Zoll führt Schlag gegen Online-Medikamentenhandel

Im Rahmen einer internationalen Aktion hat der deutsche Zoll in der vergangenen Woche seinen Fahndungsschwerpunkt auf illegal über das Internet gehandelte Medikamente gelegt. Dabei wurden zahlreiche Sendungen an den Importknoten durchsucht. mehr... Medizin, Medikamente, Tabletten, Pillen Bildquelle: e-MagineArt.com / Flickr Medizin, Medikamente, Tabletten, Pillen Medizin, Medikamente, Tabletten, Pillen e-MagineArt.com / Flickr

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Nur gut so! Wenn es nämlich ums Geld alleine ginge wäre mir das egal (Doc Morris kann schließlich preisgünstig und trotzdem vernünftig). Es geht aber auch um Qualität und Zusammensetzung der Medikamente (da geht es im Extremfall um Leben und Tod) wo in China mitunter sehr fahrlässig mit umgegangen wird.
 
@Graue Maus: Die "gepanschten" Viagra-Generika und die wirklich gefährlichen Schlankmacher oder Anabolika sind dabei nur ein kleiner Teil. Die Hauptsache ist und bleibt der Schutz des Marktes vor der billigen Konkurrenz. Zwar werden die Pillen ohnehin in Asien gefertigt, doch den Preisvorteil soll der "Kunde" nicht bekommen. Den kassiert die Pharma-Lobby und lässt seine Marionetten in Regierung und Zoll tanzen!
 
@Kobold-HH: 100%. Die meisten Pillen kommen aus ein und der selben Charge die auch unsere Apotheken verkaufen. Die illegalen Pillen werden hier gerne als Vorwand benutzt, das der Kunde ja die teuren Apothekenpreise zahlen muss. Und die Krankenkassen spielen das Spiel auch mit....
 
@Kobold-HH: Für die meisten einfachen Medikamenten gibt es doch auch in Deutschland billige Varianten, die genauso gut sind wie "das Original". Um in Deutschland offiziell verkauft werden zu dürfen müssen sie dasselbe Qualitätsprozedere durchlaufen wie die teuren Produkte. Das Problem liegt doch wohl eher darin, daß ein Patent auf Medikamente nur 20 Jahre lang gilt (international). In diesen 20 Jahren müssen allerdings auch die gesamten Studien zu Wirksamkeit und Nebenwirkungen stattfinden, weshalb am Ende nicht viel Zeit übrig bleibt, das investierte Geld wieder reinzuwirtschaften. Dabei kann die Entwicklung eines Medikaments auch mal 1 Milliarde kosten. Ohne hier die Pharma-Industrie in Schutz nehmen zu wollen, denn auch diese hat natürlich keine weiße Weste, aber zu einem gewissen Teil sind die hohen Preise schon gerechtfertigt (Quersubventionierung von Medikamenten für "Nischenkrankheiten"). Daß das Geld dabei nicht immer an die richtigen Stellen fließt ist leider wahr, sollte jedoch auch nicht überbewertet werden. Wer dennoch unkontrollierte Produkte von irgendwo bestellt und einnimmt, handelt höchst fahrlässig. Und wenn dieses "Imitat" dann mal aus Freundschaftlichkeit jemand anderem gegeben wird für ein spontanes Wehwehchen, dann ist das auch anderen gegenüber fahrlässig. Muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Das ist wie bei den Nahrungsmitteln, wo viele auch jeden Scheiß fressen, nur weil er billig ist. Aber dann darf man sich nicht wundern, wenn der eigene Körper dieses Spiel irgendwann nicht mehr mitmacht.
 
@Graue Maus: Es gibt doch den ADGC, (Allgemeiner Deutscher Gesundheits-Club e.V.). Die Medikamente unter dem Label vom ADGC gibt es in ganz normalen Apotheken vor Ort, dort wo ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker mit Approbation den Kunden direkt als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Beispiel für Allergiker: das Cetirizindihydrochlorid gibt es teuer etwa als Zyrtec zu kaufen (um die 50 Euro für die 100 Tabletten Packung), oder mit dem niedrigsten Preis als Cetirizin-ADGC für etwa 6 bis 7 Euro für eine 100 Tabletten Packung in der Apotheke vor Ort. Es war übrigens eine Apothekerin in meiner Stadt, die mich auf den ADGC aufmerksam machte und dass es das Medikament so viel billiger gibt. Also ich werde mich auch weiterhin lieber an ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker wenden, anstatt mir den Stoff von irgendwelchen dubiosen Giftmischern aus dem Internet rein zu pfeifen.
 
Ist jetzt eigentlich der Kauf von Medikamenten aus dem Ausland allgemein verboten? Ich kenn mich da nicht aus, hab seit Jahren keine Medizin genommen.
 
@shadow-1991: Nö, hier bei uns an der französischen Grenze ist es z.B. normal dass sich die Mädels vom deutschen Arzt eine französische Anti-Baby Pille verschreiben lassen. Mit dem Rezept fährt man rüber nach Frankreich in die Apotheke und spart völlig legal eine Menge Geld.
 
@jigsaw: Interessante Information! Ich ärgere mich wahnsinnig, dass ich mein Rezept für`s Astmahmittel bei einer deutschen Apotheke eingelöst habe (bislang lebte ich nämlich in der Vorstellung das ein deutsches Rezept nur in Deutschland eingelöst werden kann). Die Apotheke in Polen wäre sicher preisgünstiger gewesen! Für diesen Hinweis hast Du in jedem Fall schon mal ein (+) sicher.
 
@Graue Maus: In dem von mir beschriebenen Fall verlangen die Mädels halt einfach ein französisches Präparat, musst einfach mal deinen Arzt fragen ob das in deinem Fall auch möglich ist.
 
@jigsaw: Das wird sich aller Wahrscheinlichkeit von selbst erledigt haben! Ich war zum Urlaub in Polen (das sind vom Rhein-Main Gebiet rd. 700 Km), und werde aller Wahrscheinlichkeit so schnell nicht mehr hinfahren. Trotzdem Danke!
 
Viel besser wäre mal ein Schlag der Politik gegen Pharma-Industrie gewesen, die die Preise in DE stabil hoch hält, und gegen die Krankenkassen, die die hohen Preise bereitwillig zahlen. Grad wer sich mit Pharmazie nur ansatzweise auskennt weiß, dass man die Ursachen bekämpfen muss, nicht die Symptome.
 
Sieht man doch schon am Zahnersatz. Alleine von der hier zu zahlenden Zusatzleistungen kann man sich in Ungarn die komplette Gebissschatulle vergolden lassen. Dass Kuriose: Deutsche Zahnärtzte und Labore ordern dort unten ihren Zahnersatz. Hinzu kommt dass diese Praxen in Ungarn (teilweise auch in Rumänien) auf den aktuellsten medizinischen und technischen Standards sind. Oft besser als bei uns. Und nix Amalgam oder Plastik.
 
Illegal gehandelte Medikamente, oder eine, von der Offline-Apotheker-Lobby initiierte Aktion, die die Freunde des Zolls
dankend durchführen - denn wenn man den Onlinehandel
einschränken kann, dann verdienen die Offline-Händler wieder
mehr, erzeugen so mehr Steuern, was auch wieder dem Staat
zu Gute kommt - denn der braucht das Geld, um sie bei seinen
Freunden der Privatindustrie zu investieren.
 
@Malte82: Thema verfehlt.
 
@bgmnt: ...das wollen die pharma-lobbyisten den bürgern auch immer erzählen.
 
@Malte82: Es geht hier nicht um den Online-Handel. Sogenannte Online-Apotheken wie Doc Morris können weiterhin problemlos agieren. Dein Text geht daher am Artikel vorbei.
 
Solln sie die extremen Abgabebeschränkungen in Deutschland aufheben, dann werden auch weniger Kunden aus Not zu solchen Mitteln greifen.
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