JoWooD-Ende: Verdacht auf illegalen Insiderhandel

Vor rund einem Jahr musste der an der Börse notierte österreichische Spielehersteller JoWooD Insolvenz anmelden. Gegen Michael Sares, den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens, werden nun schwere Vorwürfe erhoben. mehr... Jowood Jowood

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Da liegt der Fehler wohl eher im System als bei Sares: Wenn jemand gleichzeitig im Aufsichtsrat sein kann und als Fondmanager Aktien des Konzerns handelt, dann ist wohl klar, dass er über Insiderinformationen verfügt und diese ausnutzen könnte.
 
@elbosso: ja könnte. man könnte so viel, ist aber verboten, daher macht man das nicht. und wenn doch wird man eben bestraft, so läuft ein rechtsstaat nunmal.
 
@DataLohr: klar ist es verboten. Ich siehs mal so: Ein Aufsichtsratmitglied hat nun mal per definitionem mehr Ahnung von dem Unternehme als du und ich. Ein Fondmanager handelt nun mal per defintionem mit Wertpapieren. Insiderwissen lässt sich durch diese Konstruktion wohl kaum vermeiden, auch wenn es illegal sein mag.
 
@elbosso: Es ist nicht nur klar, sondern absolut nachvollziehbar. Er wär ja komplett verantwortungslos wenn er seine Investmentfirma sehenden Auges vor die Wand fahren lassen würde. Ich finde wenn solche Kostellationen erlaubt sind, darf man die Aktionen die daraus folgen nicht als Insiderhandel betrachten.
 
@DennisMoore: richtig, er hatte wohl die Wahl zwischen Pest und Cholera und wird nun dafür bestraft. Wobei dabei schwer zu sagen ist, ob er als Jowood mit gegen die Wand gefahren hat.
 
Das Spiel: Industrie gigant war absolut Genial! Eigentlich Schade um Jowood.
 
@Edelasos: Auch Railroad Pioneer ist sehr geil, da nicht so ein 0815 Strategie und Aufbauspiel.
 
Sollte er schuldig gesprochen werden, wäre ja eigentlich eine gute Idee, in bei einer der nächsten größeren LAN-Partys im deutschsprachigen Raum auf eine Bühne zu (auszu-)stellen, damit ihn die Spielergemeinde ihre Meinung "mitteilen" darf.
 
@Bitfreezer: Interessiert den doch gar nicht. Der ist im Aufsichtsrat gewesen. Die haben meistens gar nichts mit dem Tagesgeschäft, der Produktion oder Produktentscheidungen zu tun.
 
Naja in diesem Fall finde ich hat er ja eher aus Schutz gehandelt. Nennt mir einen Menschen, der das nicht tun würde wenn er wüsste, daß die Firma pleite geht.

Ich finde es sollte schon unterschieden werden zwischen Insiderhandel aus purem Profit und eben dieser Situation. Auch wenn sowas natürlich immer schwer auseinanderzuhalten ist.
 
@bigt.: Das hat nichts mit Schutz zu tun: http://de.wikipedia.org/wiki/Insiderhandel
 
@bigt.: Ich sehe da auch gar keinen "Handel" in dem Sinne dass er irgendwem die Informationen verkauft hat. Er hat die Dinge bei Jowood erfahren und selber für seine eigene Firma verwertet.
 
@DennisMoore: Wenn man dann "vergisst" diesen Erfahrungsschatz weiter zu vermitteln und seine Aktien abzustossen, bevor die Firma gegen die Wand fährt, um die Aktien noch möglichst hochpreisig loszuwerden (was dann zur Folge hat, dass andere als er selbst auf den dann wertlosen Papieren sitzen bleiben), ist das nicht erlaubt. Sowas nennt man dann Insiderhandel. ;)
 
@Diak: In solchen Fällen ist es doch geradezu seine Verpflichtung Schaden von seiner anderen Firma abzuhalten. Man sollte überlegen ob es erlaubt sein soll dass eine Person in den Führungsgremien zweier Unternehmen drin sein darf, obwohl beide Geschäftsbeziehungen haben, wenn auch indirekte.
 
@DennisMoore: Er wendet Schaden seiner anderen Firma auf Kosten Dritter ab, dass ist halt das ursächliche Fehlverhalten. Das es nicht sein kann, dass jemand der oberen Führungsetage der Firma X Aktien der Firma Y hält und dort ebenfalls (das/viel) zu sagen hat ist aber auch aus meiner Sicht ein No-Go und sollte unterbunden werden. Genauso, wie man der höheren Führungsetage nicht Aktien der eigenen Firma als "Entlohnung" anbieten dürfen sollte - die wissen immer noch am Besten, wann sie ihre Aktienpakete abstossen sollte.....
 
@Diak: Also ich kann mir nicht vorstellen in seiner Position anders zu handeln als er es getan hat. Entweder er handelt auf Kosten Dritter oder auf Kosten seiner eigenen Firma. Ich würde nie auf Kosten meiner eigenen Firma handeln.
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