Etwa 30.000 Stellen: HP plant massiven Jobabbau

Der Computerhersteller Hewlett-Packard plant offenbar einen weitreichenden Stellenabbau: Zwischen 25.000 und 30.000 sollen in den kommenden Jahren gestrichen werden, das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen wird die genauen Pläne kommenden ... mehr... Logo, Hp, Hewlett-Packard Bildquelle: Hewlett Packard Logo, Hp, Hewlett-Packard Logo, Hp, Hewlett-Packard Hewlett Packard

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ES LEBE DER KAPITALISMUS!
 
Apothekers Vermächtnis?
 
@Mordy: Davon gehe ich stark aus. Er muss den Konzern in Rekordzeit vernichtet haben.
 
@Blackspeed: Das hat er - zumindest hat er dem Konzern einen dicken Tritt Richtung Abgrund gegeben. Allerdings frage ich mich, warum ich für meinen ursprünglichen Post ein Minus bekomme?! Dachte da irgendeiner, ich würde mich auf einen Medikamenten-Fachhändler beziehen oder was?! ;)
 
@Mordy: Jedenfalls hätter der Typ lieber eine Karriere machen sollen, die was mit seinem Namen zu tun hat, von HP hatter er mal so gar keine Ahnung.
 
Ein Paradebeispiel, wie man eine einst wirklich großartige Firma zerstört.
hp war ursprünglich eine Messtechnikfirma, welche hochkomplexe Systeme entwickelte und baute. Messgeräte für die HF Technik, Signalgeneratoren, Analyzer usw. Diese Geräte waren über Jahrzehnte oft Meilensteine der Technologieentwicklung und repräsentierten das technisch machbare. Die Firma hatte einen großen Pool von extrem guten Entwicklern. Zudem hatte hp eine eigene Halbleiterentwicklung und Fertigung. Diese stellte bereits in den 80er Jahren analoge und digitale Chips her, die im GHz Bereich arbeiteten. Zu der Zeit war ein mit 10MHz getakteter Prozessor noch highend.
Das Geschäft mit Computern war nur ein Nebenprodukt, die Computer wurden benötigt, um die Messtechnik zu steueren. Irgendwann kamen dann Minicomputer für mittelständische Firmen dazu. Die ersten Tintenstrahldrucker dienten haupsächlich zum Drucken von Messkurven.

Dann kam die Zeit der Manager(innen), die vom Geschäft keine Ahnung hatten. hp wurde zerlegt, die Messgerätesparte wurde zu Agilent, die Halbleiterfertigung wurde auch verscherbelt (Avago).
Heute ist hp überwiegend nur noch eine Tintenpatronenbude, ein bischen Notebookfertigung in China und Server, die auch überwiegend aus zugekauften Teilen bestehen.
Agilent konnte nie wieder an die Erfolge der Messtechnik von hp anknüpfen, Avago hat ebenfalls keine besondere Bedeutung.
Und das Computerzeugs von hp ist austauschbare Massenware. Nicht schlecht, aber auch nichts besonderes.
Tolle Arbeit des Managements.
 
@chronos42: Ich gebe dir da vollkommen recht! Man muss aber sagen, das HP wenn sie nicht gross ins PC Geschäft eingestiegen wären, nie soviele Mitarbeiter hätten.
 
Der vorletzte Absatz ist interessant - diese Maßnahme dient nicht zur Befriedigung von Anlegern, sondern for Notwendige Investitionen. Ich glaube für die Investitionen benötigt HP mehr Kapital als die dann gekündigten Mitarbeiter. Und das bekommt man von Investoren (auch Banken investieren). Letztendlich dient diese Maßnahme also doch zur Befriedigung von Anlegern. Und die verbleibenden Mitarbeiter müssen dann die gleiche Arbeit machen, nur mit eben 32000 (oder wieviele auch immer gekündigt werden). Das ist Kapitalismus in Reinkultur.
 
Dieser blöde Kapitalismus bringt nix als Sch****
 
Liebe deutsche IT-Industrie. Da sind eure fehlenden Fachkräfte die ihr so dringend aus dem Ausland benötigt. Solltet vielleicht mal bei HP anrufen.
 
Am schlimmsten sind doch die Aktionäre die schreien ständig nach mehr Dividende die immer steigen muss. Von dennen gibt sich doch keiner zufrieden wenn die Dividende mal gleich bleibt und passiert auch das nicht werden die Anteile verkauft. Und dann kommen die Asgeier von den Banken, als Kreditgeber, und holen sich als erste Geld aus den Konkursmassen. Wenn die Konsumenten mehr drauf achten würden das auf einem Produkt "Made in Germany" steht als auf "Geiz ist Geil" würde es auch noch so manches Unternehmen in Deutschland geben deren Namen heute nur noch zu Marketingzwecken existiert. Bsp. Telefunken, Grundig, Saba Nordmende, Uher, Dual, Braun usw. usw.
 
@flotten3er: Was will man machen, es gibt im Inland so wenig Waren, die hier hergestellt werden. Deutschland ist auch nur wegen den Autos Exportweltmeister, aber ich denke, nach und nach werden sie alle nach Polen, Rumänien etc. umziehen. Bald kommt unser Brot aus dem Ausland.
 
"... das wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen ..." - eine interessante Formulierung, so gibt man dem Management direkt noch eine Rechtfertigung.
Ein Unternehmen das die vergangenen Jahre, einschließlich des letzten Jahres pro Quartal 2000 - 3000 Millionen Dollar (eben 2 - 3 Milliarden) Gewinn!!! macht und der größte IT Konzern weltweit ist, ist für mich nicht "angeschlagen".

Es geht nur darum das "mehr" noch immer nicht "genug" ist - das wird eben versucht auf dem Rücken der Mitarbeiter auszutragen, anstatt den Aktionären mal zu sagen "es gibt jetzt mal 6 Monate keine Dividende - aber dann kommen wieder geile neue Produkte".

Das geht nicht gut aus so ...
 
Menschen bzw.Mitarbeiter sind für diese Konzerne eben nur Bioabfall den man solange ausbeutet bis man was billigeres gefunden hat..... es lebe der Brutalkapitalismus und seine Nutznießer... es geht voran.......
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