US-Gericht: Quellcode kann nicht gestohlen werden

Ein Bundesberufungsgericht in den USA hat ein Urteil gegen einen ehemaligen Programmierer von der Investmentbank Goldman Sachs aufgehoben, das ihm eine Haftstrafe von acht Jahren eingebracht hatte. Die zur Verurteilung herangezogenen Gesetze würden ... mehr... Quellcode, Code, Programmierung, Programmiersprache Quellcode, Code, Programmierung, Programmiersprache Quellcode, Code, Programmierung, Programmiersprache

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"Die Berufungsrichter sahen den Tatbestand des Diebstahls in dem Fall aber schlicht nicht erfüllt, weil der Täter keine physische Kontrolle über etwas erlangte" - kann man die Urteilsbegründung auch auf andere digitale Güter übertragen oder ist das nicht vergleichbar?
 
@Potty: war auch mein erster Gedanke. Bei Musik geht es aber dann wohl darum, dass du sie gekauft hättest, wenn du sie nicht hast stehlen können. Dadurch entgeht dem Unternehmen ein Gewinn. Da hier noch nichts verkauft wurde, ist kein Verlust/Schaden entstanden. So ist wohl die Argumentation der Richter.
 
@elbosso: Es soll ja auch Leute geben, die die Musik nicht kaufen, wenn sie sie nicht stehlen können. Wobei es ja in der Regel darum geht, Digitale Dinge zu unberechtigt zu verbreiten.
 
@Potty: Habt ihr auch gerade das Erdbeben bemerkt? Kim Kong hüpft wohl gerade vor Freude durch Neuseeland !!!111
 
@Potty: Richtig... Dieses Urteil könnte der Medienindustrie das Genick bechen.. ICH HOFFE ES!
 
@Slurp: Du hoffst, dass diese Menschen kein Geld mehr verdienen und dadurch keine neuen Inhalte mehr geschaffen werden (können)?
 
@ctl: Die INDUSTRIE? Ja, absolut. Die dürfen gerne untergehen. Heutzutage kann sich jeder Künstler ohne Probleme selbst vermarkten. Nur weil die Content-INDUSTRIE stirbt, wird doch deshalb nicht das verlangen nach "Kunst" aussterben...dann werden eben andere Wege geschaffen. Dinge die die Content-Industrie nie verstanden hat.
 
@Draco2007: Wenn die sich selbst vermarkten können, warum lächzen die dann alle nach einem Vertrag mit einer Plattenfirma?
 
@ctl: Alberne Frage. Dass eine Kopie kein Diebstahl ist, bedeutet nun wirklich nicht mal ansatzweise, dass Keative deswegen nicht mehr kreativ sein können und neue Werke schaffen und vermarkten können. Diese Dauerlüge, dass nicht Neues mehr geschaffen werden könne wegen illegaler Kopien, ist ja nun wirklich so oft widerlegt worden, dass intelligente Menschen eigentlich nicht mit diesem ausgelutschen Blödsinn kommen sollten .... aber vielleicht zählst Du Dich ja nicht dazu ....
 
@Drachen: Also wenn durch dieses Urteil illegale Kopien plötzlich zu legalen Kopien werden, dann würde ich mich als Künstler schon fragen ob es sich für mich lohnt noch Alben zu produzieren wenn ich z.B. bloß noch 10.000 verkaufen werde, es aber 2.500.000 Leute gibt die mein Album besitzen ohne zu bezahlen und das auch noch völlig zurecht.
 
@DennisMoore: Illegale Kopien werden durch die in dieser News genannte Entscheidung ja nicht legal. Sie hat mit dem ganzen Bereich "illegale Verbreitung von digitalen Medienkopien" eigentlich kaum etwas zu tun. Das Gericht hat lediglich entschieden, dass die Paragraphen zu Diebstahl nicht angewandt werden können (illegale Kopien sind ja auch Verstöße gegen das Urheberrecht und keine Diebstähle), und offenbar ebensowenig die zu Wirtschaftsspionage.
 
@FenFire: "Illegale Kopien werden durch die in dieser News genannte Entscheidung ja nicht legal." ... Das will ich auch hoffen. War auch mehr hypothetischer Natur.
 
@Drachen: Stimmt, dass eine Kopie kein Diebstahl ist bedeutet nicht mal ansatzweise etwas hinsichtlich dem Schaffens-Output Kreativer. Denn die illegalen Medienkopien werden jetzt schon als Verstöße gegen das Urheberrecht verfolgt und nicht als Diebstähle. Das sind zwei verschiedene Tatbestände. Und wenn auch illegale Kopien nicht dazu führen, dass "nichts Neues mehr geschaffen wird" - den Anreiz dazu mindern sie schon, zumindest für viele. Ein paar wenige erfolgreiche Künstler, die ihr Geld mit vollen Konzerthallen verdienen können, sind keine hinreichende Referenz. Ich bin in der Softwareindustrie tätig, und wenn ich mir vorstellte, dass meine Software, die hier von mehreren Leuten mit viel Arbeit erstellt wird, von Leuten illegal kopiert und ohne Entgelt für unsere Leistung genutzt statt per Lizenzerwerb legal genutzt würde, liesse das schon Wut und Frust aufkommen. Passiert bei mir aber nicht, wir machen zum Großteil Individualsoftware für Geschäftskunden incl. eigenem Betrieb im Rechenzentrum mit Support etc., sowas lässt sich nicht einfach kopieren ;)
 
@DennisMoore: Sachlich richtig (+), aber in Bezug auf den von mir kommentierten Beitrag eine Begriffsvermendung, die an der Formulierung von ctl vorbei geht.
 
@FenFire: Ich stimme Dir vollumfänglich zu, dass erbrachte Leistung auch verwertet werden darf und sollte, weil sonst der Anreiz zum Schaffen fehlt. Andererseits geht die Verwertungsfrist bei Musik aber VIEL zu weit, Jahrzehnte nach dem Tod sind ebenfalls ein Hemmnis bei der Erschaffung von Neuem. Und es fehlt jegliches Maß im Vergleich zu zahlreichen anderen kreativen Berufen und Leistungen, die zu Recht anders bewertet werden. Ein Bild von einem schönen schmiedeeisernen Tor wird urheberrechtlich höher eingestuft als die schmiedearbeit selbst, da ist doch was faul. Der Fotograf muss dem Schmied keine Lizenzgebühr zahlen (auch nicht dem Besitzer des Tores, der den schmied für seine Arbeite bereits bezahlt hat), aber darf seinerseits für das Bild Geld kassieren. Weitere Beispiel für völlig abgehobene Ungerechtigkeiten zugunsten der sog. Kreativen - und ganz speziell der Verwerter - finden sich zuhauf.
 
@Slurp: Nein kann es nicht, da es sich hier um völlig verschiedene Tatsachenbestände handelt. Es geht hier um eine Sache, die nie verkauft werden sollte. Außerdem wird im Artikel nicht ganz klar, welche Rolle die Person spielt. Er wird als Programmierer und als Entwickler bezeichnet. Die Frage steht im Raum, ob er für Teile des Quellcodes verantwortlich zeichnet.
Was die Sache mit der bösen Contentindustrie betrifft - hättest du dir 1975 eine Schallplatte (Vinyl) gekauft und hättest über eine Möglichkeit verfügt, diese 1:1 zu vervielfältigen und diese dann für geringes Geld z.B. nur Herstellungskosten oder auch umsonst verbreitet, wäre man dir auch zu dieser Zeit schon auf die Pelle gerückt. Dass es heute technisch wesentlich leichter ist digitale Formen zu vervielfältigen, ist doch dafür völlig unerheblich :), ob es nun gefällt oder nicht.
 
@Slurp: Du weißt hoffentlich schon, daß die Medienindustrie, die Du scheinbar so hasst, mit ihren Strukturen, ihrer Erfahrung und ihren Finanzmitteln überhaupt erst ermöglicht, daß Content, den Du magst, überhaupt erst entsteht? Ich habe ein paar Bands gesehen, die sich mühsam emporgekämpft haben und irgendwan froh, froh und froher waren, daß sie endlich von einer Firma vertreten wurden, die ihnen den leidigen Papierkram und das Scheiß-Telefon abgenommen hat, damit sie sich nur auf ihre Musik konzentrieren konnten.
 
@Potty: Jein. Das Urteil stellt klar, dass man den Diebstahlparagrafen nicht auf digitale Güter anwenden kann. Das gilt dementsprechend für alle digitalen Dinge. Aber das Urteil sagt zum Beispiel nicht, dass man durch ein kopieren keine Urheberrechte verletzt oder keinen Schaden anrichten kann. Wenn man etwas kopiert kann man also noch für viele Dinge bestraft werden, nur nicht mehr für Diebstahl.
 
DAS müsste einer jetzt mal der Content-Industrie klar machen :D
 
@LoD14: Hätte der Typ die Software verkauft oder weitergegeben, würde die ganze Sache anders aussehen. Hätte Goldman Sachs die Software verkaufen wollen, hätte die Sache auch wieder anders ausgesehen. Das ist in diesem speziellen Verfahren aber eben nicht der Fall. Hier geht es um Software, die niemals verkauft worden wäre und darum, dass der Kopierer die Software nicht verkauft (oder weitergegeben) hat. Mit der content-Industrie also nicht zu vergleichen. Außer Du kopierst ein Lied, das niemals verkauft werden sollte und hast nicht vor es weiter zu verbreiten oder zu verkaufen.
 
@JoePhi: Das wirklich Interessante ist doch nicht die eigenwillige Konstellation des Falles, sondern die Begründung des Richters: "es konnte keine physische Kontrolle über etwas erlangt werden" und "der Bank wurde nichts weggenommen". Das ist im Sinne der sogenannten "Raubkopie" unserer Rechteverwerter schon ein bemerkenswerter Aspekt. Auch die Verweigerung der "Dehnung des Wortlautes eines Gesetzes, um es den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters anzupassen" ist ein durchaus realitätsnaher und sehr weitsichtiger Ansatz.
 
@User27: genau darauf bezog sich auch mein kommentar.
 
@User27: Diebstal ist die wiederechtliche Wegname einer beweglichen Sache. Das mag wohl sein. Aber in dem Wort Raubkopie steckt das Wort diebstal nichteinmal drin. Dazu kommt noch das ein Gesetzestext definierbar ist. Kommt z.B. ein Zusatzparagraph in dem Steht das die Kopie von diegitalen Inhalten mit einem Copyright gleichzustellen sind mit Diebstal hat sich das eh wieder erledigt. Zumindest theoretisch.
 
@Tomarr: Wir werfen hier sowieso mit Ausdrücken um uns, die nicht mal vernünftig definiert, geschweige denn im Strafrecht relevant sind. "Diebstahl geistigen Eigentums" oder eben auch "Raubkopie" sind nur griffige Wortschöpfungen interssierter Parteien um einen bestimmten Eindruck zu hinterlassen.
 
@User27: Das ist auch richtig. Nur wenn du so argumentierst dürfte eigentlich niemand verurteilt werden. Weil keine Verurteilung ohne Gesetz. Also muss ja irgendwo im StgB die Grundlage vorhanden sein.
 
@Tomarr: Die Grundlage ist das auf den vordigitalen Zeiten basierende Strafrecht. Und das wird entsprechend gedehnt - oder eben nach unserem Richter hier auch nicht. Einigen wir uns darauf, dass das Strafrecht (und nicht nur das) dringed reformiert werden muss. Allerdings in einem offenen, demokratischen und nachvollziehbaren Prozess, der allen Betroffenen gerecht wird.
 
@User27: Word... Mit der Aussage kann ich in voller Länge einschlagen.
 
@User27: na ja ... die Begründung 'der Bank wurde nichts weggenommen' bezieht sich ja auf 2 Fakten: 1. Diese Software ist nicht dafür konzipiert mit ihr durch Verkauf Geld zu verdienen und 2. Die Software ist von dem Kopierer nicht weiterverbreitet oder verkauft worden. Im Endeffekt bedeutet das: Es ist eigentlich kein Schaden entstanden. Aus diesem Kontext ist auch klar, dass sich das eben z.B. nicht auf einen Song beziehen wird, weil dieser eben dafür konzipiert ist verkauft zu werden. Es kann zur Bewertung von Rechtslagen durchaus ein Urteil als Begründung genutzt werden ... aber dies in seiner Gesamtheit ... und eben nicht einfach nur Teile davon, weil diese vielleicht passen. Von daher: Ein sehr spezieller Fall, der eben nicht einfach so auf die content-Industrie übertragbar ist.
 
Interessantes Urteil, vor allem für US-Verhältnisse, wenn ich das mal so vorsichtig formulieren darf :) Wenn keine Berufung eingelegt wurde, kann er die Software dann auch weiter verkaufen und sich dumm und dämlich verdienen, da er doch schon freigesprochen wurde, oder täusch ich mich da? :p
 
@cH40z-Lord: Da täuschst du dich. Er ist ja nur frei gesprochen worden weil er es halt nciht verkauft hat. Fängt er nun an den Code zu verkaufen ändern sich ja auch die Grundlagen dieses Freispruchs. Auch dass du in den USA für das selbe vergehen nicht zweimal angeklagt werden kannst ist ein Irrtum. Wenn die alten Beweise dürfen nicht verwendet werden, tauchen jedoch komplett neue Beweise auf geht das durchaus.
 
@Tomarr: Bist du dir da sicher? https://de.wikipedia.org/wiki/Ne_bis_in_idem
 
@Boonlike: Sehr sicher. Weil mit den neuen Beweisen ändern sie meist auch die Klage. Dann wird aus Totschlag halt Mord oder umgekehrt. Das passt schon. Und wenn es gravierende Beweise sind die vorher nicht vorlagen, z.B. die Mordwaffe oder so, dann kann durchaus auch zweimal wegen Mord angeklagt werden.
 
@cH40z-Lord: Nein. Es wurde nicht festgestellt, dass er nichts verbotenes gemacht hat. Es wurde nur festgestellt, dass er nichts gestohlen hat. Ein extremer Vergleich: Er hat jemandem auf die Nase gehauen und wurde für Diebstahl verurteilt. Nun hat das Gericht eben festgestellt "Man kann niemanden für Diebstahl verurteilen, wenn er gar nichts geklaut hat". Dadurch wird aber nicht die Körperverletzung legalisiert.
 
@Valfar: Sehr schönes Beispiel. Viele der anderen Kommentare deuten darauf hin, dass die Schreiber nicht verstanden haben, dass das Gericht nicht die Legalität des Handelns des Mannes festgestellt hat, sondern lediglich dass die zur Verurteilung genutzten Paragraphen nicht anwendbar waren.
 
Ich erinnere mich noch an die Anfangszeiten wo die ersten Computer den Einzug in den Haushat gefunden haben. Diesbezüglich die ersten Bios Roms. Dort wurden wirklich Teams zusammen gestellt die unterschreiben mussten vorher nie den Quellcode eines bestehenden Bios gesehen zu haben. Danach haben sie dann die Funktionen des bestehenden Bios "studiert" und diese nachprogrammiert. Durch diese Absicherung war es dann möglich ein Konkurenzbios zu entwickeln wo keine Ansprüche drauf erhoben werden konnten, selbst wenn an einigen Stellen der Code zufällig gleich war, denn man konnte immer nachweisen dass nur das Ziel interessant war und der Code selber entwickelt ist. Ich frage mich in diesem Fall, wo er den Code ja mitgenommen hat und dieser nun wirklich kopiert wurde, ob da nicht etwas gegriffen hätte. Denn nichts wird ja im Internet höher bewertet und nichts mehr missachtet als geistiges Eigentum. Versteht mich nicht falsch. Ich bin ein Verfechter dafür das Wissen unbegrenzt jedem zur Verfügung stehen sollte, und zwar sämtliches Wissen. Aber viele verwechseln das mit, und das sieht man ja auch an den ersten Kommentaren hier, das sämtliche Copyrights jedem unbegrenzt zur Verfügung gestellt werden sollten ;) .
 
@Tomarr: Hi, tja, ein zweischneidiges Schwert. Ich, auch als Musiker, verfolge gerade mit Spannung die Diskussion um ACTA, PP, deren Forderungen, YouTube, GEMA, der Künstler, Verbraucher etc. Das Internet hat hier, IMO, eine Zäsur gebracht und die Rechte zu schützen, aber gleichzeitig die Informationen nicht unverhältnismäßig zu beschneiden wird sicherlich keine leichte Aufgabe werden.
 
@DioGenes: Sagen wr mal so, ich bin schon immer für Fair-Use im Internet und in Sachen Copyright gewesen. Wenn jemand sein Youtube-Video von seinem letzten Fitnesstudiobesuch halt mit Eye of the Tiger untermalt, meist noch in grottenschlechter Qualität, dann sage ich mal lass ihn doch. Im Gegenteil das macht den Song wieder etwas bekannter. Was ich gar nicht mag sind so künstler die ihr Fähnchen nach ihrem Einkommen drehen. Sprich Metallica. Als diese noch nicht so bekannt waren standen sie auf der Bühne und haben verkündet das man ihre Songs downloadden soll damit sie bekannter werden. Nun sind sie bekannt und sie gehen mit übertriebener Härte gegen Downloads vor. Du merkst ich differenziere da schon relativ vielschichtig. Was mich an ACTA und auch die neuesten Pläne der GEMA, nur noch zwei Preismodelle anzubieten, stört ist, das ist einfach nur Gängelung. Was die GEMA-Pläne angeht, bei kleineren Veranstaltungen, Eintrittspreise um die 8 Euro, müssten die Preise auf fast 50 Euro steigen um das was die GEMA vor hat zu wuppen. Die GEMApläne sind der Tot vieler kleiner Veranstalter und veranstaltungen. ACTA, naja, die sind indiskutabel weil sehr einseitig. Man sollte immer in zwei Richtungen denken. Vor allem sollte man das ganze nicht gerade dermaßen kriminalsieren das jemand der MP3s runtergeladen hat so vorbestraft ist das er nie wieder nen Job findet, während Steuersünder, die durchaus 180 Millionen am Fiskus vorbeigeschaft haben können sich mit 10 Millionen freikaufen können. Da stimmt dann das Verhältniss nicht mehr und das ist es was das Volk nicht versteht. Deswegen sage ich zwar gerne Copyright verletzen nein, aber bitte die Kirche im Dorf lassen.
 
@Tomarr: Macht Metallica das aus eigenem Antrieb, oder müssen die Jungs ins Horn ihrer Rechteverwerter blasen, weil sie sonst nicht mehr in den - von den Verwertern kontrollierten - Charts auftauchen?
 
@User27: Das ist natürlich eine gute Frage. Aber auch die Verwerter verdienen ja an den Gruppen mit. Und ich denke mal das Metallica da einiges in der Machtposition ausspielen kann. Zummindest hätten sie es nicht so "leidenschaftlich" machen müssen.
 
@Tomarr: Es wird wohl eher ein Schuh daraus, wenn man unterstellt, dass Metallica an der Verwertung ihrer Musik mitverdient.
 
@User27: Na das die an ihrer Musik verdienen und an der Verwertung dieser, davon bin ich eigentlich schon immer ausgegangen. Allerdings so viel ist das auch nicht. Richtig verdienen ist bei Musikern nur bei Konzerten der Fall. Mal abgesehen davon das ich eh die Verwertungsschlüssel nicht verstehe. Weil eigentlich kregen ja nur die Top 100 oder so Geld von denen. Alle anderen fallen doch mehr oder weniger unter den Tisch soweit ich weiß.
 
@Tomarr: Und die Top 100 sind die, die brav nach den Spielregeln der Musikindustrie mitspielen. Oder hören wir im Radio auch mal ein paar Musiker, die ihre Mukke auf Jamendo unters Volk bringen? Das aktuelle Urheberrecht benachteiligt die Künstler und die Kunden.
 
@Tomarr: Man sollte vllt auch langsam mal die Verhältnisse differenzieren. Man wird mit Werbung zugeschissen bis zum Gehtnichtmehr und gewisse Unternehmen verdienen sich daran dumm und dämlich. Zusätzlich soll man bitte auch noch 90% seines Einkommens ausgeben und die restlichen 10% den Banken überlassen, damit diese damit auch Geld verdienen können. Summa summarum geht es einzig darum, dass jeder Haushalt immer sein Geld ausgibt und dafür nicht "belohnt" wird. Das ist jetzt schwer zu erklären, aber in meinen Augen ist es menschlich, wenn man dann auch mal etwas kostenlos haben möchte. Dies jedoch wird mit der gesamten finanziellen Machtkeule der Industrien unterbunden und jeder noch so kleine Kavaliersdelikt wird mit der Vernichtung ganzer Existenzen zu Boden gestampft. Und genau dort fehlt die Verhältnismäßigkeit. "Auge um Auge" heißt es doch so schön.
 
Interessante Ansicht des Gerichts. Gerade für US-Verhältnisse. Mal angenommen der Programmierer veröffentlicht den Quellcode und ermöglicht es so anderen Banken nachzuziehen. Damit fügt er "seiner" Bank ja einen Schaden zu. Wie würde das wohl gerichtlich bewertet werden? Mit "Pech gehabt"?
 
@DennisMoore: Vielleicht liessen sich schon Straftatbestände finden. Laut News wurde ja lediglich festgestellt, dass die Paragraphen zu "Diebstahl" und "Wirtschaftsspionage" nicht anwendbar waren (da deren Wortlaut Taten beschreibt, die hier nicht stattgefunden haben). Oder vielleicht gibt es eine Gesetzeslücke, so dass es keinen Straftatbestand für den speziellen Fall gibt? Evtl. geht aber etwas über das Privatrecht - vermutlich hat der Programmierer im Vertrag oder einem Zusatz auch eine Verpflichtung unterschrieben, Firmengeheimnisse-/interna nicht weiterzugeben, möglicherweise wäre das anwendbar.
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