Vorratsdaten: Forscher beklagt Instrumentalisierung

Die Auseinandersetzung um eine Studie zur Wirksamkeit der Vorratsdatenspeicherung sorgt beim zuständigen Wissenschaftler vom Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht für Verärgerung. mehr... Internet, überwachung, Daten, Netzwerk, Ethernet Internet, überwachung, Daten, Netzwerk, Ethernet Flickr

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Das Problem ist doch nicht, das mit den Daten der Vorratsdatenspeicherung geforscht wird. Wirklich schlimm ist aber, das mit nicht anonymisierten Daten (Rückschlüsse auf Einzelpersonen sind möglich) gearbeitet wird (wenn die persönlichen Daten geschwärzt wären würde niemand sich aufregen)!
 
@Graue Maus: das Problem war auch nie die Forschung, die da durchgeführt wird, sondern das schlichte Vorhandensein der Daten.
 
Es ist völlig unwichtig ob die Vorratsdatenspeicherung Ergebnisse erzielt, da sie gegen die Rechte der Bürger verstößt. Wenn man eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen von 30km/h einführt wird man auch ein positives Ergebnis bzgl. der Unfallstatistik erzielen. Trotzdem wird kein Mensch das ernsthaft vorschlagen. Aber bei der Totalüberwachung der Bürger pfeift man auf die Verhältnismäßigkeit.
 
@moribund: Auch wenn du damit recht hast, passen die Vergleiche nicht so recht. Es gibt kein Recht / Gesetz auf schnelles Fahren. :-) Wobei das bestimmt lustig wäre.
 
@CJdoom: naja dann kann ich ja mit dem Moped auf die Autobahn <3 cool
 
@CJdoom: Naja, in meinem Vergleich geht es darum, dass Sicherheitsargumente als Vorwand hergenommen werden um Bürger über das vernünftige Maß hinaus einzuschränken. Man kann da auch andere Vergleiche anstellen, wie z. B. eine Ausgangssperre für alle würde wahrscheinlich die Zahl der Einbrüche stark reduzieren, ein allgemeines Schwimmverbot würde die sicher auf jährliche Zahl der Ertrinkenden auswirken, etc. Zu solchen"sinnvollen" Maßnahmen könnte man sicher auch ganz tolle Studien erstellen, die die CDU/CSU dann ganz begeistert dem Volk verkaufen darf ;-)
 
@moribund: :-). Dacht ich mir schon aber ich wollte den Spruch einfach oben loslassen, verzeih mir :-)
 
@CJdoom: Aber klar doch. Montag vormittags bin ich für jeden Anlaß der meine grauen Zellen auch nur etwas in Bewegung setzt dankbar. Die haben nämlich heute auch kein Recht auf hohe Geschwindigkeiten ;-)
 
Wirklich schön beschrieben, Wunderwaffen haben entweder nie funktioniert, oder echte menschliche Desaster hervor gebracht. Jetzt muss man nur noch abwägen ob es Pest oder Cholera ist.
 
Die erste Studie hat die Meinung der Ermittler und Auswerter erfasst, also der Leute die in den Datensätzen herumgewühlt haben. Die waren begeistert, weil zum Einen die eigene Arbeit sicherlich nicht als nutzlos angesehen wird/werden soll und zum Anderen sicherlich ein gewisses 'voyeuristisches' Interesse besteht. Die zweite Studie hat, ergänzend zur ersten Version, die tatsächlichen Ermittlungserfolge mit und ohne Vorratsdaten verglichen und dabei den Wert der Maßnahme als verhältnismäßig nutzlos benannt. Da die meisten Leute sich keine fundierte eigene Meinung bilden, sondern nur eine 'sympathische Meinung' - oder gleich die der Mehrheit - nachplappern, oder im besseren Fall vielleicht tatsächlich einem Vordenker durch 'Nachdenken' der zur Verfügung gestellten Schlüsse und Ergebnisse folgen, hat die erste Studie, mangels eigener Recherche der Öffentlichkeit und dank der manipulativen Unterstützung der Befürworter, noch immer Anhänger.
 
"Die Vorratsdatenspeicherung sei keine Wunderwaffe, "aber sie bietet in bestimmten Fällen wichtige Ermittlungsansätze"" Naja, das trifft ja auch auf die Fußfessel zu. Vielleicht sollte man die auch flächendeckend einsetzen. ... also präventiv.
 
Ich versteh das alles nicht. Ich lese nur was von Experten, Studien und Politiker, hohen Leuten usw..., und was ist mit den ganz normalen Bürgern? Vielleicht haben die bei so einer Sache auch mal ein Wörtchen mitzureden, Stichwort Volksentscheid, oder nicht?
 
@legalxpuser: Es gibt keine Volksentscheid auf Bundesebene
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