Maya-Dorf erklärt Internet zum Menschenrecht

Santiago Atitlan in Guatemala gilt als eines der ärmsten Dörfer in Lateinamerika. Um der Bevölkerung trotz dieser Situation eine Perspektive zu geben hat die lokale Verwaltung nun kostenlos nutzbare WLAN-Zugänge zum Internet eingeführt und den ... mehr... Guatemala, Lateinamerika, Lake Atitlán, See Guatemala, Lateinamerika, Lake Atitlán, See

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Häufig kann man an solchen Orten mit dem Internet recht wenig anfangen, weil die Verbindung erfahrungsgemäß langsam ist und die Computer uralt sind. Wenn dann große Inhalte, wie Bilder und Videos hoch- und runtergeladen werden sollen, sind solche Dörfer immer benachteiligt. Die Idee ist zweifellos toll, die technische Benachteiligung muss aber auch mit behoben werden.
 
@elbosso: Eines der größten Probleme armer Länder und Regionen ist der, kein Teil der Informationsgesellschaft zu sein. Wissen ist dort etwas das den Menschen vorenthalten wird. Da gehts nicht um Filme & Bilder, sondern um Wissen, Bildung, um Informationen.
 
@Z3: ich geb dir teilweise recht. Aber musst halt auch beachten, dass viele E-Learning-Plattformen und selbst Wikipedia teilweise recht Bild- und Animationslastig sind und größere Datenmengen übertragen werden müssen. Nur sehr selten hast du Texte, die sich schnell laden lassen.
 
@elbosso: Haben wir nicht auch mit 56K-Modems angefangen? Das Internet bietet den Menschen völlig neue Möglichkeiten. Auch um gegen den Analphabetismus vorzugehen. Die Menschen in Lateinamerika leiden nicht an Hunger, sondern an der systematischen Vernichtung ihrer Kultur. Was die Menschen brauchen sind neue Wege sich eine Stimme zu verschaffen. Das Internet kann dabei helfen.
 
@Z3: Als wir mi 56k anfingen, war das Internet auch für 56k gemacht. Der Content war dementsprechend schlank und nicht überall sind große Videos und Werbung aufgegangen. Im Übrigen konnte ich entgegen deiner Behauptung eher eine Rückbesinnung auf die eigene Kultur in Lateinamerika beobachten. Geh mal nach Bolivien und schau dir den alpakawollpullovertragenden Präsidenten an. Gleiches hast du auch in Peru, Venezuela und vielen weiteren Ländern.
 
@Z3: mit 56 kbyte modems? die ersten weiter verbreiteten modems hatten 0.146484 kbyte commodore vicmodem, atari 830, apple 300... was die menschen dort nutzen sollten, ist die möglichkeit, sich zusammenzuschliessen und feinde von innen und aussen gemeinsam zu neutralisieren.
 
@elbosso: kann man umgehen, indem wikipedia einmalig vollständig heruntergeladen und dann lokal verbreitet wird. e-learning-plattformen sind meist peinlich überschüttet mit müll. texte und einfache bilder im unteren kilobyte-bereich reichen vollkommen aus.
 
@Z3: feynman´s vorlesungen über physik, die so gut wie keiner im westen durchgearbeitet hat (selbst die meisten physiker haben die texte lediglich überflogen), bedürfen ganz gewiss keiner schnellen verbindung und einer großen bandbreite.
 
@elbosso: ....für texte reicht es allemal. bilder und videos? die mehrzahl der bilder und videos, die in den angeblich so überlegenen ländern veröffentlicht und angesehen werden tingeln zwischen katzen und justin biebers. das problem der angeblich armen ist - sie lassen sich von den kaputten westlern einreden, unterlegen zu sein und der hilfe von aussen zu bedürfen. gerade das ist zu vermeiden, da "der westen" hier versucht, sie von sich abhängig zu machen, um ihnen daraufhin diktieren zu können, ihre arbeitskraftund ressourcen auszunutzen, während er zugleich ihre umwelt zerstört.
 
Autodesk sollte die Mayas verklagen da die Ähnlichkeit mit dem Namen der Animationssoftware fast schon kriminell ist.
 
@Ispholux: Dann würden sich schnell zwei Gruppen im Internet bilden, eine die den Standpunkt vertritt, dass Autodesk den Namen der Mayas unrechtmäßig kopiert hat und eine die der Meinung ist, dass Autodesk ja gar keine andere Wahl hatte und der Name Maya die logische Weiterentwicklung einer Visualisierungssoftware ist. Wäre aber immer noch spannender als die jetzigen Flamewars...
 
@Ispholux: Aber erst nach dem 21. Dezember bitte .....
 
Find ich gut! Aber Menschenrecht!? Ist unsere Politiker das Wort über bekannt? Würde mich echt wundern, die würden uns doch am liebsten das I-Net wieder wegnehmen...
 
@Jack21: Da haben die Mayas aber Glück, dass sie mit ihrem Dorf nicht in Deutschland wohnen und somit nicht unsere Politiker abkriegen^^
 
Ich denke trotz allem nicht, dass das Internet der erste Schritt aus einer perspektivlosen Armut ist.
Die Verwaltung sollte das Geld meiner Meinung nach besser dort anlegen, wo es im Moment am nötigsten ist. (Verbesserung des Lebensstandards, gesicherte Verpflegung, schaffen von Arbeitsplätzen etc..)
 
@pope: In Afrika hat die Mobilfunkverbindung vielerorts eine Marktanbindung ermöglicht, wodurch Bauern die besten Preise rausfinden können und viel mehr einnehmen können als früher. Das sollte bspw. auch online möglich sein und so zum Wohlstand beitragen... Ich denke, dass die Verbesserung des Lebensstandards und neue Technologien Hand in Hand gehen.
 
@pope: "Wenn die Menschen kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen..." Ich weiss, dies verstehst Du nicht, aber da bist Du hier in bester Gesellschaft.
 
@pope: Das Internet schafft Arbeitsplätze und eröffnet neue Mittel zur Kommunikation und zum Export für diese Menschen.
 
@pope: Damit Arbeitsplätze entstehen können braucht es nun mal auch Infrastruktur. Also auch mal etwas anderes als dass sich da gewisse Textilunternehmen ihre Fast-Sklaven ohne große Kosten halten können damit man hier Klamotten für 1,50 kaufen kann ;)
 
Na hoffentlich können die dann den Irrtum mit ihrem Kalender mal weltweit aufklären... evtl. glauben es auch die letzten Verschwörungstheoretiker, wenn es von den Erstellern des Kalenders selbst kommt (Stichwort Weltuntergang im Dezember).
 
Bleibt fraglich, ob Biene Maya das Internet nur benutzt um für die Bienenkönigin bei Zalando zu shoppen. :o/
 
Tolle Gegend, ob die da unbedingt superschnelles Internet benötigen,na ja. Auf jeden Fall kann man in jedem Laden dort mit Kreditkarte bezahlen, bei uns geht das nicht...sie haben ein ruhigeres Leben als wir.
 
Boah wenn ich schon wieder diesen Blödsinn mit dem Mayakalender lese sobald das Wort Maya fällt, mache ich mir ernsthaft Sorgen um die Verblödung der Gesellschaft. Kein einziger Maya hat jemals gesagt, dass am Ende ihres Kalenders die Erde untergeht sondern dass eine neue Zeitrechnung beginnt. Was dadurch genau passiert weiß niemand
 
@cobe1505: Doch ich weiß es. Gar nichts.
 
Das ist purer Aktionismus. Diese Menschen brauchen in erster Linie kein Internet, sondern Leute die in ihrer Region investieren und somit Arbeitsplätze schaffen, was früher oder später auch dazu führen würde, dass dort Bildung und moderne Telekommunikation verbessert wird.
 
@Sapo: Du widersprichst dir da aber selbst! Das ist dir hoffentlich klar?! Investitionen (gerade von Privatwirtschaftlicher Seite) ist ohne Internet nicht (mehr) machbar! Das Internet ist heute eine Triebkraft für Investitionen! Durch das Internet erhoffen sich die Leute dort ja erst Investitionen, die ohne nicht möglich währen.
 
Was bringt das jetzt noch? Ich meine, am 21.12. geht doch laut Maya-Kalender eh die Welt unter.
 
@seaman: Aber jetzt können es die Mayaner auch als Life-Stream sehen
 
Ich will ja nicht meckern, aber was sich so über dieses "Dorf" (35 000 Einwohner= Dorf?) gefunden habe, deutet darauf hin, dass es dort ein sehr hohes Tourismus Aufkommen gibt. So gut ich sowas vom Prinzip her auch finde, gerade in Lateinamerika und Afrika, der Tourismus dürfte einen großen Einfluss auf die Entscheidung der Verwaltung gehabt haben, und nicht unbedingt Menchenrechte etc.
 
Kann man den Provider dann wegen Menschenrechtsverletzungen verklagen wenn das Internet mal ausfällt? Wie cool.
 
DAS HOFFEN WIR ALLE!
SO SAY WE ALL !
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