Limux: Mehr Geld & weniger Probleme in München

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude von der SPD hat sich auf Anfrage der CSU-Stadtratsfraktion zum Limux-Projekt geäußert. Seinen Angaben zufolge kann dadurch eine beträchtliche Summe eingespart werden. mehr... Betriebssystem, Linux, Open Source Bildquelle: wallpaperzzz.com Betriebssystem, Linux, Open Source Betriebssystem, Linux, Open Source wallpaperzzz.com

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herzlichen Glückwunsch.. schön zu sehen das Migrationen, wenn sie konsequent durchgesetzt und umgesetzt werden, erfolgreich sein können.
 
Ich bin sehr zufrieden mit Linux (Ubuntu) und das schon seit 2005. Das einzige was ich vermisse ist der Windows Explorer. Bisher habe ich unter Linux noch keinen vergleichbaren Explorer gefunden.
 
@ctl: was kann denn der Windows Explorer besonderes? Ich habe in Nautilus noch nichts vermisst und nutze die Tab-Funktion intensiv, etwas was ich im Windows Explorer vermisse.
 
@Yogort: Ja, die Tab-Funktion vermisse ich beim Windows Explorer. ;-) Mir geht es allerdings mehr um das Bediengefühl.
 
@ctl: Das wäre das letzte was ich an Windows vermissen würde.
 
@ctl: probiere mal SpaceFM. Das Teil ist am mächtigesten und kommt dem Windows Explorer in der Anwendungsweise an nähesten: http://ignorantguru.github.com/spacefm/screenshots.html
 
@ctl: Versuchs mal mit Marlin aus dem elementary-projekt... der befindet sich zwar noch in der beta, ist dennoch aber schon gut ausgereift. Dieser bietet auch eine Columnsview wie beim Finder(Mac) und ist mit Extensions erweiterbar, wurde aber auf Einfachheit und Schnelligkeit designed und umgesetzt.
 
@ctl: Mach doch Kubuntu drauf, der Dolphin = Dateiexplorer der KDE ist doch sogar (imho) noch besser als der win expl. da man ihn auch (MC style) splitten kann ...
 
@Balu2004: Ein schöner Beweis das es funktioniert wenn man will und sich nicht beeinflussen lässt. Deshalb sagt auch Island Tschüss zu Microsoft und steigt komplett auch die Schulen auf Ubuntu um.
 
Heißt das nicht Linux? :-O Ich les da ständig was von Limux
 
@Flooceemely: Die Linux-Version für München heißt "LiMux" ;)
 
@s-e-b: genauer gesagt gibt es eine angepasste Distribution namens Limux.. Linux selbst ist ja nur der Kernel;)
 
@Balu2004: Wenn man es ganz genau nimmt hast du natürlich recht ;-)
 
@Balu2004:
LiMux-Client 4.0 basiert auf Ubuntu 10.04 LTS
 
@Flooceemely: Ne, ne. Ist schon richtig so. LiMux ist ein Projekt mit einem speziell abgestimmten System für die Stadt (siehe Wikipedia).
 
Hhm, irgendwie glaube ich diese Zahlen nicht. Als damals Wien auch so eine Idee hatte (Umstieg auf Linux), war ich über unsere Firma involviert. Wir sind da zu ganz anderen Zahlen gekommen.
 
@chriss71: ich denke man kann Umstellungen nicht pauschal miteinander vergleichen.. was in München passt kann in Wien nicht passen.. es gibt viele Rahmenbedingungen die man nicht kennt.
 
@chriss71: Vielleicht wart ihr auch einfach nicht so gut wie die Jungs in München?
 
@ouzo: Das wäre möglich. Ich kenne die Jungs in München nicht wirklich gut. Ein paar von Ihnen bin ich mal beim Linux Day begegnet.
 
@chriss71: In München gibt es auch niemand der eine Windows Kindergarten Software kauft die nur auf dem IE läuft obwohl die Kindergärten schon mit Linux Rechner ausgestattet waren. Ich denke mir da meinen Teil .
 
@chriss71: Ich kenne die Zahlen von Wien nicht (und vor allem wie diese erhoben wurden), aber "...SPD auf Anfrage der CSU Fraktion..." (Limux wurde von der SPD eingeführt), das hat wenig "nicht glauben" zu tun. :D
 
@Lastwebpage: Ja, genau, die SPD hat geantwortet über ein Projekt das sie selber eingeführt haben. Da werden sie sicher sehr objektiv gewesen sein. Das ist wie wenn ich einen Microsoft Mitarbeiter frage, was er von Win 8 hält. Sicher ein Supersystem.
 
Was ist denn hier Windows NT? Wahrscheinlich nicht mal Windows XP. Klar, dass da mehr Fehler auftreten und auch klar, dass das mehr kostet.
Ist da auch die Migration der genutzten Anwendungen auf Linux mit drin?
 
@MChief: Auf Heise findest du einen etwas ausführlicheren Artikel. Beim Vergleich ist die Migartion der Anwendungen eingerechnet, dass ist der Kostenpunkt der den Hauptteil der Kosten verursacht. Beim Vergleich sind keine Update und Migrationskosten enthalten, die man mit Windows alle 3-4 Jahre hätte, um beispielsweise auf eine aktuellere Office Version zu wechseln.
 
@MChief: Windows NT ist der Produktname von diversen uralten Windowsversionen.
 
Nur 46 Störungsmeldungen im Monat in München? Da haben wir in Mettmann ja in der Woche mehr ;)
 
@NikiLaus2005: Wie gesagt, ich bezweifle diese Zahlen (ich glaube nur die Statistik die ich selber gefälscht habe).
 
@chriss71: Dein Zweifel und Glaube sind hier irrelevant.
 
@localghost: Glaubst du alles was Politiker erzählen?
 
@chriss71: wenn 500 Tickets pro Monat da stünde würdest du das auch bezweifeln oder nur vergleichsweise niedrige Zahlen?!
 
@Balu2004: Unabhängig welche Zahlen da stehen, ich bezweifle mit gutem Grund Aussagen von Politikern. Aber das gehört hier nicht her.
 
Haha, in dem Dokument (http://7nr.de/4k) steht, das sei die "maximale Anzahl im Monat" Was ein geiler Job am Helpdesk, wenn man maximal 2 Tickets am Tag reinbekommt :D
 
@NikiLaus2005: so supportet Microsoft natürlich Helpdesks ....
 
@NikiLaus2005: also bei 10.000 umgetsellten clients ist diese zahl (ohne auf das os, die hardware oder die anwendungen zu schauen) eine, wie ich finde, dreiste lüge. verglichen mit unseren tickets bei ca 5000 clients kann man sagen das es dort scheinbar auch vor der umstellung so gut wie keine probleme gegebn haben muss (selbt im vergleich zu meinem arbeitsplatz davor mit ca 150 clients und den störungen/tickets). diese zahlen sind nicht realistisch... 46/ um die 70 vorher im monat LOL. und gerade bei einer solchen umstellungen steigern ehr die störungen als das es weniger werden (zumindest wärend der umstellung, das es danach abnimmt ist auch klar). oder es liegt daran das esw ja beamte sind die hier an den clients "arbeiten" :-) wo NICHT gehobelt wird, da fallen auch keine usw. oder der helpdesk hat zum start der umstellung die telefonnumer geändert und nicht weitergegeben :-)
 
Ich lach mich schlapp..... die vergleichen tatsächlich NT mit nem aktuellen Linux was die Suportfälle angeht... so kan man seine Statistik auch schönen :)
Auch wenn ich es gut finde, dass München erfolgreich auf Linux migriert hat, so ist doch nicht deren Ernst, diese beiden Betriebssysteme zu vergleichen...
 
@JBC: Mit was sollen sie sonst vergleichen?
 
@ouzo: NT ist generell NT 4.0 Workstation. Aktuell ist Windows 7 mit NT 6.1..
 
@NikiLaus2005: Das ist mir bewusst... aber sollen sie sich die Vergleichszahlen aus dem Ärmel schütteln oder was?
 
Sollten mehr Verwaltungen so machen und beim Sparen unserer Steuergelder die heimische IT-Wirtschaft fördern.
 
@Ertel: 100% Zustimmung!
 
@Ertel: Ob man damit längerfristig spart sei mal dahingestellt. Ich glaube nicht dass die Entwickler von LiMux das System kostenlos in ihrer Freizeit weiterpflegen, neue Pakete bauen und Systemupdates einbringen.
 
kann mir bitte jemand deren Rechnung erklären? für 12.000 Rechner umstellen haben die 12.000.000 € ausgegeben. Das ergibt doch 1.000 € pro Rechner nur für die Umstellung. Dafür kann ich doch 3 Office PC`s mit Windows kaufen???
 
@Lapsus: ist das ne ernsthafte Frage? Wenn ja, solltest du privat Rechner nicht mit Firmenrechner vergleichen.
 
Da kann sich Island dann ja helfen lassen: "http://www.linux-magazin.de/NEWS/Linux-Umstieg-Island-sagt-Bless-zu-Microsoft" Wird Zeit, dass sich Europa von der MS-Abhängigkeit löst!
 
@OttONormalUser: Wienux: http://de.wikipedia.org/wiki/Wienux
 
@chriss71: Ja, wenn man nicht richtig plant, und stattdessen die Lobbyisten ihre Arbeit machen lässt... ließ mal die Gegendarstellungen und schätze selbst ab warum das "scheinbar" gescheitert ist.
 
@OttONormalUser: Entschuldigung, hast du es auch gelesen? Zitat: "Begründet wurde das von Vera Layr, Pressesprecherin der für IT-Magistratsabteilung 14, damit, dass „es für einige Arbeitsbereiche keine Open-Source-Alternative am Markt gibt“."
 
@chriss71: Ja, "Aufgrund von Kompatiblitätsproblemen mit einer Sprachförderlösung, DIE NUR UNTER WINDOWS lief, wurden 2008 720 Rechner in den KINDERGÄRTEN auf Windows XP umgerüstet" Da ist sie wieder die Abhängigkeit von von Windows, in die man sich lieber begibt, als wie in München Lösungen zu suchen!
 
@OttONormalUser: Das war aber bei weitem nicht das einzige Problem.
 
@chriss71: Planlosigkeit war das Hauptproblem, ich weiß.
 
@OttONormalUser: Diese Software wäre wahrscheinlich problemlos unter Wine gelaufen ...
 
@Yogort: Der Hersteller der Sprachtest Software setzte den IE voraus. Es hätte gereicht wenn diese dämliche Software auf jedem Browser funktioniert hätte wie jede andere auch. Jeder verantwortliche der so einen Mist verbogt und sich auf so einen Kuhhandel einlässt hat in einer IT-Abteilung nichts zu suchen.
 
@OttONormalUser: Glaube mir, ich kann es abschätzen, da ich dort auch beruflich zu tun habe.
 
@chriss71: Also bist du auch von denen, die der Sache nicht gewachsen waren, wegen völliger Planlosigkeit?
 
@OttONormalUser: "Also bist du auch von denen, die der Sache nicht gewachsen waren, wegen völliger Planlosigkeit?"

Tja, du wirst es sicher wissen.
 
@chriss71: Nein, deshalb frag ich dich ja. Wen interessiert eigentlich Winux? In München funktioniert es, muss ja einen Grund haben. Das scheitern an vielen Stellen macht doch nur deutlich, wie abhängig man bereits von MS ist, und das sollte man ändern.
 
@OttONormalUser: "In München funktioniert es"

Sagt Hr. Ude, ein Politiker.
 
@chriss71: Ohne dir jetzt zu Nahe treten zu wollen. OttONomralUser schreibt ja hier keine unbegründeten Sache. Am häufigsten scheitern solche Projekt an mangelnder Planung, in München wurde aber scheinbar alles richtig gemacht. Wenn du da anderer Meinung bist und Fakten hast, dann schreib es doch.
 
@chriss71: Nicht nur der, aber dazu müsstest du andere Quellen lesen.
 
@Yogort: Erstmals, ich will ich GAR KEINEN zu nahe treten. Ich weiß aber wie Politiker Ihre Projekte verkaufen. Angenommen mal, es war ein Fehler, was soll er sagen? Glaubst du, er würde es eingestehen. Außerdem ist hier nur die Gesamtsumme erwähnt, die Aufschlüsselung wäre viel interessanter. Und die Tickets würde ich dann mal schon stark bezweifeln, auch wenn ich dafür die Fakten nicht kenne.

Richtig aber ist, dass viele dieser Projekte bereits an der Planung scheitern. 100% dacor.
 
@OttONormalUser: "Nicht nur der, aber dazu müsstest du andere Quellen lesen." Kannst du mir mal ein paar Quellen nennen. Ich wäre sehr dankbar dafür.
 
@chriss71: Google, Ich geh nämlich jetzt schlafen, N8 ;-)
 
@OttONormalUser: Google, spitzen Antwort, trotzdem Gute Nacht!
 
@chriss71: Na deine Frage war ja auch nicht besser, und Google liefert dir deine Antworten. Meine wirst du eh damit abtun, dass sie auf Linux freundlichen Seiten stehen, das Politiker lügen, dass die Projektleiter nicht zugeben würden, dass es nicht funktioniert, <platz für alles was ich vergessen hab>, und dann kann ichs auch gleich lassen. Nu bin ich aber wech, N8
 
@OttONormalUser: Entschuldigt meine Unwissenheit, aber ich hätte dazu mal eine ernst gemeinte Frage.
Da du über die Abhängigkeit von Microsoft sprichst. Lohnt es sich tatsächlich, sich aus dieser "Abhängigkeit" zu lösen, nur um dann in ein neues, doch recht eingeschränktes System überzugehen? Klar ist Linux eigentlich viel freier, aber müssen sie dafür jetzt nicht jede Software selbst entwickeln oder/und anpassen, was dann ein enormer Zeit- und Kostenaufwand wird, wogegen die meiste Software für Windows schon entwickelt ist und darauf dann auch läuft? Auch das System und die Software müsste sich ja dann stetig weiterentwickeln, denn in ein paar Jahren will doch keiner mehr auf dem veralteten System arbeiten? Das müsste ja dann wieder aus eigener Energie geschehen. Dann doch lieber abhängig als abgekapselt? Entschuldigt meine Unwissenheit und danke schonmal für eine Antwort.
 
@majohnny: Wieso eingeschränktes System? Wieso muss man seine Software selbst entwickeln? Von was kapselt man sich denn ab? Von proprietären MS Formaten, die einen noch abhängiger machen? Aber wenn du wirklich Details wissen willst, hilft auch dir Google weiter, weiter unten hab ich z.B. schon einen Link gepostet.
 
Mit Windows 8 hätte sich Microsoft sowieso selbst aus dem Rennen genommen.
 
@Yogort: Auf Win8 wird auch kein Unternehmen umsteigen (zumindest ich kenne keines).
 
Jo, jetzt vergleicht man Win NT mit Linux... wie geil is das denn? Die ganzen Mitarbeiter werden sich auch bedanken, die jetzt vermutlich nirgends mehr durchsteigen(diese Tickets fallen natürlich durchs Raster*hust*)... 1000€ Lizenz pro Windows PC? Ja nee is klar, die haben wohl alle die Collectors Edition von Adobe drauf oder was? Am bestens ist ja das ganze auf Windows zu schieben, wo gerade Windows noch den niedrigsten Preis haben wird mit einmalig ca 40-50€/PC. Man kann sich natürlich für Linux entschieden, aber dieser aberwitzige Vergleich ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.
 
@bLu3t0oth: "ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten." :D
 
LoL hier rennen ja Lauter Linuxfanboys rum.. Minus klicken können sie alle, sich aber mit Gegenargumenten stellen nicht. Sieht man auch herzlichst an ThreeM
 
@bLu3t0oth: Womit sollen sie es sonst vergleichen, wenn nicht mit Win NT. Schließlich war Win NT das System, welches sie vorher genutzt haben. Sollen die einen hypotetischen Vergleich mit XP oder Win7 machen? Das wäre erst recht unseriös...
 
@Shir-Khan: Nicht unseriöser als mit NT.. von einem (ich schätz in dem Fall mal, man weiß ja nich wann die sich das angeschafft haben) 15Jahre alten System auf ein topaktuelles umsteigen und dann die große Keule schwingen, dass das neue ja viel besser(billiger) ist? Das hätte genauso gut mit win7 geklappt. Bei so viel Rechnern, hätte München, wie alle Großunternehmen extreme Rabatte auf die Lizenzen bekommen und was man dann noch an zusätzlicher Software erwirbt, weil man sie für besser hält als freie, darf man einfach nicht mehr in die Rechnung mit einbeziehen. Sicher ist ein kostenloses Betriebssystem billiger als eines, dass eine Lizenz erfordert. Die Frage ist aber auch, wie gut sich damit arbeiten lässt und wie wartungsintensiv das Ganze auf Dauer ist. Genauso die Umschulung sämtlicher Mitarbeiter und des Fachpersonals - sowas wird natürlcih immer schön rausgerechnet. Ich hab nix dagegen, dass man auf Linux umsteigt. Ich habe aber sehr wohl was dagegen, dann solche ungerechtfertigte Keule hinterher zu schwingen.
 
@bLu3t0oth: Ich denke die werden das schon durchgerechnet haben. Es wurde auch keine Keule gewungen sondern nur die bestehenden Fakten gegenübergestellt.
 
@ThreeM: Ich denke das Gegenteil(weil es einfahc meistens so ist), aber das ist glaube ein Punkt an dem wir beide nicht weiterkommen ;D
 
@bLu3t0oth: "Ich denke das Gegenteil(weil es einfahc meistens so ist)" ein Migrationsprojekt dieser Größe wird mit Sicherheit kalkuliert worden sein. Das wird auch der Grund für die Migration überhaupt sein. Ein kaufmännischer Grund ist meistens der Auslöser für solche Projekte.
 
@ThreeM: Überschätz die Leute nicht ;)
 
Ich glaube schon dass dies funktioniert. Und das mit den wenigen Tickets halte ich auch für realistisch. Was man bei den Kosten für Betriebssystem eingespart hat, hat man wohl in die Entwicklung von Browseranwendungen gesteckt. Man arbeitet ja überwiegend mit Formularen. Und einem Rechenzentrum/Server ist es egal von wem es/er die Daten kriegt.
 
@LastFrontier: Linux kostet genauso... wenn nicht Lizenz Kosten dann doch Support kosten. Meiner Meinung nach ist es eine reine Umverteilung der Kosten. Mich würde mal die Meinung der Mitarbeiter interessieren, die gezwungen werden mit einem Linux System arbeiten zu müssen... Es sind Beamte und was sagt man generell über Beamte, richtig... dass sie "faul" sind. Die wenigen Tickets kommen daher, dass sie einfach jetzt noch weniger arbeiten, weil sie keine Lust auf Linux haben ;)
 
@b.marco: Die Mitarbeiter werden nicht gezwungen mit Linux zu arbeiten, sondern bekommen eine Oberfläche in der sie ihre Daten eingeben. Ob da jetzt WIN, OSX oder LInux unten dunter ist hat den Mitarbeiter gar nicht zu interessieren, da sich an seiner Arbeitsweise überhaupt nichts ändert. Er hat weder das System zu konfigurieren, noch an der Hardware herum zu fummeln noch irgendwelche Software zu installieren. Du darfst das nicht mit Privatusern verwechseln. Bevor da überhaupt ein PC installiert wird gehen da unter umständen Monate- oder gar Jahrelange Planungen voraus. Und oft werden da auch alte Zöpfe rigoros abgeschnitten.
 
@LastFrontier: Natürlich werden die Mitarbeiter dazu gezwungen sich an ein neues System zu gewöhnen. Auch ist die Arbeitsweise unter Linux eine ganz andere als unter Windows. Wenn ich jemandem, der seit 15 Jahren mit MS Office arbeitet auf einmal LibreOffice vor die Nase setze und er sich dann auch noch mit dem Datei Explorer herum quälen muss, dann ist das eine enorme Umstellung. Das Look and Feel ist ein komplett anderes, oder haben sie LiMux auf das Look and Feel von Windows angepasst, um es benutzerfreundlicher zu machen? Wenn das der Fall ist, dann haben sie mit Sicherheit schon mehr Geld in das Projekt investiert, als sie uns glauben lassen wollen.Ich bin lange genug Administrator und auch im Supportbereich tätig, um zu wissen, was die User wollen. Vorallem die Älteren unter Ihnen sind nicht so flexibel wie man es manchmal gerne hätte. Was wurde eigentlich aus sämtlichen Office Files, die mit Makros versehen wurden? Wurden die neu programmiert unter LibreOffice... ? oder sämtliche Datenbank Anbindungen, Reporting Systeme, etc. also wenn ich noch länger darüber nachdenke... Vergesst die Zahlen die oben zu lesen waren. Da hängt noch so viel hinten dran, dass die Zahlen geschönt sein müssen!
 
@b.marco: Die Officeanwendungen werden in der Verwaltung am wenigsten gebraucht. Erklär mir mal einer, was einer im Einwohnermeldeamt, Kfz-Zulassung, Verkehrsverbund, Mitarbeiterverwaltung, Lohnabrechnung etc. mit MS-Office will? Die meisten Mitarbeiter sind nur mit Datenerfassung betraut. Und da brauchts nur eine Maske und Anbindung ans Rechenzentrum. Für was braucht man MS-Office um von einem Hartz IV die Daten zu registrieren? Auch nicht für den Schriftverkehr. Da gibt es vorgefertigte Layouts für Standardschreiben. Und da wo MS-Office eingesetzt wird, wird es zu 99% nicht ausgereizt. Die einzigen die richtig Aufwand kriegen sind die IT-Spezialisten. Das aber auch nur für eine überschaubare Zeit. Und mit verlaub - die meisten IT-Administratoren sind faule Hunde. Und was die Investitionen betrifft: da sind alleine für die Planung mehrere zehntausend Euro draufgegangen. Alleine die Erstellung des Pflichtenheftes mit Ist-Soll-Analysen, Teststellungen und...und...und. Diese Unterlagen kann man aber bei der Stadt München anfordern bzw. einsehen. Ich war selbst schon bei solchen Projekten beteiligt und weiss was da an Kosten aufläuft und was das an Zeit benötigt. Und ich habe da auch schon IT-Firmen gesehen, die voll auf die Schnauze gefallen sind. Und es ist wirklich so: Bei so manchem Projekt muss man auch mal Betonköpfe regelrecht aufmeisseln. Das solche Projekte sich nicht von heute auf morgen rechnen ist auch klar. Das weiss man aber vorher und ist durchkalkuliert. Wenn es in München aber funktioniert (und das wird es), dann werden wohl auch andere Komunen aufspringen und langfristig dem Steuerzahler immense Ausgaben sparen. Dass dabei auch mehr oder weniger grosse Opfer gibt (auch unter Mitarbeitern) ist zwangsläufig und lässt sich kaum vermeiden. Und ganz ehrlich - wo immer es geht schmeisse ich Windows raus.
 
@b.marco: Full ACK! Aber ich sags ja, die Linuxfanboys wollen das ja nicht glauben/wahrhaben.
 
@b.marco: Die Macros wurden konvertiert, ist also schon eingerechnet. http://goo.gl/VLW0T Wenn es euch doch so brennend interessiert was alles gemacht wurde, warum recherchiert ihr dann nicht? Ich arbeite übrigens auch seit mehr als 10 Jahren mit Office und bekomme plötzlich Ribbons vorgesetzt, Gott sei Dank dass es LibreOffice gibt ;-) Die Bedienung von Ubuntu an sich unterscheidet sich auch nur marginal zur Bedienung von NT/XP, sowohl das starten von Programmen als auch der Dateiexplorer, wieso muss man sich da quälen?? Die Zahlen sollte man also nicht vergessen, so lange man nicht recherchiert hat!
 
sie sollen mal veröffentlichen wieviel alte admins sie behalten haben und viele neue sie eingestellt haben. dann die gehälter der admins im vergleich zu den alten bzw. als noch windows lief. alles muss angepasst werden und wird neu aufgebaut, die frage ist doch ob sich diese investition für die dauer lohnt oder nicht. angenommen es muss eine umstellung erfolgen auf eine software die nur für windows gebaut ist, ist nunmal die standardumgebung in einer behörde, dann muss das ganze protiert werden und das kostet und vorallem nerven für die mitarbeiter. das projekt in östereich ist nicht ohne grund nach 10 jahren eingestampft worden.
 
@Odi waN: Yep, sehr guter Post. Da könnte natürlich auch was wahres dran sein. Ich würde gern mal sehen, OpenLDAP in Behörden. Da lach ich mich schief. NEVER EVER. Da ist AD meilenweit voran. So etwas wie group policys gibt es unter Linux gar nicht.
 
@chriss71: Wie bereits geschrieben, das hat aber keinen Einfluss auf den Anwender. Gefordert sind da die IT-Supporter und Admins. Und da trennt sich nun mal ganz schnell die Spreu vom Weizen. Als Beispiel: Die Bundesagentur für Arbeit hat einen einzigen zentralen IT-Service für ganz Deutschland. T-Systems verwaltet mehrere zehntausend Rechner in Netzwerken für Firmen mit weniger als 10 Leuten. Ist alles nur eine Frage der Organisation, Kommunikation und technisches KnowHow.
 
@LastFrontier: "Wie bereits geschrieben, das hat aber keinen Einfluss auf den Anwender." Sorry, aber hast du schon jemals was von Security Compliance gehört? Und dass ohne group policy und AD Verwaltung?
 
Schön das die Berechnung der Kosten im Artikel so umfassend und vollständig ist. Hätte erwartet, dass sie schöngerechnet werden würden. So nach dem Motto: Wir rechnen die Umstellung von WinNT auf Win7 plus Lizenzkosten gegen die Umstellung auf LiMux ohne Folgekosten auf. Wird schon keiner merken. Ist echt gut, dass auch die weitere Pflege des LiMux-Systems auf X Jahre mit eingerechnet wurde. Integration von neuen Officepaket-Versionen, Ubunu-Upgrades, Sicherheitsupdates plus Paketbau, Rollout und Tests. [/Sarkasmus]. Faktisch ist es ja jetzt so, dass man diese ganzen Arbeiten von Microsoft als Anwendungsprogramm- und Systemhersteller übernommen hat und selber macht. Man zahlt also keine Lizenzkosten mehr, dafür aber die Weiterentwicklung und Aktualisierung des eigenen Systems. IMHO werden die Kosten daher nicht gespart, sondern einfach nur umgelagert. Bin schon gespannt was Ude in 1-2 Jahren sagt, wenn er merkt dass seine IT immer noch Geld kostet, obwohl doch angeblich alles kostenlos sein sollte (Politikerdenken!)
 
@DennisMoore: This!
 
@DennisMoore: Natürlich muss dieses System auch gewartet und gepflegt werden. Aber die Lizenzkosten für die Software fallen erst mal weg. Und in dieser Grössenordnung geht es auch um mehrere hunderttausend Euro. Es ist auch klar, dass das Münchner Konzept nicht auf alle anderen Industriezweige übertragbar ist. Aber es zeigt auch, dass vieles machbar ist.
 
@LastFrontier: Die Lizenzkosten sind doch Peanuts. Der richtige Brocken ist die Umstellung an sich. Und die ist bei NT -> 7 in etwa genauso teuer wie bei NT -> LiMux (11,7 zu 11,8 Millionen). Die Lizenzkosten die man jetzt spart gehen dann im Laufe der Zeit für die Pflege der Software drauf, die jetzt nicht mehr MS macht, sondern die LiMux-Entwickler. MS-Software wird von MS in der Regel sehr lange gepflegt, und zwar kostenlos. Hinzu kommt noch, dass in einer Windows-Umgebung sehr viele Dinge von Haus aus möglich sind, die man sich unter Ubuntu und anderen Distributionen aufwändig selbst zusammenkloppen muss, z.B. alles was das Thema Verzeichnisdienste betrifft. Und dann ist noch nicht garantiert, dass jede Software die man einsetzen möchte auch mit der eigenen Verzeichnisdienstlösung zusammenarbeitet. Wenn sich München als Softwarearchitekt versuchen möchte, bitte schön. Hab ich nichts gegen. Ich zahl da ja keine Steuern. Aber man sollte nicht meinen Geld zu sparen, weil man ein Mal eine kleine Millionensumme Lizenzkosten spart.
 
@DennisMoore: Nur das die Lizenzen nach dem ablauf von 3 oder 5 Jahren wieder neu gekauft werden müssen. Und das fällt bei OpenSource weg. Je nachdem was die für ein Lizenzmodell haben, laufen da bei 12.000 Rechnern monatlich mehrere hundertausend Euro auf. Man müsste sich mal das ganze Konzept mit allen Zahlen und Kalkulationen reinziehen um da mitreden zu können.
 
@LastFrontier: Wieso MÜSSEN die Lizenzen neu gekauft werden? Für ein Windows XP hätte München genau 1x gezahlt. Und zwar bei der Lizenzierung. Optimalerweise 2001. Bis 2014 hätten sie dann Ruhe gehabt, wenn sie denn den Supportzeitraum komplett ausreizen wollten. Wenn man also 2001 für einen Platz für ein Windows rund 150 Euro (je nach Lizenzmodell. Ich kenne nicht alle konkreten Preise) bezahlt hätte und es bei 2014 laufen lassen würde, wären das Kosten von 11,54 Euro pro Jahr oder 96 Cent pro Monat. Peanuts halt. Und wenn man bedenkt dass sie bisher noch Windows NT verwendet haben, könnte man die Ausreizung der Supportzeit durchaus unterstellen. Ich denke zwar auch, dass man einen umfassenderen Einblick in das Projekt bräuchte um richtig mitreden zu können, aber durch das was man vermuten und annehmen kann, sieht das Ganze für mich schwer nach Milchmädchenrechnung aus.
 
@DennisMoore: So einfach ist das nicht. MS verlangt für MS Office 21.-€ je Nutzer und Monat. Server 2008 9.-€. Exchange 5.-€. SQL-Server 21.-€. Dazu kommt noch das BS. MS Office kostet z.B. für 150 Arbeitsplätze 47.000.-€ für drei Jahre. es ist gar nicht so einfach an die Preise ranzukommen und die Modelle sind schlimmer wie Mobilfunkverträge. Da wird gestaffelt zwischen Industrie, Behörden, Bildung und Privat. Da kann man kaufen, mieten mit und ohne Hardware. Was viele verwechseln: Die Supportunterstützung, sowie Versorgung mit Softwareupdates hat nichts mit der Lizenz tun. Die Preise oben sind übrigens Netto. Also keineswegs Peanuts. Und bei so mancher Umstellung fällt erst mal auf, was eigentlich nicht lizenziert ist. Gerade in grossen Betrieben. Auf Grund der komplexität dieser Lizenzmodelle hat IBM z.B. ein Programm, dass in Betrieben diese Modelle überprüft. Und dabei hat sich herausgestellt, dass die meisten Betriebe bis zu 40% zu viel bezahlen. Ebenso ist bekannt, dass Bill Gates ein ausgesprochener Linux-Feind ist. Und MS tut alles um die Leute davon zu überzeugen, was Linux und OpenSource im allgemeinen doch für ein bekackter Mist ist und sorgt schon dafür, dass ihre Produkte mit nichts anderem kompatibel sind. MS hat kein Interesse an offenen Standards. Sowas geht denen nämlich direkt an die Substanz. Wie auch immer. Beobachten wir das mal über einen längeren Zeitraum. Ist auf jeden Fall interessant die Geschichte.
 
@LastFrontier: MS hat mehr Lizenzmodelle als der brasilianische Regenwald Bäume. Nicht umsonst gibts Zertifizierungen als "Microsoft Licensing Specialist". Ich weiß nicht wo deine Preise herkommen, aber wenn man sich kein abonnementbasiertes Lizenzmodell holt, kommt man deutlich billiger weg. Und wenn München so ein Modell hätte, würden sie heute nicht mehr NT Workstations einsetzen. Aber um das genauer zu ergründen müsste man halt die genauen Konditionen kennen, was ich nicht tue. Schade eigentlich. Wo ist die Transparenz wenn man sie sich mal wünscht? :D
 
@DennisMoore: warum sollte man überhaupt Lizenzkosten für ein unsicheres und langsames System ausgeben, wenn es besseres gibt?!
 
@Yogort: Frag ich mich auch. Es gibt doch so viele kostenlose Linuxdistributionen. Wozu also eins kaufen?
 
Tja - wäre ich Münchner, würde ich jetzt den für meinen Stadtteil zuständigen Stadtrat abklopfen. Hier mal ein interessanter Artikel zum Stand November 2010 (das Projekt ist ja schon 2003 angelaufen; und ca. 3 jahre Planung). http://www.muenchen.de/media/lhm/_de/rubriken/Rathaus/dir/limux/publikationen/GOV_12_10_13_final_pdf.pdf
 
Die rückläufigen Tickets hat man durch die längst überfällige Homogenisierung der Umgebung erreicht, nicht durch den Plattformwechsel.
 
@them00n: du musst es ja wissen, omg was für spezialisten sich hier rumtreiben ...
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