Regierung will Hochfrequenzhandel eindämmen

Die deutsche Bundesregierung will mit einem aktuellen Gesetzentwurf den so genannten Hochfrequenzhandel an den Börsen unter eine stärkere staatliche Kontrolle stellen. Mit dem heutigen Beschluss soll auch Druck in Europa aufgebaut werden, die ... mehr... Börse, Aktie, Kurs, Tokyo Bildquelle: Dick Thomas Johnson / Flickr Börse, Aktie, Kurs, Tokyo Börse, Aktie, Kurs, Tokyo Dick Thomas Johnson / Flickr

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Es kann nicht schaden den Turbo-Kapitalismus wieder zum Kopf-Kapitalismus zu machen. Computer sind auch nur so schlecht, wie sie Programmiert wurden. Jedoch vertraut man leider Computern ja schon mehr als einem Menschen.
 
Heisst das nun die Energiewende wird billiger - oder den außer Kontrolle geratenen eBrookern soll mal auf die Finger geklopft werden ?
( bei einer zwangsweisen HALTEFRIST von 5 millisekunden ist allein schon der Verwaltungsaufwand lächerlich und umsonst ! )
 
@hasimen: Den Scheiß hat die Regierung ursprünglich selber angezettelt: Früher war die Haltefrist ein Jahr!
 
Schon verwunderlich, oder auch nicht, es wird also über Gesetze nachgedacht wie man die Risiken an der Börse abfedern, bzw. begrenzen kann, blos bei sowas wie einer Finanztransaktionsteuer u.ä. wird seit Jahren rumgeeiert?
 
Diese ganzen Börsengeschäfte mögen früher mal Sinn gemacht haben, also realen Sinn. Jetzt ist es nur noch Geld selber drucken, oder wenn man Pech hat verbrennen. Wo sollen denn solche Summen in so kurzer zeit real entstehen? Wo soll denn das geld her kommen wenn nicht aus einem virtuellen "Universum". Einfach nur hin und her geschobene Zahlen, und wir wundern uns wenn der Schein an der Kasse nichts mehr wert ist. Und das schöne daran ist das eine ganz kleine Minderheit genug Geld hat um zu bestimmen wie viel das geld des normalen Mannes wert ist. Einfach nur zum kotzen solche Gier. Möglichst noch schön am Fiskus vorbeigebracht, weil ist ja soooo riskannt das ganze. Wunderbar. *schauder*
 
@Tomarr: Die Börsengeschäfte machen immer noch Sinn, nur leider sind Rahmenbedingungen dazugestrickt worden, die völlig hohl sind.
 
@Tomarr: "... und wir wundern uns wenn der Schein an der Kasse nichts mehr wert ist." Das hat damit null zu tun. Der Staat will nur den guten Verdienst der Banken abgreifen. So schon geschehen bei den Pharma Firmen und den meisten anderen Branchen. Und private Banken können kein Geld drucken - die EZB kann das z.B., aber die handelt nicht (das ist kein Bank im normalen Sinne). Der einzige Grund warum die Banken für die Finanzkrise in Europa verantwortlich gemacht werden ist, dass die Politik einen passenden Schuldigen für ihre vollkommen maßlose und unverantwortliche Anhäufung von Schulden sucht. Wenn sich jemand privat soviel Kohle bei diversen Banken leit, bis er mit hundertausenden Euro in der Kreide sitzt und sein ganzes Gehalt alleine für die Zinsen aufbringen muss, dann sind nicht die Gläubiger schuld, sondern der Schuldner. Genau das haben alle Euro Staaten gemacht, und alle haben schön weg gesehen. Den Vorwurf den man den Banken da machen kann ist, dass sie gewusst haben wie hoch verschuldet die Staaten bereits sind - und trotzdem Geld geliehen haben. Wenn dem denn so ist - aber vielleicht haben sich die Staaten ja sogar beim IWF oder China, USA und Co. Geld geliehen - das ist kann dann wohl kein Fehler der Banken im Inland sein, wenn z.B. China die vereinbarten Zinsen sehen möchte...
 
@thardem: Wie nennst du das vorgehen an der Börse dann wenn nicht selber Geld drucken? An der Börse werden Werte virtual festgelegt. Sicher nach einem bestimmten System, aber wenn eine Firma A vielleicht 100.000 Wert ist verkauft aber Aktien im Wert von 1.000.000. So wird Geld gemacht das gar nicht wirklich existiert. Das Problem sind allerdings nicht die 1.000.000 die dafür gezahlt wurden, weil die existieren ja wirklich. Spannend wird es dann wenn es um Zinsen geht. Teilweise in wahnsinnigen spannen. Zinsen sind nunmal Geld das es gar nicht gibt. Geld das nie hergestellt wurde. Wenn du jetzt 10 Leuten 100 Euro gibst, sprich du stellst 1000 Euro her und verteilst das an 10 Personen. Dann sagst du zu ihnen sie können das Geld haben du möchtest es erst am Ende des Jahres wieder haben plus 5%. Rein theoretisch müssten dir dann 10 Personen am Ende des Jahres 1050 Euro wieder geben. Aber wie soll das gehen wo du doch nur 1000 Euro in den Umlauf gebracht hast? Es geht nunmal nicht. Und in dem Moment wo auf unnatürliche Handelsmethoden, und ich behaupte mal in Bruchteilen von Sekunden etwas zu kaufen und wieder zu verkaufen ist einfach unnatürlich, in dem Moment wird geld generiert das es normal nicht geben dürfte. Und wenn mehr Geld im Umlauf ist dann ist unser Geld nunmal weniger Wert. Es ist eigentlich ganz logisch, und trotzdem beruht unser ganzes System darauf.
 
@Tomarr: An der Börse wird gehandelt. Und wenn keiner das Zeug wieder kauft, dann bleibt man drauf sitzen. Das Geld kommt also nicht "aus der Luft" sondern von anderen Händlern, anderen Banken, Fonts, usw. Das ist genau so virtual wie ein Computerspiel bei Steam zu kaufen - ist das für dich auch eine "Computerspielmafia"? Ich persönlich würde die Haltefristen einfach hochsetzen, denn mich stört es auch - nur deine Gründe haben absolut nichts mit dem Thema zu tun. Zum Thema Zinsen: Was ist ein Leitzins und woher kommt Inflation? Die (privaten) Banken drucken selbst kein Geld, setzen den Leitzins nicht fest und haben 0,0 nichts mit der Inflation zu tun. Zum Thema leihen: Es zwingt dich keiner bei der Bank A 1000 Euro zu leihen. Du kannst auch einfach das Geld vorher sparen. Ja, das geht nicht immer - aber dann beschwer dich nicht um die (Wucher)Zinsen. Du bist der "Konsument" der Bankenprodukte. Gäbe es keine Banken könntest du dir höchstens von deiner Oma was leihen. Du hast, warum auch immer, einfach nur Hass auf Banken. Quizfrage für dich: Warum ist es allen, auch Japan, egal, dass Japan den höchsten Schuldenstand aller Länder hat? Weil sie die Schulden nur bei ihren eigenen Landesbanken haben. Warum ist es in Europa dann wohl nicht egal? Die Politik hat versagt - wahrscheinlich haben sie ihr Land für 0,5% weniger Zinsen an USA oder China verkauft (oder die Südländer an uns ;-)), und das ist das eigentliche Problem.
 
@thardem: Unser ganzes Geld ist doch geliehen. Nicht direkt an uns, von uns oder wie auch immer, aber indirekt schon. Denn die Bundesbank gibt das Geld Leihweise raus und verlangt dafür Zinsen. Damit ist der Kreislauf schon in Gang gesetzt worden.
 
@Tomarr: Das ist so nicht ganz richtig, und in Europa sogar komplett falsch. In den USA kann sich der Staat z.B. bei der FED selbst Geld leihen - da sind dann auch (im Verhältnis niedrige) Zinsen drauf. Für die Euro Münzen und Scheine hat jedes Euro-Land die entsprechenden Kosten tragen müssen, aber das wars, und in den USA wird es wohl nicht anders aussehen. Mit dem ESM führt man das Prinzip der Geldleihe bei der eigenen Zentralbank jetzt auch in Europa ein, d.h. Länder können sich direkt bei der EZB Geld leihen - und in der Theorie ist das auch sehr gut, siehe das Beispiel von Japan oder auch USA (wenn die USA nicht nur so dämlich gewesen wäre sich halb von China kaufen zu lassen). In der EU Lösung ist das ganze jedoch zu untransparent, oder gar über Mittelsmänner (Banken ;-)) die daran kräftig verdienen Geld von Konto A nach Konto B zu stapeln. Das darf natürlich nicht sein.
 
ist das von Vorteil oder Nachteil beim Daytrading?
 
bla bla bla kann man dazu nur sagen. Seit 2008 will man die Finanzmafia wieder etwas regulieren und bist jetzt ist nichts gekommen.
 
Nennt mich altmodisch, aber meiner Meinung nach gehört absolut jede Transaktion an jeder Börse von einem zuständigen Menschen manuell abgesegnet. Der Computer kann zwar Vorschläge machen, Empfehlungen geben und die Transaktion sozusagen vorbereiten, so dass der Börsianer nur noch einen Klick machen muss, um diese zu tätigen, aber mehr nicht. Der PC sollte immer nur eine Unterstützung sein und kein Selbstläufer, wie es derzeit der Fall ist.
 
all die stunden in denen ich das CAPM modell gelernt hab sind jetzt nutzlos *heult*
 
Ich würde eine Spekulationsfrist von 10 Jahren setzen. Wer davor verkauft muss 100% Steuern auf den Gesamtwert der Aktie zahlen. Damit würde man kurzfristige Geldgeierpolitik der Investmentfirmen verhindern und nachhaltige Firmenpolitik sicherstellen wie sie auch in mittelständischen Familienbetrieben angewandt wird.
 
100% Steuer bei einer Haltefrist unter 10 Jahren?
Wie gut, dass darüber andere Leute entscheiden und nicht du.
 
Und wer merkt es, wenn Algorithmus A vorgelegt wird und B verwendet?.... Das was da passiert klingt für mich eher nach "wir schließen die kleinen aus, die machen uns dabei zu viel Gewinn"
 
@DRMfan^^: ... ein Schelm wer böses dabei denkt ;-). Ich sehe es genauso wie du.
 
Zertifizierte Partner, Orderkennzeichnung, Aussetzung bei hoher Volatilität funktionieren nur in der Theorie.

Wem schadet denn dieser Hochfrequenzhandel?
Doch wohl nur den anderen Spielteilnehmern.

Einfacher wäre es, die berühmte Finanztransaktionssteuer einzuführen. Dann würde bei 1000 Orders mal angenommen 1000 Euro Umsatz und 0,1% Steuer einfach pro Sekunde ein Tausender als Steuer anfallen. Schäuble würde Freudentränen in die Augen bekommen.

Die "deutschen Börsen" würden bei einer Insellösung benachteiligt?
Kann stimmen. Allerdings dürften andere Länder auch nachziehen, weil deren Börsen verrückt spielen und es in DE gemächlich zugeht.

Durch die Steuereinnahmen würde den Völkern nur das zurückgegeben, für was sie jetzt bürgen sollen.
 
Hochfrequenzhandel müsste eigentlich verboten und nicht eingedämmt werden. Das ist sogar für die eh schon extrem abstrakten Handelsformen von Geld- und Wertpapieren nochmal ne Hausnummer höher. Er hat keine Basis, keinen Sinn und überhaupt keinen Bezug mehr zur Realität. Das ist genauso sinnvoll wie 2 Computer gegeneinander Schach spielen zu lassen. In voller Geschwindigkeit, ohne Figuren und ohne Visualisierung. Nach 10 Sekunden behauptet einer gewonnen zu haben und das wars. Leider macht Deutschland mal wieder den Fehler vorzupreschen und sich selbst zu schädigen, anstatt auf eine weltweite Lösung, oder wenigstens eine europäische Lösung zu drängen.
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