Erster Landkreis will "Liquid Feedback" einführen

Das vor allem durch die Piratenpartei bekannt gewordene Politik-Werkzeug "Liquid Feedback" soll erstmals auch in einem kompletten Landkreis Bürger in die politischen Entscheidungsprozesse einbeziehen. Für die Verfechter einer stärkeren ... mehr... Liquid Feedback Liquid Feedback

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ohja, frage: wie fährt man ein derartiges Testprogramm gegen die wand? antwort" las es uns in friesland machen ... die beteiligung für etwas derartiges wird +- gegen 0 laufen, da viele dort immernoch kein gescheites internet haben und/oder die leute keinen pc besitzen, der altersdurchschnitt von friesland kann man irgendwo bei 60 ansiedeln ... da kann man froh sein das die dort überhaupt den pc an kriegen
 
@1O1_ZERO: Naja, die haben dort beschlossen das einzuführen.. Ist ja nicht so, dass die Bundesregierung ein Pilotprojekt in Friesland beschlossen hat.. Es wäre auf jeden Fall wüschenswert, wenn sich das andere Landkreise zum Vorbild nehmen würden..
 
@1O1_ZERO: ...nicht immer zerreden. stammtischgerede bringt gar nichts. um zum erfolg zu kommen, muß man auch mal - entgegen der eigenen vermutungen - dennoch ausprobieren.
 
@1O1_ZERO: Ich fühle mich als gebürtiger Friese davon schon leicht beleidigt. Selbst meine beiden Omas sind im Internet unterwegs. Und was du mit "gescheitem Internet" meinst, ist für das Thema nicht relevant. Ob HSDPA oder DSL alles kein Problem. Lediglich auf dem Land, z.B. an der Küste muss man an der Geschwindigkeit abstriche machen. Dies betrifft aber nur einen sehr kleinen Teil der Bevölerung.
 
"Friesland in Niedersachsen" war ja klar, daß das nicht in baden-württemberg beginnt. bayern, dessen erste partei die bayern spd
war, hätte ich mir da schon eher vorstellen können.
 
Ist das Anonym, oder mit Registrierung und realen Bürgerdaten? Beides ist nämlich ein zweischneidiges Schwert. Anonym könnte es von Trollen ausgenutzt werden, oder von Lobbys zum Astroturfing missbraucht werden. Ist es aber mit Registrierung und Realdaten der Bürger, so werden diese Bürgerdaten garantiert für irgendwelche finsteren Zwecke missbraucht werden.
 
@Feuerpferd: ...aber nicht, bevor die regierung vorgaukelt, daß das alles nur verschwörungstheorien seien - das aktuelle klischee eben, mit dem solche leute, die auf kosten der bürger leben und sie nur belügen und belasten, andere beleidigen und diffamieren wollen.
 
@Feuerpferd: Nein, das ist, nach meiner Meinung, kein zweischneidiges Schwert, dass würde es höchstens dann wenn über irgendetwas ganz konkretes abgestimmt würde, also z.B. dem Kreistag (oder ist Friesland Landtag?) selber oder so, weil NUR dann müsste vollkommen annonym abgestimmt werden können (Stichwort "Geheime Wahl"), dieses ist aber, wegen der Kontrolierbarkeit des Abstimmungsergebnis, nur schwer bis gar nicht möglich. Eine Meinungsfindung zu einem Vorschlag, bzw. das einbringen eigener Vorschläge, zu denen dann andere ihre Zustimmung oder Ablehnung äußern können, funktioniert auch mit Realnamen oder mit einem automatisch generierten und zugewiesenen Benutzernamen, wie es z.B. bei der ePetition im BT der Fall ist. (Dort würde der Admin des Systems die Realnamen auch kennen, dass ist also auch nur für die Leser 100% annonym). Ich weiß jetzt aber nicht welches System das Friesen LqFb verwendet.
 
"Liquid Feedback" Toller Name, sollen die Bürger ans Rathaus schiffen ?
 
@marcol1979: *lach*
 
@marcol1979: Auch mein erster Gedanke. ^^
Alternativ kann die Erleichterung natürlich auch auf die Politiker erfolgen, die was verzapft haben.
 
In meinen Augen wäre ein kleines Bundesland wie das Saarland ideal für eine solche Testplattform geeignet gewesen. Da die Piraten im Saarland aber politisch noch inkompetenter sind als im übrigen Bundesgebiet konnte das nix werden. Man ist hier auf der Erfolgswelle der Piraten mit geschwommen, und die Partei wie auch Wähler haben nicht darauf geachtet welche Kandidaten überhaupt zur Wahl stehen.
 
@leviathan11: Mit anderen Worten: Wir Saarländer sind zu blöd zum Wählen oder wie soll ich das verstehen?
 
@leviathan11: Ach, die Piraten sind auch nicht inkompetenter als die anderen Parteien. Sie sind nur weniger erfahren, in diesem völlig überholten Prozedere von sinnlosen Abstimmungen und fruchtlosen Ausschüssen. Die anderen Parteien wissen vielleicht schneller und gezielter, wann sie zur Abstimmung ihr Händchen erheben müssen, was aber noch längst nicht bedeutet, daß sie überhaupt einen Schimmer davon haben, über was sie denn wie abstimmen. Das ganze ist eher als Generationskonflikt zu betrachten. Die Piraten sind einfach nicht in diesem veralteten Politsystem zu hause, was man ihnen auch gar nicht verübeln kann, und die üblichen Parteien haben kein Interesse an Veränderung, die mehr Arbeit für sie bedeuten könnte. Wir können also nur hoffen, daß die Piraten gestärkt werden, damit das verkrustete System mal modernisiert wird. Das wird uns allen zugute kommen.
 
Seit wann wird beachtet, was der WÄHLER will ? LQFB ist prima, aber ist glaube nicht, dass es große Beteiligung gibt. Selbst bei der PP arbeiten nur ca. 3000 (10%) der Mitglieder mit dem Tool.
 
@pubsfried: Ja, blos was will der Wähler sonst? "Komunalpolitische Belange". Nehmen wir mal so an, da würde gefragt wo genau eine Autobahn gebaut werden soll. Wie hoch wäre die Anzahl der Meinungen und Vorschläge dazu, die die Bürger per Post oder in Bürgersprechstunden einbringen könnten. Höher oder niedriger als mittels LQFB? Ich denke eher niedriger. Stuttgart 21 ist dafür das beste Beispiel, die Anzahl der Befürworter und Gegnern ist wohl ungefähr gleich, beide zusammen liegen aber deutlich unter der Anzahl Bürgern, denen es egal ist. Wenn sich durch LQFB auch nur recht wenige Leute mehr an Komunlapolitik beteiligen als sonst, finde ich das nicht verkehrt, das die Summer der Intresierten insgesammt immer noch unterirdisch sein wird, da kann LQFB auch nichts für.
 
@Lastwebpage: *zustimm*, ich glaube inzwischen, dass die meisten nicht nur zu faul zum Schreiben, sondern auch schon zu faul zum Lesen sind. Selbst wenn bei LQFB die Ideen schon vorgekaut werden, muss man ja immer noch Lesen - und auch mal drüber nachdenken, um eine Entscheidung zu treffen. "Ey, Alder, das is jetzt echt too much...." rülps.. (Übertrieben, aber die richtige Richtung)
 
Hier bitte auch LQFB einführen!!!
 
Wie enttäuscht wird man wohl sein, wenn das Ganze floppt? Und davon gehe ich mal aus. Es gibt zwar immer wieder Stimmen die mehr Bürgerbeteiligung fordern, aber wenn es dann möglich ist macht doch keiner mit. Ich glaube die absolute Mehrheit der Bürger ist damit zufrieden von Zeit zu Zeit zur Wahl zu gehen und danach Ruhe zu haben. Wozu haben wir Bürger bitte Politiker, wenn wir eh alles selbst entscheiden wollen? Ich selbst lege auch keinen Wert darauf mitzubestimmen wann welcher Fußweg im Dorf zu welchen Kosten und von welcher Firma erneuert wird. Ich muss mich um genug andere, eigene Dinge kümmern.
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