiker gibts ja nur einen bruchteil von diesem gehalt. die meisten politiker sind ja auch eigentlich keine politiker, die als berater tätig sind, es sind vielmehr firmenvertreter in der politik.
 
Schön dass sich endlich mal was tut. Da müsste man in Amerika auch dringend ran. Solange die Firmen die Möglichkeit haben ihre Gewinne günstig im Ausland zu versteuern, so lange werden sie das auch tun. Würde ich ganz genauso machen.
 
@DennisMoore: Na ob sich da was tun wird? Gerade die Steuerschlupflöcher wie Irland profitieren doch davon, und solange in der EU für eine Entscheidung die Einstimmigkeit der Mitgliedstaaten erforderlich ist, sehe ich da schwarz. Selbst innerhalb Deutschlands sind die Kommunen bei der Gewerbesteuer völlig frei, so dass ein paar Schlauberger unter den Städten mittels niedriger Steuer gewinnträchtige Betriebe zu sich hinlocken.
 
Waren das die Experten bei denen keine schwarzen Koffer vor der Türe gestanden haben (inkl. einer Einladung in ein Land mit verschwiegenen Banken)? Das Unternehmen versuchen an Steuerzahlungen zu verhindern ist doch nun nichts neues, und auch kein Phänomen der IT-Branche.
 
@The Grinch: das versucht ja nicht nur jeder gewerbliche sondern eigentlich jeder der Steuern zahlt. Zudem ist es ja kein Verbrechen, sondrn es reicht legale Gesetzeslücken oder Vorschriften auszunutzen. Das Problem sind die Gestzgeber die mit unübersichtlichen und komplizierten Steuergesetzen diesen Dschungel erst geschaffen haben.
 
@LastFrontier: Ja, das weckt Erinnerungen an so manch ein Geschwalle eines Finanzministers der dann die Steuererklärung, auf einem Bierdeckel machen wollte. Von diesem Nutzlos-Wahlwerbegesülze ist nicht mal das Echo geblieben, im Gegenteil, jedes Quartal kommt ein neuer Knoten im Hirn dazu, noch eine unsinnigere Verwaltungsvorschrift. Selbst gestandene Steuerberater sind oft genug am Rudern, um nicht auf die Fresse zu fallen. Und die Finanzämter rüsten mit immer mehr Buchprüfern auf, die nat. zu ihrem normalen Einkommen noch eine Provision bekommen für gefundene Fehler in den Bilanzen von Unternehmen. Und da man ja in der Beweislastumkehrt ist, also das Finanzamt sagt "Du bist schuld" muss man dem Finanzamt nachweisen das man alles richtig gemacht hat (so wie bei den Gebühren die wir für die GEMA abdrücken müssen).
 
Apple u.a. zahlen nicht mal zwei Prozent auf ihre Gewinne: ----
http://www.welt.de/wirtschaft/article110653656/Die-voellig-legalen-Steuertricks-von-Apple-und-Co.html
 
Tja... man könnte die Sache natürlich auch genau anders herum sehen. Große IT-Konzerne und die EU... wird da jetzt versucht noch was von dem Kuchen abzubekommen, den man schon vor langer Zeit an die USA geschickt hat? Es ist ja nicht gerade so, dass diese "großen IT-Konzerne" durch steuerliche Tricks einen erheblichen Vorteil gegenüber EU-Mitbewerbern haben, da es diese eben nicht gibt. Ob es diese nur nicht gibt, weil es hier zu viele Steuern gibt, glaube ich nicht, da es ja durchaus weltmarktführende Konzerne, in anderen Branchen, in der EU gibt.
 
irgendwie scheinen alle die EU gesetzte über irland zu umgehen. ob facebook mit datenschutz, google mit den steuern usw..
 
Tja, EU, legale Steuertricks sind legale Steuertricks. Nehmt ihr deshalb Konzerne ins Visier, so verstoßt ihr gegen geltendes Recht.
 
endlich...
Vielleicht könnte Apple seine Steuern in Griechenland bezahlen, damit wäre dieser Staat gerettet ;)
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