Leistungsschutzrecht eine Gefahr für die Wikipedia

Der gestern bekannt gewordene Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zum Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist auf massive Kritik gestoßen. Unter anderem befürchtet der Verein Wikimedia, dass die deutsche Online-Enzyklopädie Wikipedia wegen ... mehr... Logo, Wikipedia, Wikimedia Foundation Bildquelle: Wikipedia Logo, Wikipedia, Wikimedia Foundation Logo, Wikipedia, Wikimedia Foundation Wikipedia

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Die hoffnungslos überforderten Politiker sollten endlich entweder Fachkräfte benutzen oder durch solche ersetzt werden. Die "Diktatur der Unfähigen" wird immer umfangreicher. Außerden steht das geplante Leistungsschutzrecht wieder mal im Widerspruch zum geltenden Urheberrecht und Allgemeinen Nutzungsrecht für Allgemeingut und erst recht zum geltenden (immerhin von allen statten ratifizierten) EU-Recht sowie so heiß gelobten und angeblich so geschützten Presserecht.
 
@seti40s: Das Problem ist ja genau daß die Gesetzentwürfe von "Fachkräften" erstellen lassen, selber bringen die doch kaum was zustande. Aber von den falschen "Fachkräften" oder besser gesagt Lobbyisten die es nach den Wünschen derjenigen formulieren die sie bezahlen. Und die verantwortlichen Politiker merken oft gar nicht was da hinten herum untergejubelt werden soll. Das wäre so als würde man eine Rocker-Bande mit dem Entwurf der künftigen Straßenverkehrsordnung beauftragen, da kämen auch lustige Dinge heraus ... Im konkreten Fall werden sicherlich Vertreter der Verleger an dem Text fleißig mitgearbeitet haben, zu ihrem Vorteil natürlich.
 
Das ist auch eine Möglichkeit mit dem Medium Internet klar zu kommen, wenn veraltete Systeme nicht mehr so gut wie einst funktionieren.
 
Völlig verrückt, dieser ganze Quatsch. Da sich die Schreiberlinge der "Presseverlage" ja selbst aus der Wikipedia bedienen. Gewöhnlich brechen sie dabei auch noch die Creative Commons Lizenz mit Namensnennung und die GFDL. Etwas mehr Bescheidenheit würde diesen "Presseverlagen" gut tun, die gehören zurecht gestutzt.
 
@Feuerpferd: Das ist nicht nur auf Presseverlage beschränkt. Das SAT1 Morgenmagazin zum Beispiel verwendet in der Rubrik "Promi-Praktikantin" Teile von einem CreativeCommons-lizenziertem Lied. Bei dem Lied handelt es sich um "Plastic & Flashing Lights" von Professor Kliq. Der Ausschnitt aus dem SAT1 Morgenmagazin hier: http://fernsehkritik.tv/folge-91/Start/#jump:2-1075 (Thema ist bei Fernsehkritik.tv allerdings was anderes). Das Original von Professor Kliq hier: http://www.youtube.com/watch?v=b6st_bgH41M
 
@Pizzamann: yeah geiles lied. kenn ich schon länger, wusste gar nicht dass es CC ist ;)
 
Es ist immer wieder erstaunlich wie Lobbyarbeit sowas dummes hervorbringt. Aber ich erwarte mittlerweile keine intelligenten und ehrlichen Politiker mehr. Die Rasse ist ausgestorben und wahrscheinlich irgendwann mal in einen Museum zu sehen, wohl unter dem Motto: "Politiker die noch für ihre Wähle da waren und sie nicht verraten haben für Geld und Anstellungen".
 
@DS: ? Journalisten werden von den Verlagen bezahlt. Wenn Google & Co die geschriebenen Artikel für lau nutzt und dann noch in Werbung einbettet - wtf hat das mit "ehrlichen Politikern" zu tun? ^^ Soviel Stuss tut langsam weh, den man hier zu Hauf lesen muss.
 
@GordonFlash: Bei Google News erscheint nichts, was nicht erscheinen soll ;)
 
@realAudioslave: und das war schon immer so? ^^
 
@GordonFlash: Zum Zeitpunkt deines Kommentares war es so, was ihn so furchtbar überflüssig macht... ;)
 
@realAudioslave: hätte, wenn, aber? Was'n das für 'ne Logik?
 
Seltsam das mittlerweile die "reglementierte" Nutzung von urheberrechtlich relevanten Inhalten immer mit roten, blutigen Großbuchstaben "GEFAHR" für Max Mustermann und den Weltfrieden betitelt wird ...
 
@GordonFlash: Natürlich werden in der Überschrift die Anführungszeichen weggelassen und aus einer Behauptung wird mal wieder eine Wahrheit gemacht. Anyway, inAnsätzen stimmen die Befürchtungen ja, unterstellt man, dass der Entwurf nicht weiter diskutiert und bearbeitet würde und (!) die vorhandene Schutzklausel für nichtkommerzielle Zwecke statt solider ausgearbeitet verwässert würde. Aber das ist auch schon wieder zu viel für den gemeinen WF-Kommentator. Einfacher ists nach wie vor, bei der geliebten Paranoia zu verweilen und die gewohnten 'allesvebrecher'-Parolen zu kloppen. Das der Entwurf eine Gefahr für Bildungsprojekte darstellen würde, ist schlicht polemisch und nicht mehr. Es steht sicher ausser Frage dass noch einiges auszuarbeiten ist, der vorliegende Text istkeineswegs frei von Widersprüchen. Aber es wird halt mal wieder generalstabsmässig draufgehaun statt nach- und mitzudenken. Dann dient es der eignen Absicht auch, einfach mal zu unterschlagen, dass der Leistungsschutz ohnehin nur kurzfristig, nämlich für ein Jahr gilt umd nach dieser Frist Nachverwerter von Rechtsansprüchen daraus freigestellt sind. Grad ein lexikalisches Werk wie Wikipedia profitiert davon
 
Die bisherigen Gesetze Funktionieren doch ? Warum versucht die Regierung alles zu verschlimmbessern?
 
@Suchiman: Frag die Lobbyisten.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Beliebte Wikipedia Downloads