Regner & Steinbach: Demo gegen Netzcommunity

Die Verteidiger des alten Wertesystems bei den Immaterialgüterrechten wollen ihren Protest gegen die Entwicklung zur Informationsgesellschaft nun auch auf der Straße austragen. Am kommenden Donnerstag, den 26. April, soll in Berlin eine Kundgebung ... mehr... Initiative für ein geistiges Eigentum Initiative für ein geistiges Eigentum

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Will denn dieses Gesülze überhaupt jemand hören. Alleine schon wegen dem Begriff Generation Kostenlos müsste man an diesem Tag dagegen demonstrieren. Ich beschuldige die Herren ja auch nicht als Ignorante Bierbäuche oder ähnlichem.
 
@CJdoom: Deshalb gibt es vermutlich kostenlose Getränke, dann können die sich das Gesülze schöntrinken.
 
@jigsaw: Schade, dass ich grad nicht in Berlin bin, sonst hätte ich mir zu den Unsummen, die ich ihnen bereits mit diesem komischen "Neuen Medium" gestohlen habe, auch noch das Freibier auf deren Kosten genehmigen können. Ist immerhin eine der ganz seltenen Chancen, von denen auch mal was ohne Berechnung zu bekommen.
 
@DON666: Das wäre genau die falsche Reaktion. Die Freigetränke zielen ja vermutlich genau darauf ab, dass möglichst viele Leute, die an diesem Thema eigentlich kein Interesse haben an der Veranstaltung teilnehmen.
Hört sich in der Presse einfach toll an das zB 10000 Teilnehmer waren statt der 100 die wirklich dafür sind.
 
@sTeve2010: Mit einem "Pirtatenpartei"-Pulli oder ähnlichem wäre das doch echt lustig ;D
 
@Schmengengerling: Klar, man sollte natürlich rein von der Optik her schon als reiner Schnorrer erkennbar sein, der vom eigentlichen Motto der Veranstaltung nichts hält, sonst wäre das ja wirklich in die falschen Hände gespielt.
 
@DON666: Kurzsichtiger und undemokratischer Schnorrer ;) (Wie kommen die auf die Idee den schwachfug der EU-Kommission zu übernehmen, dass eine Demonstration undemokratisch sein kann?)
 
@DON666: "Ist immerhin eine der ganz seltenen Chancen, von denen auch mal was ohne Berechnung zu bekommen." ... Ah, "Generation Kostenlos" ist da ^^
 
@DON666: Besser nicht, sonst findest du nachher noch dein Foto in der Bild-Zeitung mit der Bildunterschrift: "Foto eines alkoholisierten Netzgemeinde-Chaoten beim Stören der Veranstaltung" :D
 
Steinzeit inc.
 
Sollte dieser C-Netz-Verein nicht neuen Wind in die Netzpolitik der CDU bringen? Scheint eher ein Sprachrohr der Erzkonservativen zu, wenn die geschätzte Frau Steinbach dort dazugehört. Allgemein zur Demonstration: zur Demonstration gehören Demonstranten - damit wird es wohl eher schlecht aussehen.
 
@Destructor2202:
Zur Personalie Steinbach: "Steinbach stimmte 1991 im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze." Quelle: Wiki. Dazu sagte sie aus: "Man kann nicht für einen Vertrag stimmen, der einen Teil unserer Heimat abtrennt." Also konservativer als der Papst. Und diese Dame möchte nun bei Netzpolitik mitreden (oder besser: trollen).
 
@Destructor2202: Wenn eine "Demonstration" nach dem Nordkorea-Prinzip organisiert wird, dann kriegt man auch ein paar "Demonstranten" auf die Straße...
 
Wo ist das Problem? Wenn die 'Netzgemeinde' locker ist, dann bringen die innerhalb von den 2 Tagen locker mehr Menschen auf die Straße, die dann eben einfach die Transparante schwenken, die dem widerspricht, was diese Dinosaurier wollen und rückwärtsgerichtete Aussagen der Redner eben mit Pfiffen und buh-Rufen kommentieren. Also ... nicht ärgern ... auch demonstrieren.
 
Ich frag mich nur was die mit "mühsam erarbeitet" meinen? Das setzt doch imho voraus dass man mit allen Beteiligten konstruktiv an einer Lösung eines Problems arbeitet...
 
@jigsaw: Nee, eigentlich heißt es dass man sich mit vielen Ländern nach langer Zeit auf so etwas wie ACTA einigen konnte. Einen gemeinsamen Nenner zu erreichen artet halt allzu oft in Arbeit aus.
 
und wer geht dahin? :D
 
@Tiger_Icecold: Zumindest ein gewisser Michael Schmidberger mit seiner Frau Ursula :P
 
@Tiger_Icecold: Die paar Nichtchecker, die sowas wirklich unterstützen wollen und ganz viele Durstige.
 
@DON666:
Denke, mit den kostenlosen Getränken werden sie ein paar Leute rauslocken...
 
@szoller: Vor allem Obdachlose werden ein getränk abfassen wollen.
 
@Tiger_Icecold: Also ich würde mal hingehen und mir das anhören. Ist jedenfalls besser als prophylaktisch schon mal hier im Forum dagegen rumzuätzen ohne sich damit auch nur im Ansatz zu beschäftigen.
 
@DennisMoore: Mit den Ansätzen dieser Clique haben sich die meisten der hier aktiven Schreiber durchaus schon seit Jahren beschäftigt.
 
@DON666: Das bezweifel ich ernsthaft. Ich unterstelle mal dass die meisten sich ihre Meinung schon aufgrund 2-3 Kernaussagen gebildet haben und fortan nur noch rumflamen. Anders kann ich manche Aussagen nicht interpretieren.
 
@Tiger_Icecold: Sieht doch bestimmt ulkig aus, wenn 5-6 Mann durch die Straßen laufen und demonstrieren. Aber schon lustig.. gegen die "Generation kostenlos" wettern, aber kostenlos Getränke verteilen. Hoffentlich melden sich die Inhaber der Getränke, und pochen auf ihr Urheberrecht, in der Presse nicht mit so einer Aktion in Verbindung gebracht zu werden.
 
@Tiger_Icecold: Da es kostenlose Getränke gibt, könnte gerade in Berlin schon etwas zusammen kommen! :) Ansonsten Rentner, die nehmen was sie können und blubbern im Kollektiv: "Jaja, da bin auch für! Find ich gut..."
 
"Diebstahl"... "undemokratisch"... und mal wieder das Arbeisplatz-Argument bringen.. Zieht in Deutschland ja immer so schön.. Danke, reicht dann auch schon, um meine Meinung wieder einmal zu bestätigen.
 
@Slurp: "undemokratisch" allein reicht schon um zu wissen was das für Leute sind und welche Motive dahinterstecken...
 
"undemokratische Proteste"? Wow! Sind undemokratische Proteste in Diktaturen erlaubt? Hat man die Leute gezwungen dort zu sein? Fragen über Fragen...
 
Schöne Idee, aber wohl zum Scheitern verurteilt. Es gibt viel zu wenig Leute die ein Interesse daran haben dass es einen starken Schutz für geistiges Eigentum gibt. Die meisten User im Internet konsumieren einfach nur oder wollen Inhalte hochladen, bzw. runterladen, an denen sie keine Rechte haben. Die paar Kunstschaffenden die ein berechtigtes Interesse an so einem Schutz haben gehen in der Masse unter. Nur die Musikindustrie kann da herausstechen. Aber das wird wohl nicht reichen.
 
@DennisMoore: Albernes Gesülze. Allein die Formulierung "geistiges Eigentum" ist schon doch vorsätzliche Irreführung. Es gibt Urheberrecht und schützenswerte Ideen und Innovationen, aber "geistiges Eigentum" kann es per se nicht geben. Warum also Lobbyveranstaltungen fürtote Konzepte machen, wenn man MIT den Anwendern viel bessere Geschäftsmodelle auf die Füße stelle könnte?
 
@Drachen: Formulier es ruhig anders. Ob man es "geistiges Eigentum" oder "schützenswerte Idee" nennt ist mir eigentlich egal. Die Sache in sich ist wichtig.
 
Oh ja, der Diebstahl im Internet ist echt gravierend. Wenn ich bedenke, wie leer die Regale des einen Ladens waren an dem ich heute vorbei ging (Schlecherfiliale, btw)
Ich vermute, die Geschichte ist eher eine "Initiative für die Verwerter von Urheberrechten" - wer hat nur diese Ente mit der Abschaffung des Urheberrechts in die Welt gesetzt?
 
@darron: Bis jetzt konnte ich mir noch keinen Audi A3 downloaden...! Vielleicht sollte man zwischen Industrie, Informationstechnogolie und Kultur beim geistigen Eigentum unterscheiden - und letzteres was Musik, Kunst & Bildung betrifft sollte abgeschafft werden um jedem den Zugang ohne Beschränkung zu ermöglichen - was im wesentlichen den Fortschritt einer Gesellschaft fördert
 
@SimpleAndEasy: Den Fortschritt möchte ich sehen, wenn keiner mehr Musik macht, weil es sich einfach nicht lohnt, ebenso Filme.
 
@SimpleAndEasy: Wenn man das Urheberrecht im Hinblick auf Musik, Kunst & Bildung abschafft muss man jedoch im gleichen Atemzug auch ein funktionierendes Finanzierungsmodell für die Produkte dieser Bereiche festschreiben. Gibt es da schon brauchbare Vorschläge? (das gelegentlich zu lesende "ich zahle einen selbstgewählten Betrag wenn's mir gefällt" ist beispielsweise kein brauchbarer Vorschlag - ich vermute keiner derer, die dies anbringen, möchten von ihrem Arbeitgeber am Ende jeden Monats mit einem von diesem jeweils frei gewählten Betrag bezahlt werden?)
 
@FenFire: Da gibt es viele Möglichkeiten, von Werbung über freiwillige Bezahlung bis hin zu einen gewissen Betrag der Jährlich als "Kultursteuer" abgeführt wird und dann eben anhand der Beliebtheit der Künslter verteilt wird (sollte im Zeitalter von Google, Youtube und Facebook machbar sein)! Desweiteren wäre es nur praktisch wenn jeder kostenlosen Zugang zu Bildung z.B. Büchern, Lehrmaterial, Seminaren, Weiterbildungen, Studium erhalten würde - somit könnte man den Fachkräftemangel effizient bekämpfen!
 
@SimpleAndEasy: Freiweillige Bezahlung - siehe oben. Ist ausserdem nicht planbar, nur wenige Leute (Künstler) dürften bereit sein, das Risiko einzugehen. Zwangsabgabe mit Verteilung klingt zwar schön, aber diese wäre am Ende beliebt wie die GEZ... gefällt auch nicht. Bei der Bildung liesse sich vielleicht diskutieren, ob es staatliche Schulbuchverlage o.ä. geben sollte, die aus Steuermitteln bezahlt werden und deren Schulbücher dann in der Schule direkt verteilt werden (verschenkt ist dann ja falsch - sie wurden ja von den Empfängern bereits durch deren Steuergelder bezahlt, wenngleich in unterschiedlichem Anteil). So einfach ist das alles nicht. Aber als Denkansätze sind manche der Ideen evtl. geeignet.
 
Vielleicht solltet ihr euch einfach mal mit Geschichte auseinander setzen und nachlesen warum wir das Land der Dichter und Denker genannt wurden. Info, der Buchdruck war auch nur der Auslöser wie jetzt das Internet. Es mag nicht jedem gefallen und ich gebe auch zu, es ist einfacher Geld zu verdienen wenn man alles und jeden zur Kasse bittet. Bis jetzt ist mir kein Künstler bekannt der am Hungertuch nagt, obwohl jeder an seiner Kunst teilhaben will. Interessant fand ich auch das Interview vom Delay aus dem letzten Spiegel, er fand es vollkommen ok wenn man schlechte Musik downloaded, seine Musik ist natürlich mit soviel Liebe gemacht das man dort aber zahlen sollte.... Ich kaufe mir die Alben die ich will und ziehe mir sie auch gleich, sicher ist sicher! Delay gehört natürlich nicht dazu, da kann er noch soviel Liebe reinstecken...
 
gestern war im TV 1gegen1 und da hies es das man copien an freunde und verwante weiter geben darf. Jetzt meine frage, wie ist es wenn man die musik an seine face booke FREUNDE weiter reicht, ist es denn dann erlaubt?
 
@123: es heißt eigentlich dritte, von daher ists egal wer und die anzahl wurde irgendwann mal mit 7 festgelegt. bzw nur wenn du es legal erworben hast kannst dus weitergeben. kopien als sicherheitskopien sind auch erlaubt. kleine feinheit noch, du darfst keinen kopierschutz umgehen ^^
 
@123: die FB-Freunde werden nicht als Freunde gerechnet. Wenn du das an die verteilst und es zeigt einer an, kommst du in die (Rechteverwerter-Abmahn-Strafverfolgungs)-Hölle.
 
@123: Freunde im Sinne der Privatkopie sind tatsächlich befreundete Personen, also im realen Sinne des Begriffs "Freund". Nur weil Facebook den Begriff für "x-beliebige reale oder erfundene Person, bei deren Profil ich auf einen Button geklickt habe" verwendet entsteht kein Zusammenhang mit der Gesetzeslage :)
 
Lang ist es schon her, da zogen die Schauspieler und Musiker von Dorf zu Dorf und haben mit täglicher Leistung ihr Brot verdient. Die fortschreitende Technik erlaubte irgendwann das Kopieren und Vervielfältigen der Auftritte und die Künstler konnten mit einem einmaligen Auftritt fortan x-mal Kasse machen. Der ursprüngliche Ertrag des Auftrittes wurde verzigfacht. Außergewöhnlich gute Künstler konnten ursprünglich von den Reichen mit einer Festanstellung und Auftragswerken unterstützt werden, aber der Künstlerberuf war für 99% sicherlich kein Zuckerschlecken, sondern tägliche, wiederkehrende, harte Arbeit. Auch die Schreiber konnten immer nur ein Buch schreiben/abschreiben - überwiegend in Klöstern - und erst mit der fortschreitenden Technik wurde das Kopieren und Vervielfältigen und damit das "einmal Arbeit x-mal Kasse" Einkommen ermöglicht. Die notwendige Technik war kein Allgemeingut und es konnte sich eine entsprechende Wertschöpfungskette mit äußerst bequemer und arbeitsarmer Einkommensweise entwickeln. Nun ist die technische Entwicklung wieder einen Schritt weiter voran gekommen und die ehemals teuere und seltene Technik des Kopieren und Vervielfältigen wurde zum billigen Allgemeingut. Das Pendel des Vorteils schwingt also wieder zurück. Die Künstler (und die nassauernden Verwerter) müssten sich konsequenterweise wieder in die ursprüngliche und realwirtschaftlich typische Verwertungskette eingliedern und von der bequemen Geldscheffelei Abschied nehmen. Das ist natürlich schmerzhaft, aber überall müssen die Menschen sich ständig an neue, unbequeme oder fortschrittliche und globale Zustände anpassen. Wie war das nochmal mit den Marktkräften? Anpassung an die moderne Zeit ist notwendig, sonst geht man unter. Wer nicht flexibel ist, der gefährdet seine Existenz. Wer nicht ein Leben lang dazulernt und gegenüber Neuem aufgeschlossen ist, der wird aussortiert. Das kennen wir doch schon irgendwoher, oder?
 
@User27: Gute Zusammenfassung. Das Schlimmste ist, daß für den Erhalt dieses aus physikalischen Gegebenheiten entstandenden Geschäftsmodells des teuren und aufwendigen Vervielfältigens jetzt die totale Überwachung des Informationsaustauschs der gesamten Bevölkerung gefordert wird! Natürlich nur um Terroristen zu finden...
 
Was passiert mit einem Buch - nur einmal gekauft und bezahlt - in einer Leihbücherei? Wenn früher Jahre vergingen, bis das Wertk hundertmal "kostenlos" gelesen wurde, kann es heute innherhalb einiger Sekunden hundertmal verfügbar gemacht und dann "kostenlos" gelesen werden. Dank der modernen Technik wird die hundertfache kostenlose Nutzung in der Zeit komprimiert. Die neue Zeit steht genau für dieses Phänomen. Es geht alles immer schneller und wir tun uns immer schwerer Schritt zu halten. Die Technologie ermöglicht es uns, mit Menschen global in einer Videokonferenz zusammen zu kommen, ohne unser Zimmer zu verlassen. Wo bleibt denn da der Umsatz der Reiseunternehmen, die früher von den Flügen zum gemeinsamen Treffpunkt profitierten? Was kostet dieser Fortschritt Arbeitsplätze? Was wurde aus den 24 Büroangestellten, die früher in einer Schreibstube die Arbeit einer heutigen Halbtagssekretärin mit einem Computer machten? Ja, da hatten wir wohl etwas Zeit uns umzustellen, aber diese Veränderungen kommen immer schneller. Und weil die Content-Industrie den Zeitpunkt zur Aktualisierung ihrer Geschäftsmodelle verpasst bzw. absichtlich verzögert hat, soll nun die Zeit angehalten werden? Und weil ein bestimmter, von der Content-Industrie privilegierter, in Umsatz-und Absatz- und Marketingseilschaften verknüpfter Teil der Urheber zu bequem ist, sich um eine zeitgerechte Vermarktung seiner Werke zu kümmern, weil er sich nicht an die Moderne anpassen will, sollen wir jetzt ein paar Extrawürste in Sachen Überwachung braten? Es ist eigentlich nicht mein Problem, den Urhebern Vorschläge zur Vermarktung ihrer Produkte zu machen, aber mit ein wenig Fantasie kann man z.B. Teile eines Werkes kostenlos als Anreiz und Werbung veröffentlichen und den Rest dann nur live gegen Kasse liefern. 50% Studiomusik für das Netz und 50% reine Live-Werke würden Lady Gaga vermutlich nicht die Existenzgrundlage entziehen, oder? Vielleicht werden die letzten 50 Seiten des neuen Harry Potter von Frau Rowling nur live vorgelesen - oder von einer ganz neuen Berufsgruppe der Geschichtenerzähler...
 
@User27: Eine wirklich stimmige und logische Sichtweise. Wieso ist da sonst noch keiner drauf gekommen? Ich höre das tatsächlich so zum ersten Mal, obwohl es durchaus schlüssig ist. Bravo.
 
@User27: Wer soll diesem Land noch helfen. Bei aller Begeisterung für eine gesunde Liberalisierung von Verwertungsrechten: Selten einen solchen Stuss gelesen. Logik ist, was man daraus macht, scheints.
Also ab in die Steinzeit, verwöhntes Dichter- und Denker-Pack...

Irgendwo zwischen Schwarz und Weis gibt es nicht nur ein paar Grautöne, sondern auch noch ne Menge Farben. Ich bin sicher, dass viele genau das, was sie erreichen wollen, durch derartige Kommentare eigentlich verhindern.
 
@kleister: Was genau ist denn Stuss an dieser Ausführung? Vor dem Buchdruck und der Technik zu Massenvervielfältigung von Medien gab es diesen Markt zur Verwertung geistigen Eigentums noch gar nicht. Oder weißt Du etwas anderes? Wir wollen nicht dahin zurück, das ist klar, aber wir können auch nicht so tun als ob Verbreitung und Distribution vom Medien heute noch das gleiche ist wie 1965 - so viel sollte wohl auch klar sein. Was verhindert dieser Kommentar denn genau?
 
@Givarus: Stuss ist z.B. einen mittelalterlichen Status Quo zum Maszstab einer Validierung heute zu machen. Stuss ist das Thema geistigen Eigentums auf ein naives Bild einer vermeintlichen Künstlerexistenz zu reduzieren. Stuss ist, quer durch die Bank Künstleren ( und implizit jedem anderen Schöpfer geistigen Eigentums) bequeme Geldscheffelei und Vorteilsnahme zu unterstellen. Stuss sind Begrifflichkeiten wie diese: <"einmal Arbeit x-mal Kasse" Einkommen>
Hier wie sonst auch kann keiner den Eigentumsanspruch der Gemeinheit an einer geistigen Leistung eines einzelnen belegen. Deshalb scheint auf jede Art der Reflexion verzichtet zu werden.
 
@kleister: Ganz ehrlich, Du liest in dem Text was Du lesen möchtest, oder? Status Quo für heute ist das Mittelalter steht in dem Text wo genau? Wirklich Stuss ist es den Status Quo von vor dem Internet mit irgendwelchen Gesetzten zementieren zu wollen! Ein Handwerker oder Dienstleister oder Angestellter wird für die Leistung die er erbringt genau ein mal entlohnt und dieses Prinzp ist bei Software und Medien durch Technik außer Kraft gesetzt. Das ist kein Stuss! Wem wird denn Vorteilnahme unterstellt (was übrigens der Begriff für Bestechung ist)? Wenn ein Künstler mir ein Bild malt oder eine Skulptur fertigt ist das ja auch sein geistiges Eigentum, daß er mir verkauft. Das lässt sich aber nicht so leicht vervielfältigen wie ein Musikstück oder eine Software! Gibt es viele extrem reiche Bildhauer? Komisch, eher nicht. Es geht hier doch darum eine gerechte Entlohnung für die geleistete geistige und körperliche Arbeit zu erhalten, ohne daß ein Wasserkopf an Bürokraten entscheidet wer was wann wie benutzen darf. Physische Distribution ist bald vergangenheit, aber das Geld für diese sollen wir trotzdem weiter bezahlen - das ist Stuss!____ Ich finde Modelle wie Kickstarter sind ein erster Ansatz. In dieses Modell würde ich noch einen Kapitalrückfluss zu den ursprünglichen Investoren einbauen. Wenn ein Projekt dann richtig gut läuft und extrem viel Umsatz einbringt wird ein Teil des Gewinns wieder an die ursprünglichen Finanzierer zurückgeleitet. Das könnte ruhig eine exponenzielle Funktion sein, daß ab Gesamtgewinne durch den Verkauf von z.B. 20x der geforderten Geldes quasi der Gewinn wieder in die Community zurückfließt.
 
@Givarus: ich lese schon, was da steht. Und das unterscheidet sich doch erheblich von Deinen Argumenten, die ich teilweise durchaus teile. Euer Gedanke, eine geistige Leistung einmalig wie eine Ware oder Dienstleistung zu entlohnen, krankt aber einfach.
Natürlich passt das ganze Verwertungssystem vorne und hinten nicht mehr. Nichtsdestotrotz bleibt geistiges Eigentum Eigentum und wird nicht nach einmaliger Verwertung zu Allgemeintum. Meist wird geistiges Eigentum ohnehin nur im Zuge einer 'transportierenden' Dienstleistung bezahlt. Der Grossteil der geistig tätigen sind keine Popstars und auch nicht durch die Gema vertreten. Solange alle aber immer nur darum kreisen, wird sich keine brauchbare Lösung finden. Ein ganz wesentlicher Grund für die Notwendigkeit der Vervielfältigung und der Gewinnerzielung darüber liegt darin, dass nur so ein angemessener Lohn möglich ist. Wie sonst sollten Monate oder gar Jahre an Arbeit und schöpferischem Tun wirtschaftlich überhaut möglich sein?
 
@kleister: Wie wäre es wenn man z.B. mal bei dem Preisen anfängt sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen? Ein gedruckter Roman mit Einband, Transport, Zwischenhandel u.s.w. soll genauso teuer sein wie ein e-Book? Ha, ha. Ein Film kostet nur weil er eine bessere Auflösung hat 4,99 EUR zum leihen statt 2,99? Und wenn ich mir eine Blu-Ray kaufen muss ich mit Kopierschutzmaßnahmen jenseits von Gut und Böse leben - nur weil die Auflösung höher ist? Bei Spielen werde ich dazu gezwungen online zu sein und meine Kopie zu aktivieren, damit ich sie ja nicht weiterverkaufen kann - aber ich soll am besten das gleiche dafür zahlen wie vorher, als ich meine Spiele noch weiterverkaufen konnte (ja auch der Verbraucher kalkuliert seine Einnahmen und Ausgaben) Wenn ich einen Film kaufe, darf ich mir vorher ca. 10 Minuten ansehen wie böse kopieren ist, bei der Rabkopie nicht! Und für Privatfernsehen mit zeigemäßer Auflösung darf ich gleich auch noch Jahresgebühr zahlen trotz Werbung- Aber dafür hab ich dann den großen Vorteil daß man mir vorschreiben kann was ich Aufnehmen darf und ob ich Werbung überspringen darf. Toll. Ich habe ab und zu das Gefühl in den Medienkonzernen sitzen Leute die denken sie könnten den Verbraucher der Sie bezahlt einfach verarschen und das ist extrem traurig. Kein Wunder daß sich viele mittlerweile andere, kostenlose Unterhaltung im Netz suchen und die gibt es dort sogar ganz legal.
 
@Givarus: "Toll." Völlig ausser Frage, was Du da schreibst. D'acore. Aber über die Unterhaltungsindustrie hinaus gibt es eben noch eine ganze Reihe mehr an bedenkenswerten Fragen zum Thema. Das wird halt bei fast allen in dieser Diskussion ausgeblendet. Ich als schöpferisch tätiger Freiberufler bekomme bei solchen dumpfen Platitüden einfach nur grüne Pickel: " in Umsatz-und Absatz- und Marketingseilschaften verknüpfter Teil der Urheber zu bequem ist, sich um eine zeitgerechte Vermarktung seiner Werke zu kümmern, weil er sich nicht an die Moderne anpassen will, sollen wir jetzt ein paar Extrawürste in Sachen Überwachung braten?"
Ich bin auch abhängig davon, dass mein Werk geschützt ist und es sich nicht jeder selbsternannte Pirat aneignen kann. Ich bin aber weder Verbrecher, Schnorrer, Faulenzer noch Millionär. Hier trazuen sich einfach zu viele etwas dazu zu sagen, ohne ansatzweise in der Lage zu sein, angemessen zu differenzieren. Und genau solches Generalanspuchsdenken führt letztlich dazu, dass die Seite der 'Kontrolleure' immer mehr Argumente in die Hand bekommt.
 
@kleister: Differenzierungen sind mir hier zu langwierig. Ganz konkret: was machst du? Vielleicht finden wir persönlich differenziert einen passenden Vorschlag?
 
@User27: Umgekehrt wird ein Schuh draus: Was machst Du / wer bist Du, um Künstlern und Freiberuflern vorschreiben zu wollen, wie sie ihr geistiges Eigentum unter die Leute zu bringen haben, ihre Existenz zu gestalten haben und sie dabei samt und sonders über einen polemischen Kamm zu scheren?
 
@kleister: Ich schreibe niemandem vor, wie er seine Werke unter's Volk bringen soll. Ich verbitte mir allerdings als betroffener Bürger, dass die Urheber und die Verwerter ihre Pfründe durch Überwachung und Generalverdacht der Bevölkerung sichern dürfen. Außerdem wird es Zeit, Ross und Reiter zu nennen und die teilweise völlig verzerrte Realität ein wenig zu entzerren. Wie deine persönliche Lage aussieht, kann ich nicht beurteilen, aber ich habe von Lady Gaga und Frau Rowling gesprochen. Das Angebot von oben steht noch. Zeig dich doch mal ganz konkret an deinem Fall diskussionsbereit. EDIT: es ist jetzt 1700 Uhr, ich bin erst in etwa 45 Minuten wieder ansprechbar. Sorry - muss auch von was leben. ;))
 
@User27: was stellst Du Dir vor bei meiner Lebensgestaltung mitreden zu wollen, können, dürfen? Lass mal gut sein, ich komm schon zu recht. Du allerdings solltest Dir durchaus die Mühe machen, zwischen pervertierten Auswüchsen und normalsterblichen Existenzen in deinen Ansagen rechtzeitig und deutlich zu differenzieren. Das wäre einem klareren Verständnis Deiner Position und der Sache insgesamt zuträglich. Du greifst halt erstmal jeden an, der von seinen Urheberschaften lebt und sprichst im das Recht auf eine selbstbstimmte Verwaltung seines (geistigen) Eigentums ab. Das stört mich und deshalb argumentiere ich dagegen.
 
@kleister: User27 hat Dich einfach nur gefragt, was Du machst, denn Du sagtest ja, Du seist schöpferisch tätiger Freiberufler. Nun magst Du ihm aber nicht sagen, was Du so den ganzen Tag schöpfst. Nicht falsch verstehen, aber ich denke, er, ich und vielleicht auch Andere sind einfach neugierig und gespannt darauf, das kurz zu erfahren.
 
@User27: Schön zusammengefasst. Aber mir fehlt da noch die Konsequenz in Form eines Vergütungsmodells, so wie du dir das vorstellen würdest. Veränderung, Flexibilität, Anpassung schön und gut, aber in welche Richtung? Sollte ein Künstler entweder unabhängig sein eigenes Ding machen, oder sich für ein Festgehalt bei einer Plattenfirma anstellen lassen? Sollte die Plattenfirma ab X Euro Einnahmen pro Album das Album kostenlos zur Verfügung stellen um nicht zu viel Geld zu verdienen?
 
@User27: Sehr gute Zusammenfassung!
 
Demokratie ist was feines. Vor allem wenn das Volk anders denkt und handelt wie die Volksvertreter. Hasta la vista - baby!
 
@LastFrontier: "Das Volk" besteht aber nicht nur aus Nerds und Netzaktivisten. Es gibt auch Leute denen das komplett Wurscht ist und die sich leicht mit "dann gehen alle Künstler pleite"-Argumenten beeinflussen lassen. Ganz zu schweigen von den Rentnern usw.
 
@DennisMoore: Kein Künstler hat ein Anrecht auf Zwangsernährung. Wenn seine Kunst ihn nicht ernährt muss er wohl akzeptieren, dass er einen Job braucht der das macht und seine Kunst wird zum Hobby. Ich kenne jede menge Bands wo die Leute regulär arbeiten und an den Wochenenden touren sie von Gig zu Gig. Keiner von denen kann vom Merchandising leben. Und da sind echt Top-Künstler dabei die man auch mit Plattenverträgen zu locken versucht. Nur würden sie dann ihre künstlerische Freiheit aufgeben müssen und das produzieren was sich das Label einbildet. Die Produzenten richten sich nicht nach dem Markt, sondern versuchen den sich selber zu schaffen. Und so mancher Künstler könnte sich problemlos selbst ernähren, hätte er nicht diese Rechteverwerter mit ihren Knebelverträgen im Nacken. Denn das Finanzamt kommt ja auch noch dazu. Aber man muss ja jetzt schon zahlen, wenn die Kids im Kindergarten "Hänschen klein" singen. Wie weit soll denn diese Perversion noch getrieben werden? Demnächst wird wohl auch noch für die Nationalhymne gezahlt! Kein Wunder dass die Neonazis nur ihre braunen Lieder grölen - die sind nämlich Gema-frei.
 
@LastFrontier: Ja, kein Künstler hat das Recht auf Zwangsernährung, aber jeder Künstler hat das Recht seine Kunst so zu vermarkten wie es ihm passt. Das gilt für die Bands die du kennst wo die Mitglieder nebenbei noch arbeiten, aber es gilt auch für Lady Gaga, Madonna, Metallica, usw. Wenn jeder den anderen und die Entscheidungen des anderen respektiert gibts auch keine Probleme. Dass die Produzenten versuchen sich einen Markt zu schaffen ist zwar richtig, aber auch nicht schlimm. Das versuchen 90% der Hersteller von Waren in Supermärkten auch. Denn außer Grundnahrungsmitteln braucht man eigentlich nix. Die "Rechteverwerter im Nacken haben" ist übrigens von vielen Künstlern gewollt und sehr willkommen. Den Quatsch mit Hänschen klein singen sollte man mittlerweile übrigens nicht mehr bringen, es sei denn man will sich lächerlich machen.
 
@DennisMoore: Lady Gaga scheint aber nun nicht so die großen Probleme mit Raubkopierern zu haben. Achja, die anderen auch nicht. Was ist an Hänschen Klein falsch, ich kann mich zumindest noch dran erinnern das man von Kindergärten Geld verlangt hat.
 
@Yepyep: Ist eigentlich gar nicht so wichtig ob die ein Problem damit hat oder nicht. Es geht ja um die Möglichkeit und das Recht auf etwas. Wenn man dies nicht wahrnehmen möchte ist das auch OK. Bin auch nicht so im Bilde ob sie die richtige Ansprechpartnerin diesbezüglich ist. Sie hat sich sicherlich auch an eine Plattenfirma verkauft. Also müsste man die Plattenfirma fragen ob sie ein Problem mit dem Raubkopieren hat. Was an Hänschen klein falsch ist, ist die Verdrehung der Tatsachen. Man verlangte kein Geld fürs Singen dieses Liedes, sondern für das Kopieren der Notenblätter. Dieses Weglassen oder Verdrehen von Dingen ist aber ein typisches Kennzeichen von Stammtischgelaber und Diskussionen in Winfuture-News.
 
@DennisMoore: Das ist keine Verdehung. Für das gesungene Liedgut wird gezahlt; das schliesst Noten und Texte mit ein. Das gleiche gilt für Schulen. Nur haben die Schulen über ihren Bundesverband seit 1990 einen Rahmenertrag mit der GEMA. Im Vorschulbereich gibt es das nicht. Nach deiner Logik müssten Künstler die dann ohne Noten auftreten dann auch keine GEMA zahlen. Und ob du es glaubst oder nicht: auch der Strassenkünstler an der Ecke zahlt seine Gebühren. Frag mal bei den Stadtverwaltungen nach.
 
@LastFrontier: Im konkreten Fall war es aber so und wenn du den anführst, dann musst du das richtig machen. Denn ansonsten kann man nicht drüber reden, weil man von falschen Voraussetzungen ausgeht. Sing so oft wie du willst das Lied, aber kopier keine Notenblätter die jemand anders erstellt hat der sowas nicht möchte. Die Noten vo nHänschen klein sind übrigens bekannt. Kannst dir dein eigenes Notenblatt malen und es so oft kopieren wie du willst.
 
@DennisMoore: Nur weil ich etwas bekanntes nochmal aufschreibe, bin ich noch lange nicht berechtigt es im Anschluss zu vervielfältigen und zu verteilen! Auch kann man sich eben nicht einfach irgendwo hinstellen und Lieder singen, den das Geld wird auch für öffentliche Aufführungen verlangt.----------- http://goo.gl/qsQbY ------------ Außerdem will ja niemand(bis auf einige wenige die es nicht begreifen) das Urheberrecht nicht abschaffen, sondern eben reformieren. Die 70 Jahre die ein Werk nach dem Tod des Urhebers weiterhin unter dem Urheberrecht steht z.B, nutzen dem Urheber nämlich in keinster Weise...
 
@Fonce: Hänschen klein ist aber nicht in der Form geschützt. Du kannst die Noten auch frei im Internet finden und ausdrucken.
 
@DennisMoore: Hänschen Klein ist eh ein schlechtes Beispiel, da der Urheber schon 1882 verstorben ist. Ändert aber nichts daran, das wenn man neuere Kinderlieder dessen Author bei der GEMA ist im Kindergarten Gebühren zahlen muss.
 
@Fonce: Ob das so ist weiß ich nicht. Mir gings jetzt auch vornehmlich erstmal darum dass man nicht einfach immer irgendwelche falschen Tatsachen in solchen Diskussionen anführen sollte. Mir hängts nämlich langsam zum Hals raus. Ist noch ärgerlicher als die vielen anderen dümmlichen Kommentare ohne konkreten Zusammenhang zu dem worum es eigentlich geht.
 
@DennisMoore: Gut, Hänschen Klein ist ein blödes Beispiel. Ändert aber nichts am Prinzip und der Tatsache, dass die Auswüchse des Urheberrechtes langsam aber sicher auch zu Kultur- und Bildungsbremsen werden. Wie Fonce schreibt geht es nicht um eine Abschaffung, sondern um eine rigorose Reform. Und was das kopieren der Noten betrifft: Macht man es mit einem Kopierer, Drucker, sind GEMA-Gebühren fällig; nämlich 56.-€ für bis zu 500 Kopien. Erstellst du aber eine Matrize und machst damit 1000 Kopien werden keine Gebühren fällig (Matrizen sind für diese Spirituskopierer). Bei Aufführung von Musik wird sogar zwischen Musik von gebrannten und gekauften Original-CD unterschieden. Selbst wenn eine Band nur eigene Stücke spielt, auf der sie selbst die alleinigen Rechte hat, zahlt sie GEMA. Bei der öffentlichen Aufführung von Werken jeglicher Art wird berücksichtigt: Uhrzeit der Aufführung + grösse der Lokalität in m2 + Stehplätze + Sitzplätze + Höhe des Eintritts + Liveauftritt und/oder Tonträgerwiedergabe. Daraus errechnet sich die GEMA-Gebühr. das ist nicht übertrieben, sondern Realität und nur ein Beispiel von noch vielen weiteren.
 
@LastFrontier: Außerdem werden GEMA Gebühren auf so gut wie alle Datenträger erhoben, genauso auch auf Smartphones usw.. Das bedeutet, das du auch hier schon Geld an die GEMA abführst auch wenn du nicht vorhast Musik damit abzuspielen oder darauf zu kopieren. Vor allem aber bekommst du dadurch noch nicht einmal irgend ein Recht dadurch obwohl du das Geld abführst..
 
@LastFrontier: Dass man das Urheberrecht reformieren muss ist klar. Schon allein aufgrund der neuen Verbreitungsformen übers Internet. Das bestreitet auch keiner, nicht mal die C-Netz Typen. Die Frage ist nur wie. Und nur darüber sollte diskutiert werden, und zwar sachlich. Demo, Gegendemo, gegenseitiges anblähen mit Stammtischgesülze hilft nicht weiter. Darum sollte sich jede Seite auch mal die Argumente der Gegenseite anhören und dann ganz normal darüber sprechen. Die Diskussion hat doch schön länger nichts normales mehr. Das ist nur noch das Austauschen gegenseitiger Vorwürfe. Und hier im Diskussionsthread ist es nicht anders. Leider.
 
@Fonce: siehe Post [16] [re:5]
 
@LastFrontier: Die abgaben bei Datenträgers usw. gehen aber an die GEMA und nicht GEZ ;) @DennisMoore: Natürlich muss es eine Sachliche Diskussion geben und wird eben auch von Seiten der DigitaleGesellschaft, Piraten usw. gefordert.Man hört sich auch die Argumente der anderen Seite an. Aber von der Gegenseite kommt meist nur "die wollen ja das Urheberrecht abschaffen und sind gegen uns arme Urheber" und andere Dinge die aber nie jemand gefordert hat und es wird vergessen, das es auf beiden Seiten Urheber gibt.
 
@DennisMoore: Gebe ich dir 100% Recht. Das Problem ist nur folgendes - Gesetzgeber und Lobby der Rechteverwerter fassen Beschlüsse ohne dabei die Betroffenen (zahlenden) zu befragen und kassieren mehrfach für die gleiche Leistung ab. Und erst nach massiven öffentlichen Druck (vor allem durch die Netzgemeinde) kommt da jetzt richtig Bewegung in die Sache. Und es ist nun mal eine Tatsache, dass die Rechteverwerter von ihren Pfründen nicht ablassen wollen. Hinzu kommt, dass die Rechteverwerter damit angefangen haben pauschal jeden zu kriminalisieren; und sie tun es immer noch. Die Rechteverwerter, genauso wie die Politiker haben das Internet mit all seinen Möglichkeiten nicht nur verpennt, sondern total unterschätzt. keiner von denen hat damit gerchnet, dass sich die Massen so schnell und massiv organisieren können und öffentlich Widerstand leisten. Unter anderem auch wegen sozialer Netzwerke wie Facebook. Ihr wollt eine Revolution erleben? Wir sind bereits mittendrin und vol dabei. Die digitale Revolution dreht gerade erst auf. Und über kurz oder lang wird das auch erhebliche globale Auswirkungen haben.
 
@Fonce: "Aber von der Gegenseite kommt meist nur..." Nein, das kommt von beiden Seiten. Und das muss eigentlich aufhören um eine für alle faire Lösung zu finden. Wenn nicht, wird es eine unfaire Lösung geben, Und für wen die unfair sein wird, wissen wir glaub ich jetzt schon. PS: Lobbys haben nicht nur Rechteverwerter, sondern auch Netzaktivisten. Das ist keineswegs ne Einseitige Sache.
 
Gibt es dann eine Gegendemo :D Bei so was wäre eine Sitzblokade mal wirklich Sinnvoll ;)
 
@Hagal: Du meinst so wie hier bei Gegendemos gegen die Nazidemonstrationen? Würde ich mir so ähnlich vorstellen wie bei den Nazidemos, so etwa ein Dutzend ewig gestrige Nazis und rund tausend mal so viele Antifaschisten die Widerstand gegen die Nazis leisten. Und das ist gut so! EDIT: ABER NICHT VERGESSEN, DENEN AUCH NOCH DAS FREIBIER WEG ZU SAUFEN, EIN DREIFACHES HOCH AUF DIE KOSTENLOSKULTUR, PROST!
 
Kann es sein das da jemand Angst bekommt??? ...so kurz vor den Wahlen in NRW..... ?!
Die Damen und Herren sollen sich mal den unliebsamen Fragen der Gegner zu denen sich inzwischen wohl auch die eigenen Künstlern zählen,stellen!
 
@MetaTron: Was heißt Angst bekommen - ich denke, diejenigen, die sich ein wenig mit diesem Thema auseinandegesetzt haben, werden ihren Eltern und Großeltern vielleicht auch eine andere Sichtweise vermitteln. Und spätestens dann geht dieser populistische, unrichtige und die Fakten verzerrende Schuss dieser CDU-Verzweiflungsaktion nach hinten los. Weil dann nämlich auch ältere Semester mal drüber nachdenken, ob alles, was die CDU sagt, richtig ist.
 
Da Schlimmste ist, dass die dabei Recht haben. Bei den meisten Demos gegen Überwachung, ACTA und Co gibt's nur noch Linke oder Leute, die laut Megaupload rufen! Ich möchte auch gern ein neues Urheberrecht, aber ich finde es trotzdem richtig, dass Künstler Gewinn aus ihren Werken ziehen dürfen. Wie wäre es, wenn man zum Beispiel die GEZ so umgestalten würde, dass sie anhand der gesammelten Downloadzahlen anteilig Filme- und Musikmacher bezahlen würde?
 
@Jones111: Juhu. Ein Lichtblick. Danke :)
 
@Jones111: Die eigentliche Schweinerei ist, dass wir Verbraucher ja bereits mehrfach für ein und das selbe Produkt zahlen; selbst wenn man es gar nicht nutzt. Niemand will dass die Künstler leer ausgehen. Aber nicht mit dieser Abzockmentalität der Rechteverwerter.
 
@LastFrontier: aus der perspektive hab ich das ja noch gar nicht d muss dir eindeutig recht geben. wir zahlen (die meisten zumindest) unsere GEZ gebühren die uns ja vornherin berechtigen die musik/filme zu hören/sehen, aber sie berechtigt uns anscheinend nicht die musik hören wann wir wollen, ausser wir zahlen abermals dafür, das ist irgendwie nicht in ordnung.
 
@GothsSecret: GEZ ist für die Öffentlich Rechtlichen Rundfunkanstalten. Du zahlst zusätzlich für JEDEN Tonträger (Band, CD, DVD. BluRay), Kopierer, Drucker, Fax, Mp3-Player, Handy, Smartphone, PC, Festplatte, DVD-Brenner, Viderecorder, Tablet, Laptop, Scanner jeweils eine Kopier-Abgabe. Deswegen werden z.B. bei Heimscannern und Druckern die Übertragungsraten dermassen reduziert um die Gerätepreis nicht ins unermessliche zu treiben. Je schneller das Ding druckt oder Scannt, um so teurer wird das Gerät - nicht wegen der Technik, sondern wegen der schnelleren Verarbeitung. Also in einem richtig gut ausgestatten PC können da schon mal locker 100.-€ nur für für die Rechtverwerter abfallen. Und alles nur weil man könnte.
 
@Jones111: Da hat die GEZ ja nichts mit zu tun. Ich sehe es als mein Recht an, Serien downloaden zu können die sowieso im TV laufen, die ich aber nur aufgrund meiner Spätschicht nicht sehen kann, wenn sie im TV kommen. Ob ich sie zur Sendezeit konsumiert hab, oder auf nem Festplattenrekorder aufnehm und dann gucke, oder das gucke, was ein anderer aufgenommen hat, macht unterm Strich keinen Unterschied.
 
@Trashy: " Ob ich sie zur Sendezeit konsumiert hab, oder auf nem Festplattenrekorder aufnehm und dann gucke, oder das gucke, was ein anderer aufgenommen hat, macht unterm Strich keinen Unterschied."
Doch, da gibt es einen riesen Unterschied. Das eine ist dein Ding, das andere kann leicht zu einem eigenständigen Angebot für beliebig viele dritte mit eigener Gewinnerzielung z.b. durch Werbung auf der anbeitenden Seite werden. Dann verdient nämlich jemand mit der Leistung eines anderen (ungerechtfertigter Weise) Geld. Also muss da irgendwo dazwischen etwas Greifen, was dem Schöpfer den Anspruch an Gewinnen durch seine Leistung gewährleistet bzw ihm eine Entscheidungshoheit sichert.
 
Selbst wenn ich Regener mögen würde (obwohl, ein Buch hab ich ja), würde ich seit seinen letzten Auftritten nie wieder irgendwas von ihm kaufen. Wenn Künstler sich dermaßen instrumentalisieren lassen, gehören diese boykottiert. Dieses arrogante A... ist eine Beleidigung für Alle Künstler und deren Fans die in einer Symbiose leben, und sich gegenseitig unterstützen.
 
"Der BDI e.V. möchte aus Angst vor negativer Berichterstattung ab sofort nicht mehr als Partner der Veranstaltung auftreten."

(Quelle: https://projekturheberrecht.wordpress.com/)
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PS: Gegen den digitalen Maoismus der Netzgemeinde!
 
Das wird bestimmt ne geile Demo. Alle im Anzug und mit Binder. Warum kommt da Kauder und Friedrich eigentlich nicht? Das waere doch die Plattform fuer sie, mal wieder ihre Geistesblitze zu Versenden.
Erinnert mich bisschen an die 1.Mai Demos in der DDR. Da gabs auch immer Bier und eine Bockwurst fuer lau. Weil das Gelaber konnte man sich nuechtern auch nicht anhoeren. Wuerde mal sagen, da ham wirs ja bald wieder...., wie in alten Zeiten. Bin ja gespannt wenn sie ERICH wieder ausbuddeln. Ausserdem was jammert unsere Industrie denn rum. Sie schicken doch das deutsche KnowHow gleich selbst nach China und in andere Exken der Welt, nur um Profit zu Machen. Das bischen was noch ueber das Netz geklaut wird faellt da nicht mehr sosehr ins Gewicht.
Mahlzeit und viel Spass bei der KontentDemo :-0)))))
 
@mgbd0001: Auf welcher 1. Mai - Demo in der Zone gabs Bier und Bockwurst kostenlos?
 
@iPeople: in Dresden z.B.
 
@Yepyep: Ahso. Bei uns in Berlin gabs das nich.
 
@iPeople: ich dachte das war Standart. Vielleicht wollten sie uns im Tal der ahnungslosen extra locken.
 
@Yepyep: Durchaus möglich. Ihr hattet ja sonst nix ;)
 
der Regener regt sich doch nur deshalb auf, weil er seine Musik nicht mehr selber Vermarkten kann, weil er die Rechte an der Musik-Industrie abgegeben hat... und genau das ist sein Problem, er weiß, das er ein Knebelvertrag hat und nichts vom großen Kuchen der Selbstvermarktung abbekommt.... ;)
Knebelvertrag = 10% vom Kuchen
Selbstvermarktung = 100% vom Kuchen
 
@ABDUL: Selbstvermarktung = Großer Kuchen? Von wegen. Sowas kriegt ein Künstler in den seltensten Fällen so hin, dass es überhaupt ein "großer Kuchen" wird. Meistens wird es nur ein kleiner Muffin. Ein Künstler ist ein Künstler und kein Vermarkter. Es gibt kaum Künstler die eine gewisse Größe im Markt durch Selbstvermarktung erreicht haben. Mir fällt ehrlich gesagt kein einziger ein. Das ist viel zu viel zusätzliche Arbeit neben den Studioaufnahmen, Liveauftritten, etc. Der Tag eines Künstlers hat auch nur 24 Stunden. Davon mal abgesehen ist allein von den schieren Größen einer Fremdvermarktung ein Anteil von 10% wohl immer noch mehr als 100% aus einer Selbstvermarktung. Jetzt rein vom Geld her gesehen. Daher ist es eigentlich immer so, dass wenn Künstler eine gewisse Größe erreicht haben und keinen Bock mehr auf ihre bisherige Plattenfirma oder Selbstvermarktung haben, sie einfach eine eigene Plattenfirma gründen.
 
@DennisMoore: Nicht nur das, kleine Künstler könnten das finanziell gar nicht stemmen. Schönes Interview im vorletztem SPIEGEL mit Jan Deelay und einem Piratenmitglied. Deelay hat die Argumente des Piraten ganz einfach pulverisiert.
 
Und die Mucke kommt aus einem Grammophon.
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