Twitter muss Daten eines Demonstranten freigeben

Ein US-Richter hat entschieden, dass der Microblogging-Dienst Twitter Daten eines "Occupy Wall Street"-Demonstranten herausgeben muss. Bisher hatte sich Twitter dem widersetzt und gegen eine vorherige Entscheidung Berufung eingelegt. mehr... Twitter, Tweet, Vogel Bildquelle: my-walls.net Twitter, Tweet, Vogel Twitter, Tweet, Vogel my-walls.net

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So so, der böse Malcolm H. Harris ;)
 
Richter...die Übermenschen schlechthin. Sie tun alles, um ihre eigene Legitimation aufrecht zu erhalten.
 
@peripherie: Nobody beats the system.
 
@Sapo: ...but everybody can crack it.
 
Wer der Macht/Geld Elite ans Bein pinkelt, für den gibts keinen Rechtstaat.
 
@lubi7: Ist doch in jeder Diktatur so.
 
Ich kann mir vorstellen, dass Twitter sich hauptsächlich aus eigenem Interesse gegen das Urteil wehr und nicht aus Nächstenliebe. Weil so wie es aussieht müssen sie jetzt die Daten rausrücken und viele Leute werden sich
a) die Frage stellen, warum ein Zugriff auf die Daten immer noch bestehen (im Artikel steht ja, dass die betroffenen Tweets gelöscht wurden, dem würde ggü. stehen, dass Twitter aus gesetzesgründen die Daten bis zu einer gewissen Zeit speichern muss, dann hätten sie diesbezogen keine Schuld).
b) User würden sich zwei Mal überlegen, ob sie so ein Dienst wie Twitter in Anspruch nehmen, da die Daten ja belastendes Beweismaterial enthalten könnten (es sei mal dahin gestellt, wie legitim es ist, trotz bewiesener Schuld das Briefgeheimnis zu missachten)

Es hat wenigstens den positiven Effekt, dass zukünftige User sensibilisiert werden und nicht jeden sch.... veröffentlichen müssen, verstehe sowieso bis auf ein paar Ausnahmen nicht den Sinn, wieso alle so geil auf "Selbstoffenbarung" (siehe z.B. Facebook: ich sitze gerade auf der Kloschüssel und bin am furzen und sch.... nur dass ihr es wisst ;) sind.
 
Amerika....was erwartet Ihr?
 
Ich finde das richtig. Auch Demonstranten müssen sich an Gesetze halten. Irgendwie vergessen das viele viel zu schnell. Wir leben aber in einer Demokratie und vor dem Gesetz sind alle gleich. Auch ein Demonstrant steht nicht über dem Gesetz. Hat er was verbrochen, muss er dafür bestraft werden.

Was ich dann natürlich weniger verstehe, wäre wieso sich USA über Urteile wie das von Pussy Riots aufregen? Wo ist der Unterschied? Die Frauen haben einen Verbrechen begannen und müssen bestraft werden. Auch wenn manche die zu Demonstranten erklären. Wieso sollten die eigentlich Immunität kriegen? Darf ich dann auch eine Bank überfallen beim weg laufen: "nieder mit Putin" schreien und dann auf politische Verfolgung setzen? Ich hoffe USA gibt mir danach auch politischen Asyl und ich darf mein geklautes Geld behalten.
 
@yournightmare: Genau und wo wir schon dabei sind auch Mörder sollten nicht immun sein. Ja denn das hat auch garnix mit dem Artikel zu tun, darum sollte man Mörder verfolgen. So wie Assange wenn der was verbrochen hat muss der ausgeliefert werden weil auch das garnix mit dem Artikel zu tun hat. Demonstranten müssen natürlich alle Kommunikationsdaten offenlegen und gläsern werden ist ja klar weil es ist ein schweres Verbrechen über Brücken zu marschieren. Man stelle sich vor das würden alle machen, dann brächen die ja irgendwann zusammen. Endlich mal einer hier mit Köpfchen!
 
@lutschboy: Wenn 1000 Mann über eine Brücke marschieren, dann geht das in 2 von 3 Fällen schief. Unter diesen 1000 Menschen sind 950 normale Demonstranten, 50 davon sind Hooligens, die eine Möglichkeit sehen in diesem Chaos unbemerkt randalieren zu können. Deswegen muss vor jeder Demonstation klar geregelt werden, wo demonstriert werden darf, wo nicht. Wer sich nicht dran hält, soll bestraft werden. Es ist immer noch ein Gesetze wie jeder anderer.

Ich habe nur einen Freund dessen Auto in Moskau zerstört wurde, weil manche Demonstranten unter Demontration immer Randalle verstehen. Damals wurde die Organsatoren übrigens auch für 2 Tage festgenommen, weil zuvor klar gesagt wurde, dass an dieser Stelle niemand für Sicherheit garantieren kann, wenn es mal chaotisch wird.
 
"In diesem Fall geht es um gelöschte Tweets" Tja, nächstes mal richtig löschen (=wipe), dann gibts nichts zum Herausgeben und auch keine Gerichtsverfahren und oben drauf kostenlose Werbung weltweit, wenn bekannt wird, dass das Unternehmen vernünftig mit den Daten der Kunden umgeht.
 
"...und berief sich dabei auf den '4. Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten..." "Dem schloss sich der zuständige Richter aber nicht an..."

Ach wenn das so ist. Der Richter schließt sich dem ganzen einfach nicht an. Scheiß auf die Verfassung. Scheiß auf die grundlegenden Menschenrechte die dort festgehalten werden. Er ist ja schließlich der Richter.

Ich weis warum ich dieses Land nicht leiden kann.
 
@KastenBier94: Nun ja. Auf der anderen Seite empfindest Du offenbar Deine Interpretation der Gesetzeslage (die Du unter Garantie schlechter kennst als der amerikanische Richter) auch als "richtig" oder zumindest als "besser". Der Richter hat auch seine Ansicht und ist in der Position, diese umzusetzen. Dieser Newsartikel informiert unter Garantie nur äußerst bruchstückhaft, worum es konkret geht ist nur kurz zusammengefasst, die wirkliche amerikanische Gesetzeslage kennen wir gar nicht (ich zumindest nicht). Woher also die Überzeugung, hier sei der Richter der Böse? Natürlich ist das möglich. Aber eine automatische Annahme in diese Richtung ergibt sich aus dem Artikel nicht.
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