Buchhandel: 2011 im Minus, Hoffnung sind E-Books

Laut Berechnungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist der Gesamtumsatz mit Büchern und Fachzeitschriften im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro gefallen. Das Geschäft mit E-Books hat sich verdoppelt, konnte den ... mehr... Amazon, Kindle, E-Book, Amazon Kindle, Reader Bildquelle: Amazon Amazon, Kindle, E-Book, Amazon Kindle, Reader Amazon, Kindle, E-Book, Amazon Kindle, Reader Amazon

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Neulich beim Shopping in der Stadt, da habe ich mir mal so Kindle & Konsorten angeschaut. Echt schäbig die Teile im Vergleich zu einem richtigen Buch aus toten Bäumen! So schlechte Displays habe ich ja noch nie gesehen, da macht man sich die Augen ja total kaputt.
 
@Feuerpferd: Also auf meinem Sony, sieht das Display genauso aus, wie ein gedrucktes Buch.
Irgendwas musst du da also falsch gemacht haben ;).
Natürlich haben die keine 3793679379*379739379 Pixel Auflösung. Das brauchen die auch gar nicht ;).
 
@sebastian2: Ich kann da gar nichts falsch gemacht haben, die Dinger wurden ausgestellt und die konnten an Lesbarkeit schlichtweg lange nicht an normale Bücher aus toten Bäumen herankommen. Für solchen Müll wie Kindle & Konsorten gebe ich keinen einzigen Cent aus.
 
@Feuerpferd: Dann gebs nicht aus.
Ich sehe da jedenfalls weiterhin keinen Unterschied.

Gut, Bildbände kann man damit nicht lesen. Dafür sind die aber auch gar nicht gedacht.

Ich persönlich bin jedenfalls froh, dass ich in Urlaub oder zur FH keine 10 Bücher mehr mitschleppen muss, sondern so ein digitaler Apparat reicht.

Und dank onleihe und co, spare ich sogar massig Geld. Dank den miserablen Öffnungszeiten unserer Bücherei durchaus ein Gewinn.
 
@Feuerpferd: Welcher Händler in der Stadt stellt denn einen Kindle aus?
 
@Feuerpferd: ich möcht mal wissen, wie sich der angeblich so große Unterschied für dich bemerkbar gemacht haben soll? nutze einen Kindle und analoge Bücher, je nachdem wie ich das jeweilige Buch gerade zur Hand habe, aber dein Gejammer ist für mich schwer nachvollziehbar? ;)
 
@sebastian2: er schreibt immer solche sachen ohne ahnung zu haben. ich hatte gedacht das wäre ironisch gemeint bevor ich den verfasser dieser sinnfreien zeilen entdeckt habe. aber vielleicht war es doch ironie? die hoffnung stirbt zuletzt. zum thema: ebook displays sind für normalos nicht von papier zu unterscheiden und auch nicht schädlich für die augen.
 
@Feuerpferd:Cool, sage mir mal wo man in der Stadt einen Kindle angucken oder kaufen kann. Oder bis du einer von denen die einem penetrant über die Schulter schauen oder beim Bahn fahren die ganze Zeit beobachten? Ich glaube eher du hast noch nie ein eBook Reader in der Hand gehabt und auch nur eine Zeile gelesen, sonst hättest du gemerkt, dass das Lesegewühl für die Augen exakt so ist wie bei Papier.
 
Das ist doch klar, das die Wirtschaftskrise auch beim Buchhandel ankommt (halt verzögert, weil Lesen beliebt ist)!
 
Vielleicht sollten die Verlage mal ihre Preise überdenken.
Ich persönlich sehe nicht ein, für ein ebook genauso viel zu zahlen, wie für ein gedrucktes Buch.

Gerade die kleinen Verlage kriegen auch unterschiedliche Preise hin ;).

Oder man bietet ebooks kostenlos zu den normalen Büchern usw.
 
@sebastian2: Das liegt daran, dass auch die ebooks der Buchpreisbindung unterliegen. Diesbezüglich müsste sich imho erstmal was tun.
 
@jigsaw: Es reicht das Buch eine andere ISBN Nummer zu geben.
Kriegen ja wie gesagt, die kleinen Verlage auch hin.

Ebook ist wie "Taschenbuch" ein Format, welches unterschiedliche Preise haben kann.
 
@jigsaw: Dennoch: Wenn ich im Jahr 2012 Sätze wie "Verlage und Buchhandlungen fragen sich deshalb nicht mehr ob, sondern wann sie ins E-Book investieren." lese, dann stellen sich mir Haare auf. Wenn die Verlage das nämlich erst jetzt kapieren, dann darf man sich nicht wundern, wenn der deutsche E-Book-Markt nicht wirklich vom Fleck kommt (bzw. bisher nicht ist). Und ob die pauschale Umlegung der Buchpreisbindung auf E-Books generell eine so gute Idee war, hab ich auch so meine Zweifel.
 
@witek: jep, völlig richtig, die haben es einfach komplett verschlafen und deshalb brauchen sie sich auch nicht zu wundern.
 
@jigsaw: Mal als Beispiel:

11 Tage im September kostet gebunden bei Amazon 17,90 €.
Als Kindle Edition (und z.B. bei beam-ebooks auch in anderen) nur 5,90 €.

http://www.amazon.de/11-Tage-September-Bernhard-Mandla/dp/3941930850/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1338815547&sr=1-1

Wenn man als Verlag will, geht das also.
 
@sebastian2: was auf jedenfall sinn machen würde wäre ein dienst, bei dem ich durch beleg mein buch registrieren kann und dann zugriff auf das pdf/epub/ebook habe. ich sehe es teilweise echt nicht ein für ein gutes buch sagen wir 25 euro gezahlt zu haben, und dann nochmal 24,99 für ein epub, nur damit ich es digitalisiert habe.
 
@Rumpelzahn: Das sind übrigens die selben Verlage, die die Vorlese-Funktion beim Kindle verhindert haben, weil der Kunde dann die Datei - für die er bezahlt hat! - auch als Audiobook nützen könnte -> dafür möchten die nämlich auch nochmal extra abkassieren können.
 
@sebastian2: Druckkosten machen nicht viel vom Preis aus. Lektoren, Marketing, Autoren, Vertrieb etc. hast du beim E-Book genauso
 
@zwutz: Ändert nichts daran, dass ein ebook auch einen Preisvorteil bieten muss, damit es akzeptiert wird.

Klappt ja in anderen Branchen auch. Und dort ist das Pressen einer CD/DVD/BR auch nur ein Bruchteil der Kosten ;).

Rumpelzahn hat ja schon ein Beispiel genannt. Warum sollte ich ein Buch zweimal bezahlen. Nur weil ich es auch digital lesen will?
 
durch die geburt unserer tochter haben wir letztes jahr zum ipad gegriffen. meine frau ist die totale leseratte, doch abends im bett das licht anmachen zum lesen ist nicht mehr so lange die kleine noch bei uns schläft. das ipad ist hier echt was wert. meine frau ist glücklich und kann wieder lesen, meine tochter schläft, und tagsüber hab ich nen tablet :)
 
Buchpreisbindung weg und wir können reden.
 
@noneofthem: eben, solange ein EBook soviel kostet wie ein normales Buch, kaufe ich das Buch!
 
@Thomynator: Das ist aber eben nicht, das Problem der Buchpreisbindung. Sondern ganz allein auf den Mist der (meist großen) Verlage gewachsen.
 
@Thomynator: Das hat aber direkt nichts mit der Buchpreisbindung zu tun - diese gilt nur innerhalb einer Ausgabe (evtl. gar Auflage?). So kostet die Taschenbuchausgabe nicht das selbe wie der Hardcover, und auch der Preis des E-Books kann anderweitig festgelegt werden. Der Preis könnte also von den Verlagen für das E-Book durchaus niedriger angesetzt werden.
 
Wenn die E-Books erstmal weit verbreitet sind, und die Zahlen sind schlecht, wie die aus dem Jahre 2011, dann schreien die bestimmt auch, dass die ganzen Raubkopierer dran Schuld sind. Aus jedem Industriezweig hört man nur noch Wachstum, Wachstum, Waschstum. Mir hängt es schon zu den Ohren raus.
 
Die Herstellung des Buches kostet erheblich mehr als die des eBooks. Ich würde radikal eBooks massiv günstiger anbieten und aus dem Buch etwas "besonderes" machen. Nen Buch kostet meinetwegen normalerweise 20€, dann lassen wir das eBook 5€ kosten. Das Buch limitieren wir in der Anzahl, fügen z.B. noch ne Widmung oder Kommentar vom Autor hinzu, machen nen Hardcover, setzen mehr Wert auf Qualität und Bindung, damit der Mist auch länger hält und bieten es für 35€+ an. Durch limitierte Anzahl erzeugt man mehr Druck auf dem Markt und es gibt mehr Nachfrage und man kann exakt mit fixen Kosten kalkulieren und irgendwann wird das Buch sowieso komplett ausverkauft sein, d.h. man hat fixe kalkulierbare Einnahmen. Damit Buchhandlungen und Bibliotheken nicht den Bach runtergehen nen paar eBook-Shop-Computer aufstellen, Leih-Kindles oder sowas anbieten und dann läppert sich schon was. In Deutschland hat noch nie was über Dauer funktioniert, die Deutschen schmeißt man am besten ins eiskalte Wasser, dann klappt die Umstellung.
 
@Seth6699:
ICh gebe dir vollkommen Recht.
Überal Wachstum...zum kotzen.
Wieviele Handy bzw. Zweit- oder Dritgeräte soll man sich denn noch anschaffen?
Ein Handy fürs Auto, eins für Business -> Okay
Auto für Family, eins für die Stadt als "Parkplatzsparer" -> Okay
usw..

Aber irgendwann hat hat Wachstum eine Grenze...dann heulen die Unternehmen bei einen leichten Rückgang rum, als ob Sie vor der Insolvenz stehen, aber das bei zahlen, die eahrscheinlich noch vor 2-3 Jahren als Rekordwerte bejubelt haben.
Und? Hauptsache Gewinn ist da, und alle Kosten gedeckt.
So wird die Gesellschaft aber verarscht, und vorallem der kleine Arbeitnehmer, dem dann erzählt wird:
"kein Platz für Gehaltserhöhungen..."
Aber für die Vorstände ist immer was da...

Echt zum Kotz****

Zurück zu Büchern:
Mir ist wichtig, das erstmal ein ein einheitliches Format kommt.
Kindle liest das, aber das andere das.
Die Industrievertrteter sollen sich einigen auf z.b. epub, und keine properitäres Format...
 
Vielleicht haben die Menschen einfach kein Bock auf E-Books?!? Für mich sind E-Books im Gegensatz zu einem richtigen Buch auch vollkommener Blödsinn und nur von Nachteilen behaftet: Teuer, DRM-verseucht, dadurch unpraktisch in der Handhabung und und und... Nicht alles, was die Industrie als toll und innovativ einem verkaufen möchte, ist es auch. Hauptsache der Rubel rollt, mehr zählt nicht.
 
@karacho: Hast du den Artikel eigentlich gelesen?

Mal davon abgesehen, dass es immer mehr ebooks gibt, die ohne DRM auskommen.
 
@sebastian2: Ja habe ich, die Verkaufszahlen sind in Deutschland ein Witz. "Gerade mal ein Prozent des Umsatzes konnte man mit E-Books am Endkunden-Markt erwirtschaften." Der "Börsenverein des Deutschen Buchhandels" möchte es gerne so, dass E-Books ein Erfolg werden, was aber nicht der Fall ist...
 
@karacho: Es geht hier aber hauptsächlich darum, dass auch mit den normalen Büchern, 2011 ein miserables Jahr war.

Ebooks sind nur einer von vielen Problemen der Buchbranche.

Und ich denke schon, dass ebooks irgendwann ein Erfolg werden.
Spätestens dann, wenn die großen Verlage genauso aufwachen, wie ihre Kollegen in der MI und FI.
 
@karacho: Wenn man sich dran gewöhnt hat, macht das lesen mit eInk-Readern sehr viel Spaß. Er ist leichter, man hat zB. nicht immer ein Problem mit der Buchstabilität, zB. beim lesen auf dem Rücken und ich persönlich haben das Gefühl ich lese schneller, weil das Absetzen und umblättern durch einen kurzen Tastendruck ersetzt wird und ich Zeilen Abstand und Textgröße genau auf meine Bedürfnisse anpassen. Das integrierte Wörterbuch für manche Fremdwörter ist auch nicht zu verkennen.
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