Microsoft muss erstmals einen Verlust ausweisen

Der Software-Konzern Microsoft hat erstmals in seiner 26-jährigen Geschichte als börsennotiertes Unternehmen einen Quartalsverlust ausgewiesen. Die hauptsächliche Ursache dafür ist eine Wertkorrektur, die man wegen des schwachen Geschäfts mit ... mehr... Tablet, Surface RT, Microsoft Surface RT Bildquelle: Microsoft Tablet, Surface RT, Microsoft Surface RT Tablet, Surface RT, Microsoft Surface RT Microsoft

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blabla.. absteigender ast.. blabla.. m$ ist geschichte... blabla.. ohne metro wäre das nicht passiert.. blabla... schönen, hoffentlich trollfreien freitag
 
@Slurp: Lol, Du hast noch was vergessen: Apple macht MS nieder, war vorauszusehen, Apple ist besser, Linux ist das einzig wahre. Lol.
 
@Slurp: Wie deprimiert kann man sein wenn man selber schon rumtrollt gegen trolle??? Manche wollen einfach hier ein paar Meinungen unterdrücken, jedoch schaffen werden sie es nicht.
 
@Slurp: Den trollfreien Freitag hast du doch schon kaputt gemacht
 
@Slurp: Mensch Slurp, ich hatte gerade mit meiner Arbeitskollegin gewettet wann der erste Beitrag dieser Art kommt, jetzt hast du der ganzen Sache den Wind aus den Segeln genommen. Die Hälfte des Bierkastens musst du bezahlen :D
 
@jigsaw: Eine ArbeitskollegIN die nen ganzen Kasten Bier trinkt? o.0
 
@Zwerchnase: Die kommt aus dem Land der Elche und dort sind die etwas anders drauf, die trinken ihr Bier aus den Schädeln ihrer Feinde ;-)
 
@jigsaw: Bayern? :D
 
@jigsaw: Dann solltest du dringend ein Glas dazu kaufen, sonst rollt dein Kopf noch ;) Nordeuropa oder Nordamerika also? Na dann wünsch ich dir mal dass sie aus Schweden ist ;)
 
@Slurp: Mann hör auf zu jammern! Troll Dich lieber ins Schwimmbad (Oh, welch feinst gedrechselter Wortwitz... ;) )
 
@Slurp: Ohne Metro wäre das nicht passiert!
 
@Slurp: Ersetze "M$" durch "Appl€", "$amsung" und andere Firmen, mit wannabe witzigen Geldzeichen, und die Intention deines Kommentares wäre trotzdem richtig ;-)
 
Ist das nicht immer so kurz bevor Microsoft ein neues Betriebssystem rausbringt?
 
@philip992: Das Umsatz und Gewinn zurück geht ja, Verlust gab es trotzdem noch nie! Aber so eine große Abschreibung gab es auch noch nie.
 
@hhgs: Nur weil MS immer Gewinne gemacht hat, bedeutet es nicht, dass MS immer Gewinne macht, solange es dieses Unternehmen gibt.
 
@schildie: Das habe ich jetzt nicht verstanden. Seit dem Börsengang 1986 hat Microsoft keine Verluste eingefahren. Geht es dir um den Zeitraum VOR dem Börsengang?
 
@hhgs: Du hast doch geschrieben, dass MS nie Verluste gemacht hat. Nur weil das so war, bedeutet das nicht, dass MS immer nur Gewinne erzielt. Die Zeiträume sind mir in diesem Zusammenhang egal.
 
@schildie: Okay, dann hatte ich mich falsch ausgedrückt.
 
@philip992: das hat damit nur wenig zu tun. leider wird es nur sehr selten korrekt dargestellt. Microsoft bilanziert nach USGAAP und nicht nach IFRS oder nach deutschem HGB, logischerweise... Die Abschreibung ist entstanden durch ein Goodwill Impairment. Als Microsoft das Unternehmen gekauft hat, haben Sie einen Betrag x bezahlt, der aber nicht wirklich dem Unternehmenswert entspricht von dem gekauften Unternehmen. Das heißt man hat letztlich einen Unternehmenswert + Goodwill (also das was man bereit ist über den MArktwert hinaus zu bezahlen) bezahlt. In regelmäßigen Abständen wird dann überprüft, ob dieser Wert korrigiert werden muss.. das war wohl nun der Fall, daher die große Abschreibung.
 
@philip992: Das hat damit ja nichts zu tun, sondern liegt in diesem Fall nur an der einen Abschreibung.
 
Eine Abschreibung von 6,2 Milliarden ist natürlich gewaltig! Insgesamt ist es ja das stärkste Jahr in der Microsoft Geschichte, einfach unfassbar was das alles für Zahlen sind. Zahlen, die man sich eigentlich nicht richtig vorstellen kann. Milliarden hier, Milliarden da....
 
@hhgs: Schade, dass viele News-Seiten es so dramatisch hinstellen und so tun, als würde es MS nun total schlecht gehen, weil sie ja sooooo viel Verlust gemacht haben, dabei haben sie keinen Verlust gemacht. Im Gegenteil, die Zahlen sehen super aus. Die Abschreibung ist einmalig und muss außen vorgelassen werden. Nicht umsonst sind die Aktien nach der Bekanntgabe sogar gestiegen. Aber Trolle, die nur wieder den Titel lesen, denken gleich, dass es mit MS nun wegen Metro bergab geht :-(
 
@sushilange2: Liest sich auf jeder News-Seite anders. Am passendsten hat es meiner Meinung nach Engadget getroffen (was auch nicht alle Tage passiert):"Microsoft: Rekordquartal und dennoch eine halbe Milliarde Verlust".
 
@hhgs: "Zahlen, die man sich eigentlich nicht richtig vorstellen kann. Milliarden hier, Milliarden da" ... Euro-Rettungsschirm halt ^^
 
Die Zahlen von MS sehen sehr gut aus. Der Umsatz konnte insgesamt gesteigert werden und das sogar mehr als von Analsyten erwartet. Der Verlust resultiert nur aus einer großen Abschreibung die MS genau in diesem Quartal vorgenommen hat
 
@paris: Jop, wie im Artikel selbst erwähnt, konnte man Gewinn im Grunde steigern. Der "Verlust" resultiert durch die Abschreibung, was gewollt/beabsichtigt ist. Da kann man den Gewinn einstreichen ohne Steuern zu zahlen, ist doch auch mal was^^
 
@paris: Kommt bestimmt wieder ein ANALyst um die Ecke dem das nicht genug war und Warnungen ausspricht ...
 
Wird denen auch nicht lange weh tun denke ich... btw noch garkein metro hater hier? is doch schon halb zehn
 
@AM3D: Die haben wahrscheinlich bis zum frühen Morgen wild rumgetrollt und liegen jetzt vollkommen erschöpft in der Kiste.
 
@AM3D: Hauptsache der Fanboy-Club hat sich alleine in der Ecke versammelt und provoziert und trollt selber mal.
 
@windoof7: na is doch ganz logisch... man soll trolle nich füttern, also "isst" man ihnen einfach alles weg. ist der logische weg um die biester los zu werden :)
 
@craze89: Made.my.day!
 
@craze89: Ja ganz intelligent, komm mal rüber und ich verleih dir den Minus-Klicker Preis höchst persönlich.
 
Witzig, dass viele den Microsoft-Untergang prophezeien und der Umsatz dennoch immer weiter ansteigt. Aber ich maße mir nicht an, irgendeine Zukunftsprognose abzugeben. Ich warte lieber die Verkaufsergebnisse von Windows 8 und Windows Phone 8 ab.
 
@Max...:
Wer prophezeit denn hier MS Untergang, bis auf ein paar Windows Fans die das Getrolle-Vorweg nehmen? MS hat eine Fehlinvestition geleistet, zeigt aber ansonsten gute Zahlen. Das kann man doch neidlos anerkennen, auch wenn man den Verein nicht so mag.
 
@GlennTemp: Es gibt durchaus Leute, die unter jeden Windows 8-Artikel schreiben: "Das wird Microsoft das Genick brechen." Ich stimme dir vollkommen zu.
 
@Max...: Mal ab davon, dass der Umsatz nur bedingt Aussagekraft hat und es vor allem relevant ist was unter dem Strich übrig bleibt (vulgo: Gewinn), denn du kannst auch mit Milliardenumsätzen in den Konkurs gehen, so frage ich mich, wo hier die "vielen" Leute sein sollen, die den MS-Untergang prophezeien?
 
@LostSoul: Das war allgemein gesprochen und bezieht sich nur indirekt auf die WinFuture-Community. Vielleicht ist das Wort "viele" in dem Zusammenhang auch nicht angebracht gewesen.
 
@Max...: Im Moment beschränken sich ja viele darauf dass Steve Ballmer rausgeschmissen werden muss und nicht dass Microsoft untergeht. Ballmer ist schließlich dafür verwantwortlich, dass ... ähm ... die Zahlen so gut sind wie noch nie. Also teeret und federt ihn. Und wenns auch nur für den aQuantive-Kauf ist (wo ich gar nicht weiß ob er den zu verantworten hat).
 
Kann mir das mit der Abschreibung mal einer erklären?
 
@GlockMane: Es wurde ein Unternehmen gekauft (aQuantive) und das wurde im letzten Quartal bezahlt. Ist das so richtig? :-D
 
@GlockMane: Man hat ein Unternehmen integriert und das in den Bilanzen entsprechend immer als "Vermögensgegenstand" verzeichnet (also im Grunde wie Büromöbel). Wenn man aber merkt, dass das Unternehmen nicht den Wert für den Konzern hat, wie man angenommen hatte, muss (oder vielmehr darf :D) man dessen Wert nach unten korrigieren (wie es bei Möbeln regelmäßig wegen Wertverlust durch Abnutzung passiert). Diese Korrektur ist eine Abschreibung
 
@zwutz: Ergänzung: Der Wert wird nicht "angenommen", sondern wurde für die Übernahme tatsächlich gezahlt.
 
@zwutz: Wieder etwas neues gelernt. Ich dachte, dass Abschreibungen grundsätzlich gemacht werden müssen.
 
@hhgs: Ein bißchen verdächtig kommt mir aber vor, daß die Abschreibung von der Höhe her genau so bemessen ist, daß ohne sie der Gewinn knapp höher als im Vorjahr wäre. hat das wirklich mit dieser Firma zu tun oder paßt das nicht doch auffällig zur Motivation der Aktionäre und Investoren?!
 
@Luxo: ein erworbenes Unternehmen im Nachhinein kleinzurechnen dürfte eher weniger eine primäre Motivation der Aktionäre sein, denn de facto hat sich gezeigt, daß man zu teuer eingekauft hat - und das ist eine unternehmerische Fehlleistung. Das ist jetzt eher steuerlich begründet, denn so konnte man den zu versteuernden Gewinn kleinrechnen und so die Steuern niedrig halten. Aber es zeigt trotzdem, daß man falsch investiert hat.
 
@Luxo: Für so was gibt es Unternehmen wie Accenture, KPMG, McKinsey und sonst wen. Natürlich geht es darum, Zahlen so zu 'gestalten', dass es möglichst wenig weh tut. Da ist erst mal nicht verwerfliches dran.
 
@ott598487: Verzeih, aber das ist Humbug. Wenn überhaupt, dann hätte man *vor* dem Kauf Interesse das zu kaufende Unternehmen möglichst klein zu rechnen, im Rahmen der Unternehmensbewertung für das M&A. Im Nachhinein kleinzurechnen, ist unsinnig, weil ich damit den eigenen Unternehmenswert senke. Und auch die steuerliche Argumentation ist viel zu kurz gedacht. Natürlich senkt die Abschreibung den zu versteuernden Gewinn - allerdings steht dem auch ein tatsächlicher Werteverlust gegenüber, denn du darfst nicht einfach so eine Wertminderung durchführen. Siehe dazu auch mein Beitrag in o9re1.
 
@LostSoul: Dass MA in der Regel Verlustgeschäfte sind, dürfte ja wohl allseits bekannt sein ;)
 
@LostSoul: Humbug? Ich sage doch genau das, was Du sagst, nur mit anderen Worten. Verstehe nicht Dein Problem...
 
@Luxo: Ich weiß zwar wo du damit hinwillst aber das kannst du hier leider nicht an der einen Abschreibung festmachen. Die Dimensionierung der Abschreibung ändert ja nichts am ursprünglichen Gewinn ohne Abschreibung.
 
@luckyiam: [re:13]: gut herausgearbeitet, der Unterschied zwischen angelsächsischem und deutschem Bilanzierungsansatz. Würde zudem auch noch anmerken, daß die angelsächsisch orientierte Fixierung auf Quartalsberichte viel zu stark ist (wie man auch in diesem Fall wieder sieht) und man vielmehr den Geschäftsjahres- bzw. 3-Jahres-Vergleich heranziehen muss, um ein nachhaltiges Bild der Unternehmensentwicklung zu bekommen. [re:15]: da muß ich widersprechen: "in der Regel" bestimmt nicht, die Mehrzahl der M&A's macht Sinn und sind, insbesondere wenn von strategischen Investoren und nicht von PE/Finanzinvestoren vorgenommen, keine Verlustgeschäfte.
 
@hhgs: [re:4]: auf Sachwerte regelmäßig, auf Firmenwerte nur, wenn eine Neubewertung dies erforderlich macht.
 
@hhgs: man muss da unterscheiden zwischen dem "klassischen" abschreiben, was man so kennt.. ich kaufe nen auto für den chef, laut AfA Tabelle über 6 Jahre abschreiben.. Microsoft bilanziert jedoch nach USGAAP, dass einige Ansätze hat, dass das HGB nicht kennt. USGAAP sieht vor, dass man regelmäßig Neubewertungen vornimmt. Das Hauptaugenmerkt liegt in den USA auf dem Shareholder Value, also auf den Interessen der Aktionäre, während in Deutschland klassischerweise der Stakeholder Value (Alle Interessenten (Lieferanten, Kunden, Staat, etc.) herangezogen wird. Diese Neubewertungen haben das Ziel, den Sachwert oder das Unternehmen realistisch nach Marktwert zu bewerten..
 
@zwutz: Man "darf" nicht in Fällen der Wertminderung abschreiben, sondern man muss. Vollkommen egal, ob handelsrechtliche oder internationale Rechnungslegungsnormen, hier IFRS/IAS/US-GAAP, zu Grunde gelegt werden.
 
@LostSoul: "Darf" im Sinne von "kein Unternehmer ärgert sich drüber, wenn er es machen muss"
 
@zwutz: Doch, tut er, denn das bedeutet, dass es einen faktischen, dauerhaften Grund für die Abschreibung betrifft. Er hat also Werte verloren. Da helfen Steuerersparnisse in Höhe eines Bruchteils nicht.
 
@LostSoul: Und welchen Nachteil hat er durch den Wertverlust? Das Tocherunternehmen gibts trotzdem immernoch und es wird noch genauso effektiv (oder ineffektiv in dem Fall wohl eher) arbeiten wie vor der Abschreibung.
 
Er darf in guten Jahren, einen Verlust gegenrechnen und bezahlt weniger Steuern. Ist auch egal, da ich hier nicht gelesen habe, was für die damalige Übernahme bezahlt wurde. Man zahlt nun eben nicht unbedingt den realen Wert und auch nicht den Wert der einem selber im Auge liegt.
 
@GlockMane: 2007 hat MS eine Firma gekauft und dafür einen bestimmten Betrag, sagen wir mal 7,5 Mrd. USD, bezahlt. Der Betrag beinhaltete den Preis für die "echten", greifbaren Werte wie Hardware, Häuser (z.B. 300 Mio. USD) und auch einen Preis für den Firmenwert, also sozusagen den anhand von Prognosen errechneten Zukunftswert des Unternehmens (z.B. 7,2 Mrd. USD). Mit diesen Werten (300 Mio. +7,2 Mrd.) wurde die gekaufte Firma in die Bilanz eingestellt. Jetzt haben sich die Prognosen nicht erfüllt, also ist die Firma weniger wert. Das muß in der Bilanz nun auch so dargestellt werden. Daher reduziert man den Firmenwert (bisher 7,2 Mrd.) auf einen realistischen Betrag (neu 1,0 Mrd.) - die Differenz 6,2 Mrd. ist dann die Abschreibung. Da man auf der Bilanz natürlich nicht nur eine Seite reduzieren kann (Firmenwert steht auf der linken Seite, der "Aktiva"), muß man auf der anderen Seite ("Passiva") auch reduzieren. Das macht man zu Lasten der Gewinn- und Verlustrechnung (Position "Abschreibung auf den Firmenwert") und reduziert dort so den Gewinn, der in der Passiva der Bilanz aufgeführt wird. Bei einer Abschreibung fließt aber kein Geld, sondern das ist nur eine Buchung. Das heißt, das Geld in der Kasse und auf den Konten bei MS ist weiterhin da. Deswegen nimmt man für eine Beurteilung der Wirtscháftskraft eines Unternehmens auch meistens die Kennziffer EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen).
 
@GlockMane: Kurz gesagt, es ist eine moderne Form Steuern zu sparen.
 
@GlockMane: Danke euch allen für die Erklärungen, man kann halt doch noch was lernen auf Winfuture =)
 
Naja, Abschreibung ist kein Verlust. @deadbeatcat: es wurde auch bei der Übernahme bezahlt, das hat aber eigentlich mit Abschreibungen nichts zu tun. Das ganze hat einen steuerrechtlichen Hintergrund und ist so zu sehen, dass der erwirtschaftete Gewinn um die Abschreibung verringert wird um auch die sonst dafür fälligen Steuern nicht bezahlen zu müssen. natürlich ist -vorher- auch der Übernahmepreis entrichtet worden. Der muß aber nicht zwangsweise die Höhe der Abschreibung aufweisen.
 
@anyone: Wer auch immer den Steuer"spar"effekt ins Feld führt, zeigt leider nur, dass es wenig Ahnung von der Materie hat. Natürlich wirkt sich eine Abschreibung als Aufwand ergebniswirksam aus und ist somit im Ergebnis mit einem Steuereffekt versehen. Das Problem ist nur, dass erst mal nicht die Abschreibungssumme per se relevant ist, da hier zwischen bilanzieller und steuerrechtlicher Wirkung unterschieden werden muss (so kann auch eine heute bilanzielle Auswirkung steuerlich recht neutral sein), vor allem aber steht dem notwendigerweise auch ein tatächlicher Wertverlust gegenüber. Es ist ein wenig so, als würdest du 1.000 Euro aus dem Fenster schmeißen (Kauf und Abschreibung) um dann 100 Euro zurück zu bekommen (Steuerlastsenkung). Das ist geschäfts- und finanzpolitisch vollkommener Humbug.
 
@LostSoul: ich will damit nicht sagen dass es sich um "nichts" handelt. Ich bin auch kein Steuerberater. Es ist allerdings auch so, dass schon von Verlust geredet wird wenn z.B. weniger Umsatz gemacht wird, daraus entstehend weniger Gewinn erwirtschaftet wird und in der Öffentlichkeit dann von Verlust geprochen wird. Mit der Abschreibung verhält es sich ähnlich. Bei MS wurde "abgeschrieben" und es wird mit "Verlust" gleichgesetzt. Das ist schon ein Unterschied, wenn vielleicht auch kein so großer. Am Geschäftsjahrende wird man sehen was dabei rauskommt. Es handelt sich schließlich "nur" um Quartalszahlen und das in einer Höhe die Spanien in die Krise stürzen würde...
 
@anyone: Hier geht es aber durchaus um einen tatsächlichen Verlust und das ist eben der relevante Unterschied. Mal etwas umgangssprachlich formuliert: MS hat vor einigen Jahren etwas für einen Preis gekauft. D.h. die sind tatsächlich Geld losgeworden. Das ist so, als wenn du dir ein Auto kaufst. Nun, einige Jahre später, stellen sie fest, dass diese Anlage das aktuell noch bilanzierte Geld nicht (mehr) wert ist, was sie zu einer Abschreibung *verpflichtet*. Dein Auto ist also, weil es vollkommen durchgerostet ist, alle Leitungen porös sind etc., eigentlich gar nicht die eigentlichen 15.000 Euro heutigen Zeitwert wert, sondern nur noch 500 Euro, die du dafür vom Altmetalhändler bekommst. MS schreibt also ab, d.h. sie mindern den bilanziell dargestellten Wert, was sie natürlich entsprechend Geld kostet, nämlich die Differenz zwischen dem aktuell bilanzierten und dem tatsächlichen Wert. Natürlich ist dieser Aufwand ertragswirksam und senkt so den zu versteuernden Gewinn, d.h. in der nächsten Steuerabrechnung muss weniger Gewinn versteuert werden; grob überschlagen also statt rd. 24 Mrd. nur 18 Mrd. US-$. Das ist aber auch angemessen, weil ja die 6 Mrd. an Wert auch nicht mehr gegeben sind. Mal von rechtlichen Voraussetzungen und Anforderungen für eine Abschreibung, würde daher auch eine Abschreibung ohne tatsächliche Ursache keinen Sinn ergeben: 1. Wäre sie steuerlich nicht durchsetzbar, weil wir dann stille Reserven haben. 2. Spätestens im Moment des Verkaufes muss wieder aufgewertet werden bzw. realisiert sich dann ein entsprechender Mehrerlös, der - richtig - zu versteuern ist. 3. Es unsinnig ist 6 Mrd. US-$ auszugeben, um 200 Mio. US-$ weniger Steuern zu bezahlen oder würdest du heute 1.000 Euro aus dem Fenster werfen, wenn dir das Finanzamt dafür im kommenden Jahr 100 Euro an Steuern erstattet?
 
@LostSoul: Vielleicht hilft es einfach darzustellen, dass dieser 'Verlust' letztlich eine Korrektur (hier: Minderung) der Unternehmenswerte (Sach- und Buchwerte) darstellt und erst in der Bilanzierung mit den operativen Werten 'verrechnet' wird. Einen Verlust im operativen Geschäft gibt es somit gar nicht. Das bekommen viel nicht auseinanderklamüsert.
 
@LostSoul: natürlich ist es ein echter Verlust und eine unternehmerische Fehlentscheidung, weil zuviel bezahlt wurde für eine Firma, die die Prognosen nicht erfüllt hat. Trotzdem hat es aber auch steuerliche Auswirkungen, und in gewissen Grenzen kann man selbstverständlich steuern, ob man eine Abschreibung in sehr gut laufenden Quartalen oder Geschäftsjahren gegen den operativen Gewinn verrechnet oder nicht. Das darfst Du nicht einfach nur als "Humbug" abqualifizieren. Logischerweise ist das nicht der Sinn einer Investition - die soll natürlich Gewinn abwerfen.
 
@anyone: Es ist aber definitiv ein Verlust, nur dass der eigentlich schon bei der Übernahme entstanden ist. MS hatte damals halt die Erwartung, etwas für das Geld zu bekommen, was sich nicht bewahrheitet hat. 6 Mrd aus dem Fenster zu schmeissen ist übrigens eine hervorragende Management-Leistung, dafür sollte Ballmer einen dicken Bonus bekommen
 
@nicknicknick: So einfach kannst du das nicht darstellen. Das M&A Aktivitäten sind in aller Regel verlustbehaftet. Das liegt daran, dass du halt nicht den eigentlichen Unternehmenswert des Anlage und Umlaufvermögens bezhalst, sondern auch einen relativ fiktiven Firmenwert. Das ist so wie bei Apple.. wenn ich so nen Telefon kaufen will, zahle ich halt, weil es so ne tolle Marke ist, direkt mal einige Euro mehr, obwohl der sachlich betrachtete Materialwert deutlich niedriger ist.. nur ist für Unternehmen dann, so wie LostSoul beschrieben hat, vorzugehen.
 
@luckyiam: Was ist denn in diesem Fall kompliziert? MS hat ne kleine Werbeklitsche aufgrund falscher Erwartungen zu einem völlig überhöhten Preis gekauft. Den Kaufpreis durften sie jetzt fast vollständig(!) abschreiben weil die Erwartungen sich nicht erfüllt haben und auch niemals erfüllen werden. Der "tatsächliche" Wert des übernommenen Unternehmens dürfte also gegen Null gehen.
 
Das Microsoft Office immer noch so eine verläßliche, sichere Bank für Microsoft ist, finde ich schon erstaunlich, wo doch immer öfter zu lesen ist, daß MS Office nichts kann, was OpenOffice/Libreoffice nicht auch könnte (was übrigens größter Blödsinn ist), daß eigentlich niemand mehr MS Office braucht, weil's ja doch OpenOffice/LibreOffice gibt undsoweiter undsofort. Mir kommt es eher so vor, als könnten OpenOffice/LibreOffice rein gar nichts gegen MS Office ausrichten. Ich würde mein Outlook 2010 jedenfalls niemals gegen irgendeinen Freeware-Open-Soße-FSF-Quatsch eintauschen wollen, obwohl Outlook ein relativ teures Stück Software ist. Es freut mich jedenfalls, daß Microsoft unter anderem auch durch das Geschäft mit Office immer noch gut dasteht.
 
@departure: Ich denke gerade hier verliert die Konkurrenz zunehmend an Boden. Bis heute gibt es keine konsistente, freie Kalender-Mail-Office-Mobile-Lösung.
 
@departure: Aber google docs und co werden MS umbringen, die sind vieeeel besser. Achtung dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus und Weizen enthalten.
 
@Knerd: Nun ja, die Gefahren aus der Cloud bestehen ja tatsächlich, und die immer stärker werdende Cloud-Nutzung ist ja Fakt und wird sich noch stärker verbreiten. Ob Microsoft mit Skydrive (das Dropbox momentan um Längen schlägt - noch!), Windows Live und Office365 da dauerhaft mithalten/mitspielen kann, wird sich erst noch zeigen. Ich wehre mich nicht gegen Cloud-Lösungen, die mir sinnvoll erscheinen und mir einen wirklichen Nutzen bringen - trotzdem hab' ich so manches Programm immer noch gern lokal auf meinem Rechner anstatt einen Cloud-Dienst. Genauso ist's mit Daten.
 
@departure: Für das schnelle Bearbeiten in der Cloud gibt es für alle Windows Live - Nutzer ja ein abgespecktes Online-Office, was auf Skydrive zugreifen kann. :)
Zu mehr als mal eben was eintragen, würde ich die Cloud-Apps aber niemals verwenden, alles reagiert meist etwas träge und man kann sich auch nicht absolut sicher sein, dass die Änderungen wirklich gespeichert sind.
 
@departure: Schon mal die aktuellen WebApp-Previews von Microsoft gesehen? Nicht zu schlagen. Die gehen da in Supertempo den richtigen Weg. Alles andere sieht ja nur nach ollem Browser dagegen aus.
 
@Knerd: Gegen Google Docs und co. hat Microsoft Office 365 im Rennen.
 
@departure: Vielleicht ist die Konkurrenz auch einfach nur belebend für MS Office. Die Verzahnung ist schon recht hoch. Es gibt auch gefühlt immer weniger Probleme beim Hin und Herkopieren von Daten zwischen Excel, Word, Powerpoint, Outlook und Visio. Früher hats mir da regelmäßig die Strukturen zerhauen.
 
Ich würde mir auch gerne ein Auto für 100.000 EUR kaufen und die Summe als Verlust ggü. dem Finanzamt geltend machen :) nichts anderes passiert hier auch. Steuern Sparen im großen Still.
 
@Blaulicht110: Es wird nicht der Kaufpreis als Verlust geltend gemacht, sondern der sich aus der Abschreibung ergebene Aufwand ist erfolgswirksam. Das ist ein gänzlich anderer Sachverhalt.
 
@Blaulicht110: Das ist schlicht Blödsinn, denn Dein Auto ist keine Investition, sondern erst mal Verbrauch. Wenn Du jedoch mit dem Auto Gewinn erwirtschaftest, z.b. ein Wohnmobil als mobilen Puff nutzt, dann ist das wieder was anderes und dein WoMo ist von der Steuer absetzbar. Hat alles seine Ordnung ;)
 
@Blaulicht110: Wenns ein Neuwagen ist kannste direkt mal 1/3 als Wertverlust verbuchen. Der tritt ein wenn du als Erstbesitzer in den Fahrzeugschein eingetragen wirst.
 
Die Mayas haben es voraus gesehen! Am 21. Dez 2012 wird Microsoft dann von der Börse genommen und in mehrere Teile aufgesplittet ;)
 
@AlexKeller: Das wäre aber kein Weltuntergang.
 
Die Raubmörderrunterladtkopierer sind schuld und nix anderes..
 
Na schnell unterm Rettungsschirm.
 
Erst Nintendo, jetzt Microsoft. Nicht gut...
 
Tolle Aktion solche Grafiken zu verwenden nachdem eine solch enorme Abschreibung getätigt wurde. Alles geht steil nach unten und die Trolle haben neues Futter. Einerseits ist es ärgerlich, dass aQuantive so abgeschmiert ist. Andererseits finde ich es gut, dass sich die Werbemaschinerie bei Microsoft offensichtlich nicht durchsetzen konnte und dem User somit die Werbefluten größtenteils erspart bleiben.
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