"Abenteuerlich": Bär kritisiert Internetsucht-Studie

Dorothee Bär, CSU-Generalsekretärin und Vorsitzende des CSU-Netzrates, hat den kürzlich erschienenen Suchtbericht der Bundesregierung kritisiert. Dieser legt nach ihrer Ansicht unzeitgemäße Maßstäbe daran an, wann bei Jugendlichen von Internet-Sucht ... mehr... Csu, Politikerin, Dorothee Bär Bildquelle: Frank Ossenbrink Csu, Politikerin, Dorothee Bär Csu, Politikerin, Dorothee Bär Frank Ossenbrink

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Wow, eine halbwegs kompetente Person, wenn es um das Internet geht, bei der CSU? Das ich das noch erleben darf!
 
@trødler: das hab ich mir auch gerade gedacht. das gibt mir ein wenig hoffnung für die zukunft
 
@Turk_Turkleton: die Zukunft Bayerns? ;D
 
@Turk_Turkleton: träum weiter. es ist üblich, daß sich das lager in zwei teile aufteilt - während der eine vorsätzlich unfug betreibt, mischt sich der andere ein, um damit das publikum zu unterhalten und ihm falsche hoffnungen für die zukunft zu geben. die prädemokratische institution "politik" hat immer schädigend gewirkt - und das wird sich nicht ändern.
 
@levitaver: das ist mir schon klar, trotzdem zeigen mir die Aussagen dieser Dame dass es dort wenigstens eine Person gibt die Ahnung von der Materie hat. 99 % der deutschen Politiker wissen allerhöchstens wie man Emails abruft oder mal etwas googelt, insofern ist das imho ein fortschritt.
 
@Turk_Turkleton: Du solltest vielleicht in die Politik gehen. Solche 99%-Aussagen machen sich da sehr gut.
 
@trødler: Schade dass wir "das Volk" uns nicht direkt die Kandidaten zusammenwählen können.
z.b. Sabine leuth. Schn.bg. ;) weiterhin als Justitia
 
@trødler: Der Aussage kann ich nur voll und ganz zustimmen!
 
ich würd ja garnich so lange davor sitzen, wenn die bandbreite nicht so begrenzt und damit die ladezeiten nicht so unendlich lange wären....
 
Abgesehen davon dass mich der Ausdruck "konservative Netzpolitikerin" etwas schmunzeln lässt: Höre ich da so etwas wie Vernunft auf leisen Sohlen heranschleichen?
 
wo ist der "gefällt mir" button bei winfuture ;)
 
@danmarino13: Von Ghostery gekillt worden (zumindest bei mir :-))
 
Bislang hielt ich (etwa 35 Jahre alt) es für einen Widerspruch das konservativ, und gleichzeitig innovativ möglich ist! Anscheinend hat endlich jemand begriffen, das alleine für Hausaufgaben, Vorbereitungen auf Prüfungen (Schule, Ausbildung und Studium) man mindestens 1 Stunde vor diesem Kasten sitzt (soziale Netzwerke ausdrücklich nicht inklusive).
 
@Graue Maus: Die Kinder sind ja heutzutage seitens der Schule sogar gezwungen, vor der Kiste zu sitzen. Ohne geht da nichts mehr.
 
"Nicht das Internet oder Computerspiele sind die Gefahr, sondern Frustration, fehlende Zuwendung und Orientierungslosigkeit bei manchen jungen Menschen!" Diese Aussage hat doch fast einen Preis verdient! Aber die Lösung hier zu suchen ist natürlich viel schwieriger als einfach etwas als suchterzeugendes Medium zu bezeichnen um weitere Kontrollrechte zu erwirken.
 
@hezekiah: "Diese Aussage hat doch fast einen Preis verdient!" Streich ruhig das "fast" aus deinem Kommentar.
 
@hezekiah: Da sieht man wie die die Anprüche gesunken sind: wenn ein konservativer Politiker nicht völligen Mist von sich gibt sondern halt mal etwas richtiges sagt, will man ihn schon einen Preis geben. ^^
 
Im Kern wird das Internet doch von den meisten Leuten die es nicht kennen oder begreifen können/wollen mit Fernsehen gleichgesetzt. Daher kommt auch die Fragestellung "Sind sie am Tag länger als eine Stunde im Internet?". Die gabs schon als ich jünger war. Da lautete sie "Schauen sie am Tag länger als eine Stunde Fernsehen?". Man sollte das daher nicht ganz so ernst nehmen. Es ist einfach ein Effekt der bei Neuerungen immer auftritt. Und für viele Leute ist das Internet eben noch eine merkwürdige Neuerung.
 
"Es würde wohl auch niemand auf die Idee kommen, jemanden als telefonsüchtig zu bezeichnen, wenn er länger als eine Stunde täglich telefoniert" - erschreckend. Nach den ersten Zeilen ist mir GENAU DAS durch den Kopf gegangen. Liebe CSU, sie sehen mich positiv überrascht.
 
Das dürfte vermutlich die intelligenteste Aussage eines Politikers (m/w) zu einem Sachthema in den letzten 10 Jahren sein. Mindestens!
Ich bin praktisch immer noch fassungslos. Ehrlich: Ich hätte nicht gedacht das ich das noch erlebe.
 
@Thanatos: ich stimme dir voll und ganz zu. Den Satz "Nicht das Internet oder Computerspiele sind die Gefahr, sondern Frustration, fehlende Zuwendung und Orientierungslosigkeit bei manchen jungen Menschen" musste ich 3 mal lesen, weil ich nicht glauben wollte, dass das wirklich eine Politikerin gesagt hat. Hat mich echt überascht.
 
Die Idioten von der Suchtanalyse wollen doch einfach nur ihren Job sichern. Wenn die Jugendlichen nicht mehr saufen und kiffen, muss man sie eben vor dem fiesen Internet retten. Danke BRD! Ihr seid so sozial!
 
letztendlich geht es immer darum, daß personen versuchen, andere von sich abhängig zu halten - in diesem falle, indem man den personen einzureden versucht, daß sie krank seien. klar gehen sie nicht so weit, daß sie das bücherlesen als sucht darzustellen versuchen - oder den täglichen gang zur arbeit, in die schule, oder sonstige "süchte", denen man täglich folgt, selbst wenn das nicht nach dem eigenen wille geht. wie ein alkoholiker es muß, so muß man es auch einfach tun.
 
Der politische Zirkus mal wieder, steuert zielsicher mit Trollschaulaufen in Sh!tstorms, sei es mit Themen wie "Internet-Sucht", "Porno für Kinder" und anderem krudem Zeug. Daraufhin darf dann irgendjemand aus den eignen Reihen so tun, als könnte der vermeintliche Karren wieder aus dem Dreck gezogen werden. Profilieren nennen die das wohl im politischen Zirkus. Lenkt ja auch schön davon ab, dass sie uns tief in die Taschen greifen um das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinaus zu schmeißen.
 
@Feuerpferd: Dein Kommentar zeigt mir deutlich, dass du den Artikel oben in keiner Weise wirklich gelesen zu haben scheinst, oder du hast ihn schlichtweg total falsch verstanden!
Ich finde, wie die meisten anderen hier, die Aussagen der Frau Bär eindeutig sehr gut getroffen. Sie zeigt, dass sie sich mit dem Thema "Internet" und "Sucht" in der heutigen Zeit mehr als nur oberflächlich beschäftigt hat.
Dein Kommentar dagegen, ist eher unpassend und völlig am Thema vorbei!
 
@kleinespegasus: Nö, er ist einfach nur mißtrauisch. Diese Ansicht muß man nicht teilen, man kann sie aber mit Blick auf unsere Politiker im Allgemeinen durchaus nachvollziehzen.
 
Zuckerbrot und Peitsche, nichts weiter...
Vergesst mal nicht wer immer noch für ACTA und VDS ist !

Die CDU will nur ablenken, lasst euch nicht täuschen von diesen Volksverrätern !
 
@Cooker: Bei der Em kann Merkel wieder alles durchwinken, wenn alle feiern.
 
Ohje, ich bin am Tag im schnitt 23,8 Stunden im Internet
 
Hm, sieht die wirklich so gut aus? http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete17/biografien/B/baer_dorothee.html
 
rattenfängeraktion.
 
Wieder mal ein Problembär...
 
WissenschaftlerInnen streiten sich darüber, ob es Internetsucht gibt oder nicht. (Gehrke & Pohlschmidt, 2004) „In den 80er Jahren stand der Fernseher im Mittelpunkt der Auseinandersetzung über die schädlichen Auswirkungen moderner Massenmedien.“ Da sich die Computer- und Internetbranche technisch rasant entwickelt hat, weitete sich die Diskussion von der Fernseher- auf die Computernutzung aus. Vordergründig geht es dabei auch um die Frage, welches Suchtpotenzial vom Spielen am Bildschirm ausgeht. ExpertInnen und PädagogInnen führen kontroverse Debatten, was die Wirkung der modernen Mediennutzung angeht. Die einen gehen davon aus, dass der Dschungel der neuen Medien verwahrlosende Wirkung hat, man vor den Bildschirmen verblödet, dass ein unkontrollierter Konsum von Medien dumm, dick und gewalttätig macht, dass Defizite in der Entwicklung entstehen, man innerlich vereinsamt und Störungen der Beziehungsfähigkeit entstehen. (Stadt Zürich Suchtpräventionsstelle, 2007) Die Anderen betonen das didaktische Potenzial der Neuen Medien und sind der Meinung, dass die Benutzung der Neuen Medien positive Auswirkungen auf die Geschicklichkeit, das strategische Denken und auf die Kreativität habe. Man müsse Kindern und Jugendlichen genügend Erfahrung mit den neuen Medien zugestehen – Medienkompetenz könne sich nur aufgrund vielseitiger Nutzung der Medien ausbilden. (Stadt ZürichSuchtpräventionsstelle, 2007) Internetnutzer berichten davon, dass das Internet das Gegenteil eines isolierenden Effekts auf sie hat. Besonders Frauen sagen, dass das Schreiben und Empfangen von E-Mails ihnen geholfen hat, Beziehungen zu Verwandten und Freunden aufzubauen. (Rainie & Kohut, 2000)
Nach Šmahel/Ŝevčíková/Blinka & Veselá (2009) betritt jeder das Internet gewöhnlicherweise freiwillig und ebenso kann die Internettätigkeit jederzeit beendet werden. Die Internetnutzung eines Menschen gründet also auf inneren Ursachen, bewussten und unbewussten Motivationen und Sehnsüchten. Im Internet werden hauptsächlich diese Bedürfnisse und Sehnsüchte erfüllt bzw. ihnen kann teilweise entgegengekommen werden. Könnte man in einer anderen Umgebung das erreichen, was das Internet bietet, so würde es dieses gar nicht geben. Das Internet ist an sich nicht schlecht. Es ist „nur“ ein Ort, wo Bedürfnisse (Sehnsüchte, Dränge, Wünsche, fehlende Aspekte des Lebens, etc.) befriedigt werden können. Die Ursache liegt also im Menschen selbst. Die Internetnutzung wird in dem Moment problematisch, in dem die Internetwelt der einzige Ort ist, an dem der erlebte Mangel ausgeglichen wird.Allerdings ist das Internet leicht und mühelos zugänglich, wodurch es zu einer leichteren Fixierung der Befriedigung im Rahmen der virtuellen Umgebung kommt.Liegt ein Verdacht auf Internetsucht vor, so sollte hinterfragt werden, was das Internet einem Menschen gibt und womit sich der/die Betroffene in der Online-Welt beschäftigt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, denn die Befriedigungsvielfalt der virtuellen Welt ist genauso hoch wie die der realen Welt. „Internetabhängigkeit“ bezeichnet also eine übermäßige Nutzung des Computers mit negativen Auswirkungen auf die reale Welt. Doch diese Auswirkungen müssen nicht negativ sein. Das Internet kann ein relativ sicherer Ort sein, an dem Bedürfnisse befriedigt werden. Diese Bedürfnisse würden sonst woanders auf eine andere, vielleicht viel gefährlichere Art und Weise erfüllt werden. Die Problematik der „Internetsucht“ darf nicht unterschätzt werden, doch es ist wichtig, sie zu relativieren und die sehr unterschiedlichen Perspektiven aufzuzeigen. (Šmahel/Ŝevčíková/Blinka & Veselá, 2009)
Weitere Informationen zum Thema Internetsucht gibt es auf http://www.internetsucht-hilfe-berlin.de/
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