Streit ums Kopieren: Nach Musik geht's um Objekte

Über ein Jahrzehnt drehte sich der Streit um das Kopieren im Internet um immaterielle Güter wie Musik, Filme und Software. Nun erreicht die Auseinandersetzung erstmals auch den Bereich realer Objekte. Hintergrund ist die zunehmende Verfügbarkeit ... mehr... 3D-Drucker, Makerbot, Cupcake CNC Bildquelle: Makerbot 3D-Drucker, Makerbot, Cupcake CNC 3D-Drucker, Makerbot, Cupcake CNC Makerbot

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Hauptsache die Anwälte haben was zutun ...
 
@shadow-1991: Bin mal gespannt, was als nächstes kommen wird?
 
@MichamelXP: Ich werde mir einfach mal das Verklagen wegen Patentsverletzung patentieren lassen. Dann verklage ich die großen Firmen, weil sie mein Patent verletzt haben. ^^
 
@metty2410: Der ist alt und lahm.... Den schreibt immer einer unter einer News, wo auch nur das Wort "Patent" vorkommt. Ist für mich auch übertrieben, diese Klagerei, aber naja langsam nervt der Kommentar fast schon mehr. Mal davon abgesehen, dass es hier eher um Kopieren/Aussehen geht, welches nicht patentiert ist/war/wurde. Nur weil hier in letztem Absatz das Wort Patent erwähnt wird, muss es nix heißen...
 
@shadow-1991: Der Rechtsbranche fehlt es einfach an Verständnis für die Materie und den beauftragenden Firmen an Weitsicht oder Interesse an der Zukunft. Man sollte sinnvollere Wege finden "miteinander" klarzukommen... Eine Kopie ist nie so gut wie das Original. Macht doch eure Originale besser...
 
@shadow-1991: ist ja auch unverantwortlich, dass diese trolle arbeitslos werden.
 
Jetzt wird es wirklich lächerlich.
 
@ayin: Nein, denn damit verliert das Argument der Raubmordkopierer an Gewicht, es entstehe kein Schaden, weils ja nur Bits und Bytes sind.
 
@iPeople: Äh nein, nicht wirklich. Auch in dem vorliegenden Fall fehlt dem "Besitzer" des Objekts nichts. Auch hier werden nur Bits und Bytes kopiert. Ist ungefähr so, als wenn du dir die Noten eines Musikstücks ausdruckst.
 
@Draco2007: Falsche, wenn ich mir ein Auto ausdrucke, statt zu kaufen, ist es ein schaden, so einfach ist das.
 
@iPeople: Wieso? Wem fehlt den das Auto? Es ist genau das selbe Argument wie bei digitalen Daten. Klar gibt es einen theoretischen Verlust, weil ich das betreffende Objekt nicht kaufe. Ich seh das auch ein, aber es ist kein anderer Fall nur weil ich jetzt "feste" Objekte kopieren kann. Es ist wieder nur ein theoretischer "Umsatzausfall", wenn ich mir das betreffende Objekt ohne die Kopiermöglichkeit gekauft hätte, aber noch lange kein Diebstahl.
 
@Draco2007: Es ist kein Theoretischer Ausfall, weil es hier um reale Objekte geht. Ein genutztes Auto ist ein genutztes Auto, und wenn es geklaut statt gekauft ist, ist jemanden ein schaden entstanden. Was meinst Du, wie lange BMW noch forscht und Autos baut, wenn sich jeder das Auto ausm Netz laden und ausdrucken kann?
 
@iPeople: Wieso sollte ich mir ein Auto kaufen, wenn ich mir selber eines bauen kann? Wo ist da die Logik? Ist genauso mit allem anderen, was man selber herstellen kann(z.B. Möbel, Grußkarten, Visitenkarten, Dekorationen usw...). Im Prinzip auch mit Nahrungsmitteln und Selbstgekochtem. Warum sollte es später z.B. kein Open Source Auto geben?
 
@iPeople: Klar ist es ein theoretischer Ausfall, genau so wie ein kopiertes Musikstück. Um dein Beispiel mal ins Extrem zu führen. Ich kopiere mir nen Porsche G2-RS (gibt nur 250 Stück und schweineteuer). Ich könnte mir das Auto niemals leisten und selbst wenn, gibt es keine mehr. WENN ich mir jetzt so ein Auto kopiere, ist für Porsche nicht mehr Schaden entstanden, als für ein Plattenlabel, wenn ich ihren neuesten Hit kopiere. Beides ist nicht legal, völlig klar, aber es bleibt eine KOPIE bei der dem eigentlichen Besitzer direkt nichts fehlt. Von wegen forschen. Wieso wird den noch Musik gemacht, es kann sich ja wirklich JEDER die Musik runterladen? Und nochmal, wenn das Kopieverfahren so billig ist, wieso nicht selbst benutzen ^^
 
@Draco2007: Naja, wenn man es so sieht ist aber auch jede CD eine Kopie vom Masterband und dann wären geklaute CDs auch nur ein theoretischer Ausfall.
 
@jigsaw: Ne, weil dann ja dem Laden der die verkaufen will wirklich eine fehlt, die er nicht mehr verkaufen kann. Also schon noch ein bissl was andres.
 
@John2k: Moment, wenn du dir selber ein Auto baust, vom Grundriss bis zum fertigen Fahrzeug, ist das ganze auch kein Problem. Wenn du aber sagst, ey Geil der Testarossa gefällt mir, und kopierst ihn einfach so ohne jegliche Erlaubnis seitens Ferraries, dann ist das schon ein sehr gewaltiges Problem.
 
@Tomarr: Naja solche "Nachbauten" gibts genug. Meistens von irgendwelchen Leuten gebaut, die niemals die Kohle aufbringen könnten sich so ein Auto wirklich zu kaufen. Dann wird halt 10 Jahre in der Garage in Handarbeit eine "Kopie" angefertigt. Ich meine da bisher noch nicht davon gehört zu haben, dass da ein Autohersteller geklagt hat.
 
@Tomarr: Wer braucht noch Ferrari, wenn man später in der Lage sein wird viel schönere Karossen nach seinen eigenen Wünschen anzufertigen. 3d Software wird irgendwann auch für jedermann bedienbar sein.
 
@iPeople: Purer Blödsinn, denn genau das ist das gleiche unduchrchdachte Todschlagargument wie bei der Musik/Filmindustrie ... beweise mir bitte, dass derjenige der sich eine DVD (nahezu) gratis kopiert auch bereit gewesen wäre sie für 10€ zu kaufen. Anders, beweise mir, dass derjenige, der sich ein Panzermodell für sehr viel weniger ausdruckt, es auch teuer im Laden gekauft hätte (ich rechne mal den Anschaffungspreis des Druckers nicht mit, weil ihn derjenige eh gekauft hat). Dieser kleine Zusammenhang wird nämlich gern weggelassen. Frag dich auch einfach mal selber, wenn du auf der Cebit (oder einer anderen Messe) bis, würdest du den Werbekuli auch einfach so mitnehmen, wenn er 10€ kosten würde?
 
@John2k: Das ist dann ja auch in Ordnung. Dann hast du ja wieder dein eigenes Konzept. Und auf einem Auto als Objekt gibt es kein Patent. Es steht dir frei ein Fahrzeug mit 4 Rädern, Motor, Lenkrad zu bauen. Das Design darfst du dir auch ausdenken, nur kopieren darfst du es nicht.
 
@Draco2007: Solche Bausätze sind allerdings auch was anderes. Erstens erkennt jeder das es ich um eine Replika handelt. Solche Fahrzeuge beruhen oft auf ganz anderen Grundlagen. Z.B. baut jemand die Karosserie eines Ferraries auf basis eines Ford Sportwagens oder so. Solche Replikas sind tolleriert. Du darfst allerdings keine Markenzeichen von Ferrarie anbringen.
 
@Tomarr: "Das Design darfst du dir auch ausdenken, nur kopieren darfst du es nicht." Ich fange mal an zu prophezeien, dass das auch nicht funktionieren wird über kurz oder lang. Ich zitiere mal den Artikel "Diese sehe den von der Firma angebotenen Panzermodellen zu ähnlich". Ich leg jetzt mal den Schwerpunkt des Satzes auf dieses "zu ähnlich". Mit diesem Argument kann jedes Unternehmen zumindest Privatleute platt machen. Von denen wird sich keiner auf ein Gerichtsverfahren einlassen, weil die Kosten viel zu hoch wären. Nehmen wir doch mal das genannte Auto: Du brauchst bloß iwelche Lufthutzen, Wölbungen etc. einzuarbeiten, die bei einem Auto vorkommen. Es ist nicht jeder Privatmann auch Patentexperte. Wie soll das also Deiner Meinung nach funktionieren?
 
@turageo: Solche Lufthutzen usw. bringen Tuner ständig an. Das passt schon. Zumal wenn man nachweisen kann dass diese dem Zweck und nicht unbedingt nur der Optik dienen. Ist natürlich eine Gradwanderung. Wobei die Autoindustrie nicht ganz so empfindlich zu sein scheint. Das "zu ähnlich" in dem Artikel stört mich natürlich auch sehr stark. Aber dazu müsste man jetzt vielleicht mal Vergleichsbilder haben um das einschätzen zu können.
 
@iPeople: Lass die Knalltüten hier doch 'Rechtsauslegung nach Gusto' spielen und ihre selbstgebastelten Argumente anbringen. Was eine geistige und/oder physische Leistung ist, wissen diese Kellerkinder doch eh nur noch vom Hörensagen. Mich kotzen diese 'gibendlichherargumente' mittlerweile so was von an...
 
@Draco2007 [re:4]: Auch bei niedergeschriebenen Noten liegen die Rechte beim Komponisten bzw. beim Verlag und deshalb dürfen sie ohne Erlaubnis auch nicht vervielfältigt werden.
 
@jigsaw: Hab ich nie behauptet. Ich meine nur, dass das kopieren per 3D-Drucker von realen Objekten genauso gelagert ist wie das rein digitale Kopieren, z.B. von Musik. Ist keine Wertung. Ach und wenn das Kopieren mit nem 3D-Drucker so viel billiger wäre als das echte Objekt herzustellen, können die Hersteller das Verfahren ja selber benutzen...
 
@Draco2007: Aber nicht weinen wenn die Chinesen auch alles kopieren und abkupfern und du dann deinen Arbeitsplatz verlierst... Manche Menschen haben hier eine interessante Einstellung, aber vermutlich habt ihr auch noch nie wirklich was eigenes geschaffen.
 
@Schnubbie: Wie gut, dass ich mit meinem Kopf arbeite und sich der schlecht Kopieren lässt. Aber mal ehrlich, ich hab doch nicht gesagt, dass ich das Kopieren, egal von was, gut finde. Aber ARBEITSPLÄTZE als Argument zu bringen ist einfach Quatsch. Was die Chinesen da teilweise abziehen ist wirklich nicht mehr feierlich, hat aber mit dem vorliegenden Fall nichts zu tun. Die Kopieren nicht nur Dinge für sich selbst, nein die Kopieren und wollen die Kopien dann noch für teures Geld verkaufen. Und das ist eine riesen Sauerrei. Aber dass hier eine Hand voll Leute für ihren eigenen Bedarf Modelle "kopiert", die ja laut Artikel in stundenlanger "Handarbeit" (also die Druckeranweisungen) erstellt wurden, ist nun wirklich nicht damit zu vergleichen.
 
@Schnubbie: Arbeitsplätze. Der heilige Gral der Nation. Unantastbar und mehr wert als persönliche Freiheit. Wird für einige langsam Zeit ihre Existenz gegen ein Leben zu tauschen denn davon hat jeder nur eins. Und wenn ich solche Nachrichten lese wünsche ich mir irgendwie den Replikator von Raumschiff Enterprise erfinden zu können und der Welt kostenlos zur verfügung zu stellen. Allen voran der 3. Welt.Würd mir den Tod jeglicher Industrie auf der Welt nur zu gern ansehen
 
@iPeople: Und schon wieder verwendest du absolut falsche Begriffe... Wie auch bei Daten, so wird hier nicht "geklaut", sondern nur "vervielfältigt". Von "klauen" redet man, wenn der Besitzer KEINEN *physischen* Zugriff mehr auf seinen Besitz hat und damit nix mehr machen, zum Beispiel verkaufen kann. Sprich das Auto ist weg ausm Verkaufsraum. Aber das ist hier - wie bei Daten - ja nicht der Fall. Das Auto ist immernoch da; es gibt nur jetzt ein genau gleiches Modell, was es vorher nicht gab. Der Autohändler kann *sein* Auto immernoch verkaufen. Es entsteht dem Hersteller erstmal NULL Schaden. Ob PersonXYZ das Auto überhaupt gekauft hätte, anstatt sich das Ding nachzubauen, steht eh auf nem ganz anderen Blatt. Oder, um ein schönes Zitat dazu nochmal zu bringen "Wenn man eine CD aus dem Laden nimmt, ist sie weg. Wenn man sie kopiert, dann - gibts die zweimal."
 
@Slurp: Und genau da ist der Denkfehler. Wenn Familie xy das Auto so dringend benötigt dann sollte sie es auch kaufen. Ansonsten entsteht schon ein Schaden für den Verkäufer. Familie xy hat zwar den Wagen, kann ihn auch fahren, der Verkäufer hat aber kein Geld dafür bekommen. Und das ausgestellte Fahrzeug kann er nunmal nicht essen. Essen davon kaufen kann er erst wenn er das Fahrzeug zu Geld und das Geld zu Nahrung gemacht hat.
 
@Tomarr: Und FamilieXY ist der einzige potentielle Käufer? Hätte sich FamilieXY das Auto denn auch gekauft?
 
@Slurp: Wie ich schon sagte, exakt das selbe Problem wie beim Kopieren von Musik. Und ich kann beide Seiten sehr gut verstehen...
 
@Tomarr: Vielleicht liegt das Problem eher im System, was man versucht durch künstliche Sperren am leben zu erhalten?
 
@Tomarr: wieso Auto?
an einem Auto hat es ein bisschen viel viel mehr Technik wie ein MakerBot zustande bringt.
Man kann von kleinen Kunstoffteilen die Rede sein aber nicht von Autos.
Und wenn ich mir so ein teil zulege dann kann ich doch machen was ich will.
Nur um ein Bild aufzuhängen muss ich auch keine Firma anstellen.
Oder Salat pflanzen .... das schadet ja der Firma coop/Migro ....
 
@deadmeiker: Es ist doch absolut egal was kopiert wird. Der Verkäufer kann sich nur was davon kaufen wenn er die Wahre vorher zu Geld macht. Mit einem guten Gedanken wirst du nunmal nicht satt. Das ist nunmal fakt. Natürlich kann er das Auto oder was auch immer er noch im Besitz hat noch immer verkaufen, aber nur wenn irgendjemand es auch wirklich kauft. Wer garantiert denn das es noch enen Käufer gibt? Bzw. wenn er zwei von dem was kopiert wurde hätte verkaufen können hätte er halt mehr Geld. Sieh es doch mal so. Du brauchst Geld weil du was kaufen möchtest. Im Extremfall sagen wir mal was zu essen weil wichtig für jeden. Jetzt willst du etwas von dir verkaufen. Du hattest eine tolle Idee hast irgendwas produziert was du an den Mann bringen willst. Nun wirst es aber nicht los weil es jeder kostenlos kopiert. Würdest du dann glücklich werden? Mit großer sicherheit würdest du dir ein Loch in den Bauch ärgern.
 
@Tomarr: Die Zeiten ändern sich. Somit muss sich auch eine Firma (Verkäufer) nach Produkten, Innovationen, Ideen umschauen und diese an den man bringen.
Ansonsten müssen sie es patentieren.
Und es ist nicht egal was Kopiert wird, wie gesagt ein Auto, Flugzeug ... Komponenten die einfach gute Fachleute zur Herstellung benötigen können auch nicht kopiert werden.
sonst würde ja jeder Autos, Flugzeuge oder weiss ich was herstellen.
Wie gesagt ich habe einen Garten in dem ich Salat habe, das ist auch eine Schädigung der Wirtschaft.

Und der Makerbot gehört zu einer Idee zu einem angemessenen Preis. Wieso sollte das jetzt niemand kaufen?
Gute Idee und gute Umsetzung

Und falls man Irgendwann Autos Kopieren kann muss die Industrie so schlau sein und dies nicht verschlafen, sondern dies per Internet Anbieten und Verkaufen.
 
@deadmeiker: Und wie soll ich jemandem etwas verkaufen wenn es sich alle nur kopieren? Das erzähl mir mal. Und man kann nicht alles so entwickeln das es unkopierbar ist. Software z.B. Da gibt es keinen Kopierschutz der nicht irgendwann geknackt wird. Und haben Softwareentwickler kein Recht zu leben? Bzw. wie dreißt muss man sein zu sagen die Software ist aber keine 100 Euro wert also kopiere ich sie mir kostenlos, während ein anderer sich vielleicht Monate oder gar Jahre einen Kopp darum gemacht hat wie sie zum laufen gebracht werden kann. Womöglich hat er ja sogar selber noch ne Menge Geld rein gesteckt um es zu verwirklichen. Ich möchte ehrlich mal sehen, wenn einer von den hiesigen beführwortern der Kostenlosalternative etwas hat was ganz toll ist, wo er Herzschmerz, Zeit und vielleicht auch Geld rein gesteckt hat, und dies verkaufen will aber nicht kann weil es eigentlich schon jeder hat.
 
@ayin: Letzendlich werden sie den Kampf ohnehin verlieren. Irgendwann gibt es dann einen 3d Scanner und 3d Drucker, die miteinander kombiniert sind. Spätestens dann wird sich der Markt umformen.

@iPeople
Auch das ist Unsinn. Eine KFz-Mechaniker repariert sein Auto wahrscheinlich auch selber, weil er es kann und das Werkzeug dazu hat. Genauso verhält es sich mit den 3d- Druckern. Da man keinem dabei irgendwas klaut, entsteht auch kein Schaden. Eventuell wird die Kleinteilproduktion demnächst zum Kunden verlagert. Wer das passende Werkzeug hat, kann sich auch ein IKEA-Regal nachbauen, was keinen interessiert. Relevant wird es erst, wenn jemand anfängt das Ganze zu verkaufen.
 
@Slurp
"Das Auto ist immernoch da; es gibt nur jetzt ein genau gleiches Modell, was es vorher nicht gab. Der Autohändler kann *sein* Auto immernoch verkaufen. "
Ahja, und an wen, wenn jeder das Auto kopiert?

@John2k:
"Da man keinem dabei irgendwas klaut, entsteht auch kein Schaden."
Dieses "Argument" zieht doch nur, weil es immer noch Leute gibt, die statt der Diebe die digitalen Waren kaufen.
Wenn jetzt auf einen Schlag niemand mehr irgend ein Programm, eine Musik oder einen Film kauft, weil er es kostenlos aus dem "leeren Raum" fischen kann, was passiert dann mit der Wirtschaft? Daß einem die Waren wie gebratene Tauben in den Rachen fliegen, ohne, daß man dafür bezahlen muß, so hat man früher Kindern das Schlaraffenland erklärt.
 
@ayin: Wieso, nur weil du dann günstiger zu einem Produkt kommst!? Vielleicht stehen auch Arbeitsplätze auf dem Spiel, vielleicht sogar in Deutschland?
 
@AlexKeller: ARBEITSPLÄTZE!!!! DAS Totschlagsargument. OH man, was solls, dann verlieren die Leute in der Panzermodell-Baufirma ihren Job und finden nen neuen in der 3D-Drucker-Baufirma. Oder bist du auch dafür Fliesbandarbeit abzuschaffen, damit wieder 200% mehr Leute an einem Produkt arbeiten müssen?
 
irgendwann steht der Anwalt vom lieben Gott bei allen vor der Tür und verlangt Lizenzgebühren von allen...
 
@skyjagger: unerlaubtes replizieren und unrechtmäßige genpool erweiterung
 
@DerTürke: Nö, das wird nix mit der Klage, er hat uns doch die Tools zur Replikation legal und kostenfrei selbst zur Verfügung gestellt, außerdem wurde kein Kopierschutz implementiert.
 
@jigsaw: wenn nach der katholischen kirche geht, darf aber nur kopiert werden, wenn ein unkündbarer vertrag auf lebenszeit mit beiden parteien vor gott geschlossen worden ist, sonst ist jeder vorgang strafbar. jeglicher kopierschutz wird von der kirche jedoch vehement abgelehnt, hier scheiden sich die geister.
 
@DerTürke: Auweia, stimmt, du hast ja Recht, da sehe ich schon die nächste Klagewelle rollen ;-)
 
Ich muss schon sagen, dass ich überrascht bin, wie schnell die hier agieren - haben die doch Jahre gebraucht, um herauszufinden, dass Musik und Filme über P2P-Netzwerke getauscht wurde...
Wenn irgendwo viel kopiert wird, ist das eigentlich ein sicheres Anzeichen dafür, dass da das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt. Bei den Games-Workshop-Figuren ist das ja schon mehr als offensichtlich. Das macht die Sache zwar nicht weniger gesetzeswidrig, aber es sollte auch immer ein Grund für den Rechteinhaber sein, zu überdenken, ob seine Preispolitik noch zeitgemäß ist.
 
@doubledown: Dass das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt wenn viel kopiert wird stimmt aber auch nicht. Viele sehen das Preis-/Leistungsverhältnis schon als überteuert an wenn etwas für mehr als kostenlos angeboten wird. Wir leben nunmal in einer "Ich will alles geschenkt haben" Gesellschaft. Dass das auf Dauer nicht so ganz funktioniert sollte allerdings jedem auch klar sein.
 
@Tomarr: Vielleicht ist es eher so, weil das ganze Konsumzeug eher nett zu haben ist und nicht lebensnotwendig ist. So nach dem Motto, wenns das Zeug nicht geben würde, bräuchte ich es auch nicht. Ist auch ganz einfach zu erklären. Nicht die Leute fordern Filme, Musik, Spiele. Nein, diese werden produziert und beworben - dem Kunden schmackhaft gemacht. Es wird vorher kein Kunde gefragt, ob er Call of DUty XXX, Spiderman 5 oder Madonnas 1000es Album hören will. Genauso ist es mit Free-Tv. Die Meisten schauen es nur, weil es da ist(so hoffe ich zumindest).
 
@John2k: Und das rechtfertigt jetzt was? Gut, dann sind wir nicht nur in einer Gesellschaft die alles geschenkt haben will sondern die auch noch alles haben will. Macht die Gesellschaft meines erachtens nicht besser.
 
@Tomarr: Die Tatsache ist, dass der Konsummüll auf Verdach Produziert wird. Ob jemand bereit ist dafür zu bezahlen ist erstmal egal. Später wird dann gejammert, wenns doch nicht so viel Anklang findet wie gedacht - außer eventuell umsonst. Halt wie Free-Tv, auch wenns die Industrie nicht einsehen will.
 
@John2k: Was hat denn Free-TV mit kopien zu tun. Stell dir mal vor du entwickelst ein Modell. Oder halten wir es mal ganz klassisch. Du entwickelst eine Software. Diese Software ist ganz toll und du verkaufst sie. Nun wunderst du dich das das ganze vielleicht 20 mal verkauft wurde. Ein paar Tage später gehst du zu deinem Kumpel und der Presentiert dir was fr eine tolle Software es doch kostenlos im Internet gibt, die ja auch jeder Computerbesitzer gebrauchen kann und auch jeder hat. Mit anderen Worten deine Software wurde zwar zig tausend fach kopiert, aber du selber hast gerade mal 5000 Euro für 20 Exemplare bekommen, währst aber normalerweise mehrfacher Millionär und hättest ausgesorgt. Also ich weiß nicht, ich würde da schon sehr stark die Hasskappe kriegen.
 
@Tomarr: Dann heißt es wohl, dass keiner bereit ist dafür zu bezahlen oder die Zielgruppe verfehlt wurde, eventuell war der Preis auch zu hoch(bei 250€ pro Lizenz muss es ja ein knaller sein). Ist also unwahrscheinlich, dass wenn die Software unkopierbare wäre, jeder es gekauft hätte. Es gibt halt keine Garantie mit einer Idee reicht zu werden. Free-Tv ist einfach ein super Vergleich. Da läuft alles kostenlos und die Leute schauen es sich an. Bei Pay-Tv ist die Bereitschaft zu zahlen hingegen schon deutlich geringer. Wenns kein Free-Tv geben würde, würde sich wahrscheinlich auch die anders beschäftigen.
 
@John2k: Und wer gibt dem Rest der Welt das Recht die Software zu nutzen wenn sie nicht bereit sind sie zu kaufen? Im übrigen liegt es nicht an den 250 Euro. Wenn du auf der Webseite einen 5 Euro Danatebutton hast, glaub mal nicht dass da viel mehr Personen drauf klicken.
 
@Tomarr: Dann ist ja auch eine freiwillige Spende. Ist ja kein Zwang zum Spenden vorhanden. Die meisten Leute probieren die Software sowieso nur aus und machen unnützen Pc-Kram damit, den sie ohne einem Pc ohnehin nicht machen würden. Geht mir genauso. Ich spiele auch durchaus mit Software herum, hätte aber niemals Geld dafür bezahlt, alleine schon, weil ich nur damit spiele und nichts kommerziel herstelle. Wenn man was kommerziell damit arbeitet und ganz gut damit verdient, sollte man dem Entwickler auch dafür etwas zurückgeben. Im privaten Bereich ist es eher Spielerei. Da braucht man generell denke ich nicht viel zu erwarten.
 
@John2k: Nun, mit so einer Einstellung, entweder zu teuer oder ist eh freiwillig, kommt die Industrie halt auf den Trichter jeden zu verklagen der kopiert um wenigstens etwas Geld wieder rein zu bekommen. Oder es kommen auf einmal Schweinhundkopierschutzmechanismen auf den Markt die wirklich den ganzen PC im Griff haben um nach Möglichkeit jedes knacken zu verhindern. Und um so öfter diese trotzdem geknackt werden um so härter werden diese. Was hat die Industrie denn noch für eine Wahl? Gar keine. Ständig ist das Geschrei hoch dass die ehrlichen Käufer gegängelt werden. Natürlich werden sie das, weil halt diejenigen die kein Bock auf bezahlen haben sich das ganze einfach nehmen. Und ich weiß das nicht der Kopierschutz zuerst da war, falls jetzt einer kommt mit was war zuerst da, das Huhn oder das Ei. Der erste Kopierschutz kam wirklich erst auf als die Kopiererei am C64 überhand nahm. Aber was bleibt der Industrie auch anderes übrig? Soll sie den Schutz ganz weg lassen? Geht nicht, weil dann kopiert es sich auch jeder. Noch verstärken? Dann heuken wieder alle. Ob ich es schön finde das einfache Spiele schon 50-60 Euro kosten lassen wir mal außen vor. Mit Sicherheit ist das stark überteuert. Besonders wenn es der xxx. Shooter einer Serie ist. Aber wie willst du die geistige Leistung eines Individuums bewerten? Beispiel dein Programm oben das 250 Euro kostet? Dich hat die Idee und die Umsetzung vielleicht 10 Jahre gekostet, von dem Kaffee den das Projekt verschlungen hat hättest dir drei Villen hinstellen können. Was ist so eine Idee wert? Und wer gibt anderen das Recht zu behaupten sie sei nicht so viel Wert? Und dann noch wenn es jeder benutzen will, wie die offensichtliche Kopierstatistik ja beweist.
 
@Tomarr: Naja, der Produzent wird immer denken, dass sein Produkt das Beste ist. Jeder kann dir sagen, was ihm persönlich die Software wert ist. Wenn dir am Ende das Zeug keiner abnehmen will, dann ist es halt so. Du kannst die Leute ja nicht zwingen etwas zu kaufen. Du kannst die Idee für noch so wertvoll halten wie du willst, was nicht bedeutet, dass andere es auch tun.
 
@John2k: Du verstehst es nicht. Wenn keiner die Idee für so gut hällt das er es kaufen würde dann hat er die Idee aber auch gar nicht zu benutzen. So einfach ist das.
 
@Tomarr: Qualität verkauft sich immer in ausreichenden Mengen. Davon abgesehen gibt es kein Recht durch eine einzige Entwicklung auszusorgen. Das ganze Patentrecht geht in eine komplett falsche Richtung. Ähnlich wie die "Slide to unlock" Geschichte bei Apple. Dieses Spielchen kann man weiterspinnenin in Patente für eine besondere Art zu schrauben, schreiben, tippen, essen, trinken fi....bla bla bla. Bei Apple war es "nur" ein Patent für eine Handbewegung. Was kommt alsw nächstes?
 
@P-A-O: Warum hat man nicht das Recht für eine einzige Entwicklung ausgesorgt zu haben? Weil es bei dir nicht funktioniert hat? Ich rede nicht von Trivialpatenten, ich rede von ganzen Programmen, Entwicklungen und Designs die etwas länger dauern als nur eine Idee gehabt zu haben.
 
@Tomarr: bei mir passt alles soweit ;). Und nochmal, wenn ein Produkt, unabhängig davon was es ist und wieviel investiert wurde gut genug ist, dann verkauft es sich auch. Ein Recht darauf hat aber niemand. Ähnlich wie bei "One-Hit-Wondern" in der Musikbranche. Wenn es klappt und man hat ausgesorgt dann mag das schön sein aber es besteht kein Anrecht darauf. Und jede Kopie= nicht gekaufter Original passt auch vorne und hinten nicht ;)
 
@P-A-O: Und trotzdem ist es Quatsch was du schreibst. Natürlich hat keiner das Recht darauf zu bestehen das jeder sein Produkt kauft, aber dann haben diejenigen auch auf das Produkt zu verzichten. Natürllich muss keiner ein Programm kaufen das ich geschrieben habe, wenn er es nicht braucht dann braucht er es halt nicht. Aber wenn er es braucht und auch benutzen will dann hat er es auch zu kaufen, doch darauf habe ich ein Recht.
 
@Tomarr: dagegen sage ich ja auch nichts. Würde mir auch nicht gefallen sowas. Allerdings unterscheide ich zwischen Leuten die es brauchen und denen die nicht ;). Allerdings bin ich der Meinung das es von jeder Software entweder eine Shareware oder ein Rückgaberecht geben muß. Oftmals scheitert es auch daran denn keiner gibt mal kurz paar 100 Euro für etwas aus das ihm evtl. nicht zusagt.
 
@P-A-O: Worüber streiten wir dann. Rückgaberecht ist ja leider durch Kopierer verhudelt worden. Einfach kaufen, kopieren und nutzen und dann zurück bringen ist ja auch doof. Was die Preise angeht, da muss man ja immer zwischen Profi und Normaluser-Software unterscheiden. Magix hat zum Beispiel sehr brauchbare Dia und Videosoftware in verschiedenen Preisklassen. Dagegen weiß ich aber nicht ob die Preise von Adobe immer so angebracht sind. Kommt halt immer drauf an. Aber in der Regel gilt, je mehr ich die Software wirklich brauche um so mehr bin ich bereit auszugeben. Und genau das siehst du ja auch auf dem Markt.
 
@Tomarr: wer streitet denn? ;) Aber genau der Markt ist es der auch die Kopierer hervorgebracht hat. Diejenigen die was wirklich brauchen zahlen auch. Den kleinen Kopierer der mal angeben will braucht der Markt aber auch. Bestes Beispiel dürfte da Windows sein. Win7 oder XP haben sich nicht nur deshalb gut verkauft weil sie auf Systemen vorinstalliert waren. Es waren/sind gute Produkte. Und auch da wurde kopiert was das Zeug hält. Selbst mein erstes XP war eine illegale Kopie. Nachdem ich festgestellt habe das alles läuft wie es soll hab ich mir das Ding dann auch gekauft. Aus dem einfachen Grund dass das Programm Geld wert war. Qualität wurde und wird immer honoriert. Und in der Regel auch soviel wie sie wirklich verdient. ;)
 
Ich glaub ich werd auch Anwalt. Ich verklag dann aber Eltern die Eineiige Zwillinge/Drillinge/Vierlinge haben. Was kopieren die auch ihr eines Kind ohne Lizenzgebühren an das Kind abzuführen?
 
@Blubbsert: Kosten für Essen, Windeln, Ausbildung etc., alles mal 2, 3 oder 4 sind mehr als genug Lizenzgbühren ;-)
 
Wieso um alles in der Welt muss er denn auch ausgerechnet reale Modelle kopieren und dann hochladen? Ist doch klar, dass das die Anwälte auf den Plan ruft. Für mich vollkommen verständlich.
 
@DennisMoore: In dem im Artikel genannten Beispiel kann ich auch eine Verletzung des Urheberrechtes erkennen. Nicht, dass der Autor der "Kopieanleitung" diese für sich selber angefertigt hat, sondern, dass er dies verbreitet hat. Mal sehen, wann die bösen Kopierer ihre verlorenen "Mensch-ärgere-Dich-nicht"-Figuren auffüllen?
 
@DennisMoore: Die Frage ist, ob es unrechtlich ist. Wenn ich aus Pappmaschee ein Bambi forme und es meinem fiktiven Sohn schenke - mach ich mich dann auch strafbar? Oder wenn ich es gar auf dem Flohmarkt verkaufe, bin ich dann kommerzieller Plagiator?
 
@lutschboy: Hmmm, wenn man die Musikindustrie-Argumente bringt...(CDs mit Kopierschutz darf man ja nicht für die Privatkopie nutzen) ist zumindest das Kopieren (ohne Verkaufsabsicht) erstmal ok. Bin nur gespannt, was da dann für Kopierschutzmaßnahmen kommen und was als "wirksam" gilt :P
 
@lutschboy: Laut Industriellen Vorstellungen schon. Siehe neuste Ideen der Gebrauchtspieleausschließung.
 
@lutschboy: Die Frage ist für mich viel mehr ob ich ein geschütztes Design einfach 1:1 nachbauen und den Bauplan im Internet veröffentlichen darf. Ich glaube nicht. Auf Messen werden solche Nachbauer gerne mal des Geländes und an die Polizei verwiesen
 
@DennisMoore: Naja mit dem Unterschied, dass die Leute auf den Messen damit Geld machen wollen. Und der Bauplan hier kostenlos veröffentlicht wurde...Ich würde es dennoch als fragwürdig bezeichnen, aber lange nicht in der selben Liga wie die Fälscher die sich auf Messen rumtreiben.
 
@Draco2007: Das Argument "kostenlos" sollte man nicht als Persilschein für Rechtsverstöße hernehmen.
 
@DennisMoore: Wollte ich damit auch nicht sagen, nur das es nochmal was ganz anderes ist, wenn ich mit den Kopien auch noch Geld machen will.
 
Ich bin ja dafür, dass wir alle nen riesigen 3D-Drucker bauen, uns damit nen besagten panzer mit allem drum und drann "maken" und dann mal gucken, welcher abmahnanwalt am längsten und geschicktesten um seine existenz rennen kann ;-)

(dies ist jetzt KEIN meuchelaufruf sondern pure, wünschenswerte fiktion.. )
 
@towatai: Ist doch langweilig. Wenn du es schon so machen willst dann musst du mehrere Modelle in Originalgröße erstellen, und ein Originalpanzer. Und dann darf mal schaun ob einer der Anwälte den echten findet indem man ihn vor die Kanone schnallt und er selber abdrücken darf. Ist ein viel lustigers Spiel. P.S. ich mag Kopien noch immer nicht, aber Anwälte noch wesentlich weniger. ;)
 
Okay, hier meine Gedanken und meine Meinung zu den Themen Raubkopieren bei Software und bei (mehr oder minder) handfesten Gegenständen:
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Bei Spielen, Musik, etc. entsteht ein Schaden dadurch, dass der potentielle Käufer einfach kostenlos an die Ware kommt. Es geht hierbei nicht um das Medium CD/DVD/BluRay/etc. (was viele Argumentationen häufig vernachlässigen), sondern um die Daten, die da drauf sind.
Ein guter Vergleich wäre die Schwarzbrennerei, da der Sachverhalt AFAIK ähnlich ist: Den Brauereien und Brennereien, Entwicklern, Plattenstudios usw. entsteht kein direkter Schaden, es geht eher dadrum, dass die Rechteinhaber/Produzenten eine Arbeit geleistet haben und dafür Geld sehen wollen/müssen.
Stell' dir mal vor, einige würden deine Werke, die du verkaufen möchtest, einfach kopieren und bei sich zu Hause aufhängen. Dies ist in Etwa, was Softwarepiraterie ist.
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Bei "Hardwarepiraterie" (Damit meine ich nicht etwa das Nachbauen einer ATI Radeon HD 6770) ist dies auch sehr ähnlich. Viele behaupten hier auch wieder: "Die Hersteller habe doch keinen direkten Schaden! Der Gegenstand steht doch noch immer beim Hersteller in der Lagerhalle oder im Supermarkt im Regal!", aber: Was die Daten (Musik, Spiel, etc.) bei der Softwarepiraterie sind, das sind die Form und evtl. Mechaniken bei Gegeständen, die mit einem 3D-Drucker ausgedruckt wurden. Es ist Entwicklungszeit mit eingeflossen sowie mehrere Arbeitsstunden und so weiter. Die bekommt der Hersteller nicht durch nichts wieder rein, und was braucht der Hersteller dafür? Genau, Verkäufe! Verkäufe, die Geld in die Kassen spühlen und die Entwicklung weiterer Produkte ermöglichen.
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Als Abschluss mal ein kleiner Gedankengang:
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Man beschwert sich gerne über billige Plagiate.
Meiner Meinung nach ist das das Gleiche wie eine Raubkopie.
Denn ob eine Fabrik eine Millionen gefälschte Rolex-Uhren herstellt oder eine Millionen Menschen jeweils eine Rolex-Uhr, da gibt es keinen Unterschied, Rolex sieht von den Uhren nicht einen Cent.
 
Naja... wenn er sich einen Fantasiepanzer entworfen hätte, hätte es auch kein Problem gegeben. Er hat aber ein Design von Games Workshop kopiert. Insofern schon verständlich, dass Games Workshop davon nicht begeistert ist und die öffentliche Verbreitung der Kopiervorlage zu verhindern sucht. Im gegebenen Fall ist jedoch anzumerken, dass es zu keiner juristischen Klärung (Gerichtsverfahren) kam, insofern ist auch nicht gesichert, wie die tatsächliche Rechtslage ist und ob das DCMA hier wirklich greift. Thingiverse wollte einfach das Risiko eines Verfahrens nicht eingehen.
 
@FenFire: im Artikel steht es sei "zu ähnlich", also kann es keine genaue Kopie sein, sonst wäre es ja "exakt das gleiche". Aber naja, da andere Unternehmen ja auch jeden verklagen dürfen, der was ähnliches macht....
 
@craze89: es heisst "der tatsächlich Spielfiguren seines Bruders als Vorlage nutzte" und "nachdem er viel Arbeit in die Optimierung der Vorlagen steckte". Ich nehme mal an dass er bei so viel Enthusiasmus wohl erst zufrieden gewesen sein dürfte, als in seinen Augen hinreichende Übereinstimmung mit dem Original erreicht worden war (das ist jetzt natürlich Spekulation, wir kennen ja weder das Original noch die 3D-Druckvorlage). Insofern kann man Games Workshop dann nicht wirklich vorwerfen, wenn sie diese Übereinstimmung ebenfalls als "hinreichend" (hier für die Kopiervorwürfe) angesehen haben. Und das Unternehmen hat niemand verklagt - sie haben Thingiverse (unter Hinweis auf das DCMA) aufgefordert die Vorlage zu entfernen, was jene dann auch taten. Ob diese Forderung im Falle einer Klage Bestand gehabt hätte ist nicht bekannt.
 
Hmmm ich könnte mir ja gut vorstellen, das es auf dieses polymer-pulver (sowas benutzen diese 3d-drucker doch oder?) zumindest hier in deutschland genau so abgaben gibt wie auf CD/DVD/BR-rohling, druckerpapier, HDD, Flashspeicher und alles andere worauf man daten speichern kann.
 
@craze89: Gibt unterschiedliche Arten. RepRap und viele weitere 3D Drucker verwenden eine Plastikspulen, die einfach von der Druckdüse eingezogen werden. Es gibt auch schon Projekte (wie zB FilaBot) die altes Plastik einschmelzen und zu einer neuen Spule formen. Das ganze ist meiner Meinung nach (auch zB für misslungene Ausdrucke) eine tolle Form des Recyclens.
 
Games Workshop ist einfach nur noch lächerlich. Als ich 8 Jahre alt war tauchte plötzlich bei uns vor der Tür ein Postbote mit einem Paket von Games Workshop für mich auf, obwohl ich nirgendwo etwas bestellt hatte und wollte 47 D-Mark von mir haben. Als ich ihm sagte, dass es ein Fehler sein muss ist der Postbote gegangen und mein Vater hat ein Schreiben von denen bekommen, dass sie wegen dieser Sache Insolvenz anmelden mussten und auf das Geld bestehen. Ich glaube die Klageabteilungen von denen sind echt kreativ und verzapfen extrem viel Mist. Die konnten nicht nachweisen, wo ichs angeblich bestellt haben sollte und sind auf den Kosten sitzen geblieben und wie man sieht sind sie nicht insolvent und klagen immer noch rum. Ich befürchte Games Workshop steht in vorderster Front bei den kommenden Abmahnkriegen und wird die 3D Druckrevolution gut beeinträchtigen...
 
@freach: Insolvenz wegen 47 D-Mark? :) Das ist wirklich kreativ :D Und das Paket kam wirklich direkt von Games Workshop?
 
...Dinge kopieren bzw. drucken...hab' ich schonmal gehört:
http://www.youtube.com/watch?v=MRYcN5J6O44&feature=BFa&list=PLCDB73BF13128C3F1
 
Heute drucken sie noch Spielzeugpanzer aus und morgen vielleicht Bomben? Habe gesehen das man komplizierte Dinge wie Schlösser nebst Schlüssel drucken kann. Wo endet das? Dank Metalldruck wird man mit Druckvorlagen vielleicht auch Schusswaffen drucken können. Andererseits sehe ich hier die Vorstufe zur Replikation :-) Eine Tasse Earl Grey Heiß bitte. Wegen der Replikation von Gegenständen wird man sich mit Patenteigentümern bei der Herstellung einer Replikation einigen müssen, solange die Gesellschaft Kapitalistisch handelt.
 
Schade das er sich da hat einschüchtern lassen. Ich hätte denen ganz klar verklickert, dass ich die Masse für das Modell vom Original abgegriffen habe. Ausserdem gibt es die Pläne für alle Kampfpanzer im Handel (wie auch für fast alles andere Gerät, Gebäude etc). Und wenn ich als Modellbauer meine Konstruktionszeichnungen weitergebe, dann ist das mein Ding und nicht das Problem irgendeines Spielzeugherstellers. Und ob ein Leopard 2 Modell nun von Tamyia, Revell, in eigenbau oder sonst einem Hersteller kommt, ist vollkommen egal - die sehen alle gleich aus; egal in welchem Massstab.
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