Informationsflut überlastet immer mehr Angestellte

Die zunehmende Informationsflut, aber auch die steigende Frequenz von Kommunikationsvorgängen macht Beschäftigten zunehmend zu schaffen. Mit der Anforderung, mehr Inhalte in immer kürzerer Zeit zu verarbeiten, fühlen sich immer mehr Arbeitnehmer ... mehr... E-Mail, mailing, E Mail Bildquelle: ideagirlmedia / Flickr E-Mail, mailing, E Mail E-Mail, mailing, E Mail ideagirlmedia / Flickr

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Dem kann ich voll und ganz zustimmen !
 
@skrApy: Japp. Hinzu kommt noch die tägliche Dosis IT- und sonstige Nachrichten ;)
 
Ahja dann sollten die mal in die Pflege gehen einmal werden diese erschlagen durch die wahnsinnig übermässige Dokumentationsflut dann durch die Körperliche arbeit selbst zum Krankheitsfall und dazu eine miese bezahlung gepaart mit etlichen überstunden und extrem wenig Freizeit.
 
@Menschenhasser: die arbeitskollegen nicht vergessen ^_^. kollegen von mir sind altenpfleger und bei denen schauts aus wie von dir beschrieben
 
@DerTürke: Aber das kann es ja nicht sein.
 
@Menschenhasser: natürlich nicht...ich würd niemals nach der übergabe um 21:00 noch mal 1-2 stunden dableiben und die tages dokumentation noch machen, was vom arbeitgeber nicht mal bezhalt wird. einer von denen hatte durch die überstunden die er in 1 1/2 jahren angesammelt hatte einen monat daheim bleieben dürfen zzgl zu seinem urlaub.
 
Ich denke, dass nicht die Menge an sich ein Problem ist, sondern eher die Art der Übermittlung. Ich sehe das bei uns im Büro auch sehr oft, wenn Medien einfach falsch verwendet werden. Das beste Beispiel hierbei ist E-Mail. Die Leute verwenden dsa immer öfter für Instant-Chats, und wundern sich dann warum das so unübersichtlich ist. Ich habe meinen google Talk, Facebook Chat, IRC, ... alles in Pidgin drin und somit viel bessere üersicht und somit im gegensatz zu meinen Kollegen einfach kein Problem die Massen an Kommunikationen zu verwalten.
 
@Sam Fisher: Die große Auswahl an sich sehe ich als Problem.
 
Eigentlich steht die Lösung für das Problem mit fixen Zeiten in denen man Mails und Co. abarbeitet schon im Artikel. Ich halte meist nur sehr wenig von persönlichen Gesprächen, noch weniger eigentlich nur von Telefonaten, Nr. 1 ist bei mir allerdings eindeutig die Mail!
 
@adidas999: Bei mir das krasse Gegenteil. Mail wird nur benutzt für etwas, was nachgereicht wird/werden soll. Auch Privat ziehe ich zumindest das Telefon einem Messenger oder sozialen Medien vor. Text übermittelt kein Gefühl, wenn es nicht genauer beschrieben ist. Emotionslose Unterhaltungen finde ich langweilig, habe ich kein Interesse dran.
 
Ich habe bei einem großen IT-Dienstleister im Onsite-Support gearbeitet. Die Kommunikaton erfolgte zu 99% per Email.
Zwischen den Abteilungen bestand allgemein der Anspruch, dass Emails sofort gelesen werden und im Bedarfsfall auch sofort bestätigt werden müssen (d.h. in 15 Min max). Leider haben das einige Leute nicht so ernst genommen, so dass man nie wusste, ob die Emails überhaupt gelesen und in Folge eine wichtige Arbeit eingeleitet worden war. Oft musste man zusätzlich telefonisch nachfragen, ob die Email "angekommen" war. Das erinnerte mich an die ersten Faxsendungen vor Jahren, bei denen man auch hinterher jedesmal anrief.

Es gibt Extremfälle wie den Mitarbeiter, der darauf bestand, zu JEDEM Thema eine gesonderte Email mit dem entsprechenden Betreff zu erhalten, weil er Aufgaben prinzipiell nie selbst bearbeitete, sondern immer nur weiterleitete - wie ein Dispatcher. Und er wurde sehr gut dafür bezahlt, dass andere seine Arbeit machten.
Es war ihm sogar zuviel Arbeit, aus einer Email mit zwei Anfragen zwei neue Emails zu machen und an zwei Stellen weiterzuleiten. Diese Arbeit mutete er seinen Kollegen zu, so dass sich ziemlich große Emailberge aufbauten, weil natürlich jeder entfernt Beteiligte im CC stand. So war es normal, von demselben Mitarbeiter bis zu 10 Emails gleichzeitig zu erhalten.

Dann habe ich noch einen Drei-Mann-IT-Betrieb kennengelernt, der das Emailen ins Extreme trieb. Jeder Kundenauftrag wurde mit speziellen Kürzeln in einer Email beschrieben und an alle Kollegen geschickt. Die Kollegen mussten jeden Arbeitsschrift in einer Antwort bzw. Weiterleitung eingerückt ebenfalls mit Kürzeln markieren, so dass nach kurzer Zeit ein komplexer immer weiter eingerückter Kürzelbaum entstand, dessen Bearbeitung länger dauerte, als die Arbeit für den Kunden an sich. Der Chef meinte, damit spare er sich eine Projektsoftware. Für die Angestellten war es aber psychisch enorm belastend, zumal der Chef Perfektion forderte und ziemlich ausflippte, wenn ein Kollege ein falsches Kürzel benutzte.

Dann doch lieber 20 Spamemails am Tag. :-)
 
@Vincent: Viele Personen verwenden das Medium E-Mail falsch. Da muss ich dir recht geben. Wenn man schnelle Antworten erwartet dann sollte man entweder Instant Messenger verwenden oder einen Telefonanruf machen. Der VORTEIL von E-Mail ist gerade der, dass ich mir mit dem Antworten Zeit lassen kann. Nur muss man das seinen Kontakten auch klar machen - dass man sich nicht durch einen minütlich abrufenden Mailclient ständig aus dem Arbeitsfluss rausbringen möchte, sondern nur zwischen den Arbeitspausen seine Mails manuell checkt. ... Was mich noch nervt bei E-Mail, dass kaum jemand Nachrichten formatiert. und nur teile der Nachricht richtig zitiert, sondern im schlimmsten Fall unnütze Antworten zitiert, die nicht relevant sind, und einen Disclaimer in die Mail einfügt der doppelt so lang wie der Inhalt selbst ist. Dazu noch die unsitte der HTML-Emails, und dass längere Texte die eigentlich in eine Textdatei als Anhang gehören direkt in die Mail kopieren, sodass der Zeilenumbruch verloren geht. ... Zum Thema ob E-Mail angekommen ist - häufig landen in unsere Firma Mails im Spam-Filter und so ist es, dass man sich bei einer E-Mail NIE sicher sein kann ob sie denn überhaupt ankommt. Dafür würde es andere Technologien benötigen.
Ich erlebe es zu 99% so, dass Personen mit dem Medium E-Mail falsch umgehen.
 
E-Mail ist sehr praktisch im Büroalltag, da braucht man nicht noch irgendein Chat-Programm zusätzlich am PC! Viele Leute können aber nicht recht damit umgehen oder gestalten ihre E-Mails sehr schlecht / unübersichtlich. Mühsam sind auch Nachrichten, welche x-mal hin und her geschickt wurden, d.h. meterlang werden.
 
Jopp kenn ick... wenn ick was erledigen will... ja dann... ja dann klingelt was klingeln kann... is wie verhext :-D und dann wirst halt wieder zurückgeworfen. Aber mit guter Planung kann man datt auch gut überbrücken - doofer ehemaliger Buchstabensalat XD
 
Dann muss man die Abläufe möglichst effizient gestalten bzw. automatisieren wo es möglich ist.. Es macht einen riesen Unterschied ob man für eine wiederkehrende Tätigkeit zwei oder 20 Klicks braucht.. Dazu kommt, dass man die eingesetzten Technologien sinnvoll auswählt, sodass die Arbeit erleichtert und nicht verkompliziert wird..
 
Wie man E-Mails richtig zitiert, dafür sollte es ein Grundkurs geben:
http://www.sempervideo.de/?p=5674
 
Ich selber bevorzuge auch eher Telefonate. Bei keinem anderen Kommunikationsmedium sprießen so gut die Ideen und Gedanken wie dort. Bei zeitnaher, kurzer Kommunikation ist es Skype, bei umfangreicheren werden es Emails und beim Brainstorming oder sehr wichtigen Dingen eben das Telefon. Man darf nicht verachten dass gerade beim persönlichen Gespräch wesentlich mehr Informationen in der gleichen Zeit wie bei allen anderen Kommunikationsarten ausgetauscht werden. Insofern gibt es dafür für mich keinen Ersatz.
 
Alles in allem also nichts neues, aber: "Nur 42 Prozent der Teilnehmer richten sich beispielsweise feste Zeiten ein, in denen das E-Mail-Programm nicht aufgerufen wird." Nur? Das ist ja praktisch die Hälfte. Ich kenne niemanden, der das tut, daher bin ich sehr überrascht über diese Zahl.
 
Also ich checke meine Emails max. 1x die Stunde.
Wenn was wichtiges ist soll man mich anrufen.
Generell ist die Informationsflut und der Stress tatsächlich so angewachsen, dass man sich selber schützen MUSS.
Bei mir klappt das herrvorragend, seitdem ich gelernt habe, das wirklich nichts so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird. Die meisten wichtigen Dinge sind nämlich oft unwichtig.
Wenn man seine Arbeit priorisiert und diese Priorisierungen regelmäßig mit seinem Vorgesetzten bespricht, dann hat man auch eine sehr gute argumentative Grundlage, um "mal eben" Dinge nebenbei auf später zu verschieben. Viele Dinge lösen sich nach ein paar Tagen sowieso in Wohlgefallen auf!
 
Bei uns läuft das meiste direkt per Mail, auch Anrufe kommen rein, da richtig zu priorisieren ist manchmal schon ein Kunststück.
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