Google: Panne und Kurssturz nach schlechter Bilanz

Der Suchmaschinenriese Google hatte gestern einen ganz schlechten Tag: Nachdem der alles andere als berauschende Quartalsbericht (Q3) einige Stunden zu früh verschickt worden war, reagierte die Börse panisch und ließ die Aktie abstürzen. mehr... Google, Quartalsergebnis Google, Quartalsergebnis

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"Verantwortlich für die schlechten Quartalszahlen" und "Gewinn von 2,2 Mrd. Dollar" passen für mich irgendwie nicht zusammen. Verrückte Welt, in der wir leben... (ja ich weiß, ist nichts neues, aber dennoch: Das ist doch trotzdem unglaublich...)
 
@RebelSoldier: richtig vor allem da der Umsatz ja stieg. Das der Gewinn zurück ging, kann vielseitige Gründe haben. Google z.B. ist bekannt als Unternehmen das sehr viel für seine Mitarbeiter tut. Wenn dadurch der Gewinn etwas schmaler ausfällt als bei Unternehmen die Milliarden einfahren und trotzdem bei ihren Mitarbeitern sparen finde ich das super von Google - an der Börse werden sie dafür aber bestraft...
 
@RebelSoldier: Ich verstehe das auch nicht, hab es mir aber mal von einem Bänker erklären lassen. Es wurde vorher mit einem höheren Gewinn gerechnet, somit mehr Kauf von Aktien und daraus Steigerung des Preises. Wird diese Ziel nicht erreicht (trotz Gewinn) steigen wieder Verkäufe und somit der Fall der Aktie. Hoffe ich habe das richtig verstanden ;)
 
@gntwolff: Wie im Text, letzter Absatz, erwähnt: Schuld ist das Bullshit-Bingo der Analysten. Mit der Realität hat das nur sehr wenig zu tun.
 
@witek: Was wäre gewesen, wenn man den Umsatz nicht um 2 Milliarden zum Vorquartal gesteigert hätte? Dann hätte man nichts gehabt. Google geht im Moment doch ziemlich unwirtschaftlich vor und gründet eine Baustelle nach der anderen, von denen aber so gut wie keine was abwirft. Irgendwann wird der Bottich Werbung auch mal ausgelutscht sein. Und dann?
 
@Knarzi: Dass der "Bottich Werbung" irgendwann mal einmal "ausgelutscht" sein wird, bezweifle ich ganz stark. Und dass die Google-Baustellen angesichts eines Gewinns von 2,2 Mrd. (!) Dollar nichts abwerfen, halte ich ebenfalls für eine sehr gewagte Behauptung. (Nochmal: Ich empfehle den im letzten Absatz verlinkten Artikel bei Androidcentral)
 
@witek: Alleine die 15% weniger Gewinn pro Klick sprechen schon dafür. Alleine schon die Überfrachtung mit Werbung auf allen Webseiten sorgt doch schon für eine Desensibilisierung für Werbung, sodass diese irgendwann einfach nur noch als irrelevant im Kopf ausgeblendet wird. Und wie ich schrieb, hätte man den Umsatz nicht gesteigert, dann hätte man überhaupt keinen Gewinn, weil die Kosten in 3 Monaten um (!)2 Milliarden gestiegen sind. Man braucht sich doch nur die Tabelle bei Heise anschauen und sieht, dass die Kosten kontinuierlich steigen, weil man sich in immer mehr Sachen hängt, die nichts abwerfen. 20% vom Gewinn machen diese Sachen aus, rechne das mal auf die 2 Milliarden um.
 
@Knarzi: Die Werbung wird nur nicht mehr bewusst wahrgenommen. Unterschwellig wirkt sie trotzdem
 
@iPeople: Mit wirken verdient Google kein Geld, da braucht es handfeste Klicks.
 
@Knarzi: Okay, so gesehen haste Recht.
 
@Knarzi: Aber du weißt doch gar nicht wodurch der Umsatz um 2Mrd. US-$ gestiegen ist. Vielleicht ist diese Steigerung ja auch (zum größten Teil) auf deren Android-Sparte zurückzuführen. Wenn sie dort keinen Umsatz gemacht hätten, hätten sie dort vermutlich auch kein Geld ausgegeben (in Form von Entwicklungskosten) und damit wieder weniger Kosten gehabt. Somit wäre der Umsatz immer noch um (sagen wir mal) 0,5Mrd. US-$ gestiegen. Ohne den Bericht zu analysieren ist das reine Spekulation (von uns beiden). Aber wie im Text steht hat der Motorola-Kauf einen hohen Anteil am Gewinn-Rückgang in Form von hohen Hardwareentwicklungskosten und vor allem auch die vermutlich degressiven Abschreibungen - bei 12.4Mrd. kommt da je nach Satz (10%, 20%, weiß nicht, was in den USA möglich ist) ein krasser Batzen zusammen.
 
@RebelSoldier: Das Problem an dem System ist, dass ständig steigende Zahlen erwartet werden. Dass man Gewinn macht ist selbstverständlich, er soll nur jedes mal mehr werden. Das System kann auf Dauer eigentlich gar nicht funktionieren aber was solls...
 
@dodnet: Jup, genau das ist das Problem. Immer alles höher, weiter, schneller, mehr. Und wehe, man macht anstatt bspw. 1,2 Mrd. Gewinn nur noch 1,1 Mrd. Gewinn... dann wird direkt der Untergang prophezeit, Mitarbeiter müssen entlassen werden und Standorte geschlossen. Ist mit dem Beispiel vielleicht etwas übertrieben, aber so sieht's doch in der Realität aus. Einfach nur krank dieses System.
 
@RebelSoldier: Naja sein wir doch mal ehrlich, mir kann niemand erzählen, dass er/sie noch bei dem derzeitigen weltweiten Börsenhandel und bei diesen Ratingagenturen durchsieht. Das hat sich mittlerweile alles verselbstständigt und niemand weiß aktuell, wie man das aufhalten kann. Bzw. gerade Bänker, Analysten usw. profitieren von dieser Undurchsichtigkeit und wollen es wohl auch gar nicht aufhalten, sondern alles so lassen wie es ist und dabei selber nicht einmal mehr den Durchblick haben.
 
@RebelSoldier: Jaaa, zumal die Abschreibungen auch was anderes als "Verlust" sind. Da wird bestimmt ein Kopf rollen, zumal es wohl ein externes Unternehmen ist... War auch witzig wo Seagate 800% Gewinnsteigerung bekannt gab und man immernoch nicht zufrieden war xD
 
Die Börse wird für mich immer ein Rätsel bleiben, weil ein Bericht 4 Stunden zu früh kam, brach Panik aus???? Ich (als nicht Bänker) muss sagen, die spinnen doch an der Börse.
 
@gntwolff: Im Radio haben sie heute erklaert, dass solche Zahlen normalerweise immer erst nach Boersenschluss veroeffentlicht werden, damit die Banker in Ruhe Zeit haben und sich die Zahlen genau angucken, bevor sie den Entschluss zum Verkaufen schliessen.
Weil der Bericht aber 4 Stunden zu frueh kam, war die Boerse noch geoeffnet und viele haben in einer Kurzschlussreaktion erstmal verkauft.
 
@gntwolff: Wenn Dein Job oder Deine Existenz an ein paar Prozentpunkten hängt, hättest Du auch Panik wenn etwas nicht so ist wie es sein sollte.
Dann mal lieber die Notbremse rein und die eigenen Schäfchen (die noch übrig sind) ins trockene bringen, was ist daran so schwer zu verstehen?
 
@incu_at: Was daran nicht zu verstehen ist, also ich verstehe nicht, dass durch so ein kleines Missgeschick das Google kurzzeitig von der Börse ausgesetzt worden ist. Das spricht für mich von einem instabilen System.
 
@incu_at: was daran nicht zu verstehen ist - das die recihen und superreichen ihren hals nicht voll genug bekommen - ganz einfach - sie sprechen - das der gewinn DIESES jahr zurück gegangen ist (WOHLBEMERKT - es handelt sich immer noch um gewinn) - aber da muss ich nur an den satz denken: es gibt nur zwei arten von menschen die an grenzenloses wachstum glauben - geisteskranke und wirtschaftswissenschaftler - in der medizin nennt man überings grenzenloses wachtum KREBS !!!
 
@gunfun: Ich hoffe, das war ironisch gemeint.
 
@gntwolff: Ganz einfach erklärt: Also stell Dir vor, Du erwartest ein Einkommen von 2000 Euro. Du rechnest fest damit, also kaufts Du dir einen neuen Laptop. Jetzt wirst DU krank und dein Einkommen beträgt dadurch unerwertet nur noch 1750 Euro. Du hast zwar ein Einkommen bekommen, aber weniger als erwartet. Somit hast Du 250 Euro Verlust gemacht. Wegen der Ausgabe für den Laptop musst Du Dich irgendwo einschränken und Papa leiht Dir nix, weil er nicht weiß, wie lange Du krank bist und wie hoch Dein Einkommen nächsten Monat sein wird. Achso, und bezogen auf den Fall: Du hast den Fehler begangen, deinem Vater die Story zu erzählen, bevor er Dir das geld gegen wollte :D
 
,,Nur 2,2 Milliarden Dollar gewinn." ... Äh Wenn da verlust stände könnte ich die Panik verstehen, so aber nicht. Verrückt!
 
@(V) (*,,,*) (V): das ist wohl der Grund: ""So etwas ist nicht üblich in unserer Welt"

Unsere Welt! xD
 
@(V) (*,,,*) (V): Es ist ein Verlust zum vorherigen Quartal. Deshalb wird nun verrückter weise angenommen, dass es langsam bergab geht. Schließlich könnte es die nächsten Quartale ja immer noch weniger werden bis hin zum Verlust.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das bei Google passiert, ist mMn genauso hoch wien Lotto-Jackpot. Sehen aber wie du siehst nicht alle so.
 
Das ganze System ist pervers. Ein Unternehmen trotz Gewinne abstrafen ist einfach nur krank. Die ganzen Analysten, Spekulanten und Zocker sollten an ihrer Gier regelrecht verrecken.
 
@LastFrontier: Sieht von aussen so aus. Manchmal frage ich mich, wie dieses System von innen aussieht. Vielleicht sind die Entscheidungen da so klar wie "Bei Aldi kostet das Joghurt 49 Cent, bei Tengelmann 79". Könnte dann so aussehen: Man hält eine Aktie und erhofft, dass diese 10% Rendite abwirft (weil's irgendein Analyst so fantasiert hat). Nun stellt sich heraus, dass sie nur 7% bringt (Erwartung nicht erfüllt). Also verkauft man sie (lohnt ja nicht so wie erhofft) und kauft stattdessen irgendwas anderes, für das derzeit eine höhere Rendite prognostiziert wird (wiederum von irgendwelchen Analysten). Letztendlich handelt man also einfach so, dass das Geld dorthin fliesst, wo man sich die höchste Rendite verspricht. Es ist aus diesem Blickwinkel kein "Abstrafen" (Ha! Das habt ihr jetzt davon, ihr Loser, ich entziehe Euch mein Geld!"), sondern einfach ein Verkauf der Aktien zum (vermuteten) eigenen Vorteil des Anlegers. Letztendlich nicht viel anderes, als das Joghurt beim billigsten Anbieter zu kaufen (dort überlegt auch keiner "Tengelmann-Mitarbeiter werden besser behandelt als die beim Discounter, die Märkte sind geräumiger und bieten ein besseres Einkaufserlebnis, es sterben weniger Babyrobben und das Wetter wird schöner wenn mehr Leute bei Tengelmann kaufen", sondern einfach nur "welche Zahl steht auf dem Preisschild?").
 
@FenFire: So siehts aus. Manchmal ist man als kleiner normaler Verbraucher ein größerer Drecksack als manch ein Börsenzocker ;) Die Händler stehen daher tagtäglich unter einem enormen Druck. Aber nicht nur im Lebensmittelhandel, sondern auch im Internet. Jeder der z.B. eine neue Grafikkarte kaufen möchte und eine Preissuchmaschine nutzt macht im Prinzip nichts anderes. Sortiert nach Preis aufsteigend, dazu noch inkl. Versand und Handlinggebühren zum eigenen Wohnort. Der erste in der Liste wird genommen, sofern er keine allzu schlechten Bewertungen hat. Was hinter dem Preisschild steht interessiert keinen. Sind es unterbezahlte Lagerarbeiter, sind es Leiharbeiter, sind es Importarbeiter aus anderen Länden "mit denen man sowas machen kann"? Vielleicht wäre der Händler 3 Plätze weiter unten rein moralisch eine bessere Wahl. Aber dessen Karte ist insgesamt leider 5,50 Euro teuerer. Schade aber auch...
 
@DennisMoore: Geiz ist geil wurde leider viel zu lange propagiert. ich halte davon nicht viel. ich kaufe lieber gute ware, anstatt der billigen. schön bechrieben hast Du das.
 
@FenFire: Ja, so ist unsere Welt leider. Ich persönlich denke, dass Menschen für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden sollten und hasse unsere heutige Geiz-Ist-Geil-Mentalität. Ich war z.B. seit Jahren nicht mehr bei Aldi und Lidl einkaufen, sondern gehe immer lieber zu Tengelmann, Kaisers, Extra, REWE usw. Es mag vielleicht sein, dass das eine oder andere Produkt dort teurer ist, aber letztlich habe ich ein besseres Einkaufserlebnis. Ich fühle mich z.B. in diesen Lidl-Märkten einfach nicht wohl und habe eine gewisse Abneigung dagegen, dort meine Lebensmittel zu kaufen. Darüber hinaus liebe ich es aber auch auf Märkte zu gehen, wo Bauern aus der Region ihre Produkte anpreisen. Natürlich sind die in aller Regel (noch) teurer als bei Tengelmann & Co, aber letztlich entscheidet die Qualität!
 
Mit Motorolaphones macht man ehh keinen Gewinn! Das Einzige was Motorola bringt sind die Patente! Wird bald sicher anders mit dem Gewinn aussehen!
 
@AssassiNEddI: Nur haben die Patente bisher null gebracht. Motorola steckt doch selbst eine Niederlage nach der anderen ein und als Rache verlangen sie dann auch noch Mondpreise für ihre Patente.
 
@AssassiNEddI:
So ist es 527 Mio DOllar Verlust...im 3.Quartal
 
@AssassiNEddI: Willkommen in der Welt der kurzfristigen Denke. Auf längere Sicht wird Google mit Motorola exklusive Hardware (z.B. Glass) rausbringen und damit ähnlich wie Apple Milliardengewinne scheffeln. Aber langfristiges, strategisches Denken ist an der Börse ja nicht gefragt, da geht es um Quartalszahlen.
 
Traurig, aber wahr. Die Welt bei einigen Leuten steht auf'm Kopf, obwohl sie mehrere Milliarden Gewinn machen. Deren Probleme hätte ich gerne :)
 
@PowerRanger: Ich hätte lieber deren Gewinn auf meinem Konto. Die komischen Probleme, die eh kein normal Sterblicher nachvollziehen kann, können sie gerne behalten.
 
Kein Wunder Motorola hat ordentlich Verlust gemacht!
http://mobil.handelsblatt.com/;mtpg=1/aufmacher/7273936
 
EVERYBODY PANIC
 
Tja alles für die Aktionäre, ich führe da als Beispiel immer wieder gerne die Titus AG an. Der Skateboardhersteller war bis zu dem Zeitpunkt bis er an die Börse ging Finanziell stabil, selbst in Krisenzeiten konnte er bestehen. Plötzlich als die Aktionäre mit im Boot waren, drehte sich der Wind dramatisch.
 
Gibts eigentlich keine Verkaufszahlen zum Nexus7?
 
Wenn Ihr alle mal in das Alter kommt, wo es um Alterssicherung, Fonds und Pensionen geht, werdet ihr merken, dass es eben nicht egal ist. Das System ist pervers, richtig. Aber man kann meckern und fluchen, oder das Spiel mitspielen und seinen Gewinn draus ziehen, Eure Entscheidung.
 
@iPeople: Und wieviele Pensionen und Fonds hat es schon zerissen oder sind nur noch die hälfte oder gerade mal die gemachten Einlagen wert? Für eine echte Altersversorgung rechnen sich eigentlich nur Immobilien. Denn wohnen muss man immer. Und eigener Grund und Boden übersteht alle Krisen. Man muss ja nicht gleich mit riesigen Finanzierungsmodellen einsteigen.
 
@LastFrontier: Ne Immobilie kaufen kann wirklich nicht jeder, und banken bieten durchaus Fonds mit geringen Risiko an. Und auch die Wertsteigerung einer Immobilie (was auch nicht 100% ist) hängt vom Markt ab.
 
heimatland, was sagen jetzt nur die charttechniker dazu...!??!
 
Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, dass hier einige einfach nur den ersten Teilaspekt sehen ("Trotz Gewinn werden Aktien verkauft") ohne sich auch mal weiterführende Gedanken zu machen, warum denn das so ist. Faktisch geht es nämlich nicht um die Frage, ob das entsprechende Unternehmen einen Gewinn oder einen Verlust eingefahren hat - es geht um die Frage, ob das Unternehmen den *Erwartungen* gerecht geworden ist. Diese sind ja auch nicht willkürlich aus der Luft gegriffen, sondern basieren auf den Informationen über das Unternehmen, das Unternehmsumfeld, den allgemeinen Markt etc. pp. Am Ende steht dann ein Ergebnis, dass sagt: "Erwartet wird am Ende des Fiskaljahres ein Ergebnis von XY Euro und eine Folgekursentwicklung von XX sowie eine Gewinnausschüttung in Höhe von ZZ Euro pro Anteilsschein". Natürlich kann eine solche Prognose auch immer daneben liegen, aber üblicherweise, wenn man sich mal so allgemein die Zahlen etc. anschaut, sind sie durchaus im zu erwartenden Bereich. Nun zu der Frage, warum aber nun ein gewinnbringendes Unternehmen "abgestraft" wird: Letztlich trägt daran jeder hier mit "Schuld", denn er will z.B. Zinsen für sein Giro-, Kapital-, Festgeld oder was auch immer für Konto haben. Vielleicht hat man ja sogar Geld in einer Lebensversicherung oder gar in einem Fonds. Und natürlich soll jedes dieser Mittel möglich "gut" sein - also möglichst rentabel. Das Geld, was ihr dort habt, wird also von den Banken, Versicherungen etc. investiert - und natürlich wollen die auch noch ein paar Cents daran verdienen. Also müssen die sich natürlich die Frage stellen, ob sie das Geld (euer Geld!) investieren - egal ob in Aktien oder sonstige Finanzkonstrukte. Und zwar so, dass dies möglichst gewinnbringend ist. Also wird geschaut, welches Investment mehr Rendite verspricht - wie also die Prognose ist. Und da machen schon kleine Unterschiede in der Summe eine Menge aus: 100 Mio. bei einer Rendite von 2% oder von 3,5%? Die Frage ist einfach zu beantworten. Wenn jetzt am Ende des Bewertungszeitraumes raus kommt, dass das Unternehmen zwar immer noch Mrd. umgesetzt und erwirtschaftet hat, ist das einerseits gut - schlecht jedoch, wenn die Prognose bei 3,5% lag und am Ende dann doch nur 1,8% rausgesprungen sind - denn dann hätte sich die Investition in das andere Unternehmen mit den 2% deutlich gerechnet. Deswegen findet auch bei vielen Unternehmen die (vorrübergehed) defizitär arbeiten keine Kapitalflucht der Anlager statt, wenn diese dennoch in der Erwartung lagen und sich hieraus mittelfristig ein wesentlich höherer Gewinn verspricht. Wer also Banken, Versicherer, Klein-, Groß- oder sonstige Anleger für eine solche Reaktion auf Kennzahlen verurteilen will, muss zunächst bei sich selber anfangen und sich überlegen, ob er nicht selbst auch Zinsen und sonstige Finanzeffekte bei seinen Kapitalbindungen erwartet und ob er nicht selbst exakt genau so handeln würde, wenn dies seine Aufgabe wäre...
 
@LostSoul: Sehr schön verfasst, danke. Das meinte ich mit meinem Beitrag oben in einfacher Form ;)
 
@LostSoul: Kommt halt auch darauf an ob man langfristig investiert oder auf kurzfristige Kursschwankungen setzt. Der größte Teil des Handels läuft automatisiert ab, die Berichte werden automatisiert ausgewertet und die entsprechenden Programme reagieren sehr schnell und massiv auf die Zahlen, auch in Erwartung der Reaktionen anderer Marktteilnehmer. Dementsprechend "übertrieben" erscheint die Reaktion von gestern auch für den "Normalverbraucher". Ich bin mir jedenfalls sicher, dass die Verluste heute oder zumindest bis Ende des Monats (neue Nexus) komplett wieder aufgeholt werden. Wer da zum richtigen Zeitpunkt verkauft und wieder gekauft hat, wird einen ordentlichen Gewinn einstreichen.
 
@LostSoul: Danke für diese Ausführungen. Der Grund warum viele mit dem System aber unzufrieden sind ist nicht, daß Geld Zinsen bringt, sondern, daß eine so komplette Schieflage bei der Geldverteilung entstanden ist, daß es bald nicht mehr tragbar ist. Natürlich verhält sich jeder so, das er das Beste für sich erreicht - ist ja menschlich. Aber das Problem ist, daß es so reiche gibt, die das auch tun - daß bald einfach das Geld an sich in Frage gestellt werden muss. ____Die Mehrheit der Menschen können doch gar kein Geld mehr sparen, weil sie das gesamte Geld was sie verdienen zum Leben benötigen und damit immer noch nicht auskommen. Wenn dann aber Banken von der EZB das Geld Quasi zum Nulltarif ausleihen können, aber Otto Normal für sein überzogenes Dispo-Konto 17% Zinsen löhnen soll, dann passt irgendetwas ganz gewaltig nicht! Die Erwartung, daß Geld mehr Geld Produzieren muss ist eben irgendwann ausgereizt! Vor allem wenn die Geldmenge immer mehr steigt. Dann schlägt das Ganze wieder zurück - Otto Normal der vielleicht mit mühe und Not seine 50000 EUR Rente angespart hat verliert durch Inflation mal eben 30% was in diesem Fall extrem schmerzhaft ist! Während Richie Rich vielleicht statt 250 Mio. eben "nur noch" 175 Mio. hat. ich galub alleine die 500 reichsten Deutschen haben ein Vermögen von 500 Mrd. EUR! Dieses Geld will auch die gleichen Zinsen haben!_____ Die alle entscheidenden Fragen sind: Wie schaffen wir es Menschen zum Arbeiten zu motivieren auch wenn dieses System nicht ins endlose gesteigert wird? Wie wird Kapital in Zukunft nach wirklicher Leistung verteilt (diese Vermögen werden ja z.B. auch vererbt und die Erben haben im Grunde erst mal nicht die entsprechenden Leistungen vollbracht, außer von der richtigen Person geboren worden zu sein). Diese ganzen Diskussion werden ja aktuell ja auch schon geführt. Ich hoffe wir finden eine für alle tragbare Lösung für all diese Probleme.
 
@LostSoul: und wonach richten sich gewünschte Erwartungen? doch nur an der grenzenlosen Gier und dem Drang scheisse zu Goldpreisen verkaufen zu wollen
 
@Rikibu: Versuicht nicht jeder, mit minimalstem Aufwand das Maximalste zu bekommen?
 
@iPeople: nö, nich zwangsläufig. wenn man sowas wie Gewissen und Sachverstand hat, zieht man andere nicht übern Tisch, nur um sich selber zu bereichern. mir reicht das Geld was ich habe und das was zuverlässig jeden Monat reinkommt. Wenn ich mich auf Aktienspekulationsgeschäfte einlassen würde, würde ich auch wissen, dass es eben ein 50:50 Geschäft ist und ich das Geld auch verlieren kann. Noch schlimmer wirds, wenn die Leute ihr Geld nur des Gedes wegen in Firmen stecken und nicht weil sie in irgend ner Form eine Verbundenheit zur Firma oder Marke haben. Kommen dann mal finanzielle Krisenzeiten sind die Gierhälse als erstes weg, anstatt eine Firma auch in Krisenzeiten zu unterstützen... echt krank dieses Geldpack...
 
@Rikibu: Dann gehörst Du wohl zu den wenigen edlen Rittern ;) Ich halte das im kleinen auch wie Du. Wenn ich Gebrauchtes verkaufe, weise ich auf alle Mängel hin, ich habe nur im kleinem Maße spekulative Anlagen, die aber langfristig (zu 90 % nur große, renomierte Firmen im Portfolio).
 
Na, der Finanzdienstleister hat den Bericht bestimmt per Android übermittelt.
 
Eine Meldung die einfach nur aussagt, dass der ganze Wachstums-Mist purer Quatsch ist. immer wachsen wachsen wachsen. Irgendwann gehts mal nicht mehr, diese ganzen lustigen Kurslinien sind nichts weiter als purer Unsinn.
 
Warum ist es wichtig, dass unternehmen Expandieren und die Erwartungen von irgendwelchen Schnöseln erreichen? Totaler Humbug. wenn man sieht, wie Banker selbst ihr einen Kunden (die ihnen ihr Geld anvertrauen) zum eigenen Vorteil bescheißen, wenn man sieht, das mehr Geld mit dem Wetten auf Verluste bei einem Unternehmen abgeschlossen werden als Kapital in dem unternehmen selbst steckt - was soll das alles?
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