BGH: eBay-Startpreis kein Hinweis auf echten Wert

Wer bei einer Auktion über die Handelsplattform eBay einen niedrigen Startpreis setzt, erbringt nicht automatisch einen Hinweis darauf, dass er sich darüber im Klaren sei, eine Fälschung anzubieten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem ... mehr... Logo, Ebay, Online-Auktionshaus Bildquelle: Ebay Logo, Ebay, Online-Auktionshaus Logo, Ebay, Online-Auktionshaus Ebay

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Meine güte...
 
@bluewater: Ich dachte schon ich bin der Einzige der ein paar Probleme damit hat :D
 
Wenn er glaubt, dass er ein Handy, was normalerweise 24.000 Euro kostet, für 1.999 Euro zu bekommen glaubt, dann stellt sich hier auch die Frage, inwiefern er nicht selbst davon ausgegangen ist, ein Fake zu erhalten.
 
@citrix no. 2: Der Verkäufer hat geschrieben, dass er X liefert dann muss er dass auch tun und nicht nur ein Plagiat. Muss ich jetzt bei jedem Auto dass bei ebay mit 1€ Startpreis angeboten wird davon ausgehen dass es ein Plagiat ist?
 
@creutzwald1105: War es denn nun ein Plagiat?
 
@Yepyep: Woher soll ich das wissen? Ich nehme doch mal an die Gerichte sind fähig das festzustellen.
 
@creutzwald1105: Vielleicht hatte er auch ein Plagiat zu Hause liegen, wollte aber ein Originales haben... und dann klagt er einfach drauf, damit er sich endlich ein Original leisten kann..
 
@creutzwald1105: Das war gar nicht deren Aufgabe.
 
Wie lange hat es gedauert diese Selbstverständlichkeit offiziell zu Papier zu bringen und wieviel hat es den Steuerzahler bis hierhin gekostet?
 
@KnolleJupp: Die Kosten von Zivilprozessen zahlen idR die Streithähne.
 
der größte betrüger ist hier doch der kläger. soviel geld fürs nichtstun zu verlangen. der wusste ganz genau worauf er sich einlässt.
 
@Lindheimer: Hmm... Das heisst wenn ich etwas billig kaufe muss ich auf jeden Fall davon ausgehen, dass es gefälscht ist und der Verkäufer kann sich darauf berufen, dass es klar ist wenn etwas so billig ist dasses gefälscht ist? Komische Ansicht, die du da hast. Das BGH hat hier richtig entschieden, sonst könnte ja jeder kommen und wenn ihm der Verkaufspreis nicht gefällt gefälschte Waren verschicken mit der Begründung dass es bei dem Preis nicht echt sein kann *.*
 
@Lindheimer: Der Fall klingt mir verdächtig nach dem Versuch eines Luxusgüterhändlers, seine mißliebige unseriöse Konkurrenz auszuschalten.
Auch wenn er vor Gericht letztlich unterliegt hat er (denke ich) sein Ziel trotzdem erreicht. Die Verfahrenskosten dürften in keinem Verhältnis zum Verkaufsgewinn stehen, somit ist die Abschreckung gelungen.
 
Bleibt doch jedem selbst überlassen was für wieviel verkauft wird... und: 1-Euro-Auktionen sind im einstellen ERSTMAL Kostenfrei. Wenn der Verkäufer so irre ist... naja aber wie der BGH schon feststellte sagt der Einstiegspreis nichts über die Art (Plagiat oder nicht bzw. irgendwas anderes im verfolgungswahn entstandenem Gedankengut) aus
 
@Stefan_der_held: Genau aus diesem Grund starten meine Auktionen immer bei einem Euro.
Auch habe ich gemerkt, dass es dann wesentlich mehr Leute gibt, die darauf bieten, als wenn es gleich bei 100 € anfängt.
 
@Black Rider: richtig, wenn man einen wirklich begehrten und vernünftigen Artikel anbietet, liegt der Preis nach den ersten drei Geboten eh schon auf einem vernünftigen Niveau - und man hat sich die Gebühren gespart.
 
Hmmmmm, habe ich nicht ganz verstanden. Er bieten aufn Handy, welches einen Wert von 24.000 Euro hat. Und er ersteigert das für 782,- Euro ..... und warum genau nimmt er das nicht an? Bzw woher will der Käufer nun wissen, das es ein Plagiat ist?
 
@tomsan: Ich brauchte auch nen Moment.... Die Angeklagte hatte wohl ein Plagiat verkauft, ohne es zu wissen... Der Kläger hats gekauft und dann festgestellt (jaaa, klar), dass es sich um ein Plagiat handelt..
 
@Slurp: trotzdem schräg geschrieben.... Annahme verweigert? Also mit dem Postboten zusammen ausgepackt, als Fälschung erkannt, und dann Annahme verweigert? Ja, könnte sein. Klage ist auf jeden Fall dreist, denn warum ist denn ein solcher Schaden entstanden, der den Wertausgleich rechtfertigt? (nebenbei ist es wohl genauso dreist, eine Kopie von einem Luxushandy für 700 Ocken zu verkaufen. China-Crap? ;))
 
@tomsan: Ka, wie das mit der Annahme war. Ich geh momentan davon aus, dass er scheinbar nach dem Kauf gemerkt hat, dass wegen des Preises wohl irgendwas daran nicht stimmt... Und dreist is das wohl nur vom Käufer.. ER hat ja 700€ dafür geboten - SIE hat das für 1€ bei ebay reingestellt... Butter bei die Fische: der Typ dachte sich garaniert direkt beim ersten sehen, dass das Ding ne Fälschung ist und wollte auf die "oh Gott, ich wurde betroooogen"-Schiene Schadensersatz einheimsen.
 
@Slurp: Vorallem ich verstehen net, wie der auf diese Schadensersatzsumme kommt.... Normaler würde man doch als Verkäufer doch nur gezwungen sein, die Ware zurück zunehmen und das Geld zuzuzahlen und dann gegebenfalls eine Anklage wegen Plagiatsverkauf bekommen
 
@oversoul: Mir kommt das ganze einfach nach bewussten zocken vom Typ vor.. Genau wie die Leute auf der Straße, die auf ne gebe Ampel zufahren, antäuschen, als würden sie diese noch überfahren und dann doch stark abbremsen, so dass der Hintermann reincrasht - mit dem Hintergedanken "der bezahlt mir mein neues Auto/die Reparatur eines anderen (selbst verschuldeten) Schadens". So Arschlöcher gibts leider immer wieder
 
@tomsan: er weiß es nicht, er behauptet es nur. deshalb vordert er ja auch die differenz als schadenersatz, weil der wert, den er in der hand hält, angeblich fast null ist und ihm doch vor gemacht wurde, dass er 24.000 für 782 bekäme, gebrauchsspuren müsste man eigentlich abziehen. er versucht einfach das echte handy für 24.000 für 782 zu ersteigern und zusätzlich 23.218 schadenersatz zu bekommen. dann hätte er immerhin ein neues tolles handy und ein ordentliches taschengeld ^^
 
@DataLohr: Also wenn ich ein iPhone 4s für 20,- Euro ersteiger, dann freue ich mich erst, dann verweiger ich aber die Annahme und forder vom Anbieter 480,- Euro Schadenersatz..... Das unlogische ist doch: Ebay ist doch dafür das, das man was UNTER WERT kauft. Ist ja der Sinn davon. Sonst könnte ich bei (fast ;)) jeder meiner Käufe klagen.
 
@tomsan: Falsch. Denn du bekommst kein iPhone, sondern nur ein Plagiat. Du fordest daher, um bei der Analogie zu bleiben, den Schadenersatz zu den 500 Euro, weil dies der "Schaden" ist, der dir entstanden ist, weil dir nun ja das Gerät mit einem objektiven Gegenwert i.H.v. 500 Euro nicht als Eigentum beschafft wurde. - - - - - - - - - Mal an einem anderen Beispiel: Es bietet jemand einen bekanntes Kunstwerk (allgemeiner Preis z.B. 10.000 Euro) an. Du gehst davon aus, dass es ein Original ist etc. und ihr einigt euch auf 2.000 Euro Kaufpreis. Du bekommst nun das Kunstwerk zu sehen und stellst fest: Mensch, das ist ein Kunstdruck. Jetzt hast du zwar für 2.000 Euro das Kunstwerk, aber eigentlich hast du erwartet, etwas mit einem Marktpreis in Höhe von 10.000 Euro zu erhalten. Die Differenz ist dein "Schaden" - denn dieser Wert, auf den erhalten du vertraut hast, "fehlt" dir nun. Daher kannst du dir nun - wie der o.g. Kläger - überlegen, ob du den Verkäufer verklagst, wobei es da mehrere Möglichkeiten gibt (sog. "großer" oder "kleiner" Schadenersatz z.B., aber das würde hier zu weit führen), damit der fehlende Vermögensteil kompensiert wird. Schadenersatzrecht ist leider nicht ganz simpel - und wenn man hier manche Kommentare liest, sollte man sich ohne Ahnung vielleicht auch nicht zu Kommentaren hinreißen lassen (nicht auf dich bezogen).
 
@LostSoul: "Falsch. Denn du bekommst kein iPhone, sondern nur ein Plagiat." ... aber das weist Du ja überhaupt nicht, wenn Du das Teil nicht in den Händen hast. Liest sich so, als wäre es nie abgeschickt worden.
 
@tomsan: Irgendwie ist meine Antwort gerade verschütt gegangen, daher noch mal: Ich würde solche Formulierungen hier nicht zu sehr auf die Goldwaage legen. Wahrscheinlich hat er das Gerät erhalten, gesehen, dass es ein Plagiat ist und wollte es dann nicht mehr. Daraus ist in der Erzählung schnell ein "er lehnt die Annahme ab" gemacht, ohne dass eine Sinnänderung gewollt ist. Zumal, wenn so ein Vorgang sich über Jahre hinzieht und die News hier ja auch sonst wo abgetöpfert ist. Zumal der Text an sich auch an anderen Stellen durchaus holprig ist.
 
@LostSoul: Stimmt schon, mit der Goldwaage. Allerdings lese ich Texte auch immer gern genau und versuche überfliegen zu vermeiden. Deshalb finde ich ein "er erkannte es bei erhalt als Fälschung" triffiger (wenn das so ist!) als ein "er verweigert die Annahme" .... wo es sich eindeutig so anhört, als hätte er das Paket zwar bekommen, aber nicht geöffnet sondern halt verweigert. Damit hätte er halt übersinnlich/unterstellt, es sei eine Fälschung *achselzuck* ....was solls.... eh nur n Sturm im Wasserglas von seltsamen Ami-Klagen wohl.
 
@tomsan: wenn das eifon eine fälschugn ist, dann ja, in dem fall wurdest du nämlich getäuscht über den tatsächlichen neuwert der ware und müsstest nun natürlich die differenz als ersatz bekommen, um insgesamt den angenommenen wert zu erhalten.
 
@DataLohr: Jaja.... sage ich ja. "wenn"! (selbst dann wäre es für mich nicht selbstverständlich. Muss ja keine arglistige Täuschung sein. Aber anderes Thema). Was mich hier halt wundert: *IST* es überhaupt ein Plagiat? Und HAT er es überhaupt mal ausgepackt und in den Händen gehalten und dann als Fälscung erkannt?
 
@tomsan: das wurde bei gericht wohl nie geklärt. man hat nur schön um den heißen brei rum lamentiert, sonst die verhandlung ja auch viel zu schnell beendet gewesen...
 
google 1. Treffer von 2002 und da steht was von 16.000Euro, 24k hat die Platin Variante mit Rubinen etc. gekostet
 
Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln :-)
 
Schadensersatz von 23.000 €. Das ist interessant, da er im Prinzip nur 730 € Schaden hatte, diese aber bereits zurück bekommen (buchen lassen) hat. Sein Schaden beträgt also genau 0... also der finanzielle durch diese Aktion. Für den Hirnschaden der bereits vorher vorlag kann die Verkäuferin nun wirklich nichts.
 
@monte: Es ist ein Vetrag zustande gekommen: 700€ gegen Goldhandy. Wenn jetzt der Verkäufer nur ein Plagiat liefert (oder z.B. den Originalgegenstand verliert) muss der Verkäufer Ersatz liefern. Entweder ein anderes (der Beschreibung entsprechendes) Goldhandy oder den Gegenwert (24k €) so dass der Käufer sich selbst den Gegenstand kaufen kann.
 
@creutzwald1105: das Handy kostet aber nur 16k und er hat mit Sicherheit gewusst das es kein Original sein kann. Eigentlich müsste er selbst vorm Richter.
 
@Dexter31: Wieso, weil er ein Schnäppchen gemacht hat? Oo Wenn ich was kaufe muss ich davon ausgehen können, dass es echt ist. Sonst ist auch der VW mit 1€ Startpreis automatisch ein Plagiat... Siehe dazu o4 re1
 
@creutzwald1105: Das Handy was er ersteigert hat kostet 16.000 als Original und nicht 24.000 wie er angibt und als Schadenersatz haben will. Für mich hört sich das an als wäre nur darauf ausgewesen.
 
@Dexter31: Dann kann der Verkäufer ihm ja ein Gerät für 16k€ liefern. So lange es der Beschreibung entspricht.
 
Hat der Kläger jetzt wirklich ungesehen den Kauf verweigert oder war es tatsächlich gefälscht?!
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