Finnland: Betreiber offener WLANs sind nicht haftbar

Ein finnisches Gericht hat sich in einem Verfahren wegen Urheberrechtsverletzungen gegen die so genannte Störerhaftung ausgesprochen und dabei klargestellt, dass sich das Urteil in den Rahmen der europäischen Gesetzgebung einbettet. mehr... Wlan, WiFi, Hotspot Bildquelle: Nicolas Nova / Flickr Wlan, WiFi, Hotspot Wlan, WiFi, Hotspot Nicolas Nova / Flickr

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I like, sobald das hier im Land auch so ist - ist mein Wlan offen :)
 
@-adrian-: Na viel Spaß dann.
 
@F98: Na da ich den Leuten in der naeheren Umgebung zu 99% Vertraue hab ich da keine bedenken. es lebe die reichweitenbegrenzung
 
@F98: Man kann ja ein WLAN für privat und ein öffentliches aufsetzen ;)
 
@-adrian-: man stelle sich mal vor alle würden ihr WLAN öffnen. Dann könnte man mit den ganzen Smartphones etwas günstiger ins Internet.
 
@hezekiah: Naja flatrates kosten ja fast nichts mehr. da gibts aber auch verschiedene anbieter die sowas am laufen haben. du kriegst nen zugang wenn du dein Wlan auch aufmachst und online eintraegst. dann haste da ne liste von anderen zugaengen. weiss gar nicht mehr wie der anbieter heisst - *fon*
 
@hezekiah: Alle Wlan`s als Hotspot nutzen...dann würden die Betreiber von Mobilen Inets hier aber mächtig Verlust schieben. Ich hät eigentlich nichts dagegen mein Wlan zu öffnen, da ich es eh kaum brauche, dann darf man sich aber später nicht wundern, wenn irgendwelche Details von einem selbst im Inet erscheinen.
 
@KlausM: warum das? Du trennst das WLAN von deinem Heimnetz. Dann hast du damit eigentlich kein Problem.
 
@hezekiah: stimmt....hab mal wieder nur von 12 bis mittag gedacht
 
@-adrian-: Dann solltest Du dir aber bewußt sein, dass dein Datenverkehr mitgesnifft werden kann und bei ungesicherten Verbindungen deine Passwörter mitgelesen werden können oder andere Sicherheitslücken entstehen können, a la "Man in the middle" Attacken usw. Es gibt immer wieder mal Momente wo es hektisch zugeht und man mal eben schnell was im Netz machen will und man nicht das offene Netz im Hinterkopf hat.
 
@Gunni72: Das ist mir bewusst - aber es gibt ja reichweitenbegrenzung und ich nutze auch powerlan und das wlan laeuft nur "auch" und gelockt wird der pc auch nicht wenn ich mal nicht am platz bin
 
@-adrian-: Offene WLANs sind zwar wünschenswert und in vielen Ländern auch weit verbreitet. Aber hier wird das wohl nix. Da es ein Urteil von der höchsten deutschen Instanz gibt, dass der Betreiber mitverantwortlich ist, ist die Sache rechtlich eindeutig entschieden. Leider gegen offene Netze. Erst eine umfassende Gesetzesänderung könnte Besserung verschaffen. Aber schau Dir doch unseren Innenminister an, der möchte lieber eine neue Stasi aufbauen als irgendwo mehr Freiheit zu gewähren. Ich glaube, wir können auf legale offene Netze noch sehr lange warten.
 
@Nunk-Junge: Ich glaube es wird zeit sich einem EU Gericht zu unterwerfen. Denn was in Finnland zaehl sollte wohl hier auch zaehlen
 
Stellen sich mir zwei Fragen: Wie wäre das Urteil ausgegangen, wenn es um Kinderporno gegangen wäre und warum bekommen es deutsche Gerichte nicht hin ein gleiches Urteil zu fällen?
 
@Memfis: Thema Kinderporno -> ist es nur als Totschlagargument zu gebrauchen, wenn nix anderes mehr geht (und weniger zum Schutze der Opfer selber). Deutsche Gerichte. a) warum sollen sie so urteilen wie andere - und b) wir Deutsche brauchen immer etwas länger als andere.
 
@Memfis: In Deutschland gilt, das der Anschlussinhaber für sein Anschluss verantwortlich ist. Dies ist auch richtig so. Es wären ja nahezu anarchische Zustände, wenn jeder machen würde was er wolle und sich anschließend mit seinem offenem wlan rausredet.
 
@eilteult: Wenn jemand tot auf deinem Hof liegt bist du doch auch nicht gleich schuldig nur weil es dein Hof ist, oder? Oder bist du dazu verpflichtet deinen Hof abzusperren
 
@-adrian-: Du bist dazu verpflichtet eine eigene LynchMiliz zu unterhalten die jeden Verdächtigen in den Waschkeller sperrt ;-)
 
@-adrian-: schlechtes beispiel... wenn du einen baum hast, dessen äste übers nachbargrundstück ragen, stellen wir uns vor die wären schon etwas morsch, dann jemand nachts kommt und dran rüttelt, sodass ein schwerer ast aufs auto deines nachbarn fällt, bist du schuld. du kannst ja nicht beweisen das es jemand anders war und der unsichere baum gehört nunmal dir. wenn ein lkw fahrer seinen kollegen die ladung aufladen lässt und ohne die ladungssicherung zu prüfen losfährt ist er bei ner kontrolle auch selbst schuld. es gibt halt sachen für die du persönlich verantwortlich und haftbar bist, das ist auch nicht das schlechteste.
 
@DataLohr: Ach bei rechtlichen Themen gibt es einfach 10000 Beispiele die alle was anderes aussagen koennen:) Ich bleib jedoch der Meinung dass man einem Buerger ohne Kenntnisse ueber Internet und Sicherung nicht vorwerfen kann ein ungesichertes Netzwerk zu betreiben. Der LKW Fahrer ist geschult darin eine Ladungssicherung durchzufuehren. Und der Baum aufs Nachbargrundstueck ist auch schon verboten und kann von diesem hoechstens toleriert werden, oder nicht?
 
@-adrian-: ja. und du bist verantwortlich dafür, dass dein waffenschrank geschlossen und nicht für 3. offen zugänglich ist, genau wie dein pc netzwerk. alles andere ist fahrlässig. die frage ist einfach, warum sollte man beim wlan auf einmal alles tollerieren? immerhin gibst du anderen damit die möglichkeit straftaten durchzuführen und gefährdest menschen auf der ganzen welt. ist ja nicht nur filesharing, sondern auch phishing, spam und sonstiger kram.
 
@DataLohr: Du vergleichst die lizenz eine waffe zu besitzen hier mit der moeglichkeit ein wlan zu betreiben. du solltest das ganze schon mal in relation setzen. Ich kann mit dem zeug auf deinem grundstueck auch jemand auf deinem grundstuekc ermorden. bist du jetzt dafuer verantwortlich dein werkzeug nicht auf deinem grund und boden rumliegen zu lassen? so eine schaufel kann schon sehr gefaehrlich sein. Hab ich bei meiner Schaufellizenz naemlich gelernt
 
@DataLohr: wow. mit deiner argumentation muss jeder immer alles verschlossen haben. ALLES.
 
@-adrian-: ja du hast recht, das muss man in relation sehen. ist jetz die frage wo ein offenes wlan anzusiedeln ist, so schlimm wie eine rumliegende handfeuerwaffe ists sicher nicht, du wirst mir verzeihen das ich übertriebene beispiele anführte, aber ganz ausser acht lassen darf man das einfach auch nicht. ich bin eigentlich der meinung, dass der besitzer des offenen wlans nicht die ganze schuld haben kann, 5 jahre haft wegen filesharing oder sowas sind natürlich maßlos übertrieben, aber eine teilschuld und vll ne geldstrafe von wenigen tagessätzen halte ich für realistisch. man müsste das ganze nur noch mal in ein ordentliches gesetz packen.
 
@DataLohr: man muesste die leute einfach mal darin schulen ein wlan zu betrieben statt jeden dau der sich beim tpunkt meldet ein wlan an die hand zu geben. Ich weiss - unwissen schuetzt vor strafe nicht - aber hier wird der endverbraucher einfach in der luft haengen gelassen
 
@-adrian-: seh ich genauso, aber um ne einheitliche linie zu fahren müssen wir beim alten grundsatz "eigentum verpflichtet" bleiben. alles andere ist zusätzlich, grundsätzlich gut und möglich, aber du kannst ja auch niemandem das gesamte risiko abnehmen, nur weil du ihn geschult hast. es sollte richtlinien geben, wie beim auto, das wlan geräte von haus aus verkehrssicher sind, wenn du dann selbst dran rumschraubst wirds aber wirklich fahrlässig, da stellt sich dann auch jede versicherung erstmal quer. dann bleibt nur noch die möglichkeit alles eine fachfirma machen zu lassen, ist zwar teuer, aber im fall der fälle haften die dann. welche möglichkeiten siehst du da noch?
 
@DataLohr: Du kannst doch beim auto rumschrauben wie du willst. du musst nur zum tuev gehen fuer die abnahme. du darfst doch auch selbst die reifen wechseln etc. vllt sollte man leute die einen internet zugang beantragen erst mal ein 2 stuendiges seminar ueber die internetnutzung und computernutzung aufprummen. wuerde auch die wirtschaft ankurbeln :)
 
@-adrian-: ok, dann müsste jeder besitzer eines wlan eine staatlich annerkannte schulung machen, würde aber bedeuten, dass er danach für den anschluss verantwortlich ist und dafür sorge zu tragen hat, dass keinerlei gesetzeswiedrige dinge damit angestellt werden, würde wieder die generalschuld, für die familie zumindest, bei ihm hängen bleiben, sofern er sein wlan auch tatsächlich sichert. wenn du nachm unfall die schuld auf dich nimmst und die versicherung zahlen soll, kanns dir immernoch passieren, dass sie versuchen nachzuweisen, dass du die radbolzen nicht richtig festgezogen hast. selbst bei sowas simplem kannst du am ende dumm da stehen.
 
@DataLohr: Fragt man sich doch wieso der Internetprovider nicht Schuldig ist
 
@-adrian-: weil er den datenverkehr nur möglich macht, ihn aber nicht prüft und archiviert, zumindest noch nicht offiziell. da beisst sich die katze erstmal in den eigenen schwanz ^^ schuld ist immer das letzte glied, das etwas falsch macht, sofern vorher nicht schon fahrlässig gehandelt wurde. als provider bist du das nicht. bis zum kunden nach hause ist die kommunikation ja auch noch ohne sicherheitsmängel, erst durch dein offenes wlan kann der missbrauch stattfinden. ob das vorherige glied, nämlich die ungeprüfte weiterleitung des betroffenen datenverkehrs schon fahrlässig ist oder nicht will ich jetz nicht bewerten.
 
@-adrian-: "Ich bleib jedoch der Meinung dass man einem Buerger ohne Kenntnisse ueber Internet und Sicherung nicht vorwerfen kann ein ungesichertes Netzwerk zu betreiben" ... Und ich bin der Meinung dass man einem Autofahrer ohne Führerschein und Kenntnis der Verkehrsregeln nicht vorwerfen kann dass er einen Massenunfall verursacht.
 
@eilteult: Das ist schlichtweg falsch!
 
@eilteult: es wären anarchische zustände wenn rechteverwerter einfach aufgrund einer ip leute klagen. da immer mal ein anderer zugriff auf den pc haben kann. unschuldsvermutung und so. ich weiß in deutschland ist das leider anders, aber gerade das ist doch der verkehrte weg.
 
@eilteult: Es geht ja nicht nur darum, ein offenes WLAN zu betreiben, sondern auch, ein WLAN für eine größere geschlossene Benutzergruppe zur Verfügung zu stellen. Bei einer Veranstaltung, wie z.B. dem Linux-Tag in Berlin, wird grundsätzlich ein offenes WLAN zur Verfügung gestellt, bei anderen ein geschlossenes, z.B. in kleineren Pensionen. Soll auch hier weiterhin und bis in alle Ewigkeit grundsätzlich die Störhaftung gelten?
 
Tolles Urteil. Dann kann Finnland die Pirateriebekämpfung direkt bleiben lassen. Denn wer jetzt clever ist, der öffnet sein WLAN einfach (Gastzugang) und saugt selbst ohne Ende illegale Inhalte. Dann kann ihm ja nichts mehr passieren. Könnte ja jeder vorbeigekommen sein und sich eingeklinkt haben.
 
@DennisMoore: ich vermute mal die zuständigen richter haben keine ahnung von der technik, daher dieses höchst seltsame urteil.
 
@DennisMoore: Warum sollte man sein Wlan auch nicht für alle öffnen? Es saugt doch niemand illegale Inhalte. Zumindest hab ich das hier noch nie wirklich gelesen. ;)
 
@DennisMoore: Alles hat immer zwei Seiten. Allerdings, möchte das Volk weiterhin, dass die Gerichte die Mündigkeit der Bürger anerkennen, so sollte das Volk dieses Urteil nicht missbrauchen.
 
@Der_da: Tja, das ist der große Knackpunkt. Ich traue den Bürgern nicht zu dass sie sich entsprechend varantwortungsvoll verhalten.
 
@DennisMoore: Ich traue es den Bürgern schon zu, immerhin leben wir hier in dem zivilisierten Teil der Welt. Dass es immer wieder welche gibt, die sich nicht daran halten, ist doch glasklar. Aber deshalb muss doch nicht dem ganzen Volk die Bürde auferlegt werden, sich gegenseitig abzuschotten.
 
@Der_da: Zu den Bürgern gehören aber nicht nur vernüftige Leute, sondern auch Download-Kiddies, Wannabe-Hacker und generell Assis. Mal ganz abgesehen davon, dass ich deswegen schon allein mein WLAN nicht öffnen würde, geht es ja nicht darum sich gegenseiig voneinander abzuschotten, sondern nur die Verantwortung dafür zu übernehmen was über den eigenen Internetanschluss veranstaltet wird.
 
@DennisMoore: in o3, re:18 habe ich noch eine andere Erklärung, warum ich das Urteil ok find
 
@Der_da: Die Frage in deinem letzten Satz on 03 re18 würde ich dann mit Ja beantworten. Wer einen solchen Dienst offen und anonym zur Verfügung stellt ist auch dafür zuständig dass er nicht mißbraucht wird. Ansonsten bestünde ja auch noch die Möglichkeit z.B: beim Linux-Tag auf die Eintrittskarte eine Benutzerkennung aufzudrucken und sich so im WLAN anzumelden. Dann kann der Betreiber des WLANs Verbindungen mitloggen und die Störerhaftung vermeiden weil er eine eventuell mißbräuchliche Nutzung dem einzelnen User zuordnen kann. Dazu müsste man allerdings die Eintrittskarte wie bei der CeBit registrieren.
 
@DennisMoore: naja, in größeren Hotels wird es ja auch so gemacht, dass die IT-Abteilung Proxies aufsetzt, an denen man sich anmelden muss und die das Saugen verhindern. Doch was soll so ein kleiner Pensionsvermieter machen? Ein Proxy-Server ist da beim besten Willen nicht drin, wenn der als vollwertiger PC 24/7 laufen und konfiguriert werden soll. Der Vermieter verschlüsselt sein WLAN und gibt Name und Passwort an die Gäste weiter.
 
@Der_da: Ja, dann muss er mit dem Risiko leben, dass Post vom Amt ins Haus flattert. Oder er kauft sich nen Accesspoint den man entsprechend konfigurieren kann. Gibts ja auch. Oder er beauftragt eine Firme damit. Geht ebenfalls.
 
Tja, deshalb "gewinnt" Finnland regelmäßig die PISA-Tests. Offensichtlich sind die Leute dort wirklich klüger... ^^
 
die finnen sind einfach ein schlaues völkchen :D
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