Indien: Gratis-Handys für 70 Millionen Haushalte?

Die indische Regierung will Familien, die unter der Armutsgrenze leben, kostenlos mit Mobiltelefonen ausstatten. Noch ist das Vorhaben, das vom Büro des Ministerpräsidenten angeregt wurde, aber höchst umstritten. mehr... Handy, Mobiltelefon, Tasten Bildquelle: Jean-Etienne Minh-Duy Poirrier / Flickr Handy, Mobiltelefon, Tasten Handy, Mobiltelefon, Tasten Jean-Etienne Minh-Duy Poirrier / Flickr

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ob handys in diesem fall das richtige ist?
 
@Mezo: Verstehe - sehr interessante These. Argumentativ sehr überzeugend untermauert.
 
@MEGABEAN: Er meinte damit dass man Handys nicht essen kann...Was muss man da noch argumentativ untermauern?
 
@MEGABEAN: Was soll er den noch groß untermauern.

Zum einen was bringt ein Handy, wenn man nichts zu Essen hat.
Und was ist, wenn sie die 200 Freiminuten weg haben.
Dann können Sie mit dem Handy auch nichts mehr anfangen, weil sie es nicht nachladen können, wenn kein Geld da ist.
 
Ja ganz sicher ist es richtig, das in einem Schwellenland, Handys unters Volk gebracht werden! Nur ist es wirklich Gratis, wenn man noch die Kosten fürs telefonieren und Strom dazu nimmt (ich weiss bei uns heißt es auch Smartphone ab einen Euro*)? Was Lebensmittel angeht, in Indien und China befinden sich die größten Reiskammern des Erdballs.
 
@Graue Maus: Handy != Smartphone
 
was bitte sollen familien, die unter der armutsgrenze leben mit nem handy Oo? Erschließt sich mir grade nicht wirklich.
Das geld wär sicher sinnvoller in andere "förderung" gesteckt.
edit: wahrscheinlich verticken die familien so ein geschnek sowieso wieder, um sich das nächste essen für ihre kinder leisten zu können
 
@Sebaer: Telefonieren vielleicht ????
 
@MEGABEAN: mit wem denn? mit der nachbarsfrau austauschen wieviele kinder heute am hungertod gestorben sind Oo?
mal ganz abgesehen von folgekosten wie strom (wenn es überhaupt ne steckdose gibt) Ich glaube wenn du in indien unter der armutsgrenze lebst hast du andere sorgen als nicht telfonieren zu können
 
@Sebaer: Ich habe mir mal Gedanken gemacht was wirklich eine sinnvolle Entwicklungshilfe ist. Ich bin dabei auf vierrädrige Handkarren gekommen die man auch als Fahrradanhänger benutzen kann. Wenn so ein Karren die Fläche eines durchschnittlichen Einpersonenbettes hat, passt da einiges drauf was man damit wegtransportieren kann. Da die meisten Armen auch keine Bildung haben, wäre ein Transportunternehmen meist die einzige Möglichkeit was aufzuziehen. Desweiteren kann man sich solch einen Karren leicht zu einem Strassenstand erweitern, mit dem man dann Waren verkaufen kann die man sonst nur in Körben etlich weit schleppen muss. Mit so einem Karren kann man also immer irgendetwas aufziehen was ein bisschen Gewinn bringt.
 
@Sebaer: Vielleicht ist das schon mal ein Willkommensgeschenk, weil der Familienvater Computerspezialist ist (die brauchen wir bekanntlich)! Und unser Entwicklungsminister (Dirk Niebel) war ja in seinem vorigen Leben Berufsberater beim Arbeitsamt.
 
ein handy kann man nicht essen. sie sollten den armen lieber nahrungsmittel und unterkünfte zur verfügung stellen. die zustände in den indischen slums sind katastrophal.
 
@Lindheimer: so können sie sich ja wenigstens ne Pizza bestellen...
 
@Lindheimer: Dann weiss ich schon wo die nächste Spendenaktion von "Brot für die Welt" und "Miserreor" hingeht!
 
Der Finanzminister spinnt: 70 Millionen Mobile sind in Indien für weniger als die Hälfte des von ihm genannten Betrages herstellbar. Selbst hier in Mitteleuropa kriegt man Einzelstücke immer wieder für 10 Euro - und da sind mindestens 3 Euro Steuern enthalten.
 
@ringelnatz111: Verteilung und die angesprochenen 200 Freiminuten hast du mit einberechnet? RESPEKT
 
@SpiDe1500: Ich habe in Indien eine Simkarte für weniger als einen Euro gekauft. Darauf war ein Startguthaben, mit dem ich 5 Wochen telefoniert habe. Das war im März d.J. Es ist noch genug Guthaben übrig, um innerhalb von 2 (zwei) Jahren damit weiter zu telefonieren. Merke: Die horrenden Mobil-Kosten in Deutschland gibt es nur in Deutschland. Irgendwas habt ihr da verschlafen...
 
Hatte Indien nicht mal vor gehabt, kostenlose Medikamente zur Verfügung zu stellen ? Wäre wenigstens hilfreicher
 
@algo: Es gibt in Indien nicht nur kostenlose Medikamente für Arme, sondern auch ärztliche Behandlung in staatlichen Krankenhäusern. Dazu kostenlose Impfungen, Verhütungsmittel und Beratung. Allerdings hilft bei der Finanzierung die Welt-Gesundheitsorganisation mit. Natürlich entsprechen die Leistungen nicht denen Deutscher Krankenkassen. Die kosten im Monat auch mehr, als ein einfacher Arbeiter in Indien in Jahr verdient.
 
Ganz so unsinnig ist dieses Projekt nicht. Vergleichen wir mal die Nutzung von sehr günstigen Handys und Smartphones in Afrika mit der angedachten Situation in Indien. In Afrika gibt es SMS Apps, Mini Java Apps, Androids etc. Darüber können viele Services abgewickelt werden. Gesundheitsfragen, Aussaat Fragen, Preise für Saatgut, Behördenfragen, etc. Zudem könnte Indien hier mit Projekten in Afrika und Süd Amerika kooperieren. Nicht nur bei der Nutzung, Verteilung sondern auch bei der Produktion. In Indien gibt es sicher Produktionsstandorte welche ein günstiges Phone herstellen können. Das Geld bleibt also hier schon einmal im Land. Zudem könnte das Projekt auch auf 140 Millionen Haushalte vergrößert werden dafür jedoch gestreckt. So könnten 5 Jahre lang jährlich 14 oder 28 Mio Geräte hergestellt werden. Jetzt noch ein nationales OS Auflegen welches sich an Afrika oder Südamerika (Linux Basiert) orientiert und schon hat Indien "Infrastruktur" und "Nachhaltigkeit" geschaffen. Das ganze kombinieren wir jetzt mit regionalen oder kommunalen Werkstädten welche Solarmodule für Handyaufladung etc. (es soll ja in Indien schon Desktop Solar Projekte geben. Und wieder Arbeitsplätze. Sicher, die Investitionssumme wird nun größer sein doch der Fonds dafür (siehe oben) ist doch dafür genau da. Das ganze können wir ja mal weiter spinnen... daraus könnte so einiges m mehr werden.Zugang zu unabhängigen Medien, eigene Blogs und Webseiten, regionale Förderung durch Kommunikation und modernes Technologien. Warnungen vor Hochwasser, Sturm etc. Es ist vieles dadurch möglich. Das ermöglichen zur Kommunikation und Austausch ist der erste Schritt hin zu mehr Teilhabe. Daher ist dieses Projekt nur zu begrüßen.
 
ich sehe da nur eine Art, wie diese 70 Millionen Menschen überwacht werden sollen.
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