Erster Supercomputer mit Warmwasserkühlung

Am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in München ist der neue Supercomputer SuperMUC inzwischen fertiggestellt. Bei dem von IBM konstruierten System handelt es sich um den ersten kommerziellen Supercomputer mit Warmwasserkühlung, teilte man anlässlich der ... mehr... Ibm, Supercomputer, SuperMUC Ibm, Supercomputer, SuperMUC

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Kühlen mit Warmwasser und heizen mit Eis. wenn man vor 50 Jahren so etwas losgelassen hätte, würde man als Spinner hingestellt werden. wie es sich zeigt, funktioniert es aber bestens und ist sehr energieeffizient :)
Daumen hoch!!
 
@JBC: das wasser wärmt sich durch die prozessoren auf und somit (nur im winter?) als wärmequelle genutzt. ich frage mich, wie sie den wert der nutzung der abwärme berechnet haben - da eine gewisse nutzung - je nach jahreszeit und aktueller temperatur wie feuchtigkeitslage - der abwärme gewährleistet sein muß, damit die prozessoren nicht überhitzen. die wärme kann man jedoch auch für andere zwecke als nur für die heizung nutzen...z.b.:daraus strom zu generieren und die rechner damit antreiben.
 
@Murof: Für letzteres wird das Wasser nicht annähernd warm genug und ist in dem Fall nicht nur ineffizient sonder aufgrund der geringen Wärmemenge ziemlich sinnlos. Eine direkte Nutzung zum heizen oder Warmwassererzeugung ist dagegen das sinnvollste. Man kann zB. Wasser vorheizen und durch zuheizen auf die gewünschte Temperatur bringen, das zuheizen braucht weniger energie als wenn das Wasser direkt aufgeheizt werden muss.
 
@X2-3800: Wie warm wird es denn genau? Und welcher Wärmeenergie bedarf es, um diese in elektrische Energie umzuwandeln, die nutzbar wäre? Aus deiner Sicht sind Fahr- und Flugzeuge auch unrentabel - wenn man sich den realen niedrigen Wirkungsgrad ansieht...
 
wieso Warmwasser!?
 
@muesli: weil das vor der Verwendung nicht gekühlt werden muss
 
@zwutz: man kann keine heissen cpus mit warmem wasser kühlen. da steht irgendwo ein wärmetauscher (=heizung), der die wärme irgendwohin wie zb an das heizungssystem aus dem text abgibt
 
@muesli: Sehe ich genau so... vielleicht spricht man bei Wassertemperaturen über RT (23°C) von Warmwasserkühlungen und bei welchen unter RT von Kaltwasserkühlungen.
 
@muesli: Das geht schon. Wenn du die CPU auf 60°C halten willst, kannst du das bei ausreichender Zirkulation auch mit 59°C heißem Wasser machen. Der Temperaturgradient ist halt miserabel, aber es geht. Wenn das Wasser aber nur 45°C hat, geht das noch ganz gut, solange der Kühler, der auf den CPUs sitzt, ausreichend große Kontaktfläche zum Wasser bietet.
Der Vorteil ist ja, dass man die Kreislauftemperatur leicht auf 45°C halten kann, da der Temperaturunterschied zur Außentemperatur dann wieder größer ist, d.h. man stellt außerhalb des Gebäudes ein passives Kühlrippen-Gebilde auf, wo die Umgebungsluft dann genügt, es auf 45°C zu halten.
Wenn die Kühlkörper aber so klein sind, dass du 20°C kühles Wasser brauchst, schaffst du das passiv in der Größenordnung nicht mehr und brauchst aktive Kühlaggregate.
 
@mh0001: Genau, solange ein Temperaturgradient vorhanden ist funktioniert das, denn der Wärmestrom (dQ/dt=-Lambda*A*dT/dx) ist proportional zum Temp.gardienten. Die Wärme "fließt" immer vom warm nach kalt (siehe Thermodynamik). Warmes Wasser wird übrigends verwendet, da man damit scheinbar einfacher die überführte Wärme weiternutzen kann (Quelle: http://www.n-tv.de/technik/Computer-mit-warmen-Wasser-kuehlen-article378630.html).
 
@muesli: Aber natürlich kann man das.
 
@zwutz: 45grad ist auch nicht sehr kuehl :)
 
@zwutz: Genau, die Wärmetauscher auf den CPUs sind so effizient, das die Temperaturdifferenz zur CPU noch ausreichend ist solange die Kühlmitteltemperatur 45°C nicht übersteigt. Zumindest reime ich mir das so zusammen. Hier kommts halt auch drauf an das die Wärme am Radiator/Wärmetauscher auch zuverlässig abgenommen wird.
 
@muesli: Finde auch schade, dass im Artikel nichts dazu gesagt wird, wie das System funktioniert. Hier im Video ist es einigermaßen erklärt: http://www.youtube.com/watch?v=LzTedSh51Tw&feature=player_embedded
Die Prozessoren werden mit Wasser gekühlt, das hierbei anfallende Warme Wasser wird wiederrum genutzt um beispielsweise Wohnhäuser zu heizen.
 
@gigges: eine Viel schlechtere erklaerung findet man in der News jetzt auch nicht. Da wurde halt nicht Wohnhaus sondern Campus geasgt"uperMUC verfügt über eine Kühlfunktion, die Wärme 4.000 Mal effizienter als Luft verdrängt. Die abgeführte Wärme kann außerdem gespeichert und während der Wintermonate zur Heizung der Gebäude auf dem Campus des Leibniz-Rechenzentrums genutzt werden. Dies sorgt für jährliche Einsparungen in Höhe von rund einer Million Euro. "
 
@muesli: Ich meine mal gelesen zu haben, das die Wärmeaufnahme durch warmes Wasser effizienter ist als durch kaltes Wasser, dadurch kann mehr wärme schneller abtransportiert werden.
 
"Die abgeführte Wärme kann außerdem gespeichert und während der Wintermonate zur Heizung der Gebäude auf dem Campus des Leibniz-Rechenzentrums genutzt werden."

Es kann genutzt werden. Wird es denn aber auch realisiert?
OT:Ich hab meinen PC Daheim auch wassergekühlt. Im Winter PC an Heizung aus :-D
 
@dermitdemcomputer: ich hab mein luft gekuehlt - was heizt den raum wohl jetzt besser :)
 
@-adrian-: Kommt drauf an. Hau mal kräftig Vcore auf die CPU und heb den Takt an :-D Dann Prim95 laufen lassen. Und ganz wichtig Gehäuse abdichten! Fertig ist der DIY Ofen!xD
 
@dermitdemcomputer: Wenn ich mit meinem wassergekühlten PC ei neinstündiges Video rendere und dann noch 30 Minuten Crysis spiele kann ich hinterher noch schön warm baden ;)
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