Legales E-Book-Portal scheitert an Autoren-Starrsinn

Die Bücher-Plattform LendInk ist am Unverständnis über ihr Funktionsprinzip seitens einer ganzen Reihe von Autoren und Verlagen gescheitert. Das Angebot, über das sich Nutzer E-Books legal verleihen konnten, wurde nach zahlreichen Klagedrohungen ... mehr... Apple, Tablet, iOS, Ipad, E-Book, Ibooks Bildquelle: Apple Apple, Tablet, iOS, Ipad, E-Book, Ibooks Apple, Tablet, iOS, Ipad, E-Book, Ibooks Apple

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Da sieht man mal wieder: Autoren geht es nicht um die Schaffung von Werken, sondern um GELD!
 
@lordfritte: Ist wie bei der Musik .. eigentlich laeuft da alles ueber einen Publisher. Dieser wird hier wohl auch die treibende Kraft gewesen sein
 
@lordfritte: Die Autoren müssen eben von etwas leben. Wenn man kein Bestseller-Autor ist, dann muss man zudem häufig noch einen Nebenjob haben. Viele Wissenschaftler können nur deshalb publizieren, weil sie z.B. einen Job an der Uni haben. Da ist schon klar, warum jedes verkaufte Buch zählt. Trotzdem wäre die Plattform sehr interessant.
 
@elbosso: Nur wollten die offensichtlich nicht kooperieren. wäre doch ein leichtes gewesen zu sagen: Oh, feine Sache. Die User leihen sich die Bücher gegen eine geringe Gebühr aus (z.B.1$/w). Und können es danach nicht weiter nutzen. Video on Demand funktioniert doch auch halbwegs. Aber wer nur darauf aus ist das Maximale aus einer Sache raus zu holen und nicht erkennt dass Kleinvieh auch Mist macht wird in der digitalen Welt nicht mehr lange überleben. Bei den Rechteverwertern, egal ob Audio, Video oder wie jetzt lesen sitzen Leute die mit den aktuellen Medien nichts anfangen können und alles neue verteufeln. Ein Umdenken muss her.
 
@wieselding: Und da sind wir wieder beim Diktat des Faktischen. Was geht muss erlaubt sein... Vielleicht sollte vor dem UMdenken erst einmal die einfachere Form des Denkens angewandt werden und das alles doch etwas differenzierter betrachtet werden.
 
@kleister: Lies dir einen aktuellen Gesetztestext durch. Ganz schnell wirst du erkennen dass "einfaches Denken" unerwünscht ist.
 
@wieselding: Die aktuelle Gesetzgebung funktioniert hinten und vorne nicht, da hast du absolut recht. Aber genausowenig sind Autoren etc. nur geldgeil, rückständig und nahezu uneingeschränkt melkbar. (Edit: Minus-)Reaktionen wie auf #01 re:2, halte ich für höchst bedenklich, denn elbosso schreibt nichts als die schlichte und gültige Wahrheit. Aber das will der thumbe Mob nicht wissen und freut sich, wenn auch die News noch munter mit aufs Opfer einschlagen.
 
@wieselding: "Aber wer nur darauf aus ist das Maximale aus einer Sache raus zu holen und nicht erkennt dass Kleinvieh auch Mist macht wird in der digitalen Welt nicht mehr lange überleben." - Der Umsatz beim Musikdownload ist gerade gestiegen. Reines Wunschdenken also, was Du da schreibst.
 
@wieselding: Die Autoren brauchen erst den selben Schuss ins eigene Knie, wie die treibenden Kräfte der Musikindustrie, welche nach einer gewissen Zeit dann doch die Finger von gewissen DRM-Maßnahmen gelassen haben.
Traurig, dass manche Menschen nicht in der Lage sind, von Anderen zu lernen. Scheinbar ist es tatsächlich so, dass nur Schaden klug macht.
 
@wieselding: Das Umdenken muss aber auch auf Seiten der Konsumenten stattfinden, nicht nur auf seiten der Anbieter. Solange die kostenlosmentalität der Internetuser grassiert, solange versuchen Anbieter von z.B. digitalen medien, das maximalste herauszuholen.
 
@iPeople: Wenn ich kriminalisiert werde weil ich etwas verleihe, kann ich den Fehler nicht auf Konsumentenseite suchen. Das verleihen jedweder Güter (auch gegen Bezahlung) gibt es seit Menschengedenken. Selbst bei Schimpansen wurde solches Verhalten schon festgestellt. Und die Contentindustrie kriminalisiert das.
 
@wieselding: Man dürfte eigentlich gar nichts mehr kaufen...Bei uns in der Firma haben wir immer noch dicke O'Reily Bücher statt
EBooks, weil diese für jede Person einzeln lizenzsiert werden muss...Es müsste mal auf EU Ebene entschieden werden, dass digitale Güter nicht anders als normale Güter behandelt werden darf...Dann hört auch dieser Blödsinn mit der Softwarebindung an den Account (Steam/Origin/etc... auf)
 
@wieselding: wo wurde jemand kriminalisisert ?
 
@elbosso: Warum elbosso hier Minuse bekommt, ist mir ein Rätsel. Er hat doch Recht. Ich kenne eine ganze Menge Autoren und Geld verdienen geht anders! Ich nehme mal an lordfritte geht noch zur Schule und hat keine Ahnung was es heißt, seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen. Damit will ich aber überhaupt nichts gegen LendInk sagen (E-Books und deutsche Verlage sind generell ein Trauerspiel), sondern nur gegen die dämliche Aussage, dass Autoren keine Werke schaffen wollen sondern nur Geld. Ich habe selten etwas dümmeres gelesen.
 
@eraserhead: Es tut mir leid dich enttäuschen zu müssen, aber es gibt keinen Anspruch davon leben zu können. Ich kann leider auch nicht davon leben, wie 99% aller anderen Menschen auch, die arbeiten müssen. Das Problem liegt aber im System ansich. Ich bin sehr dafür, dass jeder seiner künstlerschen Ader nachgehen kann, aber dafür sind wir im falschen System geboren worden.
 
@eraserhead: Ein E-Book kostet in Deutschland fast genauso viel, wie die gedruckte Ausgabe. Allerdings kann ich die gedruckte Ausgabe weiterverkaufen, verleihen oder verbrennen. Bei der digitalen Version möchte ich die gleichen Rechte oder einen deutlich geringeren Preis. Wer LendInk verbieten lässt, muss logisdcherweise auch alle Bibliotheken schließen lassen, die machen das Gleiche!
 
@lordfritte: Das war schon immer so, und wird auch nicht anders werden. Solche Schmarotzer-Autoren gilt es strickt zu meiden. Es gibt genug andere, die ihr Verstand und die Kundschaft nicht verlieren.
 
@lordfritte: Es ist IMHO etwas kurz gegriffen, die "raffgierigen" Autoren hier an den Pranger zu stellen. Sicher, es gibt auch Kreative, denen es an Flexibilität im Umgang mit den "neuen" Medien fehlt, aber die Initiative für eine öffentliche Ablehnung geht in der Regel (oder zumindest sehr häufig) von den Rechteverwertern aus. Aus eigener Erfahrung weiss ich nur zu gut, welch teilweise massiver Druck auf die Autoren, Musiker etc. durch die Verwertungsgesllschaften ausgeübt wird. Auch werden von den Verwertungsgesellschaften ganz bewusst Ängste bei ihren Migliedern geschürt, anstatt sachlich und wertneutral über den Umgang mit den neuen Medien aufzuklären. Die negativen Aspekte werden dramatisiert, die Chancen die sich aus einem geschickten Umgang mit den modernen Technologien für den Kreativen selbst ergeben, werden seitens der Verwertungsgesellschaften völlig ausgeblendet. Der Künstler, welcher Mitglied in einer solchen Verwertungsgesellschaft ist und Eigeninitiative entwickelt um die neuen Technologien gezielt nutzbringend für sich einzusetzen wird torpediert / boykottiert ... alles Gründe, weshalb ich bereits vor längerer Zeit aus den Verwertungsgesellschaften, bei denen ich Mitglied war, ausgetreten bin ... und ... oh Wunder ... ich bin noch nicht pleite ...
 
@pessoa: Dann bleibt aber noch die Frage, warum die Autoren sich überhaupt an Rechteverwertern wenden. Es zwingt sich doch keiner dazu. Das Internet bietet so viele möglichkeiten auch ohne diese populär zu werden.
 
@eilteult: Natürlich wird kein Autor, Musiker etc. gezwungen Mitglied in einer Verwertungsgesellschaft zu werden ... aber in der Praxis sieht es häufig einfach wie folgt aus: Der Autor, Musiker, Fotograf etc. hat wenig Ahnung von den rechtlichen Aspekten die sein Tätigkeitsfeld betreffen (auch die "Studierten" wissen da eher wenig, da der Business-Bereich im Studium weitestgehend ausgeklammert wird). Dann landet man im freien Markt und es kommt ein Vertreter einer Verwertungsgesellschaft auf einen zu - oder labert einem ein Ohr ab wenn man sich nur mal eben über diesen oder jeden rechtlichen Aspekt telefonisch bei ihnen informieren will - und man bekommt erklärt, dass die bösen "Konsumenten" sich gegen die Künstler verschworen haben und dass die Verwertungsgesellschaften einem all diesen Stress abnehmen, man müsse nur Mitglied werden ... da ist man schnell geneigt zu unterschreiben, schliesslich möchte man sich ja auf sein kreatives Schaffen konzentrieren, von dem was man tut einigermassen leben können und ausserdem möchte man mit all diesem bürokratischen Mist, all dem rechtlichen Kram am Liebsten gar nix zu tun haben. Mittlerweile findet aber - vor allem bei der jüngeren Generation der Kreativen, die mit der modernen Technologie aufgeachsen ist, ein Umdenken statt - woanders weit mehr als in Deutschland, was aber letzendlich auch an den rechtlichen Rahmenbedingungen und Kuriositäten des deuteschen Marktes liegt. Ich lebe mittlerweile überwiegend in den USA und dort ist man zumindest in diesem Punkt schon viel weiter. Ein Beispiel: Ein Kollege (David duChemin) in den USA hatte die nette Idee seinen eigenen kleinen "Verlag" zu gründen und gute, solide Tutorials, Bildbände und sonstige Fotoliteratur in Form von ebooks für kleines Geld (5$) zu publizieren und zu vertreiben ... die Rechnung ging auf. Würde das in dieser Form jemand hier in Deutschland versuchen, hätte dies als erstes eine Klagewelle zur Folge ... da kämen z.B. die großen etablierten Verlage würden mit Buchpreisbindung und wer weiss was noch alles an zum Teil wild konstruierten "Argumenten" gegen diese "Bedrohung ihrer Existenz" vorgehen ... und sie würden (zumindest in Hamburg) wohl auch noch "Recht" bekommen.
 
@lordfritte: Geht es dir bei deiner Arbeit nicht auch im Geld?
 
@lordfritte: Den Menschen geht es ums Geld nicht nur den Autoren, Musikern und Filmstudios, sondern jedem einzelnen MENSCHEN auf dieser Gottverdammten Welt!
 
@lordfritte: Wer leugnet, daß das das erste ist, woran man denkt und zu denken hat (ohne Wohnung, Nebenkosten, Essen, Waschmaschine, etc. tippt/schreibt es sich nicht so gut) ...der hat wohl schon zuviel Geld, oder der blöfft, da er hofft, dadurch zu Geld zu kommen. Wie bei den Mitgliedern des Arbeitsamtes ist es so, daß auch viele Künstler lediglich arbeitslose Selbstbeschäftiger darstellen - nur daß Künstler zumindest den Bürgern nicht auf den Sack gehen und von der Künstlersozialkasse etwas mehr erhalten als der ehrliche und direkte Arbeitslose.
 
Der positive Effekt den der Verleih von Büchern hat wird von den Verlagen irgendwie auch nicht gesehen. Als da wären: Erschließen einer neuen Leserschaft die dann auch Interesse an anderen Werken des Autors haben könnte. Eine generell höhere Bereitschaft Ebooks zu lesen weil man positive Erfahrungen mit der Unkompliziertheit des Systems hat. Eine positive Einstellung gegenüber dem Bereitsteller der Bücher (Amazon) was eine höhere Kundenbindung und Kundenzufriedenheit auch bei anderen Amazonprodukten zur Folge haben kann und so weiter und so fort.
 
Über eine Maschine im Web Bücherinteressenten zusammenzubringen ist vor allem bzgl des dadurch möglichen Umfangs des Bücherverleihens etwas ganz anderes als das Bücherverleihen im Freundeskreis. Das mag eine Grauzone sein, aber ist bei weitem nicht so harmlos wie es dargestellt wird. Ärgerlich mal wieder, dass derart tendenziös, einseitig und vorverurteilend und ohne jede Aufklärung berichtet wird. ___PS: @Lordfritte: Hurra und jetzt aber wieder flugs zurück ins intellektuelle Flachwasser.
 
@kleister: was spricht dagegen z.B. innerhalb seines FB-Freundeskreises sich Bücher gegenseitig auszuleihen?
 
@Link: Garnichts. Die durch LendInk mögliche Dimension ist aber um ein vielfaches grösser und hat mit 'Freundeskreis' nichts mehr zu tun. Das wird in der Selbstdarstellung und hier einfach unter den Tisch fallen gelassen.
 
@kleister: und? Das Internet ist nunmal weltweit, warum soll nur die Industrie davon profitieren (wenn sie denn will) und nicht auch die Privatpersonen?
 
@Link: siehe #01 re:4. Ist es denn erlaubt, seinen Gegenüber zu erschlagen, weil man es könnte?
 
@kleister: was isn das für ein dämmlicher Vergleich? Punkt ist: die Industrie profitiert ohne Ende von der Globalisierung (und das Internet ist ein Teil davon), wieso soll man also als Privatperson die Möglichkeiten nicht entsprechend auch nutzen können?
 
@Link: der Vergleich ist nicht dämlich sondern eindeutig. Möglichkeit ist ungleich Recht.
 
@kleister: einen Menschen zu erschlagen ist verboten, ein Buch zu verleihen nicht, also darf ich es auch an wen auch immer verleihen. Also entspricht die Möglichkeit in diesem Fall durchaus dem Recht, bei deinem Beispiel nicht.
 
@Link et ff.: Ich unterstelle mal, dass Einigkeit über die Untauglichkeit des aktuellen Urheberrechts herrscht und dass die weltweite Vernetzung neue Möglichkeiten geschaffen hat, die rechtlich nicht, nicht hinlänglich oder gar konträr geregelt sind. Ergo bedarf es überhaupt erst einmal einer umfassenden Rechtsschaffung. Dazu gehört eine Debatte zur Rechtsauffassung. Wo also ein bestehendes Recht durch neu geschaffene technische Möglichkeiten beginnt, Einfluss auf ein anderes bestehendes Recht zu nehmen, (was es bislang nicht oder so nicht konnte), dann steht diese rechstbeziehung zur Disposition. Das Argument, aus dem bestehenden Rechtsstatus heraus sei die neu geschaffene technische Möglichkeit gleich Recht, ist ergo nur formal, nicht aber im Sinne eines angemessenen Ausgleichs entgehenstehender Rechte und deren Interessen richtig. Also besteht hier Diskussions- und Handlungsbedarf. Genauso wie damals, als man auf die Idee kam, dass Totschlag i-wie ne sehr einseitige Rechtsauffassung zugrunde liegt.
 
@kleister: http://www.augsburgwiki.de/index.php/AugsburgWiki/Hofgarten -- ein öffentlicher Park in Augsburg. Da steht eine Schrankvitrine mit Büchern für "anonymes Bücherverleihen" (siehe Foto!) - für "Bookcrosser" heißt es da. Scheint mir ein sehr passender Vergleich zu der "neuen technischen Möglichkeit" zu sein - und nach gängiger Rechtsauffassung völlig legal. Es werden also überhaupt keine bestehenden Rechte verletzt, eine Diskussion ist im vorliegenden Fall nicht notwendig und es Bedarf keiner neuen Rechtsschaffung. Mit der dringenden Notwendigkeit einer Aktualisierung des Urheberrechts bin ich einverstanden, aber nicht einseitig, zugunsten einer gesetzlich verankerten Umsatzgarantie für Werkschaffende.
 
@kleister: die Verlage und Autoren sind (wie der Rest der Content-Industrie) doch gar nicht an einer angemessenen Diskussion, die die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt, interessiert. Die wollen bestenfalls dem Gesetzgeber diktieren, wie sie es gerne hätten, oder wie dieser Fall hier zeigt, setzen sie sich am liebsten über Gesetze hinweg und schließen nach der aktuellen Rechtslage völlig legale Angebote und das auch noch mit zweifelhaften Methoden. Richtige Vorgehensweise wäre sich mit dem Anbieter in Verbindung zu setzen und falls man zu keiner Einigung kommt meinetwegen dagegen zu klagen. Da die Content-Industrie aber sehr wohl weiß, dass das Angebot legal war, haben sie mal wieder einfach auf ihre Mafia-Methoden zurückgegriffen.
 
@User27: Das gibt es z.b in FFM auch quer durch die Stadt. In meinen Betrachtungen geht es ja nicht um legal und illegal. Legal ist derzeit in diesem Zusammenhang vieles, nur eben nicht tauglich. Anderes ist illegal und dadurch genauso untauglich. Mir geht es darum klarzumachen, dass LendInk nicht mit dem klassischen Bücherausleihen (privat, Bibliothek etc.) vergleichbar ist, weil es ganz andere zahlenmässige Dimensionen erreichen kann. Es wäre in Zukunft ein leichtes, mir jedwedes Buch zugänglich zu machen, ohne einen Cent zahlen zu müssen. Das Web stellt die Logistik dazu zur Verfügung, die ich bzgl Bibliotheken z.b. nicht habe. Das ist der rechtlich bislang nicht definierte Raum. Und ich sehe jeden Schaffenden als den definitiven Herrn über die Verwertung seiner Leistung. Es geht also nicht ums Leihen an sich, sondern um Umfang und Auswirkung.
 
@kleister: "Mir geht es darum klarzumachen, dass LendInk nicht mit dem klassischen Bücherausleihen (privat, Bibliothek etc.) vergleichbar ist, weil es ganz andere zahlenmässige Dimensionen erreichen kann." Ein Dienst ist also bedenklich, wenn er zuviele Leute erreichten könnte und zu große Dimensionen erreicht? Mit Verlaub, Dir scheinen echt die Argumente auszugehen, wenn Du schon mit solchen unsinngen Behauptungen kommst ... ebenfals unsinnig auch diese Behauptung: "Es wäre in Zukunft ein leichtes, mir jedwedes Buch zugänglich zu machen, ohne einen Cent zahlen zu müssen." Das geht komplett am Thema vorbei, denn die Bücher sind bereits bezahlt von demjenigen, der sie gekauft hat und bereit ist, sie zu verleihen. Was genau soll daran illegal oder bedenklich sein, wenn man nicht noch extra Geld dafür berechnet, einen Kontakt zwischen Verleiher und Ausleiher zu vermitteln? Bring doch bitte mal ganz konkrete Begründungen, statt immer neue Nebelkerzen mit diffusen Behauptungen zu werfen.
 
@Drachen: " Ein Dienst ist also bedenklich, wenn er zuviele Leute erreichten könnte und zu große Dimensionen erreicht? " Hübsch, wenn man einen Satz findet, dessen Bedeutung sich ohne weiteren Zusammenhang fast beliebig darstellen lässt um daran seine eigenen Argumente aufhängen zu können. So funktionierts aber nicht. Ich spreche nicht von Bedenklichkeit allein ob der schieren Grösse eines Dienstes. Ich zeige auf, dass hier ein Dimensionssprung vorliegt, und das bisheriges Recht und bisheriger Usus nicht diesen Dimensionen angemessen / angepasst sind. Denken hilft manchmal beim Denken. Aber das nur am Rande.
 
@kleister: Na die Jacke mit dem beliebig darstellen passt Dir doch deutlich besser als mir. Du kannst mir hier lediglich vorwerfen, kein fullquote zu machen, mehr nicht. Du hingegen greifst Dir nachweislich immer wieder Details aus dem Artikel ohne Blick auf den Kontext und wetterst dann dagegen. Auch heir wieder dieser Quark mit dem Dimensionssprung. Der Dienst vermittelt laut der Website lediglich Interessierte, daran ist nichts verwerflich und nichts bedenklich. "Denken hilft manchmal beim Denken. Aber das nur am Rande." Schön, dass Du das auch endlich erkannt hast. LendInk beispielsweise ist da schon deutlich weiter, von mir ganz zu schweigen *g* Also fang auch Du endlich mal an mit Denken und lass diese ganze Irreführung bleiben.
 
@Drachen: Wenn du keinen Zugang zu meinen Argumenten findest, ist es trotzdem keine Irreführung. Ferner beziehe ich mich keineswegs auf irgendeinen Text, schon gar nicht auf die Basher die auf LendInk losgegangen sind. Ich spreche die vereinfachende Darstellung des Schemas LendInk an und betone, dass das Prinzip begrüssenswert, von Lendink aber (noch ) nicht umgesetzt / gelöst wurde. Wenn du mit mir über Aspekte diskutieren möchtest, wovon ich gar nicht spreche und schon gar nicht so wie du es gerne darstellen möchtest, liegt das an deinem warum auch immer fehlenden Zugang zu meiner Rede. Soweit, so gut und Ende. Aus meiner Sicht ist alles bereits gesagt.
 
@kleister: Kleiner, aber feiner Fehler Deinerseits: Du hast diverse Behauptungen aufgestellt, die sogar mehrfach in klarem Widerspruch zu den Aussagen des kommentierten Artikels oder der Realität stehen oder sogar am eigentlichen Thema vorbei gehen. Nachweislich falsche Behauptungen sind jedoch keine Argumente, ebenso unsinnig ist daher Deine weitere Behauptung, ich hätte "keinen/fehlenden Zugang" zu Deinen angeblichen Argumenten ..... lies bitte den Artikel einfach nochmal in Ruhe durch, informiere Dich über das Bibliothekswesen, dann vergleiche mit Deinen Beiträgen. Wenns nicht zu lange dauert mit dem Aha-Effekt, kannst Du die gröbsten Schnitzer vielleicht noch revidieren. Schönes Wochenende :)
 
@kleister: Es ist nicht verboten, Bücher auch außerhalb des Freundeskreises zu verleihen. Da gibts auch keine Grauzone. So funktionieren Bibliotheken und Büchereien auf der ganzen Welt
 
@zwutz: Behauptet ja auch niemand. Das Problem liegt ganz wo anders.
 
@kleister: Und wo liegt das Problem dann?
 
@kleister: Ich erwerbe mit einem Gegenstand ein Nutzungsrecht was 24/7 gültig ist. Da davon auszugehen ist, dass ich dieses nicht annähernd wahrnehmen kann, bin ich meiner Ansicht nach berechtigt dieses für genau diesen Zeitraum auch zu verleihen. Wie das geschieht ist völlig belanglos. Nach dieser logik gibt es auch kein illegales Filesharing, da ab einer gewissen Verkaufszahl selbst Ausserirdische von der Nutzungsdauer mit einbezogen werden können. Die Illusion dass jeder sich jedes Produkt kauft und dieses nur für denjenigen Nutzbar ist, ist einfach nur ein feuchter Traum der BWL-Jünger. Deswegen versucht man auch die Weitergabe mit allen Mitteln zu verhindern.
 
@kleister: Deine Aussage ist ziemlicher Blödsinn. Zeige mit die rechtliche Bestimmung nach der ich ein Buch nicht an eine beliebige Person VERLEIHEN darf. Diese Regelung gibt es nicht. Was Du meinst ist das Recht der Privatkopie im Freundeskreis. Aber darüber spricht hier niemand, ganz besonders auch deshalb, weil hier mit dem Verleih kein Geld verdient wird.
 
@kleister: Wie bist du denn drauf? Mit Deiner Logik musst Du dann aber auch alle Bibliotheken verbieten lassen, die machen das Gleiche!
 
@alastor2001: Nein, weil Bibliotheken a) einen einen räumlich einschränkenden logistischen Aufwand für den Nutzer bedeuten und b) Neuausgaben nicht gleichen Tags in den Bibliotheken stehen. Es geht also um die mögliche Quantität, die in beiden Vergleichsfällen höchst unterschiedlich ausfällt.
 
@kleister: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlicher_B%C3%BCcherschrank -- gibt es sogar häufiger. Der räumliche Faktor ist mit dem Internet und der Globalisierung obsolet geworden. Die Welt ist ein Dorf. Auf der Anbieterseite wird gerne versucht, die Vorteile ausgiebig selber zu nutzen, während sie den Konsumenten vorenthalten werden sollen. Gewinnoptimierung ist die Motivation.
 
@User27: Das halte ich für eine selbstbemitleidende, unkonstruktive Argumentation. Aber du hast den Kern erfasst: Der Wegfall der räumlichen Dimension erfordert ein verändertes Recht. Des weiteren: warum darf denn jeder Hanswurst seinen Gewinn optimieren, nur ein Autor z.B. nicht?.
 
@kleister: Der Autor darf seinen Gewinn gerne optimieren, aber nicht durch eine "herbeigeführte, einseitige, gesetzliche Umsatzgarantie" oder durch eine Kriminalisierung von völlig legalem Nutzerverhalten.
 
@kleister: Ich würde mal sagen, Du warst lange nicht mehr in einer Bibliothek. Ich habe z.B. Online Zugriff auf alle digitalen Ausgabe von wissenschaftlichen Zeitschriften und zwar noch vor Herausgabe der Printausgabe. ___ Es wird auch Bibliotheken für E-Books geben müssen, da viele Publikationen in naher Zukunft gar nicht mehr gedruckt erscheinen werden. Den technischen Fortschritt wird man nicht aufhalten. Entweder man schwimmt mit oder wird weggespült.
 
@alastor2001: Ja, für das, was entsprechend auf diesem Kanal bereitgestellt wird. Beileibe aber nicht für alles und ungefragt.
 
@kleister: Bibliotheken sind nicht automatisch räumlich/regional begrenzt, das ist Unsinn. Im wissenschaftlichen Sektor ist Fernleihe sogar Standard, also online suchen, wo ein bestimmtes Buch zu haben ist und dieses dann ausleihen und zuschicken lassen. Völlig anders geartetes befristetes Lesen wäre auch etwas wie Leserkreis - Du kennst ja sicher diese stets aktuellen Magazine in den Arztpraxen etc. Die liegen praktisch bundesweit aus (keine räuliche Beschränkung also) und sind für faktisch jedermann zu lesen ohne Bezahlung. So oder so ist die vergleichbarkeit mit einer Online-Ausleihe oder vergleichbaren Vermittlung durchaus gegeben. Da ist nichts mit Grauzone oder Verharmlosung.
 
Leute, ich frag mich warum die Autoren nicht auf Amazons Verleihmöglichkeit eindreschen? Nein, natürlich nur an jemanden der die Möglichkeit - die MÖGLICHKEIT zu verleihen kenntlich macht und eigentlich nur als eine Art Partnerbörse tätig ist... Oh gott..
 
Mit dem Verleihen von gedruckten Büchern hat diese Plattform auch nicht mehr viel zu tun. Wie oft habt ihr schon Bücher an völlig fremde Menschen verliehen, die Hunderte oder sogar Tausende Kilometer von euch entfernt wohnen?
 
@Chris81: Ich werde das Gefühl nicht los du hast wie die Verlage die Technik dahinter nicht verstanden.
 
@Chris81: Ob ich mein Buch nun dem Nachbarn nebenan geb, oder jemand am andere Ende von Deutschland ist letztendlich auch egal. In Zeiten der globalen Vernetzung wär es nichts ungewöhnliches mit Internetfreunden rund um den Globus Sachen zu teilen. Aber klar ist das der Industrie ein Dorn im Auge. Hier stört man sich doch offensichtlich an der Tatsache, dass jedes verliehene Werk praktisch keine Einnahmen für den Autor bringt und damit wird es der Piraterie gleichgesetzt. Wer würde noch Ebooks kaufen, wenn er sie kostenlos leihen kann?
 
@Trashy: Wer kauft noch Bücher, wo es doch in jeder auch nur halbwegs größeren Stadt Büchereien, Bibliotheken oder Mediatheken gibt? Offenbar genug, denn Buchläden gibt es bekanntlich sehr viele.
 
@Memfis: also in meinen Büchereien gibt es keine aktuellen Werke, die gerade erst rausgekommen sind - solche Sachen muss ich immer kaufen.
 
@Trashy: Der Gedankengang dahinter, den ich nachvollziehe, ist doch, dass ich mein physisches Buch vlt 3 mal ausleihe, digital aber 300 mal an jeden, ders haben will. DAS macht den Unterschied.
 
@kleister: Nach dem genannten Geschäftsprinzip kannst du das eBook ja nicht mehrfach gleichzeitig verleihen. Das ist praktisch wie eine Verleihung einer DRM-Nutzungslizenz die über Amazon gespeichert wird. Dir wird sie entzogen und jemand anders bekommt sie und nach Ablauf der Nutzungsfrrist von zwei Wochen wandert die Nutzungslizenz an dich zurück. D.h wenn du es jemand ausleihst, kannst du es selbst nicht lesen oder an noch jemand verleihen. Bei 14 Tage pro User kannst es es also maximal 26x im Jahr an andere verleihen. Um auf 300x zu kommen, bräuchtest du also über 11 Jahre.
 
@Trashy: Ich gelange aber problemlos an Bücher, die sich gar nicht in meinem realen Freundeskreis finden. Punkt 1. Und 11 Jahre sind für Literatur oder wissenschaftliche Werke kein wirklich grosser Zeitraum. __________Das Prinzip der Web-Leihe halte ich btw für sehr sinnvoll, allerdings gegen Gebühr und nur, wenn die digitale Integrität der Daten sichergestellt ist. Beides leistet LendInk noch nicht.
 
@kleister: Bei sowas noch zwischen realen und virtuellen Freundeskreis zu differenzieren ist sehr altmodisch. Freunde sind Personen mit denen mal gleiche Interessen und Hobbies teilt, da ist es völlig egal, wo sie sich befinden. Früher hat man sich halt noch in Lesegruppen mit Personen aus der gleichen Stadt getroffen, heut kannste das virtuell auf Onlineplattformen und dich dort mit anderen über die Inhalte austauschen. Gegen eine Gebühr für so einen Dienst spräche auch nichts. Die könnte Amazon dann erheben, dürfte aber auch höchstens 50 Cent pro Buch oder eine pauschale 5 Euro Quartalsgebühr zur Nutzung des Dienstes betragen. Aber die Gesprächsbereitschaft seitens der Verlage und Autoren für sowas liegt scheinbar bei Null. Lieber lässt man der Piraterie weiter freien Lauf, statt durch neue Ideen legale Angebote zu schaffen.
 
@Trashy: Danke für [re:13]! Ich dachte schon fast, ich sei der einzige, der den wichtigsten Aspekt dieser Technik verstanden hat. Scheinbar glauben ja alle, dass dann plötzlich 100 Leute ein E-Book gleichzeitig zur Verfügung hätten. Und so in der Art scheinen die Publisher es ja wohl auch ihren Autoren und der Justiz weismachen zu wollen.
 
@DON666: Das mag für die an dem Twitter-Bash beteiligten gelten, ist aber nicht Gegenstand dieser Diskussion. Das haben (hier) eigentlich alle richtig verstanden. Der Dimensionssprung zwischen physischer und virtueller Freundesschar wie Zugänglichkeit ist nun mal erheblich, auch wenn keine 'Vervielfältigung' der Daten stattfindet. Einen anderen wichtigen Aspekt hat eilteult in [10] [re:03]schon dargelegt: Allein eine zusätzliche digitale Verfügbarkeit erhöht das Piraterierisiko erheblich. Solange so etwas unbeherrscht bleibt, ist es doch kein Wunder, dass viele Eigner schützenswerten Contents da extrem misstrauisch sind. Tun wir doch endlich mal nicht mehr so, als sei das Web eine Klosterschule. Dann werden auch Autoren etc sicherlich wesentlich gesprächsbereiter sein.
 
@kleister: "... allerdings gegen Gebühr und nur, wenn die digitale Integrität der Daten sichergestellt ist. Beides leistet LendInk noch nicht." Laut Artikel stellt die Site nur den Kontakt her, den technischen Ablauf regelt dann Amazon. LendInk kriegt die eBooks demzufolge nie zu sehen oder auf den eigenen Server, ergo ist auch dieser Einwand von Dir hinfällig. Und wieso es nicht ohne Gebühr gehen darf, kannst Du vermutlich auch nicht schlüssig begründen.
 
@Chris81: Wie oft hast du in den 80ern und 90ern Diskussionen mit Leuten geführt die tausende Kilometer von dir entfernt wohnen oder wie oft hast du dir von solchen Leuten Rat und Hilfe geholt? Also verschwinde aus dem Internet, denn wer nicht mehr der Zeit geht, geht mit der Zeit.
 
@Chris81: das lag aber auch nur an dem Speichermedium Papier, welches u.U. beschädigt werden könnte und es auch keine Platform gab, die sicherstellte, dass ich das Buch wiederbekomme. Theoretisch habe ich aber durchaus das Recht ein gekauftes Buch jedem x-beliebigen Menschen auszuleihen, es ist ja meins und ich kann damit tun und lassen, was ich will, z.B. auch weiterverkaufen.
 
@Link: Deswegen hat man auch den Weg über den Provider gewählt. Die Plattform an sich ist/war ja nicht illegal oder sagen wir illegal in den Augen der Verlage, usw.
 
@Chris81: die menschen sind nicht fremder wie fast jeder der sich bücher in einer bücherei ausleiht. Dass dies nun keine entfernungsgrenzen mehr kennt ist schlicht und ergreifend aufgrund des mediums möglich oder wie willst du ein buch z.B. nach china schicken, der da drüben lesen und er wieder zurückschicken...allein die postlaufzeit würde die 2 wochen wohl mehr als aufbrauchen.
 
@Chris81: Nur weil es bisher noch nicht möglich war, heißt es nicht, dass es nicht realisiert werden sollte. Die Verlage konnten ja früher auch mal keine DRM-geschützen pdfs verkaufen. Warum sollte im digitalen Raum anderes Recht gelten?
 
@Chris81: Stell Dir vor, ich habe schon Bücher an Leute verkauft, die mehrere 1000 km entfernt wohnen und das ganz legal...
 
@alastor2001: Was hat verkaufen mit verleihen zu tun?
 
@Chris81: Verkaufen ist doch wohl noch schlimmer als verleihen oder ;-)
 
Warscheinlich wird es so laufen wie in den 90´-2005 mit der Musikindustrie. Es wird viel illegal genutzt und den Autoren und den Verlegern geht einfach die Kohle durch die Lappen, bis ein großes Unternehmen eine Geschäftsidee die einfach gut ist umsetzt. Wenn sie weiter pennen wollen, dann soll man sie schlafen lasse.
 
@Lordlinux: so wirds wohl laufen...man will sich vom gewohnten nicht trennen und heult dann später weil man damit auf die schnauze fällt...
 
Die sollten froh sein, dass man hier eine Plattform aufbauen wollte, auf der legal erworbene Bücher eben verliehen werden konnten. Jeder, der jetzt von der Schließung angepisst sein wird, wird jetzt einfach auf illegale Angebote umsteigen, eBooks von OCH (oder sonstwas) zu saugen ist ja nun auch keine Kunst mehr.
 
Tja, der DRM-Müll ist auch der Grund warum ich aktuell nichts von E-Books halte. Wenn ich ein gedrucktes Buch durch habe, kann ich das noch izi weiterverkaufen. Gegenüber E-Book-Reader und teuren verseuchten DRM-E-Books spare ich richtig Geld. Und selbst wenn ich ein gedrucktes Buch nicht verkaufe, kann ich noch ein gutes Werk tun und es an Wissenseinrichtungen oder Jugendzentren verschenken. Für mich sind die Leute, die E-Books zu diesen Knebelbedingungen kaufen, einfach nur dumm.
 
@karacho: die meisten Leute, die ich kenne, stellen so ein Buch nach dem Lesen in ein Regal, wo sie es dann mehr oder weniger oft vom Staub befreien. Denen macht es nichts aus, ob sie das Buch verkaufen können oder nicht.
 
@karacho: lol, die sind nicht dumm, die können es sich leisten...
 
@karacho: Ein gedrucktes Buch verkaufen? Darf ich mal lachen? Was bringt Dir das denn? 1,50 Euro? Dafür verpackst Du es, bezahlst Porto, stellst Dich bei der Post an, um es abzugeben und kriegst womöglich noch eine schlechte Bewertung, weil der Käufer irgendwas zu meckern hat.
 
@Michael41a: Wo gibt es gute Bücher für 1,50 €? Porto bezahlt natürlich der Käufer...
 
@alastor2001: 1) booklooker, Amazon 2) Bei eBay wirst Du schlecht was los, wenn Du den Käufer das Porto zahlen läßt. Bei Amazon geht man teilweise gehörig mit dem Preis des Buches runter, weil das Porto auf 3 Euro festgelegt wurde. Das Internet ist nun mal kein Ort, wo die Leute mit Geld um sich werfen wollen. Ich habe früher Bücher verkauft, massenweise. Ich weiß, wovon ich spreche und würde es heute nicht wieder machen. Bücher lassen sich bestenfalls als Paket verkaufen. Ach ja, noch was: Ist das Buch ein Tick zu schwer/zu groß, schlägt die Post zu und das verkaufte Buch wird womöglich ein Draufzahlgeschäft.
 
@karacho: Ich verkaufe keine Bücher und selbst wenn ich es wollte, sind viele schon so alt und zerlesen, dass ich keinen Käufer finden würde :-) Aber DRM braucht trotzdem kein Mensch, denn wenn ich ein Buch gelesen habe, kann ich es von meinem Reader löschen und ein anderes Familiemmitglied kann sich das Buch dann auf seinen eigenen Reader ziehen. DRM ist dabei hinderlich und schränkt den Gebrauchswert des Buches enorm ein. Die e-Book-Preise werden hier auch sinken,w enn die deutschen Verlage endlich mal in der Realität ankommen oder wenn sie pleite sind, weil es es verpennt haben. Und die Reader, sorry, die werden von Jahr zu Jahr leistungsfähiger und dabei günstiger, das ist eine Anfangsinvestiotion und fertig. Meine Bücherregale haben zusammen mehr gekostet, von anderen Unterhaltungsgeräten im Haushalt ganz zu schweigen. ..... Ich würde mich an Deiner Stelle übrigens hüten, Leute als dumm zu bezeichnen, die kalkulieren ggf. nur ganz anders als Du und sind hinterher womöglich sogar die Klügeren ..... ein [+] hab ich Dir für den DRM-Teil trotzdem gegeben. cu :)
 
Die drei schlimmsten Verbrechensarten des Jahrhunderts in absteigender Reihenfolge: Content-Diebstahl, Steuerhinterziehung, Mord.
 
Interessant wäre, welche Autoren und Verlage für die Abschaltung verantwortlich sind....
 
Ich kann da nur eines empfehlen: Einfach nichts mehr kaufen. Weder als Buch noch als Datei. Der Konsument hält das länger durch, daer dadurch keinen Verlust erleiden würde. Aber anscheinend sind die Verbraucher dermassen Konsumgeil, dass sie sich so ziemlich jedem Diktat unterwerfen. Und Verlage und Autoren sollten auch mal darüber nachdenken, dass weniger auch mehr sein kann. Nämlich durch niedrige Preise aber entsprechend höherer Verkaufszahlen. Dazu müsste der Gesetzgeber jedoch auch bei uns die Buchpreisbindung aufheben.
 
@LastFrontier: Bei Büchern geht es weniger um den Konsum des Materials als um den Inhalt. Dies ist eines der höchsten kulturellen Güter die wir haben. Ich bin weder Verleger noch Autor, dennoch muss meine Arbeit rentabel sein. Wir alle wissen, wie findige Menschen es auch schaffen würden, diese Technologie einfach auszuhebeln.
 
@eilteult: in Augen des Gesetzgebers muss die Arbeit doch nicht rentabel sein, sonst hätte man Minijobs und Ähnliches gar nicht eingeführt. Aber für die Content-Industrie gelten wahrscheinlich wieder andere Maßstäbe...
 
@Link: Was für ein dummes Geschwafel, keiner tut etwas, was nicht rentabel ist. Das gillt auch für Minijobs in Verbindung mit Hartz 4. Entweder man macht sie nicht oder wird dazu gezwungen. Das steht aber in einem ganz anderen Verhältnis zu der Arbeit die du als Freiberufler oder selbstständiger machst. Auch als Autor muss ich von was leben und das tue ich nicht, indem ich meine Werke verscherbel oder durch Technologie verliere. Wir alle wissen doch, wo wir zu suchen haben wenn wir was brauchen und nicht dafür bezahlen wollen. Das wissen auch Autoren und Verleger. Warum sollte ich mich freiwillig dafür bereit stellen, meine Produkte dem zu unterwerfen?
 
@eilteult: Ich habe das Gefühl, dass sich viele (auch hier) mit Scheindisskussionen gesprächsbereit geben, aber genau an diesem Punkt machen sie allesamt zu und fangen mit der Contentmafia-Leier an. Dabei ist Diene Argumentation genau des Pudels Kern und jede Diskussion, die darauf nicht eingeht, einfach verlogen. Zu Viele tun so, als gäbe es diese Horden an Selbstbedienern gar nicht bzw als wären immer andere daran schuld.
 
@eilteult: Das ist ja die Crux. Selbst wenn ein PDF nur 20 cent kosten würde, gäbe es immer noch mehr als genug, die nicht einsehen würden auch diesen Betrag zu entrichten. Ist aber bei Musik und Software genau das gleiche. Es ist daher befremdlich, wenn Leute ein Produkt nicht kaufen, weil es ihnen zu teuer ist, es gleichzeitig aber irgendwo von einem torrent illegal beschaffen. So ein Verhalten ist nicht diskutabel. Die Geschäftsmodelle schon.
 
@eilteult: "Was für ein dummes Geschwafel, keiner tut etwas, was nicht rentabel ist." Dumm schwafeln tust Du tatsächlich. Als Fakt würde ich anerkennen, dass Menschen immer etwas für ihre Arbeit haben wollen, aber ebenso Fakt ist, dass der Gegenwert definitiv nicht immer Geld o.ä. sein muss und ist. Vielfach arbeitet man auch für ein Lächeln oder einfach nur Anerkennung (oft sog. "ehrenamtliche Tätigkeiten") und noch mehr arbeitet man für sich selber rein für den Spaß - man nennt das sehr oft "Hobby" o.ä., aber trotzdem arbeitet man auch dafür. Und das mit den Autoren (und sehr vielen Musikern) ist auch so ein Schmarrn; die haben alle irgend eine Arbeit gelernt und nebenbei mit Schreiben und Musik begonnen, es gibt sogar deutlich mehr Autoren, die ohnehin hautpberuflich eine "normale" Arbeit haben und nur wenige können vom Schreiben leben und haben deswegen die vorherige Arbeit aufgegeben.
 
@Link: der Staat erhält durch den Minijober oder ähnliches aber auch Steuern. Hier geht es einigen aber darum am besten überhaupt nichts zu zahlen.
 
@LastFrontier: es ging mir darum, ob man von seiner Arbeit leben kann oder nicht und offenbar ist es dem Staat egal, jedenfalls bei "Normalbevölkerung". Der Minijober hat nichts davon.
 
@Link: Muss ich dir aber ehrlich sagen: wenn ich von meiner Arbeit nicht leben kann, dann mache ich was falsch.
 
@LastFrontier: in erster Linie ist aber der Staat daran schuld, dass solche Jobs überhaupt existieren können. Ein angemessener Mindestlohn für alle und dann können die Leute von ihrer Arbeit auch leben, aber das muss der Gesetzgeber auch wollen.
 
@Link: Das ist so gewollt. Vom Staat und der Industrie. Leider sind nur die wenigsten clever genug sich diesem System zu entziehen. Wir bräuchten noch mal zehn Millionen Hartz IV Empfänger mehr. Dann würde es richtig weh tun. Aber statt diese Misere zu beseitigen schreit man nach der Green-Card um die Leute noch billiger aus dem Ausland zu holen. Ist aber ein anderes Thema und an diesem Thread wohl vorbei.
 
@Link: Ich bezweifle ja stark, dass sich aus der einen Schieflage sinnvolle Argumente für die andere Schieflage herleiten lassen.
 
Ja so ist das immer mit der Industrie. Neue Ideen werden immer gleich abgestempelt als Piraterie usw. Ohne wirklich mal zu versuchen neue Wege zu gehen. Ist ja mit dem Versuch von Hulu hier in Deutschland
 
@StefanB20: wieso? Da hat doch die Industrie einen neuen Weg versuch, nur ein Gericht hat das gestoppt.
 
@StefanB20: Die Industrie wollte ja - aber die Rechteverwerter ziehen nicht mit. Könnten ja wichtige Pfründe verlieren.
 
@LastFrontier: es war das Bundeskartellamt, dem das nicht gefallen hat...
 
@Link: Hast du Recht. Da werden aber schon ein paar Medienflüsterer (Lobby) mit angeschoben haben.
 
@StefanB20: ...die Etablierten versuchen eben alles, andere
von sich abhängig zu halten. "Neue Wege" würde bedeuten, daß
weniger Menschen von ihnen abhängig sind - was wiederum
bedeutet, daß sie weniger "PflegeGeld" erhalten. Was sie, die ich als hochkriminell organisierte Vereinigungen einstufe, zu Piraterie oder gar Kriminalität äußern, ist nicht der Rede wert - zumal es viele Texte, Bilder, Videos gibt, die entweder alt (inhaltlich jedoch zeitlos) sind oder CC unterstehen. Ihre "Produkte" müssen sie schon geistig Limitierteren als mir aufdrängen, ohne, daß diese es realisieren, daß ihnen etwas aufgedrängt wird.
 
Also ich sage immer "verleihe nie ein Buch" :-)
 
@Achereto62: "Dinge mit F verleiht man nicht" ... Bücher sind also unproblematisch :)
 
Man muss natürlich auch die Autoren verstehen. Wer schonmal ein Buch geschrieben hat weiss, das man damit nicht reich wird. Der Verdienst ist sogar übelst gering. Ich hab vor Jahren mal ein How To fürs Webdesign geschrieben. Für 1000 Stunden schreiben und 20.000 verkaufte Bücher gab es gerade einmal 5000 Euro BRUTTO. Die Bücher selber wurden für 49.95 vertickt. Hatte also einen Stundenlohn von 20 Cent, davon lassen sich keine Rechnungen zahlen, nicht einmal die Stromrechnung um das Buch überhaupt zu schreiben. Mein Fazit: Einmal und nie wieder und Verleger sind Halsabschneider.
 
@Akkon31/41: ...man muß rein gar nichts verstehen...wenn du etwas produzierst, was kunden nicht wirklich brauchen oder (aus psychischen gründen) wollen, dann brauchst du dich nicht wundern. du mußt es eben so machen, wie die leute beim deutschen film...die produzieren auch kaum (ehrlicher: gar kein) ein "werk", ohne daß sie sozialhilfe beantragen - verniedlichend wird sie natürlich "filmförderung" genannt. wieso? verleger sind vermittler ... vermittler sind immer halsabschneider, ob nun verleger, verkäufer, ärzte, versicherungsleute, lehrer, professoren, manager, banker....alles vermittler. dumm ist nur der kunde und der eigentliche produkterzeuger oder direkte dienstleister.
 
Das läßt sich sowieso nicht mehr aufhalten. Tausende Bücher werden bereits eingescannt und fleißig kopiert und vervielfältigt. Früher oder später wird man sich bewegen müssen. Ein "Nein" akzeptiert der Kunde nicht so einfach und im Gegensatz zu Deutschland, wo Ebooks immer noch als "Zauberei" angesehen wird, laufen die Geschäfte im Ausland wunderbar. Hier kann man sich nur noch an den Kopf fassen. Ich lese seit über ein Jahr nur Ebook und habe bisher immer gute Bücher gefunden. Ich bereue nicht eine Sekunde das ich mit so ein Gerät angeschafft habe. Ich war vorher auch skeptisch, heute werde ich oft angesprochen und viele sind einfach nur begeistert wenn sie so ein Ebook live sehen und hatten es sich nicht so gut vorgestellt. Die Akzeptanz wächst, nur unsere Gierköppe, die sich Jahrzehnte den Kuchen untereinander aufgeteilt haben, setzen alles daran diese geniale Technik zu kriminalisieren. Die sollten sich was schämen!
 
@Sesamstrassentier: ...sie wissen, daß ihr ende naht - und denken mit grauen an den tag, an dem sie zum arbeitsamt müssen.
 
Tja da sieht man mal wieder wie schnell man weg vom Fenster ist wenn mann den Eindruck erweckt, das man beabsichtigt die Hand in die Geldbörse der Medienindustrie zu führen.

E-Books sind ein Medium, welches im Moment nach jahrelangen Verschlafen seitens der Buchindustrie letztlich teuer erkauft endlich Geld abwirft. Und das nicht schlecht. Den schließlich sind E-Books ohne Druck und Vertriebskosten am Ende für einen Verlag viel einträglicher als ein klassisches Buch.

Wenn da dann einer daher kommt und der Eindruck entsteht, dass der Umsatz verkleinert wird ob legal oder illegal, hat der dann natürlich verloren. Die falschen Informationen kamen schließlich nicht von allein zu den Verlagen und Autoren.
 
Ist doch praktisch. Die unangenehmen Teile des analogen Marktes in der digitalen Welt gleich mit allen Mitteln unterbinden. So wie Aufnahmen von Webradios oder Mitschnitte von Youtube....
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