Kino.to: Gründer verdiente über 6,6 Millionen Euro

Am Dienstag startete am Landgericht Leipzig der Prozess gegen den mutmaßlichen Gründer der Streaming-Plattform Kino.to. Dirk B. wirft man gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fälle vor. mehr... Streamingportal, kino.to, Videostreaming Bildquelle: kino.to Streamingportal, kino.to, Videostreaming Streamingportal, kino.to, Videostreaming Kino.to

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Saugstube - ja das waren noch Zeiten..RIP
 
@debugger79: Goldesel gibt's aber heute noch ^^
 
@lutschboy: Nenn es lieber "Geld"esel. Aber auch Paolo Pinkel wird es irgendwann erwischen, mit seiner arroganten Art.
 
@debugger79: mancher glaubt: es verebbt insgesamt - doch es kommen immer neue.
 
@xxxFrostxxx: Das weckt Erinnerungen ^^
 
@debugger79: Kennt noch jemand "HappyHippo.com", wie sie ursprünglich war? ;)
 
Damals mußte man also noch ~4.000€ Strafe zahlen, heute wandert man für's gleiche Vergehen für Jahre ins Kitchen. Willkommen in Lobbistan.
 
@lutschboy: Mann wandert in die Küche? Und was passiert mit Frauen?
 
@lutschboy: Was du ja bestimmt anhand von mindestens zwei identischen Fällen belegen kannst oder?
 
@kubatsch007: er bezieht sich sicher auf die o.g. Formel 150 x 26 € = 3.900 €. Wogegen ich es richtig finde, dass ein Typ, der Millionen mit der Arbeit anderer scheffelt, einwandert - was das mit Lobbistan zu tun hat, erschließt mir nicht - niemand will um seinen Lohn von solchen Parasiten geprellt werden.
 
@GordonFlash: Meint ihr für Saugstube hat er ehrenamtlich gearbeitet? Es geht mir um das unterschiedliche Maß zwischen damals und heute, nicht darum, dass er straffrei zu sein hätt.
 
@lutschboy: ...ehrenamtlich. das können sich nur leute leisten, die sich zuvor unlauter bereicherten - oder deren vorfahren sich mittels ungeahndeter straftaten bereicherten - und diese bereicherung an ihre nachfahren weitervererbten.
 
@lutschboy: Er hat nie für Saugstube gearbeitet, es war seine Seite. ;)
 
@GordonFlash: Was machen den GEMA und Konsorten, die die Arbeit verstorbener Musiker weiter vermarkten und sogar eine Verlängerung des Urheberrechtsschutz nach dem Tod des Musiker fordert? Kommt das Geld den Hinterbliebenen zugute? Nicht das ich wüsste. Das sacken ganz andere ein.
 
@Memfis: Erbschaftsrecht ist dir ein Begriff?
 
@lutschboy: ~6 Millionen Illegal verdient, warum sollte man dafür nicht ins Gefängnis müssen ? Zwischen ich lade mir was für Lau runter und ich verdien jetzt richtig Geld mit dem ist da schon was anderes oder ?
 
@CvH: Im gegensatz zu anderen Warezadmins hat Dirk aber seine Leute bezahlt.
 
@6Storys.com: ja aber was hat das damit zu tun das er sein Geld mit Verbreitung von Kopien verdient hat ? Das hat nix mehr mit Szene zu tun sondern das ist einfach nur Diebstahl.
 
@CvH: Es wird aber die alte Szene nicht wieder geben. Heute kann nunmal jeder Warezadmin Werbung auf seine Seite schalten, wie er will, das gab es früher nicht. Damals gab es auch keine 10k Filehoster, welche für Uploads/Downloads bezahlt haben.
Fakt ist aber, keine andere, deutsche, Warezseite hat es je auf 4.000.000 User am Tag geschafft. Dirk hatte nunmal die Richtige Idee, zur richtigen Zeit. Ich gönne ihm das Geld und hoffe das er nach seiner Haft noch einiges davon haben wird. Kino.to ist wie die Bildzeitung, keiner war drauf aber 4.000.000 User waren es dann doch.
Im Übrigen, Google, Fazebock & co verdienen ihr Geld durch Cookies und ausspionieren, was ist am Ende schlimmer?
 
@lutschboy: ...abschreckende maßnahme - die jedoch nicht abschreckt, sondern leute anreizt. klarer jufapla - juristenfaceplant.
 
mit ein paar gebunkerten mille aber lässt es sich bequem ein paar jährchen absitzen, ich glaub da kann man sogar jede nacht mit einem lächeln in der zelle einschlafen.
 
@kompjuta_auskenna: Mille = Tausend.
 
@twinky: ich bezog mich nicht auf die lateinische bedeutung.
 
@kompjuta_auskenna: Auf welche Bedeutung bezogst Du Dich dann, die nicht schlichtweg falsch ist?
 
@twinky: ich bezog mich auf die umgangsprachliche verniedlichung von million. und da die sache nun geklärt ist würde ich mich freuen wenn du mit deiner recht unsymphatischen besserwisserei jemanden anderen belästigst, danke & schönen tag :)
 
@kompjuta_auskenna: Wenn Du Dich belästigt fühlst, sobald Dich jemand auf Deine Fehler aufmerksam macht, dann vermeid sie doch einfach ;)
 
@twinky: Ich kann deine Kritik nur zustimmen. Mille ist immer tausend. Auch Umgangssprachlich!. Mille mit = Mio. gleichzusetzen ist einfach nur ein Fehler ;)
 
@ThreeM: Tröt... übelster Zonk. Mille = 1000000 / Mille =1000 ist halt ein gutes Beispiel, wenn 2 Sprachen aufeinander treffen. Zählen wir mal die Silben: Mil-li-on... bleibt nicht viel, um dies zu verkürzen: eigentlich nur Mill... tja, dazu noch die Deutsche Sprache, wo weiblcih Wörter meist auf "e" enden: Mille... tja, ist nicht mal sprachlich was falsch dran, wie "macht Sinn"... ;)
 
@klein-m: Das machts nicht richtiger. http://de.wikipedia.org/wiki/Mille
 
@ThreeM: Und Million ist auch bloß "Großtausend"... und nun? ;)
 
@ThreeM: Naja, da kann man sich wirklich streiten, ob Mille für Million auch umgangssprachlich falsch ist. Meiner Ansicht nach nicht, denn es ist aus dem Kontext ersichtlich, worauf man sich mit "Mille" bezieht.
 
@kompjuta_auskenna: Blöd nur das er alles raus rücken muss. Sämtliche Sachwerte wurden ja bereits beschlagnahmt.
 
@kompjuta_auskenna: ...es gibt jvas, die haben billard-tische, eine hauseigene bibliothek, einen kraftraum, einen sportplatz, fernsehzimmer. es ist tatsächlich nur der mythos, den die bürger untereinander aufrecht erhalten, daß das übler ist, als morgens aufzustehen, einen nutzlosen job auszuführen und sich selbst um jede kleinigkeit kümmern zu müssen.
 
@kompjuta_auskenna: 6,6 Mio. Euro mit imaginären Gütern. Wahnsinn...wieviele Sponsoren die Taschen öffen, wenns um Marketing geht. Frag mich eh seit geraumer Zeit, was so verlockend dabei sein soll, bei FB oder Google Werbung zu platzieren und horende Summen auszugeben. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich das rechnet...außer für die Betreiber.
 
6,6 Millionen. Würde die Industrie vergleichbare Portale aufbauen, könnten sie selber das Geld einstreichen. Deren Klagen gegen die Kundschaft abzüglich der Anwaltskosten dürften doch weniger als 1% davon in deren Taschen spülen.
 
@RobCole: Würde die Industrie vergleichbare Portale aufbauen wäre sie ganz schnell Pleite.
 
@Valfar: Wieso sollte die Industrie Pleite sein ?
 
@Lon Star: Weil es sich nicht rechnet alles kostenlos anzubieten. Die Werbeeinnahmen sind um ein vielfaches geringer als der Rückgang an Verkäufen.
 
@Valfar: Ach also ist es sinnvoll, gar nichts zu verdienen, als wenig. Das Ergibt natürlich Sinn.
 
@Lon Star: Deine Aussage ergibt kein Sinn, da du wohl nicht ernsthaft glaubst, dass die Contentindustrie keinen Umsatz mit Verkäufen macht.
 
@Valfar: Nein falsch. die Industrie ist aber zu blöd neue vertriebswege zu eröffnen.
 
@Lon Star: Das mag sein, aber werbefinanziertes verschenken ist auf jedenfall kein lukrativer Vertriebsweg. Zumindest nicht bei halbwegs aktuellem Content.
 
@Valfar: Ach deswegen will man gar nichsts verdienen, anstatt wenig. Es ist ja lukrativer den eigenen Kunden zu verklagen und abzumahnen. Der Kunde ist nicht König, der Kunde ist der Feind. So wird die Industrie garantiert krachen gehen.
 
@Lon Star: Ein nichtzahlender Nutzer ist Kunde? Viel Spaß beim Bäcker, Autohändler usw.
 
@Valfar: Genau, sieht man an Netflix.com wie wie ruinös das Ganze ist.
 
@RobCole: 6,6 Millionen Dollar ist ein Witz. Die Umkosten eines einzigen Films liegen locker bei dem 10 fachen.
 
@eilteult: Villeicht muß man nur mal aufhören einem Mr. Pitt je Film 30Mio. in den Allerwertesten zu schieben.
 
@Maik1000: Ich will dir da nicht widersprechen, das Problem wird aber sein, das du keine guten Schauspieler für 11 Dollar die Stunde bekommen wirst.
 
@eilteult: Beim Fußball wird sich über 3Mio aufgeregt und losgewettert. Ausserdem besteht ein gewisser Unterschied zwischen 30Mio und einer Vernünftigen Gage. High Quality Darsteller wie Gina Wild machen pro Woche 2 Filme und wollen keine Millionen dafür ;-)
 
@Maik1000: Das is auch schon ein sehr schwerer Text den Frau Schaffrath da zu lernen hatte. ;)
 
@Maik1000: Schon mal überlegt, warum man z.B. Herrn Pitt eben jene Gage zahlt? Weil er - nahezu - ein Garant dafür ist, dass man weltweit eben auch die Verkaufszahlen in die Höhe treibt. Das wäre bei Lieschen Müller in der Hauptrolle eben nicht der Fall. Natürlich bleibt auch bei solchen Personen mal ein "Flop" nicht aus, wenn du dir aber einfach mal anschaust, wie viel bisher die Filme z.B. mit Johnny Depp eingespielt haben, wirst du dir überlegen können, warum man nicht "irgendeine" Alternative gesucht hat.
 
@LostSoul: Fluch der Karibik wär ohne ihm nicht dasselbe ^^ Aber seine deutsche Synchstimme im vierten Teil passt irgendwie überhaupt nicht... Mal abgesehen davon das der vierte Teil sowieso arg langweilig war :S
 
@Maik1000: hmm...Na dann dreh mal ein und den selben Film mit weniger populären Stars...mal sehen ob die Kinokasse dann auch noch klingelt. Andererseits hast du sicher Recht, bzgl. der Starkosten...aber anscheinend rechnet es sich ja.
 
@RobCole: Auf den Schwachsinn hab ich gewartet. Sowas wurde auch gern bei Megaupload argumentiert. Von wegen, man könne ja offensichtlich mit kostenlosen Angeboten Geld machen. Klar, wenn man den Content klaut und selbst keine Produktionskosten hat, geht das sicher. Wenn einen der Film aber 200 Millionen gekostet hat, dürfte es schwer werden, das allein mit Werbebannern wieder reinzuholen. Premium-Accounts würde sich ja bei einem offiziellen Portal keiner machen, die zocken ja nur ab, die Kommerzschweine. Kim Schmitz hatte natürlich keine kommerziellen Interessen, der tat das alles aus Wohltätigkeit.
 
@9inchnail: Keine Ahnung warum du dich selber bei deiner Antwort disqualifizierst. Wie eingangs schon erwähnt, netflix.com ist genau diese Art von Alternative, die ich meinte. Und netflix kann sich vor Wachstum kaum retten, einzig Support und Navigation müsste man überarbeiten/verbessern. Und keiner redet von kostenlosem Zugang, keine Ahnung wo du diesen Schwachsinn her hast. Ein Abo für 10 Euro/mtl (bei netflix sind es 10 USD/mtl) und guter Auswahl sind um einiges attraktiver als sich bei dubiosen Hostern ein Premium erwerben zu zu können.
 
Und was ist nun mit kinox.to? Wer ist da der Betreiber?
 
gabs die News nicht die WOche schonmla ?
 
@citrix no. 2: Ist schon ziemlich alt die News, ja.
 
Wenn ich das immer lese "mutmaßlich".... entweder ich zerre einen auf Grund stichhaltiger Beweise bis in den Gerichtssaal zum verfahren und klage ihn eines Vergehens an - dann ist das nicht mutmaßlich sondern steht faktisch felsenfest auf festem Fundament... oder ich verklage wild umher und mutmaße ob es der, der oder doch wer anders sein könnte... dieses evtl. möglicherweise, mutmaßlich etc. sind doch nur verschwurbelte Worthülsen um sich juristisch abzusichern... wir leben in einem ziemlich verlogenen Land hab ich das Gefühl. Die 6 Millionen müsste der sofort wieder rausrücken. Weitere Strafen wären, dass er weder eine Schlüsselposition in Firmen bekleiden darf und schon gar kein Gewerbe mehr selber führen... ALG2 auf Lebenszeit inkl. aller Schickanen... kein Führerschein, Fußfessel, Strafarbeit für die geschädigten und und und.
 
@Rikibu: Warum sollte man ihn bestrafen, er hat doch alles richtig gemacht. Die Contentindustrie ist am Zug und muss ähnliche Portale errichten.
 
@Shadow27374: sowas ist illegal!! Dafür sollte er bestraft werden
 
@Rikibu: Es ist dir vielleicht nicht bekannt, aber bis jemand verurteilt wurde, ist er als Unschuldiger zu behandeln. Bis also das Gericht jemand verurteilt hat, ist derjenige nur "mutmaßlich" Täter der zur Last gelegten Handlung. Deswegen finden sich auch in anderen (seriösen) Medienberichten Formulierungen wie "dem Mann dem zur Last gelegt wird", "dem Beschuldigten" oder ähnliche Formulierungen. Vielleicht auch einfach mal einen Blick in den Pressekodex und die deutschen Gesetze werfen, statt sich unsinnig und fälschlich aufzuregen.
 
@Rikibu: Alle verdächtigen sind in Deutschland bis zur Urteilsverkündung "mutmaßlich" aufgrund der Unschuldsvermutung. Erst wenn das Urteil gefällt ist ist der Straftäter überführt.
 
ich frag mich immer warum die leute nach 1 oder 2 mios nicht einfach den laden dicht machen :)
 
@Matico: erst will man reich sein, dann mehr reich...
 
@Rikibu: Bestes Beispiel: Die Contentmafia
 
@Shadow27374: Mal ganz im Ernst: Kannst du mir das mit der "Contentmafia" mal bitte erklären? Ich meine, man kann sich über Preise etc. immer streiten, das kann man auch bei einem Adidas-T-Shirt oder einen Porsche, aber wenn mir die zu teuer sind, kaufe ich die Artikel eben nicht. Bei "Content" scheint das ja irgendwie anders zu sein und die Hersteller/Vertriebsfirmen plötzlich eine "Mafia" zu sein. Insofern würde mich hier eine sachliche(!) Begründung interessieren. Danke.
 
@Matico: jetzt weiß ich wieso iload down ist
 
Es ist schon interessant zu sehen wie viel man eigentlich durch reine Werbung verdienen kann. Da stellt sich doch eigentlich nur die Frage, warum tun die dicken Contentindustrien nicht dasselbe? Machtgeil? Geldgeil?
 
@Shadow27374: gibt es doch nur nicht in Europa :) Netflix z.B., wenn es das bei uns gäbe wären Kino.to recht überflüssig aber naja. Scheinbar will von der Industrie keiner Geld verdienen.
 
@CvH: Wie ist das Angebot von netflix denn aufgestellt und wie sieht es preislich aus?
 
@Shadow27374: ~7€/Monat Angebot kannst du dir ergoogeln :) Sowas wie Premiere/Sky nur als Streamlösung.
 
@Shadow27374: Wie hoch waren denn die Investitionskosten von z.B. Kino.to in die Produktion der Filme? Oh, die haben dort gar nicht investiert und mussten somit auch gar nicht die entstandenen Kosten wieder reinholen, sondern konnten sich bei null Euro "Warenkosten" einfach nur auf der Arbeit Dritter ausruhen? Sorry...
 
@LostSoul: "In die Produktion der Filme"? Wohl eher in die Anschaffung. Oder seit wann produzieren Videotheken Filme? Die Produktionskosten kommen schon durch Kinos in der Regel rein, dass DVD-Geschäft ist grad online auch wenn die Contentindustrie direkt vermarktet ein reines Gewinngeschäft.
 
@lutschboy: Du weißt, dass Videotheken nicht einfach irgendwelche Filme verleihen dürfen, sondern dafür Geld bezahlen? Man könnte - wenn man den Vergleich hierauf abstellt - also auch fragen, wie viel Kino.to für die Vertriebsrechte gezahlt hat, aber auch da dürfte es recht eng werden...
 
@LostSoul: Darum geht's nicht, sondern darum, dass dadurch, dass die Industrie zumindest hierzulande kein attraktives alternatives legales Angebot geschaffen hat ihnen eben die millionen komplett durch die Lappen gehen.
 
@lutschboy: Du verstehst es nicht: Aus Sicht eines Medienkonzernes handelt es sich, wenn sie sowas selbst aufziehen, um ein reines Defizitgeschäft. Du kannst Strukturen von "Betrieben" wie Kino.to nun mal nicht einfach so mit denen wie Bertelsmann oder Sony vergleichen. Ohne Frage hat beides auch Vorteile, zugleich aber auch Nachteile. Das ändert aber im Kern nichts an der Sache: Wenn du Contentindustrie etwas nicht anbieten will, selbst wenn sie damit Geld verdienen könnte, ist das ihre Entscheidung und keine Begründung für Dritte, damit rechtswidrig Geld zu machen oder für mich als Konsumenten auf rechtswidrige Art dennoch einen Nutzen ziehen zu wollen. Entweder mir passt Angebot, Preis und Konditionen, dann kaufe/konsumiere ich oder ich lasse es bleiben. Alles andere ist nur eines: ein sich in die Tasche lügen.
 
@LostSoul: Du bzw die Contentindustrie denkt halt in wäre-hätte-täte-Strukturen. Kein Angebot aufzustellen ist ein viel größeres Verlustgeschäft, denn dann tun es - faktisch - eben Piraten. Und ich hab ja nicht behauptet dass Piraten gerechtfertigt handeln, ich sage nur, dass sie handeln, und dass die Contentindustrie besser beraten wäre, zu konkurrieren, statt Klagen zu bewirken die ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Und der reguläre Verkauf von DVDs zb ist doch auch kein Verlustgeschäft, warum also sollten Streamingdienste einer sein?! Die Leute die ins Kino wollen gehen ins Kino, alle anderen werden sich die Filme saugen, weil sie legal erstmal ne Weile nicht anders verfügbar sind, und wenn, dann halt unkomfortabel, teuer, mit Datenschutzproblemen etc. So ist die Realität. Der muss man sich stellen. Dazustehen und sich einzureden dass die Welt ganz anders aussieht bringt halt keinen Gewinn (und auch kein zumindest reduziertes Verlustgeschäft), fair oder nicht ist dabei völlig wurscht.
 
@lutschboy: Nein, das Problem ist, dass ihr euch eine kleine rosarote Welt zusammen reimt, die es in diesem Form gar nicht so gibt. Das trifft in der Argumentation zwar auch teilweise auf die Contentindustrie zu, aber der Fehler einer Seite macht die falsche Argumentation der anderen Seite nicht richtiger. Um das mit dem Verlustgeschäft noch mal aufzugreifen: Nimm mal zur Versinnbildlichung ein andere Beispiel, nämlich eine Großbäckerei, der die Brötchen aus der Fabrik gestohlen werden. Die Dinger kosten in der Produktion 5 Cents. Die Diebe klauen sich die Dinger und bieten sie beispielsweise für 3 Cent an oder sogar kostenlos, weil sie zusätzlich die Marmelade verkaufen. Jetzt forderst du, dass die Bäckerei dem ja entgegenhalte könnte, indem sie ihre Brötchen einfach selbst für 2 Cents oder 3 Cents verkaufen könnte. Dabei lässt du nicht nur die Selbstkosten iHv. 5 Cents außer Acht, sondern obendrein lässt du alle sonstigen rechtlichen Aspekte (Steuern etc. oder glaubst du, Kino.to haben ihre Einnahmen voll versteuert?) nicht mit in die Rechnung einfließen, ebensowenig, wie die Horde der Bäcker, Verkäufer etc. pp. - analog dazu, die Systembetreuer, Netzwerktechniker etc. Mit dem Verkauf von DVDs hat das auch mal gar nichts zu tun, denn für diese sind die Kosten recht simpel kalkulierbar. Wenn das Ding aus dem Lager raus ist, war es das an Kosten für den Hersteller. Bei Streaming-Diensten sieht auch das anders aus. Das Ding muss permanent bereit gehalten werden, egal, ob es jetzt einmal oder eine Million mal pro Monat abgerufen wird. Ebenso muss, egal ob das Ding abgerufen wird, die Technik weiter laufen, das Servicepersonal weiter bezahlt werden etc. pp. Siehst du den Unterschied?
 
@LostSoul: Permanent bereit halten? Na klar, aber wo ist das Problem? Massenspeicher sind billig. Und ob ein bestimmter Film x mal abgerufen wird ist irrelevant, sofern genug Material da ist, dass das System durchgehend unter Last steht. Und dein Kostenargument ist einfach Käse. Kino.to hatte die selben Kosten für Technik und "Servicepersonal". Die Filme sind doch schon da. Und werden im Kino, DVD und über andere Vertriebswege verteilt. Jetzt erklär mir mal die erhöhten Kosten die eine legale Variante von Kino.to hätte, die sich nicht über monatliche Gebühren wieder einfahren lassen könnte.
 
@Draco2007: Kann es sein, dass du tatsächlich nicht den Hauch einer Vorstellung davon hast, was es kostet, eine entsprechende, weltweite, dauerhafte Verfügbarkeit technisch, personell und materiell zu gewährleisten? Natürlich ist das was anderes, wenn man - wie bei Kino.to - keine Personalkosten hat, keine Rechte/Lizenzen zahlen muss, sich um Steuern, soziale Abgaben und ähnlichen Kram nicht kümmern muss. Aber was soll man da noch groß argumentieren, wenn du hier ernsthaft den Preis einer solchen Dienstleistung vorrangig über den "billigen Massenspeicherpreis" argumentieren willst - das ist nämlich so ziemlich einer der unkritischsten Punkte überhaupt, bei einer solchen Kalkulation.
 
@LostSoul: Du argumentierst doch damit...was meinst du den sonst mit "permanent" bereithalten. Und wie kommst du darauf, das Kino.to KEINE Personalkosten hatte? Rechte/Lizenzen klar, Serverkosten klar, Steuern klar. Und dennoch scheint Netflix ziemlich erfolgreich zu sein, trotz all dieser UNMÖGLICH zu bezahlenden Kosten. Ich sag ja nicht, dass so ein Dienst für 2 Euro im Monat zu haben sein soll. Ich sage nur, dass die Kosten, auf die möglichen Kunden aufgeteilt, immer noch für die Kunden bezahlbar wäre. Und eben nicht wie du meinst, viel zu teuer wäre, damit die Contentindustrie sich das leisten könnte.
 
@LostSoul: wie kann dann Netflix z.B. funktionieren ? Oder generell alles was es an Streaming auserhalb der EU gibt ?
 
was sagt uns das ganze? mit arbeit kommt man zu nichts. nur durch geld anderer oder halt arbeit anderer. die einen machen es vor und andere versuchen es halt nochzumachen. die einen werden verknackt die anderen werden dafür noch belohnt mit millionen abfindungen. so ist das halt.
 
hmm, also bei Banküberfällen wird oft ein wesentlich geringerer Betrag genannt wenn es um die Beute geht um diese Art von Verbrechen nicht als Lukrativ erscheinen zu lassen. Würde mich interessieren ob das in dem Fall auch so ist. Könnte mir nämlich vorstellen, dass des weit mehr als ~6 Mio Waren. Das Portal gabs ja schließlich mehrere Jahre und war laut Alexa eine der 50 Meistbesuchtesten Seiten in Deutschland. Laut wikipedia mit zugriffszahlen irgendwo zw. 400k und 4 Mio täglich (!) Mal im Ernst, da sind 6 Mio etwas niedrig angesetzt, meint Ihr nicht?
 
Der Mann hat das Geld nicht "verdient", sondern er hat es sich unrechtmäßig "angeeignet".
 
Strafe muss sei, keine Frage. Aber schaut euch die Verhältnisse doch mal an. Das Gesetz gilt für Menschen und sollten auch menschlich nachvollziehbar sein. Wenn jemand Menschen mit seinem Auto umfährt, bekommt er selten eine Freiheitsstrafe. Ich denke, hier wäre eine saftige Geldstrafe + 3 - 4 Jahre Gefängnis völlig ausreichend. Ich vermute mal, dass die Umsätze nicht korrekt versteuert wurden ...

Im Vergleich dazu drohen ihm angeblich 15 Jahr Haft?
 
@ichbinderchefhier: Wer einen Menschen mit dem Auto umfährt, tut es normalerweise nicht vorsätzlich, sondern fahrlässig. Wenn du also die Strafdrohung unter diesem Gesichtspunkt betrachtest, wird dir der Unterschied klar.
 
@ichbinderchefhier: Was meinst du mit "Menschen mit Autos umfahren"? Fahrlässige Körperverletzung, Mord, Unfall, Totschlag, Körperverletzung...?
 
@Valfar: ALLES!
 
@ichbinderchefhier: Dann gibt mal bitte ein Beispiel, dass jemand für Mord oder Totschlag keine Freiheitsstrafe bekommen hat
 
@Valfar: Das hab ich gar nicht behauptet. Ich kenne kein Urteil aus den Medien, wo ein Raser oder Besoffener Leute totgefahren und dafür jahrelang in den Knast gekommen ist.
 
@ichbinderchefhier: Natürlich gibt es solche Fälle. Für fahrlässige Tötung kann man gut und gerne 5 Jahre ins Gefängnis, aber die Justiz ist hier meist zu lasch. Bisschen Reue bekunden, sich therapieren lassen und schon gibts Bewährung. Wenns natürlich ein zweites mal vorkommt, ist man weg vom Fenster.
 
@ichbinderchefhier: Das ist eben der Unterschied zwischen Moral, Ethik und Recht. Andererseits hat er die 15 Jahre redlich verdient. Bin mir nicht ganz sicher, ob er von seinem verdienst auch noch Steuern abgeführt hat, allerdings soll Kino.to (vorsicht Gerüchte) im großen Stil auch Geldwäscherei für die Russische Mafia vorgenommen haben. Naja wie auch immer, vorsetzliche Abzocke...ist kein Kavaliersdelikt. Und zu dem Thema Autounfall mit Tötung...hier sollten nicht Birnen mit Äpfel verglichen werden. Wir leben in einem Kapitalorientierten Staat...da ist so mancher Cent, der an den Staat nicht abgeführt wird, mehr Wert als der Tod eines unbekannten...traurig, ist leider so.
 
Will da ja nichts schön reden, nur 6,6 Millionen zu verdienen klingt für

mich ein wenig übertrieben. Eine Software und Filme Seite die so ein

Geld reingespült hat, an deren Besitzer? Klingt für mich nicht wirklich

nach der Wahrheit. Geld verdient mag der ja haben, aber so ne Summe,

nene
 
@Googlewolf: Das sind halt immer übertriebene Hochrechnungen. Wenn du zu Hause Software kopierst und verkaufst, fangen die auch an zu rechnen, wieviele Kopien du theoretisch gemacht haben könntest und brummen dir dann astronomische Strafen auf.
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