Fraunhofer: Smart Grids sparen Milliarden-Summen

Vor dem zügigen Aufbau der so genannten Smart Grids, also intelligenter Infrastruktur-Netze, wird wegen der benötigten Kosten noch zurückgeschreckt - dabei könnten sie die getätigten Investitionen schnell kompensieren. mehr... Energie, Strom, Leitung, Smart Grid Bildquelle: Ian Muttoo / Flickr Energie, Strom, Leitung, Smart Grid Energie, Strom, Leitung, Smart Grid Ian Muttoo / Flickr

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Ich freu mich schon auf die Zukunft, wenn die Haushaltsgeräte sich passend zur Netzauslastung und Strompreis einschalten. Nachts könnte man viel mehr Strom ziehen, da die Kraftwerke den gleichen Strom erzeugen wie tagsüber.
 
@ANSYSiC: Naja nicht ganz richtig. Da in elektrischen Netzen immer so viel Leistung "verbraucht" werden muss, wie "erzeugt" wird und der Verbrauch Nachts geringer ist (weil viele Menschen schlafen), ist auch die "erzeugte Leistung" geringer. Gleich ist aber die "installierte Leistung" (zumindest ideal betrachtet), daher ist der Strom im Einkauf (an der EEX) auch nachts günstiger.

Das Ausnutzen der Nacht ist heute schon möglich, mit Zeitschaltuhren oder entsprechenden Schaltungen in Geräten kann man schon Nachts Geschirrspülen/Wäschetrocknen etc... Interessant wird es erst wenn der Versorger dem Kunden mitteilen täte, wann der Strom am günstigsten ist und diesen preislichen Vorteil auch an den Kunden weitergibt. Dazu gab es mal ein Projekt namens Stromampel, dort wurde allerdings nur dem Kunden per LED mitgeteilt, wann der Strom für den Versorger am günstigsten ist.
 
@aclacl: Niemand will mitten in der Nacht vom Schleudergang der Waschmaschine geweckt werden. Spätestens in Mehrfamilienhäusern gibt es dann mächtig Ärger. Klar, ein Einsiedler, fernab der Zivilisation, der zugleich eine Nachteule ist, könnte natürlich die Nacht zum Tag machen, aber die meisten Normalbürger können und wollen das nicht machen. Zumal man die Wäsche ja auch nicht Stundenlang weiter in der Waschmaschine liegen lassen sollte, wenn sie mit dem Waschen und Schleudern fertig ist. Auch aus dem Wäschetrockner muss die Wäsche raus geholt werden, wenn sie fertig ist, dafür werden Normalbürger gewiss nicht mitten in der Nacht aufstehen wollen. Am meisten Strom lässt sich aber mit dem Wäschetrockner sparen, wenn man ihn nicht benutzt, denn Wäsche hat die Angewohnheit auch auf der Leine oder auf dem Trockenständer ohne Stromverbrauch zu trocknen.
 
@Feuerpferd: Meine Waschmaschine ist beim Schleudern so leise, das man sie im Nachbarraum nicht mehr hört.

Letztendlich hast du recht, die meiste Energie spart man durch nicht benutzen solcher Geräte. Dann könntest du aber auch sagen, dass man die Wäsche auch mit einem Waschbrett im Fluss waschen kann, dort wird sie auch sauber;-).
 
@aclacl: Danke für die Erklärung ;) Was mir grad so einfällt @Feuerpferd: ist schon klar, dass nachts keiner aufstehen will, allerdings könnte man mit intelligenter stromsteuerung auch tagsüber die last verteilen. so wechseln sich die kühlschränke und gefriertruhen der reihen nach ab und laufen nicht gleichzeitig, somit kann man lastspitzen etwas dämfen.
 
Ja das ist natürlich sehr Fortschrittlich, wenn sich die Nutzung von Haushalts-Geräten nach dem aktuellen Stundenpreis richtet, erinnert doch sehr an die Cyll-by-Call-Tarifstrukturen (010xx -Vor-Vorwahl-Nummern). Und das Fernsehprogramm wird dann auch entsprechend ausgerichtet, bei billigem Strom werden nur Hirnvernebler gesendet und für die die sich den teuren Strom leisten können, kommt dann das informative Programm mit "Mehrwert" ...

Aber wenn Frau Merkels Träumereien der Elektromobilität Realität würden, stünden des nachts so viele Fahrzeuge von Büro-Angestellten an der Steckdose ... das sich das Problem der Netzauslastung von selbst erledigen sollte. Dumm nur, das die Idee der Elektromobilität nichts weiter als Schwachfug ist !

Warum will Desertec denn lieber Sonnenstrom aus der Sahara über Gleichstromkabel nach Zentraleuropa schicken ? Oder Offshore-Windenergie von der See nach Bayern und ganz besonders nach Baden-Würtemberg ? Wir Bürger zahlen die teuren (und für uns eigentlich überflüssigen) Leitungen, damit die Energie-Industrie diese zum Export von Strom nutzen kann, wovon wir Bürger dann freilich nicht profitieren werden das dient nur der Profitgier dieser Unternehmen. Im Grunde könnte mittels der Smartgrids der Endverbraucher so unabhängig werden, das er gar keinen Vertrag mehr mit Energiekonzernen braucht ! Im Idealfall auch kein Heizöl, Gas oder sonstwas zum Heizen. Das Problem ist aber, das das von den Verantwortungsträgern und angeblichen Volksvertretern NIEMAND wirklich will ... ja warum bloß ??? !!!
 
@Hobbyperte: Elektroautos sind doch nur der verzweifelte Versuch der dt. Autoindustrie gegenüber das Bückstück zu mimen, weil die dt. Autobauer Schiss vorm Chinesen und seinen viel billigeren Elektroautos haben. Da interessiert dann auch nicht die Doppelmoral... AKW Strom ist pfui, aber mit Elektroauto soll ich rumfahren, sogar subventioniert... sinn? gibs billigen AKW Strom in Polen? oder vom Franzmann?
 
Jetzt mal ehrlich. "Intelligente" Netze? wem soll das nützen? ich wasche meine Wäsche wenn ich wach und zu hause bin, weil ich sie nach dem Waschgang direkt aufhängen kann und nicht nachts mit Wecker stellen zum Wäsche aufhängen. Und selbst wenn wir massiv strom sparen, heißt das noch lange nicht, dass der Endverbraucher davon profitiert. Bisher ist jede Investition in Energie-relevante Sachverhalte doppelt und dreifach rückfinanziert worden. Ich brauch keinen per Iphone zugänglichen Steuermechanmismus für Elektrogeräte... das macht uns doch nur angreifbar, abhängiger als eh schon... Die EEG Erhöhung ist schon kackdreist genug - wozu also tatsächlich Energie sparen? damit die Einzeleinheit teurer wird, weil einfach die Summe am Ende gleichbleiben muss für Energienunternehmen? wo liegt der Sinn? Effizienz, Ökologie usw. sind doch alles vorgeschobene Argumente eine Branche zu pushen - quasi die Abf*ckprämie der Energiewirtschaft. Die Energielobby ist recht gut darin, Projekte wie Desertec zu ersticken, nur um ihre Regionalschänder Windradanlagen, Offshore Scheiße im Wasser etc. durchzusetzen... und dann werden die auch noch von der EEG befreit, die größten Unternehmen die viel mehr verbrauchen müssen keinen Beitrag zur Gesam,tsituation beitragen... na das nenn ich mal "gerecht"... Klar bestehen in Haushalten Einsparpotentiale wie zb. 10 Jahre alte Kühlschränke... aber fakt ist nun mal, das was man verbraucht, verbraucht man nun mal... da ist nur bedingt Potential... eher ein mieses Geschäftsfeld für Abzock-Energieberater die 400 Euro ++ kosten und mit lächerlichen Tipps um die Ecke kommen... wir befinden uns bei der Energie und Ökologie Politik auf nem Holzweg. Das merken wir spätestens wenn das Holz des Astes auf dem wir sitzen morsch wird und wir auf m Hintern landen...
 
Kurzfassung Kundenmitteilung RWE/Vattenfall/E.ON:

"Um mit der technischen Entwicklung schritthalten zu können und die von der Regierung geforderten Ökostrom-Anteile erreichen zu können, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden müssen wir massiv in das Stromnetz investieren. Die enormen Kosten, die dadurch entstehen zwingen uns leider, die Kosten auf X Cent/kWh zu erhöhen"......
 
Das nutzt doch, wenn dann, definitiv nur der Strommafia etwas, oder glaubt ihr ernsthaft, das die Einsparungen an den Endkunden weitergereicht werden? Heute früh gerade im Radio gehört, das die top100 Stromverbraucher in Dt. (so sie denn überhaupt was zahlen...) nicht mal Ökosteuer entrichten müssen, sagt doch eigentlich schon alles...
[siehe DRMfan^^´s Info ]
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