Privatsphäre: Behörde weist Assange-Klage ab

Die britische Medienbehörde Ofcom hat eine Klage bzw. Beschwerde von Julian Assange abgelehnt: Der unumstrittene Wikileaks-Gründer hatte beklagt, dass seine Privatsphäre bei einer TV-Dokumentation, in der er beim Tanzen in einem Nachtclub zu sehen ... mehr... Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Bildquelle: espenmoe / Flickr Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist espenmoe / Flickr

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Wird ihm in der Botschaft etwa langweilig ? :D
 
Irgendwann wird es einfach nur noch lächerlich. :(
 
Mich wundert eher das man solche Meldungen zu lesen bekommt und zb. keinen Bericht über die Doku selbst !
 
@~LN~: Ein Jahr nach deren Ausstrahlung? (Ganz abgesehen davon, dass wir keine Programmzeitschrift sind...)
 
@witek: "Der UNumstrittene Wikileaks-Gründer". Ja, doch, also bei näherer Überlegung ist zweifelsohne der Wikileaks-Gründer :)
 
@witek: @ "Ungefragte Enthüllungen von geheimen Regierungsdokumenten sind für Julian Assange bekanntlich alles andere als ein Problem, in Bezug auf seine eigene Person ist der Australier aber deutlich weniger tolerant." -> Dir ist aber schon klar, dass ein Unterschied bei der Transparenz von Staaten/staatlichen Institutionen, die von uns Bürgern bezahlt werden und uns dienen (sollten), und einer Privatperson, die ein Recht auf Privatsphäre hat, besteht - also was soll der Vergleich!?
 
@moribund: Ist mir schon klar. Aber: Assange ist längst kein "einfacher" Privatbürger mehr, sondern eine Person, die sich sehr ins Licht der Öffentlichkeit gedrängt hat. Sowohl mit Wikileaks als auch durch eine gewisse Geltungssucht, die sicherlich nicht nur ich attestiere. Anders gesagt: Wer so viel austeilt wie er (mit Wikileaks ...im Übrigen betreffen die Konsequenzen der diversen Veröffentlichungen auch stets andere Menschen und nicht nur anonyme Regierungen), der sollte auch ein wenig aushalten können.
 
@witek: Aber auch eine Person der Öffentlichkeit hat immer noch ein Mindestmass Recht auf Privatsphäre und ist mit Staaten und deren Institutionen nicht vergleichbar ...im übrigen werden diese "anderen Menschen" in ihrer Funktion als "Staatsdiener" betroffen (z. B. wenn Aussagen von US-Botschafter xy veröffentlicht werden, dann in seiner Funktion als Botschafter).
 
@moribund: Das ist sogar nach Deutschem Recht so. Assange ist eine Person der Öffentlichkeit. Daher darf man sowas zeigen. Man muss "Promis" vorher nicht um erlaubnis fragen ob man es ausstrahlen darf oder nicht. Bei dir oder mir schaut es anders aus.
 
@refilix: Gab es bei Euch in Deutschland (bin Österreicher) nicht vor ein paar Jahren einen Prozess irgendeiner dieser Promi-Adeligen gegen die "Bunte" wo klar festgestellt würde, dass auch öffentliche Personen ein Recht auf Privatsphäre haben? Außerdem glaub ich kaum dass sich Assange auf "deutsches Recht" beruft...^^
 
Na aber er selber Pfeift auf das Einverständiss von Anderen! Langsam mag ich diese Type echt nimmer...
 
@NeoLineDE: das müsste man differenzieren , was wikileaks veröffentlicht ist schliesslich auch von öffentlichen Belang... alledings hätte ich hier auch darauf verzichtet ob so´n Dance gezeigt wird oder nicht, das hatte bisher eh niemand gekümmert. Ich vermute Assange will Dinge vermeiden die ihn schlecht aussehen lassen weil das Boulevard sowieso nur darauf rumreitet um von den Kriegsverbrechen der USA abzulenken.
 
@~LN~: darf ich dann auch in die asservatenkammer der poliizei und mich bedienen?immerhin ists ja von oeffentlichem belangen und sicherlich was brauchbares dabei
 
@~LN~: Er selber hat doch diesen Weg gewählt, da sollte man doch damit rechnen das mal dinge in den Medien auftauchen die da eigentlich nicht rein gehören. Stell dir mal vor Prominente würden wegen so einem Furz ein theater machen. Und prominent ist er ja jetzt numal.
 
@~LN~: Ach komm, die USA sind nicht die einzigen, die Kriegsverbrechen betreiben, da gibt es auch noch viele andere Ländern. Wenn Wikileaks Kriegsverbrechen aufdecken, dann aber von allen Ländern (auch den europäischen). Ich finde es aber trotzdem richtig, dass sie Kriegsverbrechen aufdecken, aber dann braucht sich Assange nicht wundern, wenn etwas über ihn veröffentlicht wird, was er aber nicht will.
 
@NeoLineDE: Siehe [re:03:re:3].
 
"Ungefragte Enthüllungen von geheimen Regierungsdokumenten sind für Julian Assange bekanntlich alles andere als ein Problem, in Bezug auf seine eigene Person ist der Australier aber deutlich weniger "tolerant". " Ist dies eine Aussage von den Medien-Wächtern oder von WF. Falls von den sog. Medien-Wächtern, ist dies ziemlich niveaulos, weil damit könnte man genauso gegen den Rechtsstaat argumentieren "Andere Menschen umzubringen ist für dich wohl kein Problem, mit dem eigenen Tod willst du dich aber nicht abfinden?" Sollte dies von WF kommen ist es dennoch ein absolut dummer Kommentar.
Wollte ich nur mal gesagt haben.
 
@XP SP4: Niveaulos? Du kannst nur Herrn Assange meinen...
 
@XP SP4: Das ist das Quote der Medienwächter und damit zeigen sie schon klar auf welcher Seite sie sich positionieren, jedenfalls nicht auf der Seite der Enthüllungen von Kriegsverbrechen.
 
@XP SP4: Aber es trifft den Nagel doch auf den Punkt. Auch wenn es nicht für den Pulitzerpreis taugt so ist es jedoch eine Tatsache das Mr. Assange sehr Einseitig denkt was das veröffentlichen von Informationen angeht.
 
@Tomarr: Ich bin nicht Assanges Anwalt und möchte ihn auch nicht verteidigen, aber das Recht einer einzelnen Person auf Privatsphäre kann rechtlich nicht mit der Veröffentlichung von politischen Informationen gleichgestellt werden. Dementsprechend halte ich diese Aussage "Ungefragte Enthüllungen von geheimen Regierungsdokumenten sind für Julian Assange bekanntlich alles andere als ein Problem, in Bezug auf seine eigene Person ist der Australier aber deutlich weniger "tolerant". " für absolut unangemessen - egal, wer es gesagt hat. Schließlich geht es bei den "Enthüllungen von geheimen Regierungsdokumenten" um öffentliche Angelegenheiten, bei denen Staaten sogar die eigene Bevölkerung hinter das Licht geführt haben... Ich hätte an Assanges Stelle und in seiner Situation derzeit jedoch von einer Klage abgesehen...
 
@emcebe: Du verstehst mich falsch. Natürlich kann man es nicht vergleichen, aber es umschreibt es recht gut. Und Assange ist in einigen Fällen wo er Fotos von Hubschrauberpiloten veröffentlicht hat ebenfalls zu weit gegangen. Übrigens, bei der veröffentlichung von geheimen Dokumenten kann es sich nie um eine öffentliche Angelegenheit handeln. Ich weiß dadurch zwar was du meinst, aber es ist genau so falsch wie die erste Aussage.
 
@Tomarr: Ja, da hast Du wohl recht - er ist in einigen Angelegenheiten zu weit gegangen. Was meiner Meinung nach niemanden (vor allem Gerichten) das Recht geben sollte, es ihm gleich zu tun. Und natürlich sind "geheime Dokumente" nicht für die Öffentlichkeit - aber in Fällen, wo die Öffentlichkeit bewusst getäuscht wird, aus welchen Gründen auch immer, fühlen sich Bürger von Ihrer Regierung geblendet - in diesem Sinne empfinde ich es als "öffentliche Angelegenheit".
 
@emcebe: Naja, solange irgendwas Geheim ist wird immer irgend jemand schreien warum das geheim gehalten wird. Zumal Wikipeadia nicht unbedingt alles detailiert hinterforscht. Das letzte Video was ich gesehen habe war ein Gebäude, Angriff per Helikopter mit Rakete. Zufällig geht ein Zivilist vor das Gebäude in dem Moment wo das Geschoss einschlägt. Große Überschrift, dem Piloten war es Egal. Dass das Geschoss bei der heutigen Technik vielleicht schon 5 Minuten unterwegs war interessiert niemanden. Bzw. ich kenne das ja auch. Angespannte Situation, man konzentriert sich auf seine Aufgabe, und plötzlich passiert etwas unerwartetes. Man sieht es dann einfach nicht. Kann aber nur jeder nachvollziehen der schonmal eine Vergleichbare Situation hatte.
 
wikileaks hat ein video hochgeladen wo menschen getötet wurden. und nicht ein bill clinton blase video. man sollte zwischen privat und öffentlichkeit unterscheiden!
 
Soso, öffentliche Plätze... wie war das noch mit den Google Streetview klagen?? Da zählte plötzlich das Argument mit den öffentlichen Plätzen nicht wenn Leute privat gefilmt wurden. Besser noch, die wurden ja nicht gefilmt, sondern nur Fotografiert. Wenn da einer nackt vor nem ungeschützden Fenster rumturnt ist das ein fall von "selber schuld" würde ich sagen. Aber komischer weise sah das damals der große Teil der Leute anders.
 
Der zweite Absatz ist etwas populistisch. Oder hat Assange auch Dokumente von Privatpersonen die zb in einem Club tanzen veröffentlicht - und zwar obendrein entgegen Vereinbarungen die er mit diesen getroffen hat? Depeschen und Akten über Morde etc sind ja wohl was anderes als wenn er zb Privatvideos von Politikern verteilt. Mal ganz abgesehen davon dass Wikileaks nicht nur aus ihm allein besteht, sondern er nur der Sprecher war/ist. Er hat die Inhalte weder produziert noch hat er sie selbst geklaut, er war nur an einer offenen Plattform für Leaks beteligt. Aber wen interessieren so "Details".
 
"Assange hatte behauptet, dass ihm der Inhalt bzw. Fokus des Berichts falsch dargestellt worden sei." Das kennen wir ja aus dem deutschen Privatfernsehen ja schon zu Genüge. Dort werden auch Menschen in der Sendung anders dargestellt, als es ihnen versprochen wurde. Genaueres: http://www.fernsehkritik.tv (Folge 99 oder 94 zum Beispiel)
 
Iiiiiiiiiiiiiiiirgendwann wird ein Film darüber gedreht. Wie aus kleinen Informationen und einer Idee sie mit anderen zu teilen eine Masse gezielt in eine Richtung gelenkt wurde, eine Regierung in Frage gestellt usw. Dann kommt die Wendung, die "Bösen" schlagen zurück und versuchen die veröffentlichten Informationen als "falsch" darzustellen. Wenn ich es könnte, würde ich jetzt ein Aktionsreiches Ende dazudichten, aber ich bin kein Künstler. :)
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