Steuern & Preisbindung behindern E-Book-Markt

Der Markt für E-Books entwickelt sich nun auch in Deutschland mit beachtlichen Wachstumsraten. Allerdings behindern neben dem zaghaften Vorgehen der Verlage auch gesetzliche Vorgaben eine schnellere Entwicklung des Bereiches. mehr... Apple, Tablet, iOS, Ipad, E-Book, Ibooks Bildquelle: Apple Apple, Tablet, iOS, Ipad, E-Book, Ibooks Apple, Tablet, iOS, Ipad, E-Book, Ibooks Apple

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Wäre es nicht eigentlich möglich die Preisbindung auszuhebeln, in dem man das E-Book als Mängelexemplar deklariert?
 
@Kloeti: Dann muss es aber auch unkorrigierbare Mängel aufweisen…
 
@NikiLaus2005: Tuts doch. Das komplett Papier fehlt auf dem die Buchstaben normalerweise aufgebracht sind ^^ ... Ist albern, könnte bei Sesselpupern aber trotzdem ziehen ;)
 
@Kloeti: Früher gab es bei bertelsmann sogenannte "Club Editionen" von Büchern, die hatten dann einen anderen Umschlag und ein anderes Vorwort, schon konnte man die bücher billiger verkaufen
 
@Maik1000: Sonderauflagen sind natürlich immer möglich, diese werden aber mit den Verlagen ausgearbeitet und dann wird ein anderer Preis festgelegt. So eine Sonderauflage gab es dann für 3,99€ bei Amazon. (http://www.kindlepost.de/2012/07/witzige-sommerlekt%C3%BCre-f%C3%BCr-je-399-eur.html)
 
"So ist es beispielsweise nicht möglich, den Kunden testweise freizustellen, wie viel sie für ein E-Book zu zahlen bereit sind." Könnte man nicht einfach den Preis auf 0,00€ festsetzen und um eine Spende bitten?
 
@kesan: nein leider nicht. Da gibt es ja die Buchpreisbindung...
 
@skyjagger: Deswegen meine ich ja, dass man den Preis auf 0,00€ festsetzt.
 
Wieder mal typisch Deutschland.
Hauptsache die Bürger und Kunden abzocken und die Verlage und Wasserköpfe noch größer werden lassen.

Bei Ebooks wäre es ja wirklich kein Problem die Datei für ein paar Euro anzubieten und die paar Euro gehen direkt zum Autor und ein Teil z.B an Amazon für die Bereitstellung der Server.

Aber nein, ein Ebook muss natürlich auch 20 Euro kosten, für 0 Aufwand.
 
@andi1983: ist doch bei Musik nicht anders, digital erworbenes Album ist auch nicht nennenswert preiswerter als auf CD, obwohl man die ganze Kette von Zwischenhändlern und Transportkosten einsparrt. Über das Bisschen Traffic + Speicher auf nem Server, was so ein MP3-Album braucht, braucht man in der heutigen Zeit nicht reden, kostet vermutlich weniger als die Herstellung einer CD.
 
@Link: Das stimmt.

Wer heute noch die Ausrede bringt, das die Infrastuktur soviel kostet....

Ein Buch hat gerade mal 1 MB.
Und die Kosten für die Bereitstellung hat sowieso Amazon etc.

Dabei geht es ja auch ums Prinzip, wenn mal wieder jemand offenlegt, wie wenig der Künstler von dem Preis wirklich bekommt. Das ist die größte Frechheit.

Ist vergleichbar mit dem Tankstellenpächter, der von knapp 2 Euro pro Liter 1-2 Cent bekommt..
 
@andi1983: Die verlage bezahlen davon auch die Autoren die nicht so erfolgreich sind, es gibt nicht nur Bestseller, die authoren gehen auch oft durch magere Jahre und werden dann von den Verlagen unterstützt. Logisch könnt JK Rowling ihre Bücher locker selber vertreiben, aber tausende andere könnten das nicht. Typisch deutsch ist alleine Deine Einstellung " ich will billig, was aus anderen wird ist mir egal"
 
@Maik1000: Genau. Und viele Indipendent Authoren vertreiben ihre Bücher bereits selber. Die Verlage haben zwar viel Kohle kassiert, fürchten aber auch um die Existenz.
Was viele hier aber nicht bedenken ist, das der Verlag noch viele andere Sachen macht, zum Beispiel die Aufbereitung des Buches etc.
Was mich aber trotzddem wundert, das die Hardcoverausgabe nur 20% teurer ist als das EBook. Da sehe ich auch in Ansätzen eine gute Abzocke....
 
@Maik1000: wenn ich ein Buch oder Album kaufe, dann hoffe ich doch sehr, dass das Geld, was ich bezahle an den Autor/Künstler geht (bzw. der Teil, der dafür vorgesehen ist), welches dieses Buch geschrieben hat. Oder wird das alles in einen Topf geworfen und nach Belieben verteilt?
 
@Link: Da wird es bestimmt nen Prozentsatz geben aber wer weiß an was der gekoppelt ist, vllt. an die Verkaufszahl, an den Rang an die Länge etc.
 
@CJdoom: wie das im Vertrag geregelt ist, ist auch an der Stelle nicht so wichtig, aber so wie das Maik1000 in re3 geschriben hat, hört es sich so an, dass einfach alle Autoren Geld bekommen (mehr oder weniger) davon unabhängig ob jemand ihre Bücher kauft oder nicht.
 
Um Klarheit in die Sache zu bringen: Je nach Verlag werden ca. 7-15% vom Nettoverkaufspreis an den Autoren ausgeschüttet, Abrechnungen finden meist Quartalsweise, halbjährlich oder jährlich statt. Amazon bietet mit seinem KDP Programm an, als Autor E-Books direkt zu vertreiben. Dann bekommt der Einsteller des E-Books bei Büchern ab 2,99 €uro 70% vom Nettoverkaufspreis, muss sich aber eben selbst um den Aufbau des E-Books, die Covergestaltung und das Marketing kümmern; Abrechnungen finden hier aber monatlich statt, die genauen Verkaufszahlen sind sogar täglich aktualisiert einsichtlich.
 
@Maik1000: Was ist daran bitte typisch Deutsch ?
Nur weil man für eine Digitale Auflage nicht das gleiche zahlen will, wie in gedruckter Form wie im Laden ?

Also wenn du das nicht verstehst tuts mir leid.

Weil wie willst du rechtfertigen dass diese Faktoren alle Wegfallen :
(Druck, Transport, Buchhandlung,Verkäufer usw usw.)

Wieso soll ich für ein Buch 25 Euro zahlen, nur um Herrscharren von Autoren aus der Grabelkiste zu unterstützen, wenn ich ein Buch von Autor XY kaufe.

Willst du bei deinem nächsten Autokundendienst auch das doppelte zahlen, nur das die Erfolgreiche Firma Entschädigungsleistungen den nicht so Erfolgreichen Betrieben zahlen könnte ?

Mein Geld wächst auch nicht auf den Bäumen.
Sorry also für deine Meinung mit dem typisch Deutsch habe ich kein Verständnis.

Darum habe ich schon lange aufgehört mir Musik,Videos,Bücher neu zu kaufen.
Weil es einfach unverschämte Preise sind.
Besonders bei Filmen, die sich im Kino bereits abbezahlt haben, dann nochmal 20 Euro für eine DVD verlangen ?
 
naja bereits 20% weniger. muss man ja keine druckerei beauftragen und bäume fällen. schon klar, dass da einiges wegfällt.
 
Ich halte die Buchpreisbindung für nicht so problematisch, in DE ist das Kernproblem das ebooks mit voller und nicht geminderter Mehrwertsteuer versteuert werden. In unseren Nachbarländer hat man dies bereits geändert.
 
@wasserhirsch: MwSt. stimmt zwar, aber die Buchpreisbindung ist ebenso problematisch. Wieso kann denn nicht einfach jeder Händler seinen eigenen Preis machen, wie das bei stinknormalen Gütern des Alltags absoluter Standard ist?
 
@caliber: Die Buchpreisbindung sollte eigentlich fuer den Leser von Vorteil sein:O
 
@caliber: Weil man das Buch als Kulturgut schützen sollte. Ein Markt würde Bücher, wie Musik, zu Müllprodukten werden lassen, weil einfach nur noch der bessere Absatz zählen würde.
 
@wasserhirsch: als sei das ein Argument für Einheitspreise. schon ma gesehen wieviel Buch Müll zum gebundenen Preis abgegeben wird, wofür Bäume sterben? das ist nicht besser als Bohlen Musik. wenn Bücher wie Feuchtgebiete, die Sarazenen Hetze und ne Bohlen Biographie unsere literarische Kultur darstellen, wär ich gern Lars geschädigt um von diesem Mumpitz verschont zu bleiben
 
@Rikibu: Das Sterben der Bäume würde bei steigender Verbreitung von e-Books immerhin zurückgehen. Und wasserhirsch hat an sich gute Gründe für eine Buchpreisbindung genannt - jene hat eben Vor- und Nachteile. Die Abwägung, was nun überwiegt, dürfte nicht so einfach sein. Auch die in vorangegangenen Kommentaren weiter oben immer wieder genannten Autoren dürften nicht unbedingt besser wegkommen, wenn die Preise auf einem freien Markt bestimmt werden. Und beim Schutz des Buches an sich als Kulturgut kann man nicht unterscheiden, ob nun jemand ein gegebenes Buch für Schund hält oder nicht, und abhängig davon die für das Buch geltenden Marktregeln festlegen - wer würde das denn entscheiden? Ein Kulturwächterrat? Und gerade eben bei Abschaffung von Einheitspreisen würden sich möglicherweise diejenigen Bücher durchsetzen, die sich besonders gut absetzen lassen - und das sind dann gerade eben die Bohlen-Biographien, Feuchtgebiete und Sarazzin-Werke. Weniger gelesene, aber dafür "wertvollere" Bücher, wären auch weniger marktfähig und würden daher potentiell verdrängt (sprich: es gäbe sie auf Dauer nicht mehr). Insofern kann auch der von Dir genannte "Müll" auch als Argument für Einheitspreise herhalten.
 
@caliber: "Wieso kann denn nicht einfach jeder Händler seinen eigenen Preis machen, wie das bei stinknormalen Gütern des Alltags absoluter Standard ist?"
Ich bin für Buchpreisbindung, einfach weil so gewährleistet wird, dass auch weniger massentaugliche Bücher zu einem fairen Preis erhältlich sind. Das ist nämlich die Schattenseite in Ländern, in denen es keine Buchpreisbindung gibt. Da sind dann die Bestseller sehr günstig und die Fachliteratur ist quasi unbezahlbar. Händler können übrigens für ihre eigenen Editionen einen eigenen Preis machen. Brauchst dich ja nur mal in einer Weltbildfiliale umschauen. Da gibt es häufiger spezielle Weltbild-Editionen die häufig sehr günstig sind. Ebooks sind wie Taschenbücher, eine spezielle Sorte Buch, so dass eigentlich schon der Preisunterschied zwischen Taschenbuch und eBook größer ausfallen könnte. Das ist aber nunmal Sache der Verlage. Ich persönlich fände es nicht schlecht, wenn ich zu einem gekauften Buch per Code das eBook herunterladen könnte. Dann hat man weiterhin die Möglichkeit das Buch zu verleihen und gleichzeitig die Vorteile eines eBooks.
 
Für alle die die Buchpreisbindung verteufeln: Sie hat durchaus einen nachvollziehbaren und meiner Ansicht nach guten Hintergrund. Bücher sind Kulturgüter, und zwar alle. Nicht nur die populären. Darum sollte bei Büchern die normale Marktmechanik von Angebot und Nachfrage ausgehebelt werden. Ansonsten wärs wir überall: Wer am lautesten Schreit hat Recht. Und alle möglicherweise sehr guten und wertvollen Bücher die voraussichtlich keinen genügenden Absatz erzielen würden, würden nicht herauskommen. Abseits davon stellt sich natürlich die Frage ob das bei eBooks ähnlich wäre. Ich selbst glaube das nicht und meine daher dass die Buchpreisbindung nur für gedruckte Bücher gelten sollte und nicht für elektronische.
 
@DennisMoore: was fehlt ist die Gleichbehandlung von Kulturgut. wieso haben Bücher Einheitspreise, Musik, Filme, spiele, Brettspiele und all das was unsere Kultur ausmacht keine Einheitspreise? logisch das die buchlobby daran festhälten will mit aller macht. aber dann können wir auch gleich Planwirtschaft einführen
 
@Rikibu: Einheitspreise für eine Sinfonie von Beethoven und der neuesten Ballermann-Hits Vol. XX ?? Nee, ich glaube nicht ^^ ... Aber warum es genau auf Bücher beschränkt ist hat wohl historische Gründe. Nach den Gründen musst du wohl die Politik (oder Wikipedia) fragen.
 
@DennisMoore: Der Einheitspreis wäre dann ja je Veröffentlichung eines Stückes bzw. einer Sammlung von Stücken für sich, nicht über alle Stücke hinweg (Sinfonie = Ballermann-Hits entspräche bei Büchern sonst auch gleicher Preis für Bücher unterschiedlichen Inhalts ;)). Und exakt die historischen Gründe bestimmen den heutigen Zustand - als man die Buchpreisbindung festlegte, waren Schriftwerke eben der Standardweg zur massenhaften Veröffentlichung von Kulturgut an Privatkunden.
 
Wenn ich mich nicht täusche versteuern Apple und Amazon die Käufe von ebooks und MP3 nicht in Deutschland, sondern in Luxemburg. Für mich ein Grund nicht dort zu kaufen. Für ebooks muss aber natürlich der Mehrwertsteuersatz auf den "halben" Steuersatz (derzeit 7%) runtergesetzt werden.
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