UK: Festnahme wegen Sportler-Beleidigung im Netz

Wenn es um den Schutz der Sportler bei den Olympischen Spielen in London geht, greifen die britischen Behörden hart durch - selbst wenn es sich um beleidigende Äußerungen im Netz handelt. Das bekam nun ein 17-jähriger Nutzer aus Großbritannien zu ... mehr... Sport, Olympia, Hochsprung Bildquelle: Thomas Link / Fotopedia Sport, Olympia, Hochsprung Sport, Olympia, Hochsprung Thomas Link / Fotopedia

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Auch wenn sein Spruch wirklich Hart war, solche Deppen gibts immer, aber das gleich die Behörden vorbeischauen - sowas finde ich dann doch übertrieben
 
@blgblade: Nein! Das ist nicht übertrieben! Internet ist kein rechtsfreier Raum! Das muß endlich deutlich werden und dazu stehe ich!
 
@Kiebitz: ist eine harte aussage, wenn man den kontext kennt, aber wo ist da bitte eine beleidigung?
 
@vide: Es ist vielleicht keine direkte Beleidigung, aber er hat auch nicht das Recht solche Äußerungen zu treffen, vor allem wenn er ja scheinbar die Hintergründe kannte. Ich glaube er hätte ihn kaum härter treffen können, das solltet ihr euch mal vor Augen führen.
Beleidigungen kann man abschütteln, aber sowas ist einfach nur tief unter Gürtellinie...
 
@Arnitun: Mag sein das er solche Äußerungen nicht zu treffen hat. Verbieten kann es ihm aber keiner, da seine Aussage keinen strafrechtlichen Tatbestand erfüllt.
 
@Kiebitz: So ein Gelaber. Sicher ist es unschön was er gesagt hat, aber bitte beantworte mir welchen Tatbestand er erfüllt haben soll? Beleidigend ist es nicht... ich denke, zumindest in Deutschland gäbe es für so etwas keine Anklage, da es keinerlei Tatbestand erfüllt. Soll natürlich nicht heißen das ich das gut finde was der 17 Jährige äußerte.
 
@ROMSKY: Wer labert da was? Du?
 
@Kiebitz: Nein, DU! DU hast keine Ahnung vom deutschen Rechtssystem! Deshalb sagte ich ja, in deutschland hättest du die Beamten auslachen und selber verklagen können wenn sie dich wegen dieser Sache festgenommen hätten. Die Aussage war moralisch verwerflich, aber in keinster Weise strafbar!
 
Entsprechend verärgert reagierte er daher auf den Tweet, den er mit dem Kommentar weiterleitete: "Nachdem ich meinerseits alles gegeben habe, kommen Idioten und schicken mir so etwas."

Wer hat jetzt wen beleidigt? O_o
Die Inselafen sind einfach... *aus Angst einer Festnahme zensiert*
 
@Kubwa: Polizeistaat in einer Klassengesellschaft. Enttäuschte Fans werden verhaftet während Sportler als Helden stilisiert werden.
 
Die Sportler leisten ja schließlich auch was... und es ist nun mal immer jemand besser. Kritik kann man üben, wenn man Ahnung hat von dem was andere machen.
 
Warum die Leute, die faul zuhause auf dem Sofa sitzen und es nicht besser können immer denken Sie müssten andere Leistungen nieder machen ... Solange der Turmspringen keine Fratze zieht und nen Bauchklatscher macht hat er sein bestes gegeben ...
 
@shadow-1991: Wer sagt dass ich nicht sportlich bin nur weil so was tweete? wer gefeiert werden will muss auch ertragen wenn er nicht gefeiert wird.. so ist es nun mal wenn man im rampenlicht steht
 
@-adrian-: deswegen habe ich gesagt "es nicht besser können" und wenn du es besser kannst (nicht auf dich persönlich bezogen) warum bist du dann nicht bei Olympia? Das man als Sportler solche Kommentare auch einfach ignorieren könnte ist denk ich auch klar.
 
@shadow-1991: Leider ist meine Sportart noch nicht olympisch.
 
@shadow-1991: "es besser können" da denk ich nur an die Badminton Spielerinnen. Olympia ist nur noch eine Veranstaltung für die Reichen und privilegierten. Die ganzen leeren Sitze der Sponsoren VIPs und dann die großen Zäune rund um das Gelände direkt an Wohngebieten der Armen. Dann mussten dort auch viele kleine Geschäfte zu machen wegen angeblicher Sicherheitsrisiken. Schöne heile Olympiawelt!
 
@shadow-1991: Bauchklatscher??? Arschbombe FTW!! ;)
 
@shadow-1991: wieso meinen eigentlich immer alle, man müsse erst etwas "selber besser machen", bevor man etwas an etwas öffentlichen auch öffentlich kritik üben darf?
 
@Slurp: weil man vorher keine ahnung hat was für arbeit dahinter steckt.
Beispiel KFZ: ach die stecken doch nur ihren kleinen Computer an und der sagt ihnen was sie machen müssen.
Beispiel IT Service: ach die sitzen doch den ganzen Tag nur am PC und Spiel im Internet rum
usw
 
@shadow-1991: Was spricht dagegen jemanden zu kritisieren wenn er weniger leistet als er zu leisten vermag und auch selbst als Anspruch für sich ausgegeben hat? Bei der Deutschen Nationalmannschaft ist das doch auch völlig normal. Warum muss man etwas besser können bevor man Kritik üben darf? Wenn der Arzt einen Kunstfehler begeht oder der Mechaniker den Automotor verbockt sagt ja auch keiner "Warum die Leute, die faul zuhause auf dem Sofa sitzen und es nicht besser können immer denken Sie müssten andere Leistungen nieder machen".
 
@Stamfy: Gegen konstruktive Kritik hat wohl keiner was, aber vielleicht solltest Du die News noch mal lesen, WAS er geschrieben hat. Er sei eine Enttäuschung für seinen Vater, der aber wohl alles für ihn war, bevor er jämmerlichst an Hirntumoren starb, was garantiert kein Spaß ist und ihn auch nicht kalt gelassen hat. Als "mündiger Bürger" schreibt man so etwas einfach nicht, das hat auch nichts mit (Selbst-) Zensur zu tun.
 
@rallef: Wie Recht Du hast, daher dickes + !
 
@Stamfy: Der Vergleich hinkt aber ganz schön stark -.-
 
Klar sind viele Kommentare unter jeder Gürtellinie, dennoch...Entweder man hat genug Charakter und kann mit solchen idotischen Kommentaren umgehen, genauso wie mit Kritik, oder man sollte nicht in der Öffentlichkeit stehen. Wenn mich jemand im Forum anpöbelt zucke ich auch nur die Schulter und mich juckt es nicht weiter.
 
@Krucki: wer ja schlimm wenn man hier jeden inhaftieren wuerde der muell postet - dann haette ich ploetzlich einen monolog :P
 
@-adrian-: im Knast ;D
 
@gustle: tochee
 
@-adrian-:niemand weiss deinen beitrag zu würdigen °-°
liebe grüße aus der JVA Goethestraße 3.
 
@Krucki: Das schockierende ist ja, der Sportler hat den Troll ja nicht mal angezeigt. Die Polizei wollte nur mal eben die Muskeln spielen lassen und an ihm ein Exempel statuiren. Nach dem Motto: "We are watching you, because we can!" Stell dir vor du darfst nichts unüberlegtes im Netz oder am Telefon sagen, dann steht die Polizei direkt vor deiner Tür.
 
@Sapo: Pst äußer dich blos nicht kritisch zum System, die könnten sonst auch bei dir bald klingeln ;)
 
@Sapo: Der hat aber nichts unüberlegtes gesagt. Der war gut informiert und hat das ganz bewußt und genau für seinen ätzenden Text eingesetzt!
 
Sehr gut, endlich wird bei sowas mal durchgegriffen und solchen Leuten gezeigt, dass auch das Internet kein rechtsfreier Raum ist. Auf der Straße hätte er sowas sicherlich nicht direkt zu dem Sportler gesagt, aber die Bequemlichkeit und Anonymität des Internets macht es ja möglich. Von mir aus können die Behörden ihn ja jetzt auch wieder in Ruhe lassen, ich denke, diese vorübergehende Festnahme und ne kurze Ermittlung reicht als erzieherische Maßnahme für so ne blöde Äußerung schon aus und nach außen hin setzt es ein Zeichen.
 
@Tschramme86: Eine Festnahme wegen eines harmlosen aber bissigen Kommentars (und nichts anderes ist das) zeigt nur dass Großbritannien ein (Grund)rechtsfreier Raum ist ...
 
@lutschboy: ist nicht rechtsfrei - hier haben nur die falschen mehr recht :P
 
@lutschboy: Sehe ich anders. Sicherlich lässt sich über den Kommentar selbst streiten, aber es stört mich einfach immer wieder, wenn Leute sich im Internet wie in einem rechtsfreien Raum bewegen, nur weil es halt gerade bequem und einfach möglich ist. Ob es nun solche Kommentare sind, die dieser Junge dem Sportler in einem direkten Gespräch sicherlich nie gesagt hätte oder andere Themen hier, wie z.B. vor einigen Monaten die Ankündigung, dass die freiwilligen Olympia-Helfer in London während ihrer Tätigkeit kein Smartphone benutzen dürfen/keine Bilder/Infos hochladen dürfen. Es gibt nunmal Regeln/Gesetze/Vorschriften und die werden nunmal nicht weniger relevant, nur weil das Medium jetzt das Internet ist und es halt möglich ist, sie einfach zu umgehen. Deshalb finde ich es sehr gut, dass hier ein Zeichen gesetzt wurde - dem Jungen werden die paar Stunden auf dem Polizeirevier schon nicht geschadet haben.
 
@Tschramme86: Sorry aber bei einer Beleidigung kann gerne der Betroffene klagen, aber dass der Staat von sich aus ausrückt und Leute verhaftet ist pure Willkür! Ich könnt hier nen Polizisten ins Gesicht beleidigen und würd dann halt ein Bußgeld oder ne Klage bekommen aber ganz sicher nicht gefesselt werden und auf's Revier gebracht. Es geht den Staat 0 an ob ich andere beleidige, außer es nimmt volksverhetzende Ausmaße an, es geht nur den Betroffenen was an und der kann dann zivilrechtliche Schritte einleiten. Wenn dir ein Polizeistaat lieber ist der dich verhaftet wenn du Kommentare verfasst die ihm nicht gefallen als ein paar Kiddies die keinen Anstand zeigen, dann find ich persönlich das recht irritierend. Die Diskussion darüber ob es eine Beleidigung war oder nicht, ob es strafbar ist oder nicht, ist völlig verkehrt, denn es geht darum dass die Polizei von sich aus einfach ausrückt und wegen einer Beleidigung verhaftet, und dann auch noch einen Minderjährigen. Bei über rot laufen kommt dann gleich das Antiterrorkommando oder wie?
 
@lutschboy: Punkt 1: wo steht, dass er bei seiner Festnahme gefesselt wurde? Punkt 2: Wenn bei einer Tat ein entsprechendes öffentliches Interesse besteht, dann kann der Staat bzw. die Staatsanwaltschaft/Polizei auch selbst eine Ermittlung einleiten. Und natürlich kann man hier auch unterschiedlicher Ansichten sein, aber ein Tweet, den prinzipiell jeder lesen kann und der ja anscheinend auch von einigen gelesen wurde gegen eine Person, die zu diesem Zeitpunkt mitten im Fokus der Weltöffentlichkeit steht - ich denke, da kann man schon von einem gewissen öffentlichen Interesse sprechen.
 
@Tschramme86: Gefesselt oder nicht: Scheißegal. Aufnahme von Personalien würden absolut reichen für eine eventuelle Klage. Die Polizei hat nur zu verhaften wenn Gefahr in Verzug ist oder wenn die Personalien nicht vor Ort aufgenommen werden können. 2. Seit wann steht öffentliches Interesse über der Justiz? Leben wir wieder in '33-'45, mit Schauprozessen und politischer Verfolgung? Wenn der Staat definiert was öffentliche Interesse ist dann ist das nichts anderes als Willkür. Rechtsstaatlichkeit sieht so aus dass es Gewaltentrennung gibt und alle vorm Gesetz gleich sind, und nicht Leute die bekannte Leute kommentieren verhaftet werden, weil der Staat einen Kommentar als Beleidigung der Elite auslegt. Und Ermittlung ist das eine, Verhaftung das andere. Aber: In anderen Artikeln von Newsseiten steht, dass da noch mehr Tweets waren, ua "I'm going to find you and I'm going to drown you in the pool ...". Das ändert natürlich wieder alles, da hat WinFuture mal wieder nur die Hälfte berichtet wie's aussieht.
 
@lutschboy: Warum wird eigentlich in Deutschland noch immer gleich die braune Keule rausgeholt, sobald mal jemand gerade im Internet nicht die moderne, linke "alle Menschen dürfen machen, was sie wollen und der Staat hat sich zurückzuhalten"-Meinung vertritt? Nein, sicherlich leben wir nicht mehr in der 33-45-Zeit und das ist auch sehr gut so - aber so eine Verhaftung damit zu vergleichen ist wohl auch nicht angemessen, dazwischen liegt noch ein sehr breiter Bereich. Und nein, ich will auch keine Willkür, keinen Polizeistaat oder sonstiges. Aber ich bin der Meinung, dass sich der Staat wie in diesem Fall ruhig mal ab und zu etwas mehr zeigen darf, gerade auch in Richtung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und sie daran erinnert, dass man sich eben nicht benehmen kann, wie es einem gerade passt.
 
@Tschramme86: Sehr wenige Deutsche erinnern sich halt noch an den Vorsatz "Wehret den Anfängen". Verhaftungen weil vom Staat geschützte elitäre Personen angeblich beleidigt werden, da könnt ich jetzt auch die rote Keule rausholen, das gab's hier nämlich sogar bis '90. Und das einzige was der Staat Jugendlichen zeigt in dem er sie wegen ihrer Natur (und dieser Satz da oben ist und bleibt recht harmlos und einem Teenager zu 100% gerecht) verhaftet, ist dass sie vor der Polizei Angst haben müssen und ihr Staat sie nicht beschützt sondern verfolgt sobald sie eine freie Schnauze haben. "Beleidigung" an sich ist schon etwas was absolut subjektiv ist und gradezu nach willkürlichem Mißbrauch schreit, in China wird jeder zweite Dissident wegen angeblicher "Beleidigung" von irgendwas verhaftet.
 
@lutschboy (re:10): leider sind Dir offensichtlich die Begriffe Zivil- und Strafrecht nicht richtig bekannt. Natürlich ist eine Beleidigung ein Tatbestand der unter das Strafrecht fällt, auch wenn der Beleidigte Anzeige erstatten kann oder nicht. Das hat mit Zivilrecht überhaupt nichts zu tun! Das sollte man eigentlich wissen wenn man so argumentiert wie Du!
 
@Tschramme86: Es ist auf diesen Seiten vergebliche Mühe, dafür einzutreten, dass es auch für und im Internet Grenzen zum persönlichen Schutz geben muß und dass das Internet eben KEIN rechtsfreier Raum ist. Da kannst Du hier immer wieder drauf hinweisen, die Mehrzahl akzeptiert das nicht und will sich alles herausnehmen wonach es gelüstet. Für mich liegst Du richtig in Deiner Ansicht und deshalb mehrfach + !
 
@lutschboy: Du verdrehst ein wenig sehr die Dinge. Und darum eben auch für das Internet "Wehret den Anfängen"! Im Internet sollten und sollen die gleichen Rechte gelten wie im übrigen Leben! Und immer und ewig den ach sooo totalitären Staat als Argument herauszukramen ist albern. Und hiesige bzw. britische Verhältnisse mit denen in China bezüglich Meinungsfreiheit usw. gleich zu setzten ist auch nicht besser und zeigt Realitätsverlust.
 
@Tschramme86: waerst du jetzt verhaftet worden wenn du es auf der strasse gesagt haettest? ich denke nicht.
 
@-adrian-: Sicher? Wenn es dabei genauso viele Leute gehört hätten wie es im Internet gelesen haben und der Sportler/das Management/die Organisatoren daraufhin Anzeige erstattet hätten, hätte es je nach Argumentation und rechtslage auch zumindest zu ner Vorladung auf's Polizeirevier reichen können. Lässt sich aber sicherlich pauschal nicht beantworten, da gebe ich dir recht.
 
@Tschramme86: Das Internet ist weder rechtsfrei noch grundrechtsfrei. Und das Recht auf eigene Meinung hat man in jeder Demokratie - auch im Internet. Nur hat er hier eben jemand direkt beleidigt. Hätte er einfach gesagt "ich bin der Meinung der Sprung war total schei*e" gäbs nichts zu bestanden. Dann wär es freie Meinungsäußerung.
 
@XChrome: Es war keine Beleidigung oder etwas strafbares. Es war pietätlos, keine Frage, aber nichts strafrechtlich relevantes. Ich glaube einfach bei den olympischen Spielen überreagiert England extrem. Es wird mit allen Mitteln versucht, ob rechtswirksam oder nicht, nach außen ein perfektes Bild abzugeben. Denn genau das wollen die Sponsoren sehen... Ich erinnere nur einmal an den "Skandal" mit den gefakten "Livebildern" der Fußball WM diesen Jahres...
 
@Kubwa: Naja, das hängt ganz davon ab, ob sich jemand beleidigt fühlt. Muss ja nicht strafrechtlich relevant sein. Unser Grundgesetz (Art 5.2) limiert die Meinungsfreiheit ja auch schon da, wo andere in ihrer Ehre verletzt werden. Und wenn du das Wort direkt an jemand richtest, kann er das immer so auffassen und es anzeigen. Was die Polizei/Justiz mit der Anzeige macht, ist dann ein anderes Thema.
 
@Kubwa: Ganz meine Meinung. Es war keine sehr kluige Äußerung von dem Knäblein, aber deswegen noch keine Beleidigung.
 
@XChrome: Genau, soweit vollkommene Zustimmung. Problem an der Sache ist nur, dass die Grundrechte leider nicht überschneidungsfrei sind. Wo hört z.B. die Freiheit zur freien Meinungsäußerung zu gunsten des Rechts auf Schutz der eigenen Persönlichkeit auf? Eine Frage, über die auch immer wieder die Pressevertreter stolpern. Und dann wird groß 'Pressefreiheit' und geschrien und alle sind plötzlich dafür und empören sich über die bösen Leute, die der Presse vielleicht nicht ohne weiteres alle Informationen geben wollen. Deshalb wie gesagt, dass die Grundrechte gut und wichtig sind, darüber brauchen wir hoffentlich nicht zu reden. Aber sie sind halt nicht immer überschneidungsfrei und meine Freiheit hört da auf, wo die Freiheit eines anderen beginnt, wie es in einem Lied so schön heißt. Und wo die Grenze bei solchen Überschneidungen gezogen werden, ist dann auch nochmal je nach Gesellschaft/Land unterschiedlich.
 
@Tschramme86: Die Presse hat sowieso Sonderrechte und Promis müssen sich in der Regel mehr gefallen lassen, als Normalsterbliche. Sie sind "Person des öffentlichen Lebens" (so der juristische Begriff) und solang öffentliches Interesse besteht, kann die Presse auch ziemlich frei alles private über sie berichten. Das gilt für Sportler genauso wie für Politiker, Film- & Musik Stars und andere bekannte Personen. Die Aussage bei Twitter war aber einfach nur Worte, die persönlich an den Sportler gerichtet waren und damit fallen sie nicht unter Pressefreiheit und die Meinungsfreiheit endet auch wenn das allgemeine Persönlichkeitsrecht des anderen verletzt wird. Eine Sauerei ist es nur, dass die Polizei hier eigenständig Maßnahmen unternimmt, obwohl der Sportler selbst keine Anzeige gestellt hat.
 
@XChrome (re:12): Nicht ganz richtig! Auch für den von Dir genannten Personenkreis gelten bestimmte Grenzen. Denke z.B. an die Prozesse, die diesbezüglich Staphanie von Monaco sehr erfolgreich führte.
 
Es war zwar keine harmlose Äußerung, aber trotzdem rechtfertigt das die Strafverfolgung nicht. Momentan kommt im Zusammenhang mit den olympischen Spielen fast täglich ein Artikel das jemand entlassen, von der Polizei besucht usw wurde. Bald darf man gar nichts mehr auf Twitter schreiben ohne Konsequenzen zu befürchten. Für mich zählt das als freie Meinungsäußerung wie als wenn man sich zuhause beim Fuppes gucken aufregt wenn das andere Team ein Tor schießt. Für mich eindeutig ein Grund Twitter nicht mehr zu nutzen...
 
@freach: Ein trifftiger Grund die olympischen Spiele zu meiden und zu boykottieren! Blöd nur das es die Sportler trifft, die haben es nicht verdient. Die Bonzen vom IOC sind doch die Drecksäcke welche m.M.n. die bescheidensten Spiele aller Zeiten abhalten. Die sollten sich mal Offenbaren was die dafür bekommen, alles derart zu reglementieren, wer denen die schwarzen Koffer zu schieben. Und da das IOC seinen Sitz in der Schweiz hat ist das Schwarzgeld auch schnell verstaut.
 
Also das ist ja mal total übertrieben, Polizeistaat wir kommen.. Er hat ja nicht mal gedroht oder eine Morddrohung ausgesprochen. Klar war sein Kommentar mist, aber wenn für sowas schon die Behörder vor der Tür stehen ist das eine ganz bedenkliche Entwicklung..
 
das war falsch sich zu entschuldigen. er sollte auch eine anzeige bei der polizei wegen beleidigung machen.falls daraus nichts wird in twitter postne und schauen was passiert.
 
Wäre es Beleidigung gewesen, wäre es Sache des Beleidigten, Anzeige zu erstatten. Eine strafrechtliche Relevanz - der einzige Grund, warum die Polizei hier selbstständig eingreifen dürfte - sehe ich nicht.
 
@zwutz: So ist es meines Wissens in Deutschland (Beleidigung setzt voraus, dass der von der Beleidigung Betroffene sich auch tatsächlich beleidigt fühlt und Anzeige erstattet). Aber wie es in England ist...? Außerdem ist von einem Verfahren wegen "ehrenrührigen Verhaltens" die Rede - ist das die offizielle Bezeichung für Beleidigung, oder handelt es sich um einen anderen Paragraphen? Ausserdem: Noch wird ermittelt, ob es bei einer/der Verwarnung bleibt ist offen. Ich denke die Behörden plustern sich hier zunächst als Drohgebärde auf, wer weiss ob das Ganze nicht in Bälde eingestellt wird.
 
Naja, ob das nun was für die Behörden ist. Der Kommentar war zwar daneben, aber ich finde nicht dass das für so eine Aktion ausreicht. Schon gar nicht für irgendeine Anklage. Wenn das die unterste Grenze für das Einschreiten von Behörden wegen Beleidigung ist, dann gäbs täglich wohl Millionen von Anzeigen.
 
Hier nochmal etwas präsenter: Auf anderen Newsseiten wie Guardian & Co steht dass da noch mehr Tweets waren, ua folgender: "I'm going to find you and I'm going to drown you in the pool ...". Letztenendes wurde er also wegen Morddrohungen verhaftet, nicht (nur) wegen Beleidigung.
 
@lutschboy: Es geht soweit ich seh nicht hervor, dass dieser Tweet von der selben Person stammt
 
Wenn der Sportfavorit, den man liebt, verehrt usw., seine Show vermasselt, fühlt man doch etwas wie Mitleid oder man ist eher traurig statt wütend und provozierend. Von daher verstehe ich diesen Tweet nicht.
 
Die Spinnen, die Briten...
 
Wenn man soetwas über einen Unbekannten schreibt, interessierts niemanden, aber weils einen Sportler betrifft, bricht die Hölle los. Soviel zur heutigen Doppelmoral.
 
Olymfiasko.
 
Da hat der deutsche Sportreporter ja das richtige gesagt als er meinte die deutschen Hoppe,hoppe Reiter Goldkullern gab es nur weil viele Länder sich so einen teuren Sport nicht leisten können. Als Inselaffe säß er jetzt dafür bestimmt im Labor........
 
Gefällt mir. Menschen lernen es auf diese weise wesentlich besser als mit einer simplen Ermahnung.
 
Sorry, aber da winfuture mal wieder das wichtigste weggelassen hat, wundern mich die Kommentare hier nicht. Denn laut der Welt http://www.welt.de/vermischtes/article108446124/Festnahme-nach-Twitter-Hetze-gegen-britisches-Idol.html , kann ich die Festnahme doch sehr gut nach vollziehen. Denn wenn dieser Typ, nachdem seine erste Aussage nur unter die Guertellinie ging, total abdreht, und noch einen Tweet mit der Aussage ""Ich werde dich im Schwimmbecken ertränken" hinterherschiebt, hat er es einfach nicht besser Verdient. Aber das ist halt das Problem, wenn in News das wichtigtste weggelassen wird.
 
@Calippo: also laut dem Artikel ist sein Tweet doch derbe nach hinten los gegangen. Du hast recht das hier einiges fehlt aber verstehe nicht was dein Ziel ist.
 
@gustle: Nur weil seine erste Äußerung "derbe nach hinten los ging" wird seine als Morddrohung formulierte Frustäußerung aber auch nicht (rechtlich) zulässiger (noch dazu, da es in UK offenbar mit dem "Malicious Communications Act" noch ein möglicherweise gezielt anwendbares Gesetz für solche Äußerungen gibt).
 
@FenFire: jeden Tag gehen 100e solcher "Morddrohungen" raus da schert sich keiner drum. Aber gut dass du da den Knackpunkt identifiziert hast
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