Europäische Sprachen durch Digitalisierung bedroht

Eine ganze Reihe von europäischen Sprachen werden in der digitalen Welt unter Umständen nicht überleben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von europäischen Sprachtechnologie-Experten. Sie kommen zu dem Schluss, dass bei 21 der 30 untersuchten ... mehr... Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Bildquelle: Nicolas Raymond / Flickr Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Eu, Europa, Europäische Union, Flagge Nicolas Raymond / Flickr

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Selbst die deutsche Sprache ist schon wegen der Jugend bedroht, Alter!
 
@xerex.exe: Stimmt, leider. Bin trotzdem manchmal überrascht, welch klaren, aber ausgefeilten, mitunter geradezu eloquenten Sprachstil manche 25jährigen haben. Ist aber leider selten.
 
@xerex.exe: So habe ich mit 17 auch gesprochen und nun nicht mehr. War doch vor 50 Jahren nicht anders. Steiler Zahn
 
@wolle_berlin: ich sag das als junger 23-jähriger ;)
 
@xerex.exe: So ein quatsch, alder! Früher war halt alles knorke, dann war es cool nu ist es geil... jede generation hat ihren eigenen jugend slang...
 
@Conos: geil is out. man sagt "voll fett digga"
 
@moniduse: ich merke.. ich werde alt :D
 
@xerex.exe: In paar Jahrzehnten löst sich dieses Problem von alleine, Lan!
 
Und es ist nicht nur die deutsch Sprache betroffen, Biatch
 
@Ðeru: weil entweder ich oder die Alter tot sind^^
 
@xerex.exe: Der Account Sales Manager im Service Office des Hamurg Railcenter würde eher der Deutschen-Bahn die Schuld geben.
 
@Maik1000: das kommt alles davon, weil der Gerät nicht ordentlich übersetzt. fetzt...
 
@xerex.exe: Chill ma auf dein Leben Kollega :D
 
@xerex.exe: Ich habe gut 5 Jahre im Ausland verbracht. Als ich nach Deutschland zurückkehrte, war ich ziemlich negativ überrascht. Die Jugendlichen scheinen kein anständiges Deutsch mehr reden zu können. (Ich sag nur "Ich geh McDonalds.") und das vorher schon unterirdische Niveau im TV hatte sich auch nochmal drastisch gesenkt. Es geht in Deutschland eindeutig in eine Richtung, aber nicht in eine Gute. Kein Wunder, dass die Firmen keine Jugendlichen einstellen wollen, wenn diese nicht einmal in der Lage sind, anständig deutsch zu sprechen, aber denken, sie wären das Zentrum der Welt, weil sie sich für "den Checker" oder "die Diva" halten. Traurig... Ich bin übrigens demnächst 34.
 
@noneofthem: "Ich geh McDonalds" ist kürzer, knackicker und man versteht es! Jede Sprache entwickelt sich mit der Zeit. Die deutsche Sprache hat sich doch immer schon verändert. Isch kauf Edeka!
 
@xerex.exe: Blah, blah. Früher war alles besser....
Ich bin mir sicher, dass schon unsere Großeltern sich über die Umgangssprache unserer Eltern beschwert haben.
 
@bstyle: nein, früher war nicht alles besser! Früher war vieles gut und es wäre auch immer noch gut, wenn man die Finger davon gelassen hätte! (Na wer weiß von wem das ist? ;)) Also Entwicklung ist eine Sache, ein paar Slang-Sprüche oder-Worte sind auch ok, aber wenn du heute neben ein paar Jugendlichen stehst, dann denkst du, es sind Ausländer, wenn du aber genau hinsiehst, dann siehst du es sind Deutsche. Wenn ein Satz aber ausschließlich aus: Ey, Alter voll fett die Biatch! Dann fragt man sich schon ein wenig. Manche kriegen ja nicht mal mehr einen kompletten Satz auf die Reihe! Falscher Satzbau, falsche Wortbeugung, da wird einem komplett schlecht! Besonders witzig wird es dann, wenn die Kinderleinchen anfangen Anglizismen zu verwenden und das auch noch in einem völlig falschen Kontext. Sie zeigen einem also, dass sie gleich zwei Sprachen nicht können, die deutsche und die englische Sprache. XD Viele verwenden dann diese falschen Anglizismen auch noch im Berufsleben weiter falsch und dann weiß man in einer Besprechung schon langsam nicht mehr wo man vor Lachen hinguggen soll. XD
 
@xerex.exe: Ja ja. Die Jugend von heute taugt doch nix. Geh mal nach Pompeji. Da gibt es auch Zeugnisse dieser Geisteshaltung.
 
@xerex.exe: das liegt aber weniger an der Digitalisierung
 
Noch schlimmer sind Dialekte dran. Was ich ebenso schade finde
 
@zwutz: Wenn es jetzt um die deutsche Sprache geht, schreibt man doch fast ausschließlich hochdeutsch und nicht sächsisch, bayrisch usw.
 
@kubatsch007: Zum Glück gibts da den Asterix: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Mundart-Ausgaben_von_Asterix
 
@jigsaw: Die "Schwörerdeutsch" Version von "Asterix in Amerika" fehlt.
 
@kubatsch007: Wat ich auch häufiger seh is Ruhrdeutsch. Aba im Grunde haste recht: Dat Hochdeutsch wird am meisten verwendet. ;)
 
@RebelSoldier: also egal ob Facebook, SMS oder Mail. - Ich hasse es, wenn eine in Mundart (oder im Dialekt) geschriebene Nachricht bei mir ankommt. Teilweise kann man nicht einmal erraten, was da geschrieben wurde...
 
@kubatsch007: http://bar.wikipedia.org/wiki/Hauptseitn
 
@zwutz: Au contraire. Es gibt für die meisten Dialekte im Facebook Gruppen, in denen sich Sprecher zusammentun und so schreiben, wie sie sprechen. In meinem Fall, wie mir schwädzed. Auch im Chat schreib ich mit meinen Kumpels hauptsächlich Mundart. Am Handy ist das aber ne Katastrophe, weil das automatisch die Wörter ändert. Ob es da ne App für gibt? ;)
 
@zwutz: Schade vor allem weil es solche lustigen Missverstaendnisse nicht mehr geben wuerde http://goo.gl/J0IjC :-D
 
Weniger Sprachen, weniger Sprachbarrieren - das muss kein Nachteil sein!
 
@zupipo: Und dennoch sollte man seine Muttersprache benutzen können. Zudem wer sagt dass sie dann die andere Sprache besser beherrschen, dann gibt es noch mehr kaudawelsch unter umständen.
 
@CJdoom: In Schweden gilt Englisch als quasi zweite Muttersprache. Ich sehe kein Grund, warum das nicht in ganz Europa der Fall sein sollte. Wenn wir wirklich irgendwann mal "eins" sein wollen, gehört eine gemeinsame Sprache dazu.
 
@eilteult: Klar, aber schau doch mal nach Deutschland, nur weil wir hier z.B. Englisch Unterricht heißt das noch lange nicht dass die Generation die Sprache auch beherrscht. Im Gegenteil, bei vielen ist die Leistung nach wie vor ausreichend-mangelhaft. Da muss noch einiges getan werden. ( war jetzt mal nur ein bsp. )
 
@CJdoom: Das ist bedauerlich das dies so ist. Das Interesse sollte sein, das Englisch wie Deutsch bzw. der dementsprechenden Muttersprache, verhandlungssicher bei jedem Europäer ist.
 
@CJdoom: Weil es nicht angewendet wird.. Mir ist es z.B. fast egal ob ich einen Text in Englisch oder Deutsch vorgelegt bekomme oder schreiben soll, aber das liegt daran, dass ich Englisch schon seit Jahren durch Computer und Internet lese bzw. schreibe.. Wenn ich jetzt allerdings in einem englischsprachigen Land wäre und müsste mit den Leuten reden, hätte ich meine Schwierigkeiten, weil ich es nicht trainiert habe..
 
@GlockMane: Ich habe genau das selbe Problem, Lesen und Schreiben in Englisch geht raelativ von der Hand. Aber Sprechen... dann gehts los "ähhh, öhh, would you.. äh, you know? lol
 
@eilteult: Zumal man im Gespräch nicht mal schnell auf dict.cc hüpfen kann um ein Wort nachzuschlagen ;)
 
@GlockMane: Ach naja, da lobe ich mir die mobile und vor allem Offline Version von dict.cc :)
 
@eilteult: Englisch ist eine schlechte Wahl für eine Weltsprache. Die Lernkurve ist am Anfang hoch, aber flacht schnell ab und ist dann unerträglich minimal steigend. Wissenschafts- und Wirtschaftsenglisch sind schreckliche Ungetüme, die keine Freude an der Kommunikation bringen. Die undurchsichtige Wortetymologie trägt ihren Teil dazu bei. Als Weltsprache wäre eine besser strukturierte Sprache wesentlich geeigneter. Spanisch würde sich anbieten, oder aber eine Plansprache, wodurch auch kein Muttersprachler übermäßig bevorteilt wäre. Den aktuellen Entwicklungen nach brauchst Du sowieso nur noch Chinesisch ...
 
@bgmnt: Sogar die Chinesen haben begriffen wie wichtig eine Sprache ist die die Welt versteht. Englisch ist hoch im Kurs bei den Chinese. Eine Sprache selber möchte ich nicht bewerten, ob Englisch nun eine gute oder schlechte Sprache ist... Wichtig sollte sein, das es eine einfach zu erlernende Sprache sein sollte, was mit Englisch gegeben ist. Romanische Sprachen haben eine sehr komplexe Grammatik, ähnlich der Deutschen (die paradoxer weise Romanisch ist). Von daher halte ich Englisch für die richtige Wahl.
 
@eilteult: Natürlich lernen die Chinesen Englisch, solange sie noch auf die umliegende Welt angewiesen sind. Doch wie lange wird es dauern, und der Rest der Welt ist von China abhängig und nicht China vom Rest der Welt? Übrigens ist Deutsch keine romanische Sprache, sondern eine germanische! Und die "komplexe" Grammatik relativiert sich mit dem Lernstand, denn in der Regel werden Sprachen leichter, je besser man sie beherrscht, beim Englischen ist dies genau nicht der Fall. Eine solide Grammatik ist mir beispielsweise lieber als elendig viele Ausnahmen und Floskeln lernen zu müssen, was beim Englischen der Fall ist (Englisch hat mehr unregelmäßige Verben als Französisch, während selbst im Französischen die meisten unregelmäßigen Verben einigen wenigen System folgen). Englisch ist nicht leicht zu erlernen, zumindest nicht, wenn ein gewisses Niveau angestrebt wird. Wissenschafts- und Wirtschaftsenglisch zu verstehen, wenn man nicht in der Materie ist, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn man dazu noch an die quasi nicht vorhandenen Ausspracheregeln denkt, dann ist das Chaos komplett. Wir mögen uns an Englisch gewöhnt haben, aber leicht zu erlernen ist diese Sprache nicht.
 
@zupipo: Das läuft dann aber auf eine einzige Sprache hinaus, die dann nur übrigbleibt: Englisch. Und das, obwohl noch nicht einmal die Amerikaner richtig Englisch können. die kriegen einfach den Kaugummi nicht aus dem Mund (so klingt es zumindest, selbst dann, wenn sie gar keinen Kaugummi haben!). Nee nee, wie die News schon sagt: Wichtige Kulturelemente würden verloren gehen.
 
Weniger Regenwald, weniger Sichtbarrieren... Du siehst, mit dieser Argumentationsschiene, kann man auch dem größten Unsinn den Glorienschein verpassen.
 
@Heimwerkerkönig: Der Vergleich ist Unfug. Das eine ist eine Entwicklung, das andere eine Ausrottung. Wenn Sprachen mit der Zeit verschwinden, ist das Teil des Menschendaseins, wie es auch immer schon so gewesen ist.
 
@eilteult: Wie und wohin wir uns entwickeln, entscheiden immer noch wir selbst. Das Verschwinden von Sprachen ist nicht irgendeiner unaufhaltsamen Naturgewalt unterworfen, genauso wenig wie es eine Art göttliches Schicksal ist. Ich möchte jedenfalls keinen Einheitsbrei, denn die große Vielfalt macht die unterschiedlichen Völker so interessant. Aber wenn du die bindungslose, multikulturelle Nullidentität als erstrebenswert erachtest, dann lass dich dabei nicht aufhalten.
 
@Heimwerkerkönig: Ich möchte diesen Einheitsbrei. Allerdings steht einer multilingualen Nation auch nichts im Weg. Ich sehe kein Problem darin das die Welt zumindest bilingual ist. Die Sprache meiner Heimat und die Sprache der Welt.
 
@Heimwerkerkönig: Du sagst es doch selber: "Wie und wohin wir uns entwickeln, entscheiden immer noch wir selbst." ! Wenn sich die Menschen in Europa kulturell so weiterentwickeln, das einige Sprachen verlogen gehen, wieso muss man sie dann zwanghaft am Leben erhalten. Für Sprachwissenschaftler und Forschung ok, aber für die Gesellschaft?
 
@eilteult: Du beherrscht ja offensichtlich nicht einmal die deutsche Sprache einwandfrei, sonst würdest du hier nicht von Bilingualität schwadronieren, während ich von der totalen und unwiederbringlichen Verdrängung von Dialekten schrieb. Deine Ansichten zu Sprachen konsequent fertig gedacht, dürfte es übrigens auch keinen Denkmalschutz geben.
 
@Heimwerkerkönig: Welchen Vorteil hätten wir von dem erhalt von Dialekten?
 
@Mandharb: Auch hier gilt, was ich schon eilteult schrieb: Wenn man so argumentiert, dann braucht es auch keinen Denkmalschutz.
 
@Heimwerkerkönig: Du argumentierst leider gar nicht...
 
@eilteult: Welchen Vorteil haben wir vom Erhalten alter Gebäude? Oder siehst du da auch keine? Sprache stiftet Identität. Ich weiß natürlich längst, dass dir das ein Graus ist. Für Leute wie dich, ist der Nationalstaat, sind kulturelle Identität und Unterschiede, die Wurzel allen Übels. Erst wenn wir alle gleich sind, herrscht Friede auf Erden....
 
@Heimwerkerkönig: Wenn das Gebäude mir keinen nutzen mehr erfüllt, reiße och es ab. Was soll der Hype alles unter irgend einen Schutz stellen zu wollen was keinen Zweck mehr erfüllt? Dialekte in einem Land empfinde ich als unnötig und störend. Niemand wird gewzungen ihn abzulegen, wen sich ältere Generationen entschieden dieses nicht mehr an jüngere weiter zu geben ist es eine normale Auslese die vollkommen in Ordnung ist.
 
@Heimwerkerkönig: Ich spreche mich ja nicht gegen einen Erhalt der Sprachen aus. Bloß der Rahmen muss stimmen! Und die Vergleiche mit dem Denkmal- / Umweltschutz sind hier unpassend.
 
@eilteult: Doch, sehr viele Sprachen und Dialekte sind aufgrund staatlicher Repressionen verschwunden. Bei uns z.B. im 3. Reich, als man Schülern den Rohrstock über die Finger zog, wenn sie Dialekt sprachen. Und in vielen Ländern dieser Erde, ist es auch heute noch strafbar, seine Muttersprache zu verwenden. Man drückt den Menschen eine Amtssprache aufs Auge, und wenn man sie nicht verwendet, gibt es Saures - frag die Kurden, die können ein langes Lied davon singen. Unsere eigene Sprache ändert sich heute durch Werbung und Unterhaltungsmedien massiv. Wenn es dich nicht stört, ausgerechnet vom proletoiden Privatfernsehen sprachlich indoktriniert und umgeformt zu werden, dann nehme ich das mit Bedauern zur Kenntnis. Es gibt aber noch Menschen, die äffen nicht alles nach, was ihnen Werbeheinis als "cool" eintrichtern.
 
@Heimwerkerkönig: Super, godwin, das zeigt das eigentlich überhaupt kein Inhalt hinter deinen Worten steckt. Umformung gehört zum Leben dazu, nichts ist statisch, alles verändert sich. Wenn es darum geht das wir alle daran arbeiten das wir uns alle besser verstehen, ist dies nur zu begrüßen.
 
@eilteult: Na klar, alles vereinheitlichen und am besten die Sprache vom Staat diktieren lassen, solange bis niemand mehr individuell denken kann. http://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech
Weniger Sprache bedeutet weniger Individualität und weniger Freiheit, das wäre ein schwerer Rückschlag für die menschliche Entwicklung.
 
@Heimwerkerkönig:
Als ob wir vor 200 Jahren genau so gesprochen hätten wie heute.
Wie eilteult bereits sagte, die Sprache wandelt sich, oder wieso sollten wir ansonsten heute viele englische Wörter? Nur schon Pommes Frites, welche alle kennen, ist kein deutsches Wort, oder sagst du frittierte Kartoffeln?
Ich bin auch nicht dafür, dass nur noch eine Sprache gesprochen wird, aber so kompliziert wie sich heute einige Leute aufführen wenn man mal Dialekt spricht, ist es fast unausweichlich eine Einheitssprache zu finden.
 
@Heimwerkerkönig: es fordert doch hier keiner, dass der Staat irgendeine Sprache dem Leuten aufzwingen soll. Die Leute sollen eben die Möglichkeit haben zu entscheiden, welche Sprache/Dialekt sie sprechen und wenn sie sich entscheiden alle die gleiche Sprache oder zumindest den gleichen Dialekt zu sprechen, dann soll man sie doch lassen und nicht versuchen zu überreden doch noch ihren Dialekt zu verwenden nur damit dieser bloß nicht ausstirbt.
 
@glurak15: Das sind entweder Pommes oder Fritten, wer sagt schon Pommes Frites?
 
@eilteult: Er hat aber nicht Entwicklung mit Ausrottung verglichen, sondern die Bedeutung eines Vorteils.
 
@lutschboy: Den Vorteil selbst ist er uns schuldig geblieben.
 
@zupipo: Muss ich dir recht geben. Ich weiß nicht, warum Sprache Bestandteil kultureller Identität sein soll. Für mich ist Sprache einfach nur ein Mittel zur Kommunikation - und wenn ich durch das Verschwinden von kleineren Sprachen einfacher mit mehr Leuten kommunizieren kann, dann sehe ich das positiv. Ich würde diesen Prozess eher unterstützen, als zu versuchen, ihn zu verhindern.
 
@zupipo: Das wäre echt doppelplusungut!
 
@zupipo: Wenn wir die Sapir-Whorf-Hypothese zugrunde legen, gehen mit den Sprachen auch Denkweisen verloren! Das wäre ein massiver Nachteil. Und Sprachbarrieren heben sich auf, wenn man nur bereit ist auch Fremdsprachen zu lernen. ;-)
 
@zupipo: Jo, und auch wenn das rassistisch klingt, "Weltsprachen" wie griechisch und baskisch braucht man eher selten im Alltag. Außer man wohnt dort, und ziemlich alle Basken und Katalanen sprechen spanisch, viele Griechen auch Türkisch, also das ist vielleicht ganz ok wenn das Sprachangebot ein bischen schrumpft.
 
Wen wundert es? Selbst innerhalb Deutschlands trichtert man doch seit mindestens 80 Jahren den Kindern ein, sie sollen gefälligst "Hochdeutsch" sprechen - also ein sprachliches Kunstprodukt. Unzählige Dialekte sind dadurch unwiederbringlich verloren gegangen. Dabei ist es völlig widersinnig, innerhalb seines Kultur- und Dialektkreises etwas anderes zu sprechen, als eben den dort überlieferten Dialekt. Man kann hier die Schweizer nur beglückwünschen, dass bei ihnen der Dialekt noch so eine große Bedeutung hat (und sie können sich, wenn es sein muss, ja trotzdem hervorragend mit der restlichen, deutschsprachigen Welt verständigen).
 
@Heimwerkerkönig: Zu Deinem letzten Satz (dem Teil in Klammern): Das stimmt. Allerdings haben die wenigen Schweizer, die eigentlich nur schwyzerdütsch können, jedesmal ziemlich geschwitzt, als sie mit mir redeten, haben mir richtig leid getan. Wollte die schon ermuntern, doch so zu reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, doch dann hätte ich nichts mehr verstanden!
 
@Heimwerkerkönig: Was ich persönlich auch begrüße. Wenn ich in meinem eigenen Land meine mitmenschen nicht verstehe, ist das nicht Sinn der Sache.
 
@Heimwerkerkönig: Ich find's auch schade. Sprache identifiziert Menschen ihrem Kulturkreis zugehörig. Einheitliche Sprache unterschiedlicher Kulturen kann das angeblich niedrigere Konfliktpotential durch Sprachbarrieren sogar anheizen, da nicht mehr durch Text allein deutlich wird, wen man vor sich hat. Wie schnell wäre ein Chinese beleidigt, den man mit unseren hiesigen Umgangsformen (zb offene Kritik) konfrontiert, weil man zb garnicht weiß, dass der englisch sprechende Kontakt einer völlig anderen Kultur angehört.
 
@lutschboy: Eine solche Veränderung passiert ja auch über Generationen. Sprich eine Sprache wird dann adoptiert und eine Anpassung findet statt. Its not the yellow from the egg ist doch super :D
 
@eilteult: I become a Schnitzel ^^
 
@lutschboy: Auch noch schön, aus den 80ern: You are on the Woodway Mr. Vegetable... :)
 
@lutschboy: I prefer a bratwurst :D
 
@Heimwerkerkönig: Naja... es gibt, zumindest soweit es mir bekannt ist, keine "neuen" Dialekte. (Nein, die heutige Sprache die manche Jugendliche sprechen meine ich nicht damit) Die Dialekte die es gibt sind entstanden als eine Reise von München nach Berlin 2 Monate mit dem Pferd unterwegs war und es kein Telefon gab. (Wenn man denn überhaupt nach Berlin wollte). Auf der anderen Seite, einen "Deutschen Dichter" zu lesen, der nicht ins "moderne Deutsch" übersetzt wurde, dürfte den meisten auch sehr schwer fallen.
 
@Heimwerkerkönig: Viele deutsche Dialekte sind auch durch Vertreibung und Verfolgung ausgestorben.
 
Sprache ändert sich nun mal. Ob man es für gut heißen mag oder nicht. Die deutsche Sprache, so wie wir sie kennen, existiert auch nicht sehr lange. So um die ~150 Jahre und immer wieder sind Wörter aus dem Sprachgebrauch verschwunden und welche sind gekommen. Ich persönlich sehe keinen Nachteil darin, dass einige Sprachen auf dieser Welt verschwinden. Auch wenn damit ein Stück Kultur verschwindet. Aber auch Kultur kann man nicht ewig wahren.
 
@ProSieben: Die Detsche Sprache an sich ist auch noch eien relativ Junge sprache, wie sie derzeit existiert. Wir reden von wenigen hundert Jahren, in der derzeitigen Form. Theoretisch müsste man seit der Rechtschreibreform von vorne anfange zu zählen. Da reden wir von nicht mal 10 Jahren.
 
@eilteult: Wer sich daran interessant sollte sich mal über die "Lautverschiebung" Informieren dort sieht man ganz interessant wie sich die Deutsche Sprache verändert hat und wie andere Deutsche Sprachen zu einer neuen geworden sind, zb. das Niederländische.
 
Ich sehe das als natürliche Auslese, warum soll der Fortschritt ausgerechnet bei den Sprachen stoppen.. Irgendwann sprechen vielleicht alle eine Sprache (Deutsch :P) und jeder versteht jeden, wer weiß..?
 
@GlockMane: Sprachen entwickeln sich. Auch sehr regional gefärbt. Zuerst entwickeln sich Dialekte, dann Sprachen. _Das_ ist der Fortschritt bei Sprachen. Allein durch regionale Unterschiede entwickelt sich Bedarf für unterschiedliche Wörter. Eine Einheitssprache wäre eher ein Rückschritt. Und eine erzwungene Einheitssprache als "natürliche Auslese" zu bezeichen ist doch sehr bizarr. Ich sage nichts gegen eine einheitliche Zweitsprache. Aber die Muttersprache sollte sich jeder einzelne aussuchen dürfen, wie er meint, sich damit am besten ausdrücken zu können
 
@zwutz: es wird doch keiner zu etwas gezwungen, aber wenn die Leute nicht mehr ihren Dialekt sprechen wollen, dann lass sie doch. Das bedeutet eben, dass dieser Dialekt mehr benötigt wird. Versuche ihn künstlich am Leben zu halten werden langfristig eh scheitern, das hat keinen Sinn.
 
@zwutz: Es ist ja nicht erzwungen, aber wenn ich mich mit jemanden Unterhalten will muss ich mit ihm eine gemeinsame Sprache haben.
Und der Bedarf für Regionale Sonderwörter für Sachen welche es wo anders nicht gibt nimmt auch stätig ab.
 
@GlockMane: Ja, so ein bisschen Darwin kann nicht schaden!
 
@zwutz: Hier geht es doch nicht darum, dass eine Sprache erzwungen wird, sondern, dass Sprachen aussterben weil sie immer weniger genutzt werden bzw. im digitalen Zeitalter ihre Bedeutung verlieren. Und im Internet werden nunmal Menschen miteinander vernetzt, die sonst keinen Kontakt miteinander hätten und da ist es ganz logisch, dass die sich dann eine gemeinsame Sprache suchen.. Wenn man versucht alles Alte zu retten und beizubehalten, bleibt doch der Fortschritt auf der Strecke..
 
Wieso spricht nicht einfach die ganze Welt Englisch, dann müssen sich einmal alle umgewöhnen, aber die nächsten Genarationen haben es viel leichter... Ich würde es gut finden!
 
@wolle_berlin: warum nicht, sehe ich genauso..
 
@wolle_berlin: Denke mal so einfach ist es nicht. Sprache "normen" halte ich für unerreichbar. Theoretisch wäre das evtl. machbar, aber umzusetzen nicht. Für viele ist die Muttersprache ein Bestandteil der Heimat, der Wurzeln. Warum soll ich auch meine Muttersprache gegen eine Einheitssprache tauschen ?. Wenn man sich mal nur anschaut was manch junger Mensch heute für Rechtschreibfehler in der deutschen Sprache macht, englische Sätze aber nahezu fehlerfrei schreibt, gibt mir das ein wenig zu denken. Erst normen wir die Sprache, dann Religion, dann das Essen, oder gar die Mentalität ?
 
@wolle_berlin: Sprache ist Teil der Kultur. Und selbst wenn man alle dazu zwingt, würden sich die Sprachen trotzdem irgendwann wieder voneinander entfernen. Sowas klappt einfach nicht
 
@zwutz: Nicht solange es möglich ist zwischen allen Gegenden problemlos zu kommunizieren, Sprachen differenzieren sich von einander wenn es wenig Kontakt miteinander gibt
 
@wolle_berlin: Nein, denn wenn man deiner Argumentation folgt: USA (314.167.157) + Großbritanien (61.792.000) < China (1.339.724.852) oder Indien (1.210.193.422 Einwohner, Quelle de.wikipedia). Selbst wenn ich die Chinesen abziehe die Englisch können, dürften das immer noch mehr sein. Das eine der Amstsprachen in Indien Englisch ist, zählt auch nur sehr bedingt, da dieses nicht unbedingt eine freie Entscheidung von Indien war, für Indien kann man also entweder die 1.2 Mrd oder die 370 Mio mit hindi als Muttersprache nehmen, welche immer noch mehr sind als USA+GB .
 
@Lastwebpage: Was war denn meine Argumentation?
 
@wolle_berlin: Das eine Einheitssprache keinen Sinn macht weil es vor allem auch daran scheitert, _welche_ man nehmen sollte. Sprechen wir doch alle chinesisch!!1
 
@zwutz: Die Antwort war auch wieder an meine Frage vorbei... Und Chinesisch gibt es nicht. Falls Du Mandarin meinst, viel zu schwer das schreiben zulernen
 
@wolle_berlin: Ach herrje. Ein Neunmalkluger -.- Mandarin ist Chinesisch, Chinesisch ist aber nicht Mandarin. Und du sagst doch selbst: eine Generation wird sich schwer tun, ab dann wirds leichter. Also warum nicht Chinesisch nehmen, das eh schon von den meisten Menschen gesprochen wird?
 
@zwutz: In Ländern wo das Alphabet zugegen ist, brauchen die Kinder ca. 5 Jahre bis sie schreiben können. Für Hochchinesisch braucht man sicher einiges mehr als 5 Jahren, ist doch Grund genug, oder?
 
@wolle_berlin: Du willst also, dass sich Völker, bei denen sich aus gutem Grund eine Symbolschrift entwickelt hat, dazu zwingen, dass sie ihre Sprache und damit einen guten Teil ihrer Kultur aufzugeben haben? Nur weil du denkst, deine von dir gewählte Sprache wäre besser für sie? Warum nehmen sie nicht jetzt schon englisch, wo es doch so viel leichter ist?
 
@wolle_berlin: "Die ganze Welt **spricht** Englisch" ;) Man wird zwar in jedem Land der Welt überall einen finden der Englisch spricht, wenn man z.B. im Urlaub die jeweilige Ortssprache nicht kennt, irgendwann in naher Zukunft, wenn es bei den meisten Urlaubszielen nicht eh schon so ist, wird dieses auf Chinesisch/Mandarin oder Indisch/Hindi aber auch zutreffen. Laut de.wikipedia.org/wiki/Weltsprache liegt Spanisch sogar noch leicht vor Englisch, und Arabisch ist wohl auch am kommen. Im Internet mag Englisch zwar die vorherschende Sprache in Schriftform sein (noch???), aber insgesamt würde ich Englisch eben nicht als die führende Sprache der "ganzen Welt" ansehen. Wenn ich selber mich nicht so extrem schwer mit Fremdsprachen tun würde, hätte ich schon längst begonnen Mandarin zu lernen.
 
@Lastwebpage: Die Handelssprache ist Englisch. Und so lange Koks nicht legal ist, wird Spanisch es schwer haben:D Auch irgendwelche Kameltreibersprachen werden ist nicht werden, nur weil sie "mehr" sind
 
@wolle_berlin: Weil es nicht funktioniert. Das neue Muttersprachen-Englisch würde in jedem Land eine gewisse Eigendynamik entwickeln. Nach ein paar Generationen hätte man wieder haufenweise völlig unterschiedliche Sprachen.
 
@wolle_berlin: Theoretisch gut, praktisch nicht umsetzbar. Viele Nuancen und Feinheiten gehen bei der Übersetzung verloren, vieles kann gar nicht direkt übersetzt werden sondern muss umschrieben werden. Vor allem literaturwerke zu übersetzen ist verdammt schwer.
 
Also ich persönlich denke ja eher, dass es eine Frage von "Angebot und Nachfrage" ist. Ich meine, laut dem Artikel werden in der Studie Länder wie Island (318.000 Einwohner!) und Litauen (~ 3Mio Einwohner) mit Frankreich (65 Mio. Einwohner) und Deutschland (~82 Mio. Einwohner) verglichen. Na ist doch allein deswegen schon klar, welche europäischen Sprachen häufiger im Internet zu finden sind.
 
Leider wird bei diesem Bericht kein Link oder ähnliche Anhaltspunkte gegeben wo man diese Studie nachlesen kann.
Lediglich von "Experten" ist die Rede und später werden noch zwei Namen genannt.
Das ist BILD-Niveau, tut mir leid. Da kann man ja vieles behaupten.
Ich werde jetzt mal anhand der beiden Namen auf die Suche gehen was sich so rausfinden lässt.
 
@captstulle: Ich habe das des öfteren angemerkt, es wird trotzdem ignoriert. Vor allem bestimmte Autoren fallen dadurch auf dass sie Pressemitteilungen abtippen ohne einen Link zu liefern (höchstens die nutzlosen Links auf "Winfuture Specials"). Was im Print ja normal ist, ist im Web zu wenig
 
naja dann müssen sich die betreffenden leute dafür einsetzten das ihre sprachen ins internet kommen. z.b bei OpenSource in die jeweilige übersetzen etc.
 
@gast27: Und das digitale Zeitalter bietet dafür ja umfangreiche Möglichkeiten.
 
Was ist mit luxembourgisch?
 
@Mehrsau: Das heißt Lëtzebuergesch. Grüße ausm Saarland :D
 
@Markchen: jo, das wääs awwer sunschd kenner der nid aus demm Egge is ;-)
 
@Markchen: das hätte hier aber keiner verstanden ;-) grüße aus Trier :-)
 
Gut so! Sprache soll Leute verbinden, was bedeutet daß mehr als eine das genaue Gegenteil bewirkt. Ja, Chinesisch klingt wirklich scheiße und auch Englisch ist nicht wirklich eine sonderlich schöne Sprache, in solchen Fällen muß man sich einfach auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen.
 
Also Leute: schreibt mehr wikipedia Artikel in diesen Sprachen!
 
Mir egal. Ich habe trotzdem alle Ordner, mit dem von mir seit 1996 benutzten Namensbestandteil "Pictures", letztes Jahr in "Bilder" umbenannt und das wird jetzt auch nicht mehr geändert.
 
Die Digitalisierung ist nur das Sahnehäupchen, der Kulter-Imperialismuss der Amerikaner und Verbot mancher Sprachen (zb. in Polen war lange Zeit die Deutsche Sprache aufgrund der "Entgermanisuerung" verboten) ist einer der Hauptgründe. Ein weiterer Punkt der mit diese Dingen einheim geht ist das aussterben der Kulturen was man sieht wann man die Welt um 1900 mit der Welt heute vergleicht.
 
@Thaodan: Leider auch teilweise eine Folge des europäischen Kolonialisismus. Immer noch erkennbar, selbst wenn man sich die Karten über die Sprachenverbreitung der Neuzeit ansieht.
 
Die Welt wäre so viel einfacher mit nur einer Sprache. Schon allein die Schulzeit die man über die Jahre sparen könnte und die man für andere Fächer sinnvoll nutzen könnte käme der Bildung ungemein zu gute. Ich kann diesen Kultur Fanatismus nicht verstehen. Von mir aus könnten ruhig alle Sprachen abgeschafft werden und Englisch als Weltsprache eingeführt werden. Das ganze mit ein paar Jahrzehnten Übergangszeit. Das währe zwar eine sehr harte und schwere Zeit, aber dann bin ich überzeugt überwiegen die Vorteile die Nachteile bei weitem. Wo sind denn die pro Argumente für unterschiedliche Sprachen? Ja, gut, schöner Klang, einfach, umfangreich, einfach nur weil es Kultur ist,... aber auf der anderen Seite stehen fast unbegrenzte Kommunikation zu allen Menschen auf der Erde, extreme Zeitersparnisse, mehr zeit für "sinnvolle" Bildung, unbeschwerteres Reisen in alle erdenklichen Länder,... Und viele Vorteile von unterschiedlichen Sprachen würden mit den Generationen die mit nur einer Weltsprache aufwachsen verschwinden, weil für sie dieser Zustand einfach normal werden würde.
 
@markox: Nur als Anmerkung: Dieses Englisch würde dann logischerweise immer mehr zu einer synthetischen Sprache werden, weil es irgendwann ja keine Möglichkeit mehr gibt aus anderen (lebendigen) Sprachen Wörter oder Begriffe zu entlehnen und sich damit gegenseitig zu ergänzen.
 
@markox: Ein Isländer bräuchte für deinen Text nur 1/3 des Platzes. Na klingelts? Verschiedene Sprachen sind mehr wie nur eine 1:1-Übersetzung. In einer Sprache gibt es nur drei Worte für zBsp. 'Blau' in einer anderen dreißig Worte und die die die dreißig Worte verstehen, wissen wie diese dreißig Blautöne aussehen. Sprache ist Bewusstsein, sie macht alles begreiflich. Ich behaupte eine Sprache mit 50 000 Worten hat eindeutig dümmere Anwender wie eine Sprache mit 500 000 Worten. Da sind Zeitformen, Fälle und Steigerungen noch gar nicht reingerechnet, wo ich vermute zu viel kann auch verweichlichen. Auf der anderen Seite bestimmt Sprache auch die Geschwindigkeit des Denkens, wo der Isländer eindeutig einer der schnellsten Denker wäre, weil die Sprache kaum Ballast hat. Ich verstehe deine Überlegung und es ist sehr schön, wenn sich alle Menschen ohne Sprachbarriere verständigen können. Das würde auch nach meiner Auffassung viel vereinfachen. - Englisch ist auch nicht gleich Englisch. Viele Muttersprachler haben ein schlechteres Englisch wie Ausländer. Woran das liegen mag sollen ruhig Sprachwissenschaftler erforschen. Ich behaupte man wird eine Weltsprache finden aber es wird eine sein die sich entwickelt, neue Worte findet, die man eben überall versteht. Leider sind das aktuell eher Markennamen und technische Begriffe. Dass Englisch andere Sprachen unterwandert möchte ich deshalb nicht unbedingt behaupten. Alle Sprachen unterliegen einer Entwicklung und Vermischung mit anderen Sprachen. Sollten wir nicht, um Zeit bei der Bildung zu sparen alle Chinesich sprechen? Immerhin tun das schon die meisten. - So einfach wird es dann halt doch nicht und vll. ist es ja gut mehrere Sprachen zu kennen, um die Entwicklung zu begünstigen. Babelfisch und Universalübersetzer wären toll aber 500 000 Worte in 50 000 zu pressen kann nicht gerecht funktionieren ohne neue Worte oder Kombinationen zu finden. :)
 
@HattenWirAllesSchon!: Sind wir deutsch-Sprecher blöder als z.b. die Norweger? Die haben z.b. 29 Buchstaben im Alphabet, wir nur 26. Oder sind die Norweger blöder als wir, weil im norwegischen die Grammatik wesentlich vereinfacht wurde (z.b. gibts dort keine Fälle). Die Anzahl der Wörter, oder die Komplexität der Grammatik hat absolut nichts mit der Intelligenz zutun (die deutsche Grammatik ist sehr komplex, aber viele Regeln darin sind eigentlich schwachsinnig) - Dasselbe Wort kann bei unterschiedlicher Betonung der Silben eine völlig neue Bedeutung bekommen -> ein Wort, mehrere Bedeutungen - dadurch wird deine Vermutung schon mal entkräftet. Oder anders forumuliert: wer ist intelligenter, derjenige der mit nur wenigen Worten alles ausdrücken kann, oder derjenige der viele Wörter braucht um sich auszudrücken?
 
@HattenWirAllesSchon!: Ja, der Hinweis auf Chinesisch musste ja jetzt kommen ;-). Ich kenne da zwar keine genauen Zahlen, aber ich schätze mal "die meisten" sollen wohl chinesisch als Muttersprache haben, aber beherrschen tun mehr Leute die englische Sprache. Da es hier um Digitalisierung geht muss man auch die virtuelle Welt der Sprache berücksichtigen und die ist ziemlich englisch. Einen Quelltext auf Chinesisch habe ich jedenfalls noch nicht gesehen und ich kann mir auch schlecht vorstellen, dass es in planbarer Zeit gelingen würde die digitale Welt und das Internet komplett auf chinesisch um zu stellen, dann doch eher Englisch. Wenn ich das richtig sehe, gibt es doch sowieso keine richtige Chinesische Sprache, sondern so eine große Zahl sehr unterschiedlicher Dialekte, dass sich junge Chinesen aus unterschiedlichen Provinzen teilweise lieber auf englisch verständigen um nicht alle Dialekte lernen zu müssen :-). Und wenn die Isländer meinen Text kürzer schreiben können,... die Zeit in der man Kindern Fremdsprachen bei bringt könnte man zum teil auch dafür nutzten um ihnen bei zu bringen mit 10 Fingern blind zu schreiben, dann ist es nicht mehr so wichtig wie lang ein Text ist :-). Und wenn man sich tatsächlich einmal dafür entscheiden sollte Englisch als Weltsprache ein zu führen, dann würde das sicher nicht heißen, dass das Englisch in exakt der Form wie wir sie heute kennen stehen bleibt. Der Prozess würde viele Jahrzehnte, letztlich wohl sogar Jahrhunderte dauern in der gerade die Entwicklung der Sprache gefördert und sehr stark beschleunigt werden würde. Ich glaube nicht dass es jemals eine Weltsprache geben wird, wann auch immer. Es wird immer Menschen geben, die aus religiösen oder kulturellen bzw. Nationalstolz Gründen an Sprachen festhalten. Wenn ich da nur an Plattdeutsch denke und das es teilweise noch im Radio zu hören ist, oder die ganzen Dialekte die mit Stolz und Freude im tätlichen Leben gesprochen werden, obwohl man doch in Hochdeutsch schreibt. Kulturelle und Bildungsaspekte würden auf der anderen Seite allerdings auch auf andere Weise wieder gefördert werden. Alle Regionalen Ereignisse wie Feste, Nachrichten, Geschichten aus dem Leben,... alles was fest gehalten wird durch Texte, Filme, Videos oder Tonaufnahmen würde jeder auf der ganzen Welt verstehen, wirklich verstehen. Man hätte tausende Radiosender, Fernsehsender und und und.
 
@markox: Chinesisch/Mandarin: Erst- und Zweitsprecher: ~1,2 Mrd. Sprecher. Englisch: ~480 Mio. Sprecher - inkl. Fremdsprachler: geschätzte 1,5 - 1,8 Mrd. Sprecher. Aber davon ausgehend das es auch "ein paar" Menschen gibt, die Mandarin als Fremdsprache beherrschen, dürfte Chinesisch bereits die meist gesprochene Sprache auf diesen Planeten sein, oder zumindest Englisch sehr bald eingeholt und überholt haben.
 
@markox: Darf ich Fragen warum dann English? Wenn man deinen Gedankengang weiter verfolgt, kann man nämlich zu dem Schluss kommen, dass Englisch nicht die geeignete Sprache ist. 15 (???) verschiedene Zeiten, unregelmäßig Verben usw. da wäre doch sowas wie Esparanto, bzw. eine andere konstruierte Sprache, besser geeignet.
 
Man sollte sich auf paar grosse Sprachen einigen. Ansonsten ist dies natuerliche Auslese, was man nicht aufhalten kann, sollte man nicht auf biegen und brechen erhalten. Ist wie mit alten gebaeuden, klar sie waren damals Geschichtlich wichtig. Und? Sollen wir immer in der vergangenheit leben? Das sieht man an einigen Stadteilen immer sehr schoen. Alles neue Gebaeude, nur eins nicht. Das alte Denkmalschutz.. passt super da rein. XD Mir egal eigentlich, selbst wenn Deutsch abgeschafft werden wuerde. Solange man am Ende vorteile hat, ist doch ncihts dabei. Am Besten ist es aber wirklich, wenn jeder seine Sprache sprechen will, die er will und man aber gleichzeitig eine Weltsprache hat, die schon frueh beigebracht wird, damit man International kommunizieren kann.
 
die eu is doch gerne vorschnell dabei mit quoten um das zu erreichen was keiner wirklich breauch... ich hab schon angst vor sprachquoten...
 
Sprachen entwickeln sich ... nicht immer besonders Vorteilhaft, aber auch das liegt im Auge des Betrachters ... wenn der eine oder andere Dialekt bzw. Sprache sich nicht so gut verbreitet, dann gibt es dafür Gründe ... und schließlich geht nichts sofort verloren, es verschwindet erstmal in Speichermedien, früher waren das bevorzugt Bücher, heute Festplatten, CDs usw.

Und - ist es so ein großer Verlust, das Latein heute nicht mehr im Alltagsgebrauch verwendet bzw. gesprochen wird ? Zugleich bildet Latein die Grundlage einer einheitlichen Verständigung (Beschreibungen) in verschiedenen wissenschaftlichen Fachgebieten (Biologie, Medizin ...).

Sprachen sind Werkzeuge, diese müssen ihrem Zweck gerecht werden, tun sie dies nicht, sind sie nutzlos und werden dem entsprechend nicht mehr benutzt !
 
So ein Blödsinn. Das gleiche sagte man historisch mehrfach über die deutsche Sprache wegen des Einflusses von französischer oder lateinischer Sprache. Und was ist daran so schlimm, wenn ein Sprache, die nur ein paar 100.000 Menschen sprechen aus stirbt? In meinen Augen ist es viel aufwändiger, sprachspezifische Techniken wie Übersetzer für solche Sprachen zu konstruieren, als das es lohnen würde. Wenn diese Menschen wert auf ihre Sprache legen, werden Sie sich schon selbst um ihren Erhalt kümmern.....
 
"Um in Zukunft bestehen zu können, müssen sie aber nicht nur regional gesprochen, sondern von den Muttersprachlern auch online verwendet werden, was entsprechende technologische Voraussetzungen erfordert." Wat für Vorraussetzungen? Wenn ich bock hann uff saarlännisch ze schwetze dann mach ich'et halt. Gudd, ma krit halt einige Wörter bei da Rechtschreibprüfung rot aangestrich, awwa dat is kään Grund nit saarlandisch ze schreiwen. Ich mach'et halt nit weil et dann schwierichjer is verstann ze ginn. Ich denk dat is aach de Grund warum im Internet so oft Englisch statt Deutsch verwendet givvt, weil nit jeder üwwa 20 Spróóchen schwätzen kann. Et macht et halt ennfacher, wenn et ääne internationale Spróóch givvt.
 
Die Deutsche Sprache ist auch massiv bedroht und zwar durch 3 Sachen: a) Verblödete Jugendsprache b) Leute die nur noch in Abkürzungen reden z.B. iwie statt irgendwie und vor allem c) Denglisch. Wenn ich in einem Forum Sätze lese wie "Thx der Thread kann geclosed werden" stellen sich mir alle Nackenhaare auf. Irgendwann kann die Jugend dann gar kein Deutsch mehr und die alten verstehen nur noch Bahnhof. Mein Vater kann z.B. kein englisch, nie gelernt. Wenn der eine normale RTL II Nachrichtensendung (!) sehen würde, würde er die Hälfte nicht verstehen
 
@cobe1505: Ich stimme Dir zwar zu. Doch habe ich ich dabei resigniert. Ich bin heute schon froh, wenn ein Wortbeitrag die Grundlagen der Rechtschreibung in rudimentären Ansätzen erkennen lässt. Aber Eloquenz ist eben nicht jedem gegeben.
 
@cobe1505: Ich denke das ist auch von der Region, ob Stadt oder Land und dem Freundeskreis abhängig. In meinem Freundeskreis redet niemand Denglisch und auch ich vermeide eingedeutschte englische Begriffe, soweit es möglich ist. Auch Abkürzungen verwenden wir nie, wobei der regionale Dialekt bei uns auch schon einiges abkürzt. Aus "Sag mal" wird zum Beispiel "sáá móó", was meistens wie ein Wort ausgesprochen wird und der Satz "Kannst du mir ein Bier geben?" verkürzt sich zu "Kannschje mir è Bier ginn?", wobei die Wörter hier auch ineinander verschliffen werden (= "Kannschjemir è Bierginn?" ausgesprochen).
 
@cobe1505: Die Deutsche Sprache ist in Ländern wo sie verboten war fast ausgestorben.
 
"Eine ganze Reihe von europäischen Sprachen werden in der digitalen Welt unter Umständen nicht überleben." Es ist ja nicht so, dass die echte Welt auf einmal verschwinden würde.
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